ARUBA > ABC-Islands                                                                                           August / September 2014


Geografische Lage

11 w


Oranjestad ist die Hauptstadt von Aruba

Aruba map


Aruba ist die westlichste Inseln der  ABC-Islands der Niederländischen Antillen, rund 40 Kilometer vor der Küste Venezuelas. Der Kurzname ABC Inseln entstand durch die Anfangsbuchstaben der Inseln nämlich „A“ für Aruba, „B“ für Bonaire und „C“ für Curacao. 

Überfahrt von Curacao nach Aruba

Wir verlassen am Abend kurz vor Sonnenuntergang die Ankerbucht „Spanish Water" in Curacao und segeln mit achterlichem Wind nach Aruba. Die Fahrt dauert etwa zwölf Stunden, und wir wollten früh genug für die Einklarierung auf der Insel sein. Es gibt nur sehr wenige bis gar keine Informationen die wir über Aruba in Segelführern finden. Wir sind mal gespannt was uns erwartet. 

Um 09:00 Morgen erreichen wir Aruba. Wir segeln dem kilometerlangen, weissen Sandstrand entlang, wo sich ein grosser Hotelkasten nach dem andern, wie Perlen an einer Kette aufreihen und in der Morgensonne glitzern. Was für eine Insel erwartet uns da? Der Haupthafen befindet sich in der Hauptstadt Oranjestad. Über Funk, Kanal 16 erreichen wir die Hafenkontrolle. Wir müssen an der Hauptpier an den dicken schwarzen Lastwagenrädern die über die Mauer hängen festmachen. Die Zoll- und  Immigration Beamten kommen zu uns. Das ist ja mal ganz was neues, denken wir! Bis jetzt mussten wir jeweils die besagten Stellen aufsuchen gehen! Jetzt dürfen wir bequem auf dem Schiff bleiben und uns bedienen lassen. Der gut beleibte Zollbeamte ist schon da mit seiner Sekretärin im Schlepptau die bequem im Auto wartet. Wir halten ein Morgen-Schwätzchen und wir tauschen uns über Land und Leute aus. Offensichtlich ist der Officer sehr stolz auf seine Insel Aruba wo er seit er ein kleiner Junge war lebt. Geboren wurde er in Curacao, doch das kennt er nicht so gut. Er gibt sich interessiert woher wir kommen und was unsere Flagge bedeutet. Inzwischen hat Tomi die Formulare ausgefüllt und gibt sie dem Officer zurück, der in sein Auto mit wartender Sekretärin steigt. Inzwischen ist der weisse Pickup der Immigration Beamtin heran gebraust. Sie begrüsst uns mit freundlichem Händedruck und heisst uns auf Aruba herzlich willkommen. Sie bemerkt, dass sie doch noch einmal zu ihrem Büro zurück fahren muss, sie hat das Einreise-Formular welches wir ausfüllen sollen vergessen! So warten wir bis sie zurück kommt. Inzwischen hat sich der Zollbeamte eine Kopie unserer Formulare gemacht. Nun sind sie die beiden nicht einig, ob wir nun das Original oder die Kopie bekommen sollen. Ja, das Leben ist hart! Inzwischen ist die Immigration Beamtin wieder da und lässt uns während dem sie auf dem Pier herumspaziert das Einreise-Formular ausfüllen. Tomi ist fertig und gibt das ausgefüllte Formular der Beamtin zurück. Sie sagt sie müsse ins Büro fahren und eine Kopie machen. Gut, wir warten. Sie kommt wieder und teilt uns mit, dass der Drucker nicht funktioniert. Zum Glück hat Chief Tomi einen funktionstüchtigen Drucker an Bord, die Beamtin strahlt vor Glück. Gesagt, getan, so haben wir alles kopiert und erledigt war’s. Öhh, da wäre noch etwas! Dürfen wir unsere Pässe wieder haben? Oh, ja sicher, die sind noch im Immigration Büro liegen geblieben. So steigt die Immigration Beamtin wieder in ihren weissen Pickup und braust davon unsere Pässe zu holen. So geht ein karibisch, unbürokratischer Morgen auf Aruba vorbei. Wir schmunzeln und müssen lachen über die Art uns Weise wie die Dinge hier so gehen. Doch eins ist sicher, alles geht mit einer Ruhe und einer Gelassenheit einher. Das ist uns ja so karibisch, sympathisch! 

