USA 4. Teil


Canyonlands Nationalpark, Utha

Diese beiden Steinmännchen haben wir für Tomi’s Gotte Milli und für Sandra gebaut. So gedenken wir an zwei liebe Menschen im Canyonland und hoffen, dass sie dort für alle Zeit einen Blick über den weiten, wundervollen Canyon haben. 

Der '''Canyonlands-Nationalpark''' ist in der Nähe von Moab im US-Bundesstaat Utah und in direkter Nachbarschaft zum Arches-Nationalpark gelegen. Das Gebiet wurde am 12. September 1964 zum Nationalpark erklärt und umfasst eine Fläche von 1,366 km².

Der Colorado River und der Green River haben tiefe Canyons in das Colorado Plateau geschnitten und teilen den Park in drei Teile auf. Dies sind „Island in the Sky“ im Norden. The „Needles“ im Südosten und „The Maze“ im Westen. 

Tomi in schwindelerregender Höhe!


Bryce Canyon Nationalpark

Der Bryce-Canyon-Nationalpark liegt im Südwesten Utah’s. Grund für die Ausweisung als Nationalpark ist der Schutz der farbigen Felspyramiden, der sogenannten „Hoodoo’s", an der Abbruchkante des Paunsaugunt-Plateaus. Dieser Abbruch verläuft überwiegend nicht linear. Stattdessen haben sich nach Osten hin offene, halbkreisförmige Felskessel in das Plateau erodiert, die von der Nationalparkverwaltung als „natürliche Amphitheater“ umschrieben werden. Das größte dieser Amphitheater ist der fälschlicherweise als „Canyon" bezeichnete Bryce Canyon.

Der Bryce-Canyon-Nationalpark befindet sich in einer Höhe von 2400 bis 2700 Metern und liegt damit wesentlich höher als der nahegelegene "Zion-Nationalpark" und der "Grand-Canyon-Nationalpark".

Der Park wurde um 1850 von weißen Siedlern besiedelt und erhielt seinen Namen von Ebenezer Bryce, der sich um 1875 dort niederließ. Der Nationalpark wurde 1924 zum ''National Monument'' und 1928 zum ''National Park'' erklärt. Heute besuchen deutlich über eine Million Besucher jährlich den Park.

Geographie 

Der Nationalpark liegt auf dem "Colorado-Plateau", genauer an der südöstlichen Kante des "Paunsaugunt-Plateau’s. Der Name Paunsaugunt leitet sich von der "Uto-Aztekische Sprache der „Paiutel-Indianer" ab und bedeutet ''Heimat des Bibers''. Besucher erreichen den Park von der Plateauseite und blicken über die Kante in das „Pariatal" mit dem gleichnamigen Fluss. Auch das Wort Paria kommt aus dem Uto-Aztekischen und bedeutet ''Elchwasser''.

Der Bryce Canyon wurde nicht durch einen Fluss gebildet. Er ist damit kein Canyon im eigentlichen Sinne wie zum Beispiel der Grand Canyon. Wind, Wasser und Eis erodierten die Kante des Plateaus zu großen Amphitheatern mit bizarren Felsnadeln, so genannte ''Hoodoos''. Diese Felsnadeln erreichen eine Höhe bis zu 60 Meter. Die so entstandenen Amphitheater erstrecken sich über eine Länge von über 30 km. Das größte Amphitheater trägt den Namen Bryce Canyon. Es ist nahezu 5 km breit, 19 km lang und fällt über 240 Meter gegenüber dem Plateau ab.

Geschichte - Frühe indianische Besiedlungen

Nur wenig ist über die frühe menschliche Besiedlung dieses Parks bekannt. Archäologische Funde datieren 10.000 Jahre zurück. Einige wenige Funde aus dem südlichen Teil des Gebietes werden den frühen Anasazi-Indianern in der Korbmacherära zugeschrieben, einige jüngere Funde den Anasazi aus der Puebloära.

Als die Anasazi-Indianer das Gebiet aus noch unbekannten Gründen verließen, kamen die Paiute-Indianer, allerdings sind kaum Spuren von einer Besiedelung zu erkennen. Die Paiute nutzten dieses Gebiet eher als Jagdrevier. Doch sind auch Reste von Kulturpflanzen und landwirtschaftlicher Nutzung gefunden worden. Die Paiute nennen die Hoodoos ''Anka-ku-wass-a-wits'', rot angemalte Gesichter.

Erforschung und Besiedlung durch Weiße 

Die Erkundung dieses Gebietes begann bereits im 19. Jahrhundert. Um 1850 kamen die ersten Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Mormonen, um das Gebiet auf Tauglichkeit für Ackerbau und Viehzucht zu untersuchen.

