British Virgin Islands                                                                                                          02.2014


Flag of the British Virgin Islands.svg

Flagge BVI's / Britische Jungfrauen Inseln

Karte Britische Jungferninseln

Wir besuchen die British Virgin Islands auch BVI's genannt. 

Zusammen mit den Spanish Virgins Islands, US-Virgins Islands und British Virgin Islands trägt diese Inselgruppe als geografische Einheit die Bezeichnung Virgin Islands. Die Grenze zwischen den amerikanischen und britischen Inseln läuft von Norden zwischen Little Tobago und den Narrows hindurch. 

Christoph Kolumbus nannt die Inselgruppe "Las Once Mil Virgines" die elftausend Jungfrauen. Von den etwa 60 Inseln und Eilanden, kurz BVI's genannt, sind nur 16 ständig bewohnt und zwölf sind in Privatbesitz. Sie decken eine Fläche von rund 175 km2. Die Hauptinsel Tortola mit Verwaltungssitz, Tiefwasserhafen und Flughafen sowie bestens ausgestatteten Marinas und Ressorts ist auch das Zentrum der Yachtaktivitäten. Die Hauptstadt Road Town befindet sich auf Tortola, der grössten Insel. Hier lebt die Hälfte der insgesamt 24 500 Menschen zählenden Bevölkerung. Die offizielle Sprache ist Englisch.



The Bath's, der beliebteste Tagesankerplatz in den BVI's, wegen den Felsformationen bekannt. 

Ankunft BVI's 

Nach einer schlaflosen Nachtfahrt von St. Martin nach Virgin Gorda lassen wir den Anker in die Bucht von Spanish Town fallen und holen für ein paar Stunden den verpassten Schlaf nach. Wir suchen die Einklarierungsbehörde und werden freundlich in die falsche Richtung dirigiert. Dank Tomi's fotografischem Gedächtnis und dem Orientierungssinn eines Spürhunds, haben wir sie versteckt in einem Gebäude das aussah wie eine Autowerkstatt gefunden. Kurz vor Feierabend am Schalter 2, haben wir einem "ZS" (Zusammenschiss) vom Beamten kassiert, weil wir nicht direkt nach der Ankunft einklariert haben. Wir zahlen die übliche Bewilligungsgebühren und dürfen nun für einen Monat in den British Virgin Islands bleiben. 

BVI's Virgin Gora, St. Thomas Bay 

Geschichte der Cervera's…

Vor fast zwei Jahren begann unsere Reise in Tortola auf den BVI's! Damals hatten wir allerdings keine Zeit die verschiedenen Inseln zu besuchen. Wir waren einen Monat in der Marina und haben mit Udo unsere SeaBorne für lange Fahrt aufgerüstet, eingerichtet und gearbeitet. Anfangs Juni mussten wir rasch in die südliche Karibik segeln, weil die Hurricane Saison begann. Wir wussten nicht, ob wir je wieder in diese Gegend kommen. Obwohl wir die British Virgin Islands (BVI's) mit Heidi und Fredy vor 15 Jahren in einer drei wöchigen Reise besegelt haben sind die Eindrücke und die Schönheit der Inseln in unserer Erinnerung inzwischen doch einwenig verblasst. Wir freuen uns wieder hier zu sein und die BVI's mit der SeaBorne zu besegeln. Bei jeder Insel fragen wir uns:  weisst Du noch, vor 15 Jahren, kannst Du Dich an die Bucht erinnern? Vieles hat sich in der Zwischenzeit verändert und das nicht immer zum positiven. Es ist Hochsaison in den BVI's und so viele Yachten auf einem Haufen haben wir nirgends in der Karibik je gesehen, ausser vielleicht in den berühmten Tobago Cays. In jeder noch so kleinen Bucht muss man spätestens um 13:00h einlaufen, sonst findet man keinen Platz mehr weil schon gegen hundert Yachten vor Anker liegen oder an der Boje hängen. Es herrscht Hochbetrieb, viele Amerikanische Segler verbringen hier ihren Urlaub. Grosse Charterbasen haben ihre Flotten vergrössert 3/4 der Yachten die man unterwegs antrifft sind Charteryachten. Die einsamen Buchten mussten exklusiven Hotelanlagen weichen. Die Strände sind überfüllt, Super Yachten und Kreuzfahrtschiffe liegen vor der Bucht und spucken ihre Gäste für die vielen angebotenen Aktivitäten aus. Die legendären Bars und Restaurants sind zum Teil heruntergekommen, neue sind hingegen wie Pilze aus dem Boden geschossen. Die Preise für Lebensmittel und alles was man an Bord so braucht sind schwindelerregend hoch. Doch vieles ist geblieben! Die BVI's sind nach wie vor ein unvergesslich schönes Segelrevier, die Distanzen zwischen den Inseln sind gering und im Nu erreicht man die nächste Insel. Das Wasser ist sauber und klar. Die grünen Hügel steigen sanft vom Meer auf und bieten eine unverwechselbar schöne Kulisse.  "Anegada" eine Insel weiter nördlich aber auch in 3-4 Stunden erreichbar, ist vom Tourismus grössten Teils verschont geblieben. Wunderbar verschlafen wirkt Anegada auf uns mit ihren unendlichen und wunderschönen Sandstränden. Es gibt nur eine Hand voll kleine Appartement Häuschen die an Touristen vermietet werden. Anegada das flache vergessene Paradies! 


Weiterlesen zu den einzelnen Inseln der BVI's…

Einfahrt Virgin Gorda Yacht Harbour

Virgin Gorda, Spanish Town

Digicel!

Wir bummeln durch die Strassen und suchen den berühmt, berüchtigten Telefon- und Internet Anbieter Digicel. Der Grund warum wir zum Teil keine oder eine sehr schlechte Internet Verbindung haben. Obwohl es Digicel auf fast allen karibischen Inseln gibt, kann uns niemand so genau sagen, auf welchen Digicel funktioniert. Je nach Verkäuferin sind die Informationen so unterschiedlich wie die Verbindungen. 

Virgin Gorda, Saba Rock

Heute treffen wir die Familie Berger in den Saba Rock Bucht. Die Wiedersehensfreude ist gross. Wir erzählen uns bei einer Erfrischung alles was in der Zwischenzeit geschehen ist und wir erlebt haben und beschliessen die BVI's gemeinsam zu erkunden. 

Familie Berger aus der Schweiz haben wir in letzten Oktober in St. Lucia kennen gelernt. Jeanette und Rolf sind für ein Jahr mit  ihren drei Kindern, Florentin 13-, Johanna 16- und Julian 18 Jahre. Ihr Zuhause für die nächsten Monate ist eine Allure 44, Alu-Yacht "LOUL". Wir Segeln in den BVI's, von Insel zu Insel, von Bucht zu Bucht, baden und schnorcheln stehen auf dem Programm. Wir kaufen ein, kochen und essen zusammen und geniessen das Zusammensein. 

Einfahrt in die grosse Bucht von Bitter End und Saba Rock

Strandabschnitt einer Privatinsel

"LOUL" segelt hart am Wind zwischen "Virgin Gorda" nach "Anegada", dem vergessenen Paradies entgegen. 

Crew-Wechsel! Florentin fühlt sich schon ganz wohl auf der SeaBorne, und ich mich auf der "LOUL"!

Anegada

Kolumbus gab ihr den Namen "Anegada" das versunkene Land. Für uns wirkt sie wie das vergessene Paradies. Die Insel ist platt wie ein Pfannkuchen, man erkennt sie erst wenn man bereits dort ist. Im Gegensatz zu ihren hügeligen Nachbarinseln ist Anegada nicht vulkanischen Ursprungs. Sie besteht aus Kalkstein und ist rundherum von Korallenriffen und gefährlichen Untiefen und starken Strömungen umgeben. Mehr als 300 versunkene Schiffe aller Grössen und Nationen sollen hier auf dem Meeresgrund ruhen. Die flache Insel ist gleichmässig 6-7 m hoch, die höchste Erhebung ist 9 m. 120 Insulaner zählt Anegada gerade mal, die Bewohner leben hauptsächlich vom Fisch- und Lobster-Fang sowie von den wenigen Touristen. Nur der Yachttourismus boomt, wir haben bis zu 60 Charter Yachten mit mindestens 6 Mann Besatzung am einzigen Ankerplatz gezählt. Es ist ein reges Kommen und Gehen. 

Morgenspaziergang am Strand, der Sand ist fein wie Puder. 

Strand-Idylle pur…

Ein kleiner Strand Bungalow für Gäste. 

