BVI’s - British Virgin Island                       Dezember 2016 / Januar 2017                                


Die Segelsaison 2016/17 ist eröffnet!                                                        Noch einmal segeln wir in die Nordkaribik.

Nachdem wir Innerlich Abschied von Bonaire genommen, und ein geeignetes Wetterfenster abgewartet hatten. Lösten wir die Leinen der SeaBorne von unserer so lieb gewonnen Insel Bonaire mit dem Ziel Britisch Virgin Island oder einfach BVI’s - britische Jungfern Insel. 

Abschied auch von netten Menschen die wir kennen gelernt haben. Unser Yogatrüppchen mit Rose, Kathrin und Gabrielle im Bananaboot auf dem Nachhauseweg vom Yoga. Namasté! Es war eine schöne Zeit mit Euch. 

von rechts: Gabrielle, Rose, Kathrin, Nadine mit viel Tiefgang im Bananaboot…

Rosita hat uns jetzt schon zum dritten Mal in Bonaire besucht, und wir genossen das Tauchen und Schnorcheln ein weiters Mal, wir werden nie müde diese schöne Unterwasserwelt zu besuchen.

Zu Feiern gab es auch etwas. Ich wurde wieder ein Jährchen weiser. 

Zum Auftakt des Tages überraschten mich Rosita und Tomi mit einem wundervollen Frühstück mit frischen Buttergipfeli die sie beim Bäcker in der Stadt kauften. Viele tolle Geschenke von lieben Menschen durfte ich auspacken. Wir feierten im Restaurant Cuba Compagnie und verbrachten einen lockeren und schönen Abend. Aus Küche und Keller wurden wir ordentlich verwöhnt. Trotz dreimaligem Platzregen im Laufe des Abends und aufgescheuchten Gästen die vor den Wasserfluten flüchteten, waren die Kellner und wir ganz locker drauf. Wir entschieden uns zum Glück für einen Tisch im Trockenen, das hat sich sehr bewährt, wir blieben recht trocken…so oder so! 

v.r. Kathrin und Peter, Rosita, Nadine und Tomi in der Cuba Compagnie. 

Dingi Abschleppt-Dienst

Tomi und unser schwedischer Nachbar Björn. 

Schwedischer Abschleppt-Dienst

Unser Honda Dinghi-Aussendborder spukte wieder einmal. Rosita und ich wollten nach Klein Bonaire Schnorcheln gehen. Zwischen den Inseln streikte der Honda und wir steckten fest. Wir ruderten den ganzen Weg zurück, was ganz schön anstrengend war. Tomi reparierte den Honda bis er wieder lief. Wir gingen nocheinmal in Richtung Klein Bonaire zum Schnorcheln. Jedoch kurz vor der Schnorchelboje bleibt der Motor wieder stehen. Diesmal keine Chance um zurück zu rudern, viel zu weit und der Wind frischte gegen uns auf. Mit den Paddeln und Armen winkten wir allen vorbeifahrenden Booten, hofften, dass uns jemand abschleppte. Rufen, Pfeifen und ich kann es wirklich laut…kein Schwein bemerkte uns und sie fuhren alle an uns vorbei. Tomi hat uns glücklicherweise mit dem Feldstecher gesehen, er traute dem Honda wohl nicht recht über den Weg! Er hatte unseren Nachbar Björn aus Schwede mobilisiert. So wurden wir von ihm zurück an den Ankerplatz geschleppt. 

So ging das leidige Reparieren wieder von vorne los. Rosita schaute immer skeptischer drein, als sie eine Weile zuschaute wie sich Tomi in den unmöglichsten Verrenkungen an die Reparatur machte. In den letzten zwei Jahren war es jedes Mal so, wenn sie bei uns zu Besuch war. Jedes Mal die gleiche leidige Geschichte mit dem spukenden Aussenborder. 

Rosita entschied bald, so geht es nicht weiter! Und kaufte Tomi im nu einen neuen Aussenborder. Er hat ja bald Geburtstag. Zuerst wehrte er sich, doch dann hat er sich recht schnell und kampflos ergeben.  

