Sint Maarten / Saint Martin                                                                                           01/02/ 2014


Unknown

Sint Maarten, wir besuchen den Niederländische Inselteil. Der Französische Teil lassen wir aus. Es muss sowohl im niederländischen Teil wie auch im Französischen Teil separat Ein- und Ausklariert werden. 

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Der braun markierter Inselteil ist Sint Maarten und gehört den Niederländern. Der helle Teil gehört den Franzosen. 

Geschichte Sint Maarten und Saint Martin

Die Insel wurde am 11. November 1493, dem Namenstag des Heiligen Martin, durch Christoph Kolumbus entdeckt und einst ''Isla de San Martín'' genannt.

Im Juni 1633 besetzten die Spanier die Insel, um die holländische Festung vor Ort zu übernehmen. Im Jahre 1648 wurde das Inselgebiet geteilt, nachdem französische und niederländische Kriegsgefangene ihre spanischen Aufseher vertrieben hatten. Der Legende nach teilten die Deportierten die Insel unter sich auf. Ein Niederländer mit einer Flasche Gin und ein Franzose mit einer Flasche Wein wurden los geschickt die Insel in gegensätzliche Richtungen zu umrunden, bis sie sich wieder am Strand trafen. Die Geschichte besagt , dass der Gin stärker als der Wein war, weshalb heute der französische Teil größer sei als der niederländische. Der niederländische Inselteil 'Sint Maarten gehörte politisch bis zu deren Auflösung am 10. Oktober 2010 zu den Niederländischen Antillen.

Die Insel ist heute im Vergleich zu Nachbarinseln stark besiedelt. Im Januar 2009 lebten 77.741 Einwohner auf St. Martin, davon 40.917 auf der niederländischen Seite. Die offizielle Währung des französischen Teils der Insel ist der Euro, die des niederländischen Teils war bis zum 31. Dezember 2011 der Antillen-Gulden. Seit dem 1. Januar 2012 ist dieser durch den gleichwertigen Karibischen Gulden' ersetzt. Der US-Dollar wird auf beiden Inselteilen akzeptiert. Bei alltäglichen Geschäften werden Euro und US-Dollar nicht selten 1:1 verrechnet!

Ankunft Simpson Bay 

Nach unserem Spinnaker Abendteuer zwischen St. Barthelémy und Saint Martin, steuern wir die Simpson Bay auf Sint Maarten an. Wir verbringen eine Nacht bei unangenehmen Schwell der in die Bucht kommt. Wir beschliessen, uns einen ruhigeren Platz zu suchen und verhohlen in die Simpson Bay Lagoon. Das ist eine riesige natürliche Lagune die hinter dem Strand von der Simpson Bay liegt. Einige Marina's für Superyachten sind in der ruhigen Simpson Lagoon zu finden. Eine Zugbrücke öffnet für die Schifffahrt ein paar Mal am Tag, also zu vorbestimmten Zeiten ihre Schranken. 


Am Strand der Simpson Bay. 


Vom Yachtclub Restaurant mit gelbem Dach können wir beobachten, wie die Brücke hochgefahren wird und Schiffe zum zügigen Durchfahren angetrieben werden. 


Brücke öffne dich…

Die Zuschauer schauen gespannt, wie sich eine Mega Yacht durch die Schleuse quetscht. Auf allen Seiten steht ein Crewmitglied mit Headsets für die Kommunikation untereinander. Der Captain steht vorne am Bug und dirigiert das Schiff perfekt durch den schmalen Ausgang. 

Die SeaBorne schafft das ganz locker! Von der Simpson Bay durch die Brücke in die Simpson Bay Lagoon. 

Unser neuer Ankerplatz in der Simpson Bay Lagoon. Von hier aus kann man bequem mit dem Beiboot sämtliche Annehmlichkeiten wie Einkaufen, Restaurant Besuche usw. erreichen. Überall sind Stege und Festmach- Möglichkeiten vorhanden. Es gibt unzählige Restaurants und Einkaufsmöglichkeiten ohne Ende. Es gibt nichts, was man hier nicht haben könnte. Es wird alles Importiert was auch immer ein Herz begehrt. Die Insel ist das touristische Mekka der Amerikaner, aber auch die Franzosen lieben diese Insel. Von der karibischen Lässigkeit  ist jedoch nicht viel zu spüren. Je Nördlicher die Inseln je amerikanischer oder europäischer werden die Inseln und je gigantischer die super Yachten. Alleine in diesen Tagen werden acht Kreuzfahrtschiffe die hier anlegen gezählt. Das sind gerade mal unvorstellbare ca. 24'000 Touristen die sich diese Tage auf der Inseln die Zeit vertreiben. 


Die Hauptstadt Philipsburg 

Wir nehmen den öffentliche Schüttel-Bus und lassen uns in Philipsburg absetzen. Durch die vielen Touristen und die hohe Einwohnerzahl von Saint Martin, erliegt der Strassenverkehr täglich im Verkehrschaos, Staus auf beiden Seiten der Insel sind ganz normal. 

Philipsburg liegt zwischen dem Meer und einer Salzlagune. Ein schmaler Streifen mit zwei Hauptstrassen und ein paar Querstrassen runden das Bild von Philipsburg ab. 

Einkaufen und flanieren zwischen Palmen. Ein Restaurant folgt dem nächsten. 

 

Duty Free Shopping Tour ohne Ende ist angesagt. So viele Juwelier-, Uhren- und Schmuckgeschäfte auf diesen paar wenigen Metern  haben wir in der Tat noch nie gesehen. Wir schauen und staunen…Die Währung ist US-Dollar. Vorwiegend amerikanische Touristen von Kreuzfahrtschiffen tummeln sich im Überfluss der Luxusgüter. Auch wir ergattern so dieses und jenes was es sonst nirgends in der Karibik zu kaufen gibt. 

