USA 8. Teil


Ländliches Kalifornien

Besuch im Weingut „Matanzas Creek“ im Sonoma County Weingebiet, Kalifornien. 

Das Matanzas Weingut wurde uns als eines der schönsten im Sonoma County Weingebiet empfohlen. Wir fahren mit unserem RV zu diesem einmaligen Weingut! (ach ja, hier in den USA sagt man nicht WoMo sondern RV zu einem Wohnmobil. Übersetzt heisst RV = recreation vehicle = soviel wie Freizeit Fahrzeug! Lustig nicht? Stimmt ja auch, dass es hauptsächlich für die Feizeit dient.) aber das nur so nebenbei erwähnt. 

Matanzas Creek

Nicht nur der Wein hatte uns sehr gemundet auch dieses liebevoll hergerichtete bis ins kleinste Detail gestylte Weingut lud uns zum Verweilen ein. Tische und Bänke standen unter lauschigen Bäumen auf verschiedenen Ebenen zum Picknick bereit. An den Bäumen hingen überall farbige Lampions. Lustwandeln in diesen wunderbaren Lavendelfeldern erlebten wir, so wunderbar! Hunderte von summenden Bienen zuzuhören, machte unseren Ausflug perfekt. Ein Weingut welches alle unsere Sinne ansprach. 


Nebst Weinreben hatte es hier einen wundervollen Lavendelgarten, der uns zum Verweilen einlud. 


Besuch im Weingut „Hanna“ im Sonoma County Weingebiet, Kalifornien. 

Auf zur Weindegustation! 

Wir genossen die feinen Weine und gingen glücklich mit ein paar feinen Fläschchen nach Hause. 

Weiterfahrt zum "Lake Tahoe"                                                                                    durch die abwechslungsreiche und wundervolle Gegend Kaliforniens. 

Bilder unterwegs...











Nächster Stop:                                       Lake Tahoe                                    Bundesstaat Kalifornien/Nevada

Der etwa 497km² große Lake Tahoe ist ein See auf der Grenze der beiden Bundesstaaten Nevada und Kalifornien. Der See befindet sich westlich der 3317m hohen Carson Range, eines östlichen Teils der Sierra Nevada. Der See ist mit 501 Metern der zweittiefste und mit einer Höhe von 1899.50 M auch einer der höchstgelegenen Seen der USA. Während er von 63 kleinen Bach- und Flussläufen gespeist wird. Der Lake Tahoe hat eine Durchschnittstiefe von 301m. 


Der Lake Tahoe hat durch eine langjährig andauernde und intensive Bebauung seiner Ufer viel von seiner früheren Einsamkeit verloren. Dennoch liegt er umrandet von Kiefernwäldern in einer romantischen Gebirgslandschaft. Er ist für seine tiefblau erscheinende Wasseroberfläche bekannt. An den Ufern liegen mehrere Park’s. 

Einer der wenigen Strände die für die Öffentlichkeit zur Verfügung stehen. Nebst Kiesstränden gibt es auch pudrige Sandsträne am Lake Tahoe. 

Ich konnte es nicht lassen…. in dieses blaue Nass zu steigen!

Nach einem kurzen Klettereinsatz über die Steine war ich im erfrischenden ca. 22 Grad kühen Wasser. Es war einfach genial schön diese Abkühlung an heissen Tagen wie es diese waren.

Seeungeheuer

Ähnlich wie das Ungeheuer „Nessie" im Loch Ness soll im Lake Tahoe auch ein Seeungeheuer namens „Tessie“ leben.                             (Die hätten sich auch einen originelleren Namen ausdenken können, nicht? ) 

Einen ganzen Tag fuhren wir rund um den wundervollen und sehr eindrücklichen Lake Tahoe. Am Abend ging es dann zurück in den nahe gelegenen Campground. 

Für den zweiten Tag am Lake Tahoe hatten wir uns vorgenommen, einen etwas längeren Tagesausflug in die Wüstenstadt „Virginia City“ zu unternehmen. 

Virginia City: "Die wahre Geschichte des Wilden Westens 

Virginia City''' ist eine unselbständige Siedlung im US-Bundesstaat Nevada. Sie liegt in der Region Reno-Tahoe auf einer Seehöhe von 1896m. 



In Virginia City wird das Geisterstadt-Image mit besonderer Inbrunst gepflegt. Praktisch die ganze Stadt steht als Historic District unter Denkmalschutz. Viele Häuser sind im Stil der viktorianischen Epoche restauriert worden. Verschiedentlich gibt es noch hölzerne Gehsteige, die von Saloon zu Saloon und von Souvenirshop zu Souvenirshop führen. In der Reisesaison beherbergt die Stadt heute etwa 800 Einwohner und wird alljährlich von etwa 2 Millionen Besuchern frequentiert. Einzige lebende Geisterstadt der USA. Es war ein bosonderes Erlebnis gewesen. Tomi hat sich auf unsere USA Reise einen Besuch in einer Geisterstadt gewünscht. Wir waren für ein paar Stunden in’s 18. Jahrhundert zurückversetzt worden. 


Wer kannte sie nicht, ie TV-Serie „Bonanza“? Sie spielte im Umfeld von Virginia City, der Vorspann zeigte die Lage der Cartwright-Ranch am Lake Tahoe. 

Geschichte 

Virginia City ist eine der der ältesten Siedlungsgründungen in Nevada und westlich des Mississippi River. Ihre Bedeutung und starkes Bevölkerungswachstum verdankt Virginia City der "Comstock-Erzader und späteren Silberfunden 1859 hier und in der Nähe von Carson City, der einen Goldrausch auch für Virginia City auslöste. Innerhalb kurzer Zeit stieg die Bevölkerung am Höhepunkt der Goldgräberzeit auf nahezu 30.000 Einwohner, nur um 1898, als die Funde nachließen, wieder stark zu schrumpfen. Abraham Lincoln erhob Nevada nicht zuletzt deshalb zum Bundesstaat, um die Erlöse aus den Gold- und Silberfunden Virginia Citys für den Bürgerkrieg nutzen zu können.

Da die ''Comstock Goldader'' im Inneren des Berges immer breiter wurde, entwickelte Philip Deidesheimer hier ein Stützsystem, das später überall im Bergbau eingesetzt wurde. Comstock zahlte vier Dollar für einen Arbeiter im Achtstundentag. Die Arbeit war aber wegen der große Hitze (bis 50 Grad Celsius)  im Inneren der Stollen sehr beschwerlich. Im zwei Stunden Rhytmus gingen die Minenarbeiter aus der Mine an die frische Luft um Wasser zu trinken. Am Abend gingen sie in die Bar’s und konnten für 50 Cent’s ein dickes Rindssteak mit Bohnen und Kartoffeln bestellen. Ein Hühnerei kostete damals im Verhältnis 1 USD. 

Die ''Comstock Mine'' war eine der ersten weltweit, die mit Dynamit experimentierte, zuvor waren die Sprengungen mit Schwarzpulver durchgeführt worden. 1869 kamen 35 Bergleute bei einem Feuer im ''Yellow Jacket''-Stollen in 250 Metern Tiefe ums Leben. Adolph Sutro plante danach ein Tunnelprojekt von Virginia City nach Carson City, um die Stollen besser belüften zu können und bessere Fluchtmöglichkeiten zu schaffen. Als der Tunnel 1878 fertiggestellt wurde, waren die meisten Goldadern bereits versiegt.

Wir besuchten ein Minenbergwerk-Museum, die Geschichte der Minenarbeiter und der damaligen Gesellschaft fesselte unser Interesse. 

Einer der Stollen Waggons.

Wasser-Rohrsysteme aus Holz und Draht. 

Originaler Stollen-Wagen

Wir waren erstaunt wieviele antike Gegenstände hier in diesem kleinen Museum zu bewundern waren. Die meisten nicht einmal hinter einem Schutzglas. 

Ein Tresor! 

Das war der Zahnarztstuhl um 1850! 

Schon mal eine englische Schnurrbart Tasse gesehen? 

Die ganze Stadt war für uns wie eine grosse, offene Antiquitäten-Ausstellung. Jedes Gebäude, wie Boutiquen, Restaurant’s, Baren, Hotels oder sonst von früheren Zeiten ein origineller Laden. Jeder einzelne hatte eine spezielle Antiquität die wir bewundern konnten. Detailgetreu wurden Einrichtungen wie sie damals waren, erhalten und für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Diese Stadt ist wirklich ein Juwel. 

Mittagessen im legenären Red Dog Saloon.

Wir schlenderten von einem Lädeli zum nächsten. Antquitäten überall, auch solche die sehr speziell und einzigartig sind. 

Diese Blech-Reklametafeln haben Tomi am besten gefallen!! (keine Übersetzung!) 

Ich stolperte hingegen in ein wahres Paradies der Süssen Träume! Soooo viele verschiedene Süssigkeiten auf einen Haufen, da musste ich mal mein Körbchen füllen…konnte der Versuchung nicht widerstehen. Und glaubt mir, dies ist nur gerade ein Drittel des ganzen Laden’s! 

Im Delta Saloon interessierte uns der „Selbstmord“ Spieltisch von 1876. Verschiedene Eigner die diesen Spiltisch kauften haben sich selbst umgebracht weil sie zu hohe Spielschulden gemacht hatten. Der erste Eigner verlor damals beim Black Jake Spiel 70.000 USD, eine Menge Geld, er hatte sich danach selbst erschossen. Der zweite Eigner dessen Name in der Geschichte verloren ging, spielte gerade mal eine Nacht und verlohr, er konnte die Spielschulden nicht zurückzahlen. Einem Bericht zufolge, begann er suizid. So wechselten die Eigner und jeder versuchte sei Glück. 


Der ominöse Spieltisch! 

Am Nachmittag besuchten wir eine echte Cowboy-Show im Freien. Hat gut gepasst und wir fanden das Stück lustig. 

Die älteste Kirche in Virginia City, die mit dem gewaltigen Wachstum Platzprobleme hatte. 

Die neue Kirche von Damals. 

Mit dem Nostalgiezug fuhren wir duch die umgegrabenen Berglandschaft. Hier sitze ich im originalen Wartesaal von 1860. Jedes einzelne Stück ist original, Nostalgie pur, ja einzigartig. Selbst der Schaffner stand hinter dem originalen Tresen in typischer Uniform von Damals. 

Wir haben Glück und erlebten die echte Dampflokomotive. Bei 40 Grad Celsius in der Wüste Nevadas war die Fahrt eine kleine Abkühlung.

Derjenige der hier hing, hatte sicher einen Galgenhumor….

Nach einem wundervollen und erlebnisreichen Tag fuhren wir wieder zurück zum Lake Tahoe zu unserem Campground. 


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r fiz© Tomas und Nadine Cervera 2012