USA 1. Teil                                                                                                                   


Aus Seebären werden Landratten!                                                       Mai 2015

Während unsere SeaBorne friedlich in der Curaçao Marine Werft in Curaçao schlummert, reisen wir für die nächsten drei Monate mit einem Wohnmobil durch die USA. Am 1. Mai starten wir in Washington DC wo wir unser fahrbares Zuhause entgegen nehmen. Es folgt eine lange und interessante Reise bis Seattle wo wir Ende Juli unser WoMo wieder abgeben werden. Zum krönenden Schluss unserer USA-Reise fliegen wir von Seattle nach New York und verbringen die letzen Tage im Schmelztiegel der USA. 

Die schönsten Eindrücke und Bilder durch die USA werden laufend geschickt, der Blog wird also ständig aktualisiert.                                                                                                                                                                        Zur Orientierung dieser Seite: Immer bis zum Schluss der Seite scrollen, dort sind jeweils die neusten Bilder zu finden. 

Viel Spass und liebe Grüsse aus den USA                                                                                                                                         Nadine und Tomi 

Washington DC                                                                                               Bundesstaat: District of Columbia 

DSC01966

Unser Dutchman Express, wir sind bereits im ersten KOA-Campground ausserhalb von Washington DC. 

DSC01968

Ein wunderbarer, sonniger Tag lockt uns „DC“ zu entdecken. 

DSC02019

Das weisse Haus. 

DSC02047

Im Hintergrund das Kapitol, leider ist es für eine Renovation komplett eingehüllt, also nicht ganz so fotogen. 

DSC02025

Das weisse Haus. 

DSC02131

Cool war das Treffen mit Barack Obama! 

Mein kurzer Einsatz! 

Sich schon wieder mit Touristen ablichten lassen….

Memorial und Friedhof der Soldaten vom 2. Weltkrieg.

Abraham Lincoln Memorial

Vom Abraham Lincoln Memorial Blick auf den Monolithen, das Wahrzeichen DC’s

Botanischer Garten

Tomi vor dem FBI Building

Washington war eine wundervolle Stadt, die uns sehr beeindruckt hat. Viele Grünflächen mit Seen und Flüssen. 

Weiter geht die Fahrt, Tomi auf dem High Way. Wir kommen problemlos und gut voran mit unserem WoMo. Wir bolzen Meile um Meile unseren Zielen entgegen. 


Nächster Stop:                                                                                                         Orlando                                                                                                             Bundesstaat Florida



Tomi grilliert die US-Steaks im Campground Kissimmee, Orlando

Erlebnis Disney World










Eine Schwebebahn verbindet die verschiedenen Parks die sehr weit auseinander liegen. 




Vergnügungspark Sea World




Orka Wale


Seekühe


Seepferd

Rochen


Kennedy Space Center

Die riesigen Triebwerke der Mondrakete Saturn 5 der ersten Stufe.

Die gewaltigen Dimensionen der Saturn V. Höhe 110 m, Durchmesser 10.1 m, Nutzlast ca. 133 Tonnen.

Obwohl von den Gesamtabmessungen riesig, hatte es im Servicemodul und in der Landefähre sehr wenig Platz für die Astronauten. Privatsphäre und Bequemlichkeit waren Fremdwörter, aber da hat sich ja in der Fliegerei nicht viel verändert. Die Sitzabstände in den heutigen Flugzeugen sind auch nicht wirklich besser, mal vorausgesetzt man hat das nötige Kleingeld für Business- oder Firstclass-Tickets nicht gleich zur Hand.


Nadine schiebt die Booster des Space-Shuttles an.

Das Original Space-Shuttle Atlantis, das den letzten Flug unternommen hat und dann im Kennedy Space Center in einem speziell dafür erbauten Museum seinen letzten Landeplatz fand. Das Museum konnte übrigens erst fertig gestellt werden, als Atlantis schon drin war.

Nach ein paar aufwärme Runden, landet Tomi das Space Shuttle perfekt auf der Landebahn. 


Nächster Stopp: 

New Orleans                                                                                                          Bundesstaat Lousiana                                                                                                                                                            Höhe 0-6 m ü.d.M.                                                                                                                               Einwohnerzahl ca. 400’000

Camper Idylle nach der Ankunft in New Orleans auch die wirklich grossen sind hier! Da haben wir Zwerge nichts mehr zu melden! 