Zwei Familien aus den USA, die wir kennen gelernt haben und zwei Schweizer Familien fahren zum Schorchel Ausflug zur Loblolly Bay. Es ist eng im Pick Up, jedoch lustig und kurzweilig. Christopher fährt sehr langsam und vorsichtig. Unser Gesäss dankt es ihm. 

Achtung, fertig, los…Johanna und Tomi sind bereit zum Schnorcheln…

Julian macht es sich im Schatten gemütlich…

Wir machen Halt für ein kleines Mittagessen im Cow Wreck mit den Hurricane Regeln die hier lauten: 1. greife dir Bier 2. renne wie der Teufel! Die Flip Flop's für die besagte Flucht sind an den Pfahl getackert. Das ist doch mal eine tolle Rettungsstrategie!  

Der Langusten Salat schmeckt lecker! 

Übrigens ist Anegada bekannt für hervorragende, fang frische Langusten. Ein Muss wenn man nach Anegada segelt. Inzwischen gibt es fünf Strand Restaurant's zur Auswahl, die ausschliesslich Langusten vom Grill servieren. Wir haben's natürlich ausprobiert, er war schlicht und einfach köstlich! 

Nach dem Essen sollst du ruhen…auch die Familie Berger…

Seht Ihr meine rosa Flip Flop's? Soeben habe ich sie an den Pfahl des Hurricane Evakuation Plan zu den anderen gehängt. Schliesslich braucht man doch gutes Schuhwerk wenn man vor einem Hurricane wie der Teufel davon rennen muss!! 

Letzter Abendspaziergang am Strand von Anegada. Wir verabschieden uns von der Familie Barns die Richtung Turks & Caicos, durch die Bahamas nach Miami segelt. Wir segeln zurück auf die Hauptinsel Tortola. 

Tortola 

Tortola, wurde die Schildkröteninsel genannt, sie ist die grösste Insel der BVI's. Road Harbour nahe der Hauptstadt Road Town ist Basis der grössten Yachtchartergesellschaften. Der Standard in den Marinas lässt keine Wünsche offen. 

Tortola ist auch die gebirgigste unter den Inseln, der Mount Sage, mit 543 m ist der höchste Berg inmitten eines Nationalparks. Nur noch Reste tropischen Regenwaldes bedecken die Berghänge.                                                                                          Tortola und die grösseren Inseln Virgin Goda und Jost Van Dyke sind auf vulkanischem Gestein aufgebaut, Anegada im Norden dagegen ist flach und besteht aus Korallenkalk. Die Gewässer um die Inseln sind in den Monaten des europäischen Winters die "Badewanne" der Amerikaner und Europäer. Besonders die Amerikaner fühlen sich hier sicher, der Archipel liegt nicht im bereich terroristischer Aktivitäten, und die Kriminalität ist sehr gering. Die BVI's gehören politisch zu den stabilsten Ländern in der Karibik. 

Besonders der Yachttourismus hat sich in den letzten zehn Jahren zum bedeutenden Wirtschaftszweig entwickelt. Vier Fünftel des Einkommens der BVI fliessen direkt oder indirekt aus dem Tourismusgeschäft. Den grossen Kuchen teilen sich vornehmlich die etablierten schwarzen Familien, deren Vorfahren ehemalige Plantagenarbeiter waren. 

Nur noch ein winziger Teil der Landfläche wird von Familien für den Eigenbedarf landwirtschaftlich genutzt. 


Tortola, Great Camanoe, Lee Bay eine kleine Nebeninsel die zu Tortola gehört

Tankstelle und Anleger für Wasser, mit schöner, durch Segler überfüllten Ankerbucht. 

Die Lee Bay liegt im "Sir Francis Drake Channel" Eine kleinst Insel zwischen Norman- und Peter Island. Eine schöne Bucht mit klarem Wasser. Ich gehe Schnorcheln und sehe ein relativ schönes bewachsenes Riff. Es hat sogar viele Fische, was mich sehr überrascht. Ich sehe einige Papageien- Trompeten- und Drücker Fische. Wundervoll sind die winzigen silbrig-und türkis farbenen, schimmernden Fischschwärme, die mich wie eine Wolke umgeben und wohin ich auch schwimme mich neugierig begleiteten.

Tortola, Cane Garden Bay 

Eine Idylle die täuscht! 

