USA 11. Teil                    


Wir fahren weiter durch den Bundesstaat Montana nach Idaho und schliesslich sind wir im Bundesstaat Washington State angekommen.  Wir machen in Butte, Spokane, Elelnsburg ein bis zwei Übernachtungen halt, bis wir schliesslich nach einer Woche in Port Angeles (Seattle) im Bundesstaat Washington ankommen. Und hier endete unsere Reise. Wir sind am Nordwestlichsten Punkt unserer Reise wo wir unser WoMo abgeben müssen, Nämlich in Grayland, Seattle. Vorher besuchten wir zuerst den Olympic Nationalpark und den Hoh Rain Forest. 

Nächster Stopp: 

Olympic Nationalpark 

Bundesstaat Washington

Von unserem Campground aus in Port Angeles machten wir einen Tagesausflug in den Olympic Nationalpark, Peninsula. Unser Ziel ist der unverwechselbare Hoh Rain Forest zu besichtigen.  

Wir fuhren am frühen Morgen entlang einem Menschenleeren Lake Crescent. 


Meilenweit schllängelt sich die Strasse entlang des So Duc River der schliesslich in den Lake Crescent mündet. 

Wir nähern uns dem Roh Rain Forest Nationalpark, der Wald wird zusehends dichter, die Bäume höher und der unverwechselbare Moosbewuchs an den Baumstämmen, der für diese Gegend so typisch und berühmt ist, ist bereits zu sehen. 


Hoh Rain Forest 

Eingangsportal in den Roh Rain Forest. 

Es gibt verschiedene Wanderwege, die in den Regenwald führen. Tomi suchte uns eine Route aus. 

Der ''Hoh-Regenwald'(auch '''Hoh Rain Forest''' oder '''Hoh National Rainforest''' genannt) befindet sich auf der Olympic Peninsula im Westen des Bundesstaates Washington (State), der sich im Nordwesten der USA befindet. Er ist einer der wenigen gemäßigten Regenwälder des Landes und Teil des Olympic-Nationalpark. Innerhalb des Nationalparks sind damit 39 km² Wald in den niedrigeren Gebieten zwischen rund 130 und 800 m Höhe geschützt, die sich am Hoh River befinden. Zwischen der Parkgrenze und dem Pazifik wurde im 20. Jahrhundert hingegen der Wald vollständig abgeholzt.

Der Name geht auf die Hoh zurück, einen dort lebenden Indianer Stamm, der mit den Quileute nahe verwandt ist. Im Jahr 2000 lebten 102 von ihnen im Reservat, von denen wiederum 81 als ''Native Americans'' anerkannt waren.

Die Niederschläge sind sehr stark, so dass im Jahresmittel etwa 3.600 bis 4.200 mm zusammenkommen. Die heftigen Überschwemmungen zwischen Herbst und Frühjahr sorgen für starke Erosionen und der Fluss verlegt häufig sein Bett.

Die vorherrschenden Baumarten sind die Westamerikanische Hemlocktannen. Sie erreichen im Park Höhen bis zu 95 m. Daneben finden sich Douglasien, Riesen-Lebensbaum, aber auch Oregon-Ahorn, Weinblatt-Ahorn, Rot-Erle - oder Oregon-Erle und Westliche Balsam-Pappel sind vertreten.

Die ''Northern Spotted Owl’’ die nördliche Unterart des Fleckenkauzes, der nur in den riesigen Bäumen lebt, ist hier heimisch, ebenso wie der Waschbär und der Amerikanische Schwarzbär, der Roosevelt-Wapiti- und Maultierhirsch, sowie der Puma. Leider haben wir keinen dieser Waldbewohner gesehen. Ausser ein kleines Eichhörnchen, welches sich vom feinen Fresschen trotz den vielen Touristen nicht iritieren liess. 


Bei einem Sturm vor zwei Jahren, fiel diese riesige fast 100m hohe Douglastanne um und schlug eine beachtlich grosse Schneise in den Wald. 