Auf Entdeckungs Tour in New Orleans 


Ein Haus im Baum symbolisiert die Katastrophe von Hurricane Katrina 2005 der von dessen Ausläufern New Orleans arg erwischt hatte. Die Dämme brachen und New Orleans wurde teilweise vom Wasser weg gespült. Nach dem Wiederaufbau gibt es diese wunderbare Stadt wieder im alten oder viel mehr im neuen Glanz. Wir machen eine Stadtrundfahrt und verbringen viel Zeit im „french quarter“ also im französischen Viertel der Stadt. Man nennt New Orleans die unamerikanischste Stadt in den USA. Auf den Strassen darf Alkohol getrunken und geraucht werden. Nirgends sonst in den USA wäre das denkbar! 

„The Big Easy"

wird New Orleans liebevoll genannt. Und man fühlt es….die Leichtigkeit des Lebens….Wiege des Jazz und des Mardi Gras. Charakteristisch sind die alten bis zu 270 Jahre alten Häuser mit den typischen Balkonen aus Schmiedeeisen mit Blumen behangen. Schattenspendende Arkaden, lauschige, idyllische Innenhöfen bewundern wir. Französische Küche, Kunst, Klimbim, Cafés, Bistros, Aussergewöhnliche und schräge Boutiquen, Kreolisches Handwerk, Voodoo, Zauber, Geister und Wahrsagerinnen sind allgegenwärtig. Der legendäre Jazz kann man in allen Gassen hören, spüren und fühlen. Strassenkünstler geben ihr Repertoire zum Besten, es ist herrlich anzuschauen und zu erleben wie diese fantastische und pulsierende Stadt den für New Orleans so typischen Lifestyle vermittelt. Die Menschen stammen ursprünglich aus den Französischen und Spanischen Karibik Inseln ab. Die Kreolische Sprache und der Lifestyle gehen mit der Amerikanischen Kultur Hand in Hand einher. Eine pulsierende und lebenssprühende Stadt die einen verlotterten, verruchten Charme hat. 


Gemischtes Publikum, Einheimische und viele Touristen geniessen das Jazz-Konzert vom Feinsten. 

Die älteste und berühmteste Kirche die St. Louis Cathedral. 

Lauschige Innenhöfe haben immer eine Überraschung bereit. Hier ist es Kunst, anderswo sind hübsche Gärten oder Bistros zu finden.

Die berühmten Schmiedeeisernen Balkone. 

Ganz im Zeichen des „Mardi Gras“ Karneval, sind die Boutiquen mit den schrägsten und schrillsten Verkleidungen und Accessoires bestückt. Hier sind wunderschöne Masken zu sehen. 

Die berühmteste Bar in New Orleans die Bourbon-Bar an der legendären Bourbon-Street. Die Cocktails sind mega…

Pink, Pink, Pink…                                                                                                                                                                               Die schrägste Boutique verkaufte die einzigartigsten Weihnachtskugeln, die ich je gesehen habe. Leider „no pictures“!

Da und dort entdeckten wir Kunst! 

Mardi Gras! Fastnacht vom Feinsten! 

Eine riesige Lagerhalle mit Dutzenden von Fastnachtsmobilen. Eines schöner als das andere Geschmückt. 

Das einzige Raddampfschiff die „Natchez“ fährt als Touristenattraktion auf dem Mississippi  Wir begleiten sie auf einer Lunch Fahrt mit Jazz Matinee. Beim Bording werden wir von einem Gewitter überrascht und sind klitsch nass an Bord gekommen. Wir genossen eine Fahrt auf der trüben, braunen Brühe Namens Mississippi. 


Die Creole Queen. Ist nicht nur ein aus reinem Dampf betriebenes Schiff betont unser Kapitän, das ist nur die Natchez. 

Nächster Stopp: 

Memphis                                                                                                           Bundesstat: Tennessee

Memphis: 

Elvis Presley eroberte von hier aus die ganze Welt. Martin Luther King wurde hier erschossen. Memphis hat Freud und Leid gesehen. Die einzige Konstante der Mississippi Fluss, der sich braun und schlammig Richtung Süden wälzt. Die Geburtsstätte des Blues, er hätte sich keine bessere Wiege aussuchen können. 