Hotelurlauber tummeln sich am Strand. Laute Musik und Animation für die sonnenhungrigen Badegäste. Die Bucht ist voll von Charter Yachten. Uns gefällt es hier nicht sonderlich gut. Wir beschliessen, in die nächste Bucht zu segeln. 

BVI's Pizza Service Berger

Pizza Service mit dem Dingi! Julian zaubert viele Bleche mit feiner Pizza belegt aus dem Bauch der "LOUL". Geliefert wird an Bord der SeaBorne. Trotz Dunkelheit, Wind und Wellen wurde perfekt und ohne Verlust geliefert! Mit einem Glas Rotwein geniessen wir die feinen Teile…

Jost Van Dyke, Sandy Spit

Ein Inselwinzling der als Tagesankerplatz auf der Segelkarte steht. Wir baden am Strand des kleinen Fleck's im klaren Wasser. Später verhohlen wir auf die Insel Jost Van Dyke nach Great Harbour, wo wir die Nacht verbringen. 

Jost Van Dyke, Great Harbour

Die 3.5km lange Insel Jost Van Dyke liegt 3 sm nordwestlich von Tortola und ist benannt nach einem niederländischen Piratenkapitän, der hier sein Unwesen trieb. 


Hier muss was los sein, in Great Harbour auf Jost Van Dyke! Wir zählen etwa 60 Yachten in der kleinen Bucht. Hier ist auch die legendäre und weltberühmte Tamarind Bar "Foxy's"! Foxi ist ein Insulaner und ein Showtalent. Berühmt weil er seine Augen wie ein bekloppter aufreissen und rollen kann. Vielleicht hat er auch noch andere Talente, doch die erfahren wir nie….Wir gehen zum Sundowner in die Bar und trinken einen Cocktail. Der Bartender scheint leicht gestresst und ist unfreundlich, die Preise sind dafür gesalzen. Die Holzdecke der offenen Bar ist behängt mit T-Shirts, Flaggen, BH's und Unterhosen in allen Farben, Formen und Grössen, International. Die gleichen Dinge hingen schon vor 15 Jahren und davor wahrscheinlich schon eine Generation. Die Bar wirkt auf uns ziemlich heruntergekommen und schmuddelig, wir würden hier nichts essen. In der Bar stinkt es nach undefinierbarem…die Sandfliegen greifen an, wir flüchten aus der Bar und schlendern durch die einzige Durchgangsstrasse. Nebst Baren, Baren und Rumbuden, viel Müll, eine Kirche und ein ungepflegter Strand, gibt es nichts zu sehen. Wir beschliessen den Anker zu lichten und zu verschwinden. 

Noch erwartungsvoll… 

Foxi's "Lumpensammlung in der Bar! 

In dieser Bar soll es den besten Rum geben… wir haben es nicht versucht. 

Die Dorfkirche von Great Harbour. 


Tortola, Soper's Hole

Eine kleine, feine Marina mit vielen Einkaufsmöglichkeiten. Bunkern steht auf dem Programm, auch das Bier geht zur Neige, diesem Umstand muss sofort entgegen gewirkt werden, denn ohne Bier geht für Skipper Tomi gar nichts.  Die Herren kühlen ihre Kehlen an der Bar, während die Mädels sich mit Getränken und Lebensmittel schleppen abmühen. Wir dürfen dann zur Belohnung in die Boutiquen stürzen und wieder einmal so richtig genussvoll shoppen. Was wir natürlich ausgiebig tun. 

 

Bordmüll entsorgen und Gasflaschen füllen kann man hier ganz gut, so sind wir für den nächsten Grillabend auf der SeaBorne gerüstet


Sir Francis Drake Channel, Peter Island

Von Soper's Hole segeln wir dem binnenseeähnlichen Fahrwasser "Sir Francis Drake Channel"  der nach dem englischen Seehelden Sir Francis Drake benannt wurde, nach Peter Island. Wir kreuzen mehrmals auf um unser Ziel zu erreichen. Belohnt werden wir mit einer ruhigen Bucht wo wir eine ruhige Nacht verbringen. Nur eine Handvoll Yachten und glasklares Wasser umgibt uns. 

Abendspaziergang am Strand und Apéro in einer nahegelegenen Hotelbar. 

Ich bewundere am nächsten Morgen ein wunderschönes Riff beim Schnorcheln. Pelikane jagen Fischchen, fünf grosse Tarpun Fische jeder ca. 1.5 m lang umkreisen mich langsam und neugierig. Auch sie machen Jagd, aber zum Glück nicht auf mich…!