Nach unserer Wanderung und das ultimative Baumkuscheln durch den faszinierenden Regenwald sind wir wieder am Parkplatz angelangt. Kaffee und Kuchen, dann ging die Fahrt zurück zum Campground. 


Der letzte Tag mit dem WoMo

Am nächsten Tag fuhren wir ein Stück durch den Olympic Nationalpark. Bald lichtete sich der Wald und und wir kamen an die Küste des Pazifik’s. 

Wir dachten uns, wenn wir schon mal hier sind, besuchen wir den Nördlichsten Punkt auf der Landkarte und da ist Land’s End für die USA. Die Ortschaft heisst Cap Flattery. Ein Indianer Reservat welches nur ein paar Seelen zählt so schien es uns. Die Zivilisation hat wahrscheinlich Cap Flattery vergessen.  Wir fuhren in den kühlen Norden am Pazifik entlang und hielten Ausschau nach Orka’s oder grösseren Walen, sowie Seehunde. Doch leider auch hier kein Glück gehabt. In Cap Flattery wehte uns ein kalter, ungemütlicher Wind um die Ohren, die Temperaturen sind merklich gesunken. Es bot uns ein ungemütliches Bild, und wir entschlossen uns weiter nach Greyland zu fahren wo wir unser Wohnmobil abgeben müssen. 

Cap Flattery. Von hier aus würde eine Fähre nach Vancoover Island nach Kanada führen. Am Horizont sahen wir die Berge von Vancoover Island. Wir waren ganz gerührt und selig...

Wir waren nun auf dem Campground, der von einem Schweizer betrieben wird. Waldi Rötlisbeger (der Name könnte doch nicht schweizerischer sein…) wir haben unser RV Innen und Aussen gründlich geschrubbt und geputzt! Von den ganzen Strapazen und tausenden vom Meilen die er hinter sich gebracht hatte, auch dementsprechend schmutzig war. Waldi war zufrieden mit der Rückgabe und wir waren es auch. Ein bisschen schwermütig nahmen wir für immer Abschied von unserem treuen RV. 


Busfahrt von Greyland > Aberdeen > Olympia > zum Flughafen Seattle

Mit unserem ganzen Gepäck fuhr uns Waldi dann am nächsten Tag zur Bushaltestelle in Greyland. Wir nahmen den Überlandbus nach Aberdeen. Mit einem Navy-Veteran, zwei Hillbylly’s aus der Gegend und einem  chamanten Homo, alle mit Baseball-Käppi bewaffnet, fuhren wir los. Eine rege Diskussion über Gott und die Welt ergab sich kurz nach dem Einsteigen. Wir plauderten sehr angeregt, die Leute aus dieser wirklich ländlichen Umgebung hatten es offensichtlich genossen zwei verirrte Schweizer um sich zu haben und sich uns mitzuteilen. Es war soo genial und spannend gewesen, dass die Fahrt nach Aberdeen wie im Flug verging. Sie halfen uns beim Umsteigen und wiesen uns den richtigen Bus weiter nach Olympia. Sogar der Bus-Fahrer verabschiedete jede einzelne Person!              So bestiegen wir den Greyhound (die ultimative Überland Busverbindung in den USA). Dann in Olympia verpasseten wir ungeübten Busfahrer den Bus zum Flughafen Seattle. Naja, Tomi mein Spanischer Such-und Spürhund löste auch diese Problem und wir kamen wenn auch mit Umwegen zum Ziel. Einen ganzen Tag brauchten wir also mit dem öffentlichen Bus von A nach B zu kommen. 

Jetzt wind wir also Bus-Insider! Der Busfahrer kann und wird nie Geld wechseln. Das Geld muss passend in diese Säule gesteckt werden. Diese am Abend voller Geld ist. 

Als wir in Olympia auf den Bus warteten sahen wir plötzlich den Mount Rainer am Horizont hoch herausragen. Wunderschön fanden wir. 


Wir verliessen nun mit einem Nachtflug die Westküste ab Seattle und flogen quer durch die USA nach New York City an die Ostküste. 


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r fiz© Tomas und Nadine Cervera 2012