Wir erobern die Innenstadt von Mississippi und stellen fest, dass es ausser der berühmten Beale Street, nicht viel apartes zu besichtigen gibt. Da ist das Mississippi Flussufer wo Mud Island mit einem Amphitheater, einem Museum und dem Belle Pavillon aufwarten. Da und dort ein Gedenkplatz und bekannte Statuen die einst die Geschichte von Memphis schrieben. Sonst wirkt die Stadt mit ihren Beton Bauten und halb zerfallenen Gebäuden recht ärmlich und herunter gekommen. 


Hier bestimmt der Blues den Rhythmus wo man einfach mit muss. Tag und Nacht Blues aus allen Restaurants und auf der Strasse. Es ist nur wunderbar! Heute wird dieser Blues Rummel hauptsächlich für den Tourismus gemacht. 


Als wir in New Orleans in Richtung Memphis unterwegs waren, erfuhren wir, dass die Blues Legende B.B. King gestorben ist. Er ist 89ig Jahre alt geworden. In der Beale Street ist sein B.B. King Blues Club wo er auch in hohem Alter jeweils Konzerte gab. Hier in Memphis, Tennessee selber zu sein und zu erleben wie die Menschen um ihren Blues Star trauern, ist ganz anders als eine der vielen Nachrichten die wir in der Schweiz im Radio am Rande bemerkt zu hören bekommen, und sogleich hat man sie wieder vergessen! In der SN Ausgabe vom 16. Mai findet Ihr einen ausführlichen Bericht, B.B. Kings Geschichte! Sehr interessant!


Wir gehen in den B.B. Kings Blues Club. Ein cooles zwei Stöckiges, dunkles Restaurant wo wir Hamburger mit Pommes bestellen und hausgemachten Eistee trinken. Ausser ein paar verirrte Touristen sind hauptsächlich Schwarze Einheimische anzutreffen. Ein Konzert von Preston Shannon (The King of Beale Street, Memphis Tennessee) ist gerade im Gange zu Ehren B.B. King und wir erleben Blues vom Feinsten. 

Gesehen an der Beale Street! Coole Leuchtreklamen! 




Wir besuchten das ehemalige Zuhause von Elvis Presley. Am Eingang bekam jeder Besucher ein Audio-Tablet in die Hand gedrückt. Die gesamten Abläufe von der Begrüssung bis zur Verabschiedung waren hervorragend organisiert und zur Perfektion durchdacht. Wir werden mit dem Bus durch das grosse Anwesen gefahren. Dazu gehören „Graceland Mansion, Archives Studio, Car Museum, Sincerley Elvis und Elvis Hawaii“. 

Die Führung begann im Wohnhaus von Elvis. Wir wurden mit Elvis-Musik berieselt und durch die Kopfhörer wurden wir von einer angenehmen Stimme, Teils auch Originalstimmen von Priscilla und Lisa Maria durch Elvis Leben geführt. Eine beeindruckende Art und Weise, das Leben dieses Weltstars Hautnahe mit zu erleben. 

Die folgenden Bilder sprechen für sich. 

Elvis kaufte sich Graceland als er 22 Jahre alt wurde. Es war sein Zuhause wo er sich immer wohl gefühlt hatte. 

Einer der Wohnbereiche wo Elvis seine Freunde empfing. Im Hintergrund einer der drei Flügel, der Elvis besass.

Das Schlaf- und Ankleidezimmer Elvis Eltern. Zu seinen Eltern hatte Elvis ein besonders enges Verhältnis. Er war ein Familienmensch. Der ganze Oberste Stock ist nach wie vor Privat und darf nicht betreten werden. Auch Heute noch, wenn die Familie auf Besuch in Graceland ist wird in den Räumlichkeiten gelebt, dort wo sich Touristen Tag für Tag durchschlängeln. 

In jedem einzelnen Zimmer hatte Elvis seine Fernseher. 

Die Küche war dreh und Angelpunkt des Hauses. 

Zwei Stufen führen an der Küche vorbei nach unten, da ist Elvis Dschungel-Zimmer. Hier empfing er seine Freunde. Das Zimmer wurde später angebaut und erinnert Elvis an Hawaii, wo wein zweites Zuhause war. In diesem Zimmer wurde einer seiner Hits aufgenommen. Durch die gute Akustik im Raum. Dicke Teppiche an der Decke und am Boden. 

Das war der Hawaii Springbrunnen. 