Die erste wissenschaftliche Expedition erreichte das Gebiet 1872 unter der Leitung des U.S. Majors John Wesley Powell’s. Die Kartographen dieser Expedition übernahmen viele Namen von den Paiute.

Bereits ein Jahr danach kam eine kleine Gruppe von Mormonen und siedelte sich an, um Viehzucht entlang des Pariaflusses zu betreiben.

1875 wurde Ebenezer Bryce von der "Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage" hierher geschickt, um an der Erschließung des Gebietes als Zimmermann mitzuarbeiten. Er baute eine Straße zum Plateau hinauf, um dort Bäume zu fällen und daraus Bretter und Feuerholz zu gewinnen. Er sah das Naturwunder eher von der praktischen Seite und bezeichnete es als ''„a hell of a place to lose a cow“''. Seine Nachbarn nannten den Canyon nahe seiner Hütte ''Bryce’s Canyon''. Zusammen mit anderen Siedlern baute Ebenezer Bryce einen Kanal, um der ständigen Überflutungen, gefolgt von Trockenperioden, Herr zu werden. Doch das Projekt scheiterte, und so zog er bereits 1880 weiter nach Arizona.

Die Entstehung des Parks

Die Berichte Powells und weitere Zeitungsberichte förderten das Interesse an dem Gebiet, doch aufgrund fehlender [[Infrastruktur]] hielt sich der Tourismus in Grenzen.

Um 1920 wurden die ersten Übernachtungsmöglichkeiten geschaffen und auch die "Union Pacific Railroad" erschloss das Gebiet, so dass mehr und mehr Touristen in den Bryce Canyon kamen. Der ungezügelte Tourismus jedoch fügte den Hoodoos und anderen geologischen Formationen schnell Schäden zu. Der damalige Gouverneur von Utah unterstützte die Bemühungen, den Canyon zu schützen und so wurde der Canyon vom Präsidenten "Warren G. Harding" 1923 zum ''National Monument'' erklärt.

1924 bemühte sich der Kongress von Utah, den ''Utah National Park'' zu etablieren, was 1928 gelang. Der Name jedoch blieb bei ''Bryce Canyon National Park''.

1931 annektierte Präsident Herbert C. Hoover weiteres Land südlich des Parks und vergrößerte damit die Fläche auf über 14.000 Hektar. 1934 wurde der Bau des ''Scenic Drives'' begonnen, der auch heute noch durch den Park führt. Die Verwaltung des Parks blieb bis 1956 bei der Zion-Nationalpark. Seitdem besitzt der Park eine eigene Verwaltung.

Durch den gestiegenen Tourismus wurde im Jahr 2000 ein Shuttlesystem etabliert. Es gibt Bestrebungen, weite Teile des Parks nur noch über dieses Shuttlesystem zugänglich zu machen, wie es bereits im Zion-Nationalpark der Fall ist.


Geologie 

Das Gestein im Bryce-Canyon-Nationalpark ist etwa 100 Millionen Jahre jünger als im Zion-Nationalpark und dieser zeigt Felsen welche nochmals 100 Millionen Jahre jünger als im Grand Canyon sind. Trotzdem gehören alle drei Gebiete zu einer ''The Grand Staircase'' genannten Formation.

Vom Grand Canyon bis zum Bryce Canyon kann man nahezu 200 Millionen Jahre Erdgeschichte studieren.

Die Gesteine im Nationalpark sind eine Abfolge aus Basalt und Sandstein, in welchem viele Fossilien zu finden sind. Diese freigelegten Schichten sind die jüngsten in dieser Formation. Noch heute lassen sich Sandstrände, Lagunen und eine Sumpflandschaft ablesen.

Als sich die Gegend im Zuge der Gebirgsbildung anhob, entstanden zahlreiche Seen, deren Sedimente den Basalt und Sandstein bedeckten. Diese Seenplatte hatte etwa 20 Millionen Jahre Bestand und endete etwa vor 60 Millionen Jahren. Während dieser Zeit veränderten sich die Seen unter anderem durch klimatische Veränderungen. Durch starke Variation in der Größe und Tiefe hinterließen sie stark wechselnde Sedimentschichten.

Vor etwa 16 Millionen Jahren hob sich das Plateau um nahezu 1000 Meter. Vor dieser Zeit befand sich das Gebiet fast auf Meeresspiegelhöhe. Das gesamte Plateau nennt man Colorado Plateau. Es zerbrach in zahlreiche kleinere Plateaus. Eines davon ist das Paunsaugunt Plateau.

Als der amerikanische Kontinent weiter Richtung Norden driftete, veränderte sich das Klima auf dem Plateau, es wurde bedeutend kühler und auch die Niederschläge nahmen zu. Häufige Niederschläge und Erosion durch gefrierendes Wasser formten das heutige Gesicht der zahlreichen Amphitheater, die eine nach Osten gerichtete Schichtstufe bilden. Pro Jahr gibt es auch heute noch bis zu 200 Frost- und Tauwetterperioden, welche noch immer den Park erodieren.