Wir verholen zu unserem ausgesuchten  Ankerplatz wo wir überraschenderweise auf Darlin und Nils zwei Amis vom Katamaran „Cecco“ die eigentlich schon in Kolumbien sein sollten treffen.  Ein freudiges Wiedersehen, es wird erzählt und Pläne geschmiedet. Leider bin ich dermassen stark erkältet, dass ich gar nicht recht gesellschaftsfähig bin. Darlin und Nils warten auf ein günstiges Wetterfenster, sie wollen jetzt nach Puerto Rico segeln. Da sie dort als US-Bürger ihr Schiff einfacher im Hafen lassen können um nach Hause zu reisen. In Kolumbien ist das schon schwieriger. Zwei Tage später, wir sind wir ganz alleine auf dem Ankerplatz, nirgends ein Schiff zu sehen. 

Aruba, Niederländische Antilleninsel

Die Insel lockt mit ganzjährig angenehmen Temperaturen (durchschnittlich 28 Grad C), elf Kilometer langen, weissen Sandstränden und kristallklarem Wasser. Auf Arubas Vorzüge machen internationale Auszeichnungen aufmerksam: 2012 haben die Nutzer der Bewertungsplattform Tripadvisor den Eagle Beach zum zweitschönsten Strand der Welt gewählt. Das Scuba Diving Magazine zählt Aruba zu den Top Wrack-Tauch-Gebieten der Welt. Ob Tauchen, Wandern, Sonnenbaden, Shopping oder Kasino-Besuch - jeder findet hier sein persönliches Programm. 

Einkaufsbummel In Oranjestad 

Wir legen unser Beiboot in der Renaissance Marina an die Leine und machen einen Bummel durch die Stadt bei 32 Grad! Uff… Zum Glück weht immer ein kühlender Passatwind, sonst wäre es fast nicht zum auszuhalten gewesen. Hübsche Häuser die wie uns scheinen aus Zuckerguss gebaut wurden. Hellblau, Rosarot, Lindgrün, Hellgelb sind die vorherrschenden Farben aus denen die Fassaden bemalt und mit diesem hübschen, kitschig weissen Zuckerguss dekoriert wurden. Wir sind fasziniert von diesen ja so süssen Häuschen die liebevoll restauriert und erhalten wurden. 

   




Aruba fährt Strassenbahn

2012 erfolgte der erste Spatenstich zum Bau einer Straßenbahnlinie, die das Kreuzfahrtterminal und die Fußgängerzone von Oranjestad verbinden. Die Betriebsaufnahme der Bahn war für Ende 2012 geplant. Die Linie soll im Achteinhalb-Minutentakt verkehren; für den Betrieb wurden drei offene, batteriebetriebene Fahrzeuge bestellt, deren Motoren von Solarzellen gespeist werden. Am 19. Februar 2013 wurde die Straßenbahnlinie in Betrieb genommen. Liebevoll wird die Strassenbahn von den Einheimischen die „Tram“ genannt. Da kommen bei uns so richtig heimische und warme Gefühle auf, wenn wir an unsere Schweizer Tram’s denken! Nur diese hier sehen anders aus, sehr nostalgisch dargestellt, doch das Quietschen auf den Schienen haben sie alle.  Sie fahren nur eine Tramlinie rauf und runter, also vor und zurück! Die Fahrt der ganzen Strecke dauert insgesamt 20ig Minuten. Mit vielen Haltestationen. Dann werden vor der Rückfahrt die Rückenlehnen der Holzbänke in die entgegengesetzte Fahrtrichtung umgeklappt, sodass die Sicht nach Vorne wieder gewährleistet ist, das fanden wir sehr witzig. Die Fahrt war kostenlos! 

Das sehr edel ausgestattete Innenleben des Trams. 


Jeep Safari auf Aruba

Ein Abenteuer der Extraklasse, wie sich später herausstellte. 

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Eine von vielen Autovermietungen die es auf Aruba gibt, wählen wir aus dem grossen Angebot einen Wrangler Jeep mit 4-Rad Antrieb. Später merken wir, dass wir ohne 4-Rad Antrieb den Park nicht hätten befahren können. Wir erreichen nach einer kurzen Fahrt via Santa Cruz den Eingang zum „Arikok“ Nationalpark. Am Parkhäuschen werden wir von einem freundlichen Parkwächter über die Routen im Park und die Regeln informiert. Mit einem Armbändchen und einem Situationsplan bewaffnet fahren wir in den

 „Arikok“ Nationalpark.