Tortola, Beef Island, Trellis Bay

Wir überqueren mit 17 Knoten Wind und sechs Knoten Fahrt den Sir Francis Drake Channel. Wir wollen am Abend in Tortola, Beef Island, in der Trallis Bay zur traditionellen Vollmond-Strand Pary sein. Ca. hundert Yachten liegen schon vor Anker als wir um 14:00h die Bucht erreichen. Rolf weist uns im Dingi den letzten sicheren Ankerplatz zu, wir ankern mit wenigen cm unter dem Kiel, sicher im Sand. Der Anker hält zum Glück, so sind wir sicher für die Nacht. Nach dem Ankerdrink auf der LOUL wird Siesta gemacht, damit wir am Abend fit für die Party sind. 

Am Strand sind viele Feuerkugeln aufgestellt, die eine schöne Stimmung hergeben. Wir schlendern am Strand entlang und lassen uns von feinen Düften, vielen Menschen, karibischer Musik und künstlerischen Attraktionen verführen. 

Im Wasser werden ebenfalls Feuerkugeln und vier Meter hohe Holzmenschen angezündet. Es ist eine friedliche und schöne Stimmung, wie es flackert und brennt, das Feuer im Wasser sich spiegelt und glitzert. 


Sir Francis Drake Channel, Norman Island

Norman Island ist nach einem Piraten benannt. Die Bucht ein Naturhafen" The Bight" diente zu Piratenzeiten als ideales Schlupfloch. Die vorherrschenden Winde erlaubten ein schnelles Aus- und Einlaufen unter Vollsegel. Der Ausguck auf dem Hügel konnte die Feinde und die Beuteschiffe frühzeitig ausmachen. Auf Norman Island wurde 1750 das Beutegut einer spanischen Galeone geborgen. Der Wert des Goldes wurde auf 450 000 USD geschätzt. Die Insel ist auch heute noch attraktiv für Hobby-Schatzsucher. Die Insel ist in privatem Besitz. Der Besitzer hat eigens für die Suche eines Schatzes einen Chinesen angestellt, der nichts anderes macht, als mit einem Metal-Such-Detektor cm um cm die Insel abzusuchen. Kürzlich hatte er Glück und fand tatsächlich eine historische Münze aus längst vergangener Zeit. Wer weiss, vielleicht findet er eines Tages den grossen Schatz! 


Wir steuern die  Bucht "the Bight" an, eine Ankerbucht vor Norman Island. Es sind bereits schon um die 80 Yachten vor Anker. Wir quetschen uns auch noch dazwischen und lassen den Anker neben dem Party Schiff "Willy T" fallen. Wir schwimmen zu Willy T auf die Brücke, klettern hoch und springen todesmutig von etwa 5 Metern ins türkis klare Wasser hinunter. Weil es soo cool war wiederhohlen wir den Sprung ins kühle Nass noch einmal. Ohne die aufmunternden und motivierenden Rufe von Johanna und Florentin wäre ich wahrscheinlich nicht gesprungen! Tomi wirft Kohle in den Grill an Bord, inzwischen sind schon zwei Exemplare bei uns an der Reling festgeschraubt. Es gibt Ribs und Steaks mit Beilagen aus der Kombüse der "LOUL" und der "SeaBorne" ein kulinarischer Höhenflug folgt dem andern und wir geniessen das Essen und das Zusammensein, bis wir todmüde in die Kojen fallen. 

Piratenschiff "Willy T" in der Piratenbucht "the Bight" 

Immer viel los auf Willy T! Täglich ab 12:00h ist die Bar geöffnet und die Gäste werden in Dingis und Beibooten auf Willy T gebracht.  Ein zwei Drinks intus, dann wird vom Schiff ins kühle Nass gesprungen, dass ist so selbstverständlich wie die Drinks gut sind!  So geht das denn den ganzen Tag, ein Kommen und Gehen der illustren Menschen aller Länder. Gegen Abend bleiben die Leute dann sitzen und feiern ausgelassen bis spät in die Nacht. Es ist ein spannendes Spektakel auf der SeaBorne sitzend zuzuschauen. Die Stimmung auf Willy T ist lustig, ausgelassen und die Drinks sind gut mit Rum gefüllt! Jede Frau wird früher oder später mit einem Willy T-Tatoo von Bord entlassen… ja, ja so ging es auch mir!!! 