Flora und Fauna 

Uinta Chipmunk

Die Wälder und Wiesen des Parks beherbergen viele Vögel und Säugetiere. Man zählt um die 60 hier heimischen Säugetierarten und über 175 verschiedene Vogelarten, von denen allerdings viele nicht ganzjährig im Bryce-Canyon-Nationalpark heimisch sind.

Unter den Raubtieren handelt es sich um Füchse und anderen kleineren Tiere bis hin zu gelegentlich einwandernden Rotluchsen, Berglöwen, Puma,  und Amerikanischer Schwarzbären. Das größte dauerhaft im Park lebende Säugetier ist der Maultierhirsch und Gabelböcke, die in benachbarten Gegenden wieder eingeführt wurden, kommen als „Besucher“ ebenfalls gelegentlich vor. Ein sehr häufiger Anblick sind der Goldmantel-Ziesel und das Felsenhörnchen sowie die Uinta-Streifenhörnchen und die Utah-Präriehunde. Die Maultierhirsche, die Pumas und die Kojoten wandern im Winter in tiefer gelegene Regionen während die Erdhörnchen und die Murmeltiere Winterschlaf halten.

Ein sehr dunkler und nährstoffreicher Boden kennzeichnet den Park. Er sorgt gemeinsam mit dem Wasserreichtum der Region für optimale Lebensbedingungen.

Ein Pronghorn 

Ein junges Reh 

Coral Pink Sand Dunes State Park, Utah 

Wir ziehen die Schuhe aus und waten durch den Pulverfeine rote Sand. Die Farbkontraste sind für unser Auge eher ungewohnt, kennen wir doch das Tannengrün mit weissem Schnee. Hier eben mit Korallen-Pink-farbenen Sand. 




Der '''Coral Pink Sand Dunes State Park''’ liegt nicht weit von der Stadt Kanab entfernt. Der Park wurde 1963 gegründet.

Eine Einkerbung zwischen den Moquith- und Moccasin-Bergen verursacht eine Erhöhung der Windgeschwindigkeit, welche stark genug ist, um erodierten Navajo-Sandstein mitzureißen. Dieses Phänomen ist unter der Bezeichnung "Venturi-Effekt" bekannt. Wenn der Wind dann nach der Einkerbung das offene Tal erreicht, verringert sich die Geschwindigkeit wieder und der Sand wir dort abgelagert.

Der Park liegt in einer Höhe von rund 1.800 m. Dadurch gibt es relativ viel Niederschlag, welcher dafür sorgt, dass einige Tiere und Pflanzen im Park heimisch sind.

An Pflanzen kommen unter anderem Kiefern, Dünengräser (welche bis zu 180 cm groß werden können) und Wildblumen vor, deren Blütezeit im Juni liegt. Die Tierwelt wird von Rotwild, Kojoten, Füchsen, Kaninchen und kleineren Nagetieren vertreten. Durch schmelzenden Schnee bilden sich kleine Teiche, welche Lebensraum für Salamander und Kröten bilden. Eine Besonderheit ist der  Coral-Pink-Tigerkäfer, welcher ausschließlich in diesem State Park vorkommt. Rund 107 Hektar des Parkes stehen unter besonderem Schutz, um den Lebensraum dieses Käfers zu erhalten.


Red Canyon, Utah

Der "Red Canyon" liegt im Garfield County im Süden des US-Bundesstaats Utah innerhalb des 7.645 km² großen "Dixie National Forest". Er weist ähnliche Felsformationen wie der nahegelegene Bryce Canyon auf, deren rotbraune Färbung dem Gebiet seinen Namen gegeben hat.

Geografie und Geologie 

Der Red Canyon befindet sich etwa 15 km nordwestlich vom "Bryce-Canyon-Nationalpark" und liegt auf dem "Colorado-Plateau" am südöstlichen Rand des "Paunsaugunt-Plateaus". Im Gegensatz zum Nationalpark betritt man den "Red Canyon" vom Talboden aus, während der "Bryce Canyon" vom Hochplateau aus erreicht wird. Im Tal verläuft das zumeist trockene Flussbett des "Paria Rivers", einem 121 km langen rechten Nebenfluss des Colorado Rivers. Wasser, Wind und Eis erodierten das Gestein der Hochebene zu bizarren roten Felsnadeln, den so genannten ''Hoodoos'', die eine Höhe bis zu 60 Meter erreichen. Ihre intensive rote Färbung erhielt die Gesteinsschicht aus der Claron Formation durch das in ihr enthaltene Eisenoxyd.






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r fiz© Tomas und Nadine Cervera 2012