Tomi hat seine Bar gefunden. Schnell ein Foto schiessen, sonst wird er noch eingestellt. Die Traditionsfarben trägt er ja bereits…

Nach einem gemütlichen Bummel durch die Gassen, und dem wirklich faszinierenden Touristen gucken, gönnen wir uns eine richtige Portion Ribs, Pommes mit Cola und Bier, und lassen die vielen bunten Eindrücke auf uns wirken. Dann machen wir uns auf den Heimweg, raus aus dem Rummel, zurück zur lauschigen SeaBorne ein wenig ausruhen. 

Maho Beach

Der wahre Grund warum wir unbedingt auf St. Maarten kommen wollten ist ein Besuch der berühmten "Maho Beach". Nicht das Shoppen und auch nicht der Rummel von tausenden Touristen zu erleben, nein, weit gefehlt, wer Tomi kennt weiss, es muss etwas wirklich spektakuläres sein! Es ist die Starte- und Landebahn des "Princess Juliana International Airport" Ja, warum das so spannend sein soll, hier ein paar Eindrücke…

Die "Maho Beach". Ein Spektakel sondergleichen. Die Menschenmassen schauen alle in die selbe Richtung! In die Richtung wo sogleich ein grosser Düsenjet starten wird. Es gibt keine Starte- und Landebahn auf der Welt, wo die Menschen so nahe an den riesigen Vögel und am Geschehen Teil haben können. Nur wenige Meter über den Köpfen der Zuschauer landen die Maschinen. Rechts und links vom Strand sorgen zwei riesige Restaurants für laute Musik, Speis und Trank und für die ausgelassene Stimmung unter den Zuschauern. Zwischendurch das donnern der landenden Maschinen im 5-10 Minuten Takt. Jedes Mal stellt es einem die Nackenhaare auf. Ein Surfbrett ist beschriftet mit den aktuellen Ankunftszeiten und Flugzeugtypen landen werden. So ist man im Bilde und wartet natürlich auf die grössten Vögel! Auf Großraumflugzeuge wie die Boeing 747 oder den Airbus. 

Ein kleiner Jet ist kurz vor dem Aufsetzen auf der Landebahn. 

Die stark befahrene Strasse in der Mitte, links der Strand und rechts hinter dem Zaun die Starte- und Landebahn. 

Der Jet geht in Startposition. Zuschauer klammern sich schon mal am Zaun fest, denn das müssen sie… 

Diejenigen die die volle Ladung abhaben wollen, halten sich während dem Start am Zaun fest und lassen nicht mehr los! Beim Jumbo geht dann so richtig die Post ab wenn die Düsen gestartet werden. Wir stehen am Strand nur die Strasse ist zwischen uns und den Leuten am Zaun und dem startenden Jet. Die Triebwerke werden gestartet, eine unerbittliche Hitzewelle, ohrenbetäubendes donnern und kreischendender Lärm bricht augenblicklich aus. Der Sand wird in Sekundenschnelle in solcher Intensität aufgewirbelt und in unsere Richtung geschleudert, eine heisse Druckwelle erfasst uns. Wir drehen uns blitzschnell schutzsuchend in Richtung Meer ab. Ziehen unsere Köpfe ein. Der Sand peitscht auf die nackte Haut, es schmerzt. Der Jet setzt zum Start an und prescht davon. Vorbei ist es nach einer halben Minute.  Wir alle sind überwältigt von diesem einmaligen und unglaublichen Erlebnis. Alle Menschen lachen und freuen sich. Diese Kraft, dieser Druck, der Lärm eines startenden Flugzeugs geht uns voll unter die Haut. Die hart gesottenen Damen und Herren nur in Badebekleidung, erfasst ein anderes Schicksal, sie werden von der Druckwelle und dem  Sand erfasst, es brennt vom Sand auf der Haut wie tausend Nadelstiche. Dann rennen sie schutzsuchend und schreiend Richtung Meer. Durch die Kraft der Druckwelle fallen einige in den Sand und purzeln kopfüber den Strand hinunter,  manche überschlagen sich mehrmals bis sie endlich vom Meer erlöst werden. Das sieht so dermassen lustig aus, man muss einfach nur noch lachen. Diese Ereignisse sind das reinste Vergnügen und Volksfest. Schlussendlich werden Flip Flops, T-Shirts, Strandtücher und Sonnenschirme die es ins Meer gefegt hat herausgefischt. Alles wird geordnet, ein cooler Drink zur Stärkung und der nächste Flieger wird selbstverständlich abgepasst der gleich starten wird. So geht dieses Spektakel den ganzen Tag über und man kriegt nie genug davon. 

Landeanflug KLM Jumbo. Er fegt donnernd und pfeifend über unsere Köpfe hinweg, genial! 

Sogleich ist für diesen jungen Mann das Mittags Schläfchen vorbei. JetBlue geht auf Startposition. 

Diejenigen die Lust haben dieses Spektakel live zu sehen. Es gibt viele YouTube Filme. Unter Stichwort Sint Maarten, Maho Beach. Viel Spass! 

Wir kehren auf die SeaBorne zurück lichten den Anker in Richtung Virgin Gorda auf den British Virgin Island's. Um 16:00h wird die Brücke geöffnet. Wir fahren durch und winken zum Abschied. Ein unruhiger Nachtschlag raubt uns den Schlaf. Durchgefroren, durchgeschüttelt und müde erreichen wir Virgin Gorda um 8:00h. Erst mal eine Runde schlafen, dann gehen wir zum Einklarieren. 

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r fiz© Tomas und Nadine Cervera 2012