Alle springen vom Piratenschiff Willy T, ob jung oder alt, jeder muss diesen einzigartigen Sprung erleben. 

Es ist Sonntag, wir haben ausgiebig ausgeschlafen, Willy T, war doch sehr, sehr anstrengend. Rolf überrascht uns mit einem selbst gebackenen Butterzopf. Rolf''s Dingi-Motor streikt seit Gestern, Tomi fährt mal zu unseren Nachbarn rüber vielleicht kann er helfen, während ich die gewonnenen Eindrücke der letzten Tage in den Blog tippe. 

Norman Island, The Indians 


Wir  fahren mit dem Dingi  zu den vorgelagerten Felssplittern "The Indians" ein sehr beliebtes Schnorchel- und Tauchgebiet. Das Wetter ist zwar regnerisch, doch wir hoffen doch auf ein paar Sonnenstrahlen. Die Indians sind vier markante, etwa 13 m hoch aus dem Wasser ragende kahle Felsen, die steil ins Meer abfallen. 

Ein schönes Riff mit vielen Fischen die wie wild um uns herum schwimmen weil Florentin die hungrigen Fische mit Brot füttert. Die Riffe sind mit Feuerkorallen überwachsen und glitzern golden von der Sonne angestrahlt. Auf dem Bild eine Elchhornkoralle. Oder viel mehr dass, was die Stürme von ihr übrig gelassen haben. 

Florentin am Fische füttern. 


Bunkern

Wir fahren wieder zurück nach Tortola, Road Town, die Bordküche soll wieder einmal gefüllt werden die Vorräte gehen zur Neige. Berger's bekommen Besuch aus der Heimat. Wir verbringen die noch letzten verbleibenden Tage unserer BVI Reise in Peter Island wo wir nochmals ausgiebig die Unterwasserwelt besuchen. 

Hier ein paar Unterwasser Schnappschüsse:

Dieser schöne Kofferfisch war gar nicht scheu und ist einen halben Meter zu mir heran geschwommen. Wie entzückend…er hat mich ein Stück auf sicherem Abstand und immer ein Auge auf mich ruhend begleitet. Neugierig und doch sehr vorsichtig…


Golden leuchtend von den Sonnenstrahlen die ins Wasser fallen, eine blühende Weichkoralle. 

Ein prächtiger Bursche etwa 1.5 m grosser Tarpun schwimmt neugierig um mich herum. Er fragt sich bestimmt, was ist denn das in meinem Jagdrevier???

Der letzte Sundowner in Peter Island

Wandergruppe "Berger", "Cervera" und "Barnes" Aufstieg zum Gipfel! Uff, das war ganz schön anstrengend mit unseren steifen Seemannsbeinen. Doch man schafft bekanntlich alles wann man nur will. So haben wir stöhnend (ich zumindest) oben angekommen eine schöne rundum Aussicht genossen, bei einem selbst mitgebrachten Apéro.  Leider war die Sonne hinter den Wolken verborgen, doch schön war es allemal. 


Good bye BVI! 

In den letzten Wochen segelten wir mit Berger's kreuz und quer durch die Inselwelt der BVI's. Mit vielen schönen Eindrücken von der schönen Inselwelt nehmen wir Abschied. Abschied auch von Berger's für unbestimmt Zeit. Eine schöne gemeinsame Zeit geht zu Ende, die wir sehr genossen haben. Vielleicht sehen wir uns noch einmal im Frühling unterwegs in Richtung Süden. 

Wir segeln weiter zur Insel Saba, einem erloschenen Vulkan, 90 Seemeilen durch die finstere Nacht. Der Wind hat einwenig nach- gelassen, wir hoffen, dass wir nicht gegen Wind und Wellen kämpfen müssen. Das fühlt sich dann an wie in einem Schüttelbecher! Drückt uns also die Daumen auf eine angenehme Überfahrt. 

See you soon in SABA ISLAND…

Herzliche Grüsse an Euch alle Zuhause! 

Nadine und Tomi 

PS: wir freuen uns immer über Eure Kommentare und Reaktionen. Also schreibt mal wieder…

email: seaborne@gmx.net / www.cerverasreise.ch


r fiz© Tomas und Nadine Cervera 2012