Elvis Medienraum. Hier empfing er seine Freunde. Die Inneneinrichtung ist von Gelb dominiert. 

Das Billard-Zimmer von Elvis. Es wurde mit 1400 meter Stoff tapeziert. 10 Tage dauerte das aufmachen und falzen des Stoffes an den Wänden und an der Decke. Einrichtungsgegenstände und Möbel verschiedenster Stilrichtungen gefielen Elvis in diesem Raum. 

Spezielle Gänge wurden für Elvis Nachlass bereit gestellt. Hier ist die unglaubliche Sammlung von Elvis Erfolgen zu sehen. Goldene und Platine Schallplatten. Alle seine Auszeichnungen. Ein Gang ohne Ende war hier zu bewundern. 

Elvis war ein sehr grosszügiger Mensch. Er hatte eine Gedenktafel erhalten, weil er ein so grosszügiger Spender war. Millionen hatte er für Arme und bedürftige Menschen gespendet. 

Elvis hatte 1956 seine grössten Erfolge zu verzeichnen. Er wechselte vom Sänger zum Schauspieler und hatte dreizehn Jahre lang als Schauspieler in Hollywood gearbeitet und 30ig Filme produziert. Danach kam sein grosses Comeback in der Musikszene. 

Mit seinem extravaganten Kostümen eroberte er jedes Frauenherz auf seinen Touren. 

Elvis Autopark. Er nannte sie seine Spielzeuge.

Rund um Graceland sind etwa 20 Souvenirs Shops auszumachen. Eine unglaubliche Maschinerie um den Weltstar. 

Zum Schluss des Rundgangs in seinem geliebten Zuhause finden wir ein Pool und eine riesig grosse Weide für seine Pferde. Auch Heute noch werden hier Pferde gehalten. Elvis war ein ausgesprochener Pferde Liebhaber. Er nannte sein erstes Pferd „rising sun“. Wir gehen durch den Anbau am Haus vorbei wo seine damaligen Büros und das Organisationszentrum lag. Seine Sekretärinnen haben bis zu 5’000 Fanbriefe Täglich, nebst unzähligen Geschenken zugesandt bekommen, alles für Elvis. Der Weg führt uns durch einen mit Blumen gesäumten Pfad, der Elvis seinen Meditations Garten nannte. und führte uns nun an sein Grab. Seine Grossmutter wollte er auf Graceland beerdigen. Elvis hatte ihr zu Ehren diese Gedächtnisstätte eingerichtet. Später beerdigte er seine Mutter, später seinen Vater hier auf Graceland. Sein verstorbener Zwillingsbruder ist nicht hier begraben. Nun ruht er selber hier. Elvis Leben so nahe zu erfahren hat uns tief berührt, eine ganz andere Welt als diejenige die man in den Medien erfuhr, er war ein so wunderbarer Mensch und Künstler gewesen. Ja, auch wir mussten mit den Tränen kämpfen als wir an seinem Grab standen. Geradezu ergreifend wie unglaublich seine Geschichte ist, sie bewegte uns sehr. 


Weiterfahrt:

Von Memphis Tennessee Richtung Westen…Wir fuhren den ganzen Tag und machten Abends halt in einem Campground wo wir jeweils übernachteten. Der unendliche Highway führte uns über Warner, Oklahoma City, Elk City im Bundesstaat Oklahoma. Tucumcari im Bundesstaat New Mexico. Die Landschaft ändert sich von flachen endlosen Ebenen die nichts weiter als aus Gras und ein paar Büschen bestehen. Ein paar wenige Rinderherden und ein paar Pferde machen wir aus. Es scheint so als würde hier niemand leben. Keine Häuser, weit entfernte kleine Farmen sonst eine leere weite Gegend. Hillbilly-Land…                                                                            

In Albuquerque verlassen wir den Highway und nehmen die Bundesstrasse nach Santa Fe. Die flachen Ebenen verändern sich, es wird Hügelig, Steinig, Kleine Canyons in rostrotem Gestein fallen uns auf. Die Landschaftliche Veränderung ist wunderbar anzusehen. Wir sind im wilden Westen! Yippy Ajee!! Die Ortsnamen erinnern uns an unzählige Cowboy-Filme die in dieser Gegend gedreht wurden, Ihr erinnert Euch auch daran? 


Weiterlesen USA  2. Teil

r fiz© Tomas und Nadine Cervera 2012