Eine fast wüstenähnliche Landschaft aus Sand und Steinen führte uns kilometerweit, gesäumt von riesigen Windgeneratoren vorbei, die an Teilen der Küste majestätisch stehen. Fasziniert von wunderschönen Naturfarben mit kleinen Nuancen von farblichen Unterschieden im Kontrast zum türkisblauen Meer oder dem stahl blauen Himmel ist wunderbar zu erleben. Wir erreichten die erste von Awarak Indianern bewohnte Höhle. 

Die Quadirikiri Höhle

Diese Erzählung ist ein Beispiel des Einflusses kulturellen Erbes.

Der Original Name dieser von den Arawak Indianern bewohnte Höhle war „Warerikiri“ Höhle! Eine Legende beschreibt die Geschichte einer Häuptlings-Tochter die Wadirikiri hiess und so der Namen der Höhle entstand. So waren die Indianer im Glauben, die Tochter Wadirikiri sei der Nachkömmling des Gottes der Sonne. Sie war die schönste Frau im Stamm und viele Männer träumten davon sie zu lieben. Doch Wadirikiri verliebte sich in keinen der Stammes-Männer. Nach Jahren glaubten sie, dass sie niemals heiraten wird und für immer einsam blieb. Eines Tages jedoch verliebte sich Wadirikiri in einen Fremden. Sein Name war „White Feather“ (weisse Feder)! Beleidigt über diesen Hochverrat, liess der Häutlingsvater seine Tochter entführen und hielt sie zeitlebens in der Höhle, die später ihren Namen trug gefangen, sodass niemand sie bekam. Die wunderschöne Wadirikiri wurde nie wieder gesehen. Die Legende besagt, dass nach ihrem Tod ihre Seele durch die Höhlenöffnung an der Decke entschwunden sei und sie mit dem Gott der Sonne wiedervereinigt wurde. 

Das bin ich auf einem Stein unter dem Lichtkegel der von der Sonne durch die Höhlendecke gelangte. So kann man sich gut vorstellen, wo die Seele von der schönen Häuptlingstochter  Wadirikiri zum Sonnengott hinaus flog. Eine schöne Legende…


Stimmungsbilder aus dem Park

Die Landschaft ist sehr karg, trocken, staubig und heiss. Die Bilder können das einzigartige Gefühl und die Schönheit dieser Natur nicht wiedergeben  Ein ungewöhnlich faszinierender Park, gerade die karge, wüstenähnliche Landschaft macht diese Rundfahrt so speziell.  

Auf Aruba findet man überall diese Steingebilde. Hierzulande bedeuten sie, einem lieben Menschen zu gedenken. An der höchsten Stelle im Park steht nun für meine geliebte Schwester Sandra ihr eigener Steinmann der zwischen den Welten alles überblicken kann. 

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Dieser Baum heisst „Divi-Divi“. Hier auf Aruba stehen diese einzigartigen verknorzten vom  Wind geneigten Bäume. 

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Natural Pool 

Der Weg war staubig und trocken. Im natürlichen Pool gönnen wir uns eine Erfrischung. 


Wir klettern über die glitschigen und spitzen Felsen damit wir ins kühle Nass kommen. Das kühlende Bad ist herrlich und einzigartig. 

Das frische Wasser vom Meer wird von den Wellen über die Felsen in den Pool gespült, eine super Dusche für uns. 


Nach der Erfrischung im Pool und wieder auf der Hauptstrasse zurück, gibts noch einen Kaffeehalt. 


Arubas älteste Kirche

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Aeltester Leuchtturm Arubas

            Der älteste Leuchtturm auf Aruba, ein echtes Magnet für Touristen. 

Ein Tag geht zünde und wir geniessen ein eine schöne Aussicht beim Abendessen. 

Eagles Beach

Eagles Beach, der berühmteste Strandabschnitt der 11 km lang ist. Im Hintergrund Hotel- an Hotelkomplexen. 

Die Zeit die wir hier verbringen durften hat uns sehr gefallen. Eine einzigartige und wundervolle Insel bleibt uns in Erinnerung. Zurück geht es wieder nach Curacao, die nächsten Gäste stehen schon bald auf der Matte.

Rückfahrt von Aruba nach Curaçao


Wir berichten später wieder… 

Herzliche Grüsse an alle Blog Interessierten, Nadine und Tomas

r fiz© Tomas und Nadine Cervera 2012