Tomi strahlt wie ein Maikäfer im Glück, mit seiner brand neuen „Höllenmaschine“ Rosie! 

Nach zwei Wochen wurde der neue 15PS Yamaha geliefert. Er heisst  „Rosie“ Tomi strahlt über’s ganze Gesicht. Endlich 5PS mehr als der alte Honda. Zu Tomi’s unermesslicher Freude geht unser Dinghi jetzt ab wie ein Zäpfchen, berichtet …Tomi, jetzt hat er immer dieses permanente Grinsen im Gesicht wenn er los braust und über’s Wasser flitzt. Leider können wir „Rosie“ gar nicht recht einfahren, denn wir legen schon am nächsten Morgen ab. Trotzdem fetzten wir entlang der Ankerbucht rauf und runter. Das war ein Gaudi, so schnell waren wir nie unterwegs, nur fliegen ist schöner…

Wir haben ausklariert, Eingekauft, Gebunkert, Vorgekocht, Aufgeräumt und das Schiff für unsere bevorstehende Überfahrt klar gemacht! Und Rosie darf mit! Nachdem wir unsere Abschiedsrunde bei Kurt und Brigitte, bei Rose und Dan und bei Peter und Kathrin machten war es auch schon dunkel. Als wir das Dinghi an den David’s hoch zogen merkte Tomi, dass Rosie an der Übersetzung schrammte wenn das Dingi an den Davids hängt. Das geht ja gar nicht. Tomi bastelte neue Übersetzungen mit Umlenkrollen und Leinen und machte das irgendwie passend. Nach zwei Stunden war er dann soweit. Rosie hing am Dinghi und nirgends stösst sie an. So ist’s gut. Vorsichtshalber packen wir sie noch mit einem dicken Badetuch ein, wir wollen auf Nummer sicher gehen, dass währen der Überfahrt nirgends einen Kratzer zurückbleibt. 

Wir liessen am 2. Dezember 2016 Bonair im Morgengrauen hinter uns. 4 Tage und 4 Nächte und 480 Nautische Meilen lagen vor uns, auf hoher See. 

Wir segelten stramm am Wind. In der Abdeckung von Bonaire waren die Wellen erträglich, der Wind blies jedoch mit 25 Knoten direkt von Vorne. 

Ich hatte auf Empfehlung ein Scopoderm Pflaster gegen Seekrankheit genommen. Ich klebte es schon am Vorabend hinter mein Ohr. Bei der letzten Überfahrt von der Dom. Rep. nach Bonaire war ich drei Tage Seekrank. In freudiger Erwartung, dass dieses Pflaster die erhofft Wirkung zeigte. Die ersten 12 Stunden ging's mir recht gut. Danach kam die Wende. Die Übelkeit packte mich und bald gesellten sich Schwindel und rasende Kopfschmerzen dazu. Alles was ich getrunken und gegessen hatte kam postwendend zurück. Mit der „Pütze“ bei Fuss, vergingen Stunde um Stunde in der ich nur litt. Der Wellengang war unangenehm, immer schön hart am Wind. Bald hegte ich den geheimen Wunsch über Bord zu springen, nur damit es aufhört, die Schauklerei und es mir besser ging, doch wusste ich natürlich, dass das nicht geht. Und noch immer lagen 48 Stunden vor uns. Tomi ging es die ganze Zeit über gut, keine Seekrankheit, sein Appetit war da, trotz Schlafmanko und Überstunden bei der Wache, weil er einen grossen Teil meiner auch noch übernahm. Er kochte uns Süppchen und riet mir doch eine Kleinigkeit zu essen. Er fütterte mich mit Eiernudeln und Crackers. Nicht’s blieb lange im Magen und die Pütze musste wieder herhalten. Als alles nichts half nahm ich das Pflaster weg und von da an ging es mir stündlich besser. Wind und Wellen nahmen ebenfalls ab und wir konnten weitere 40 Stunden einen mässig angenehmen Kurs segeln. Mein Appetit kam zurück und ich konnte wieder normal Essen und Trinken. Der Wind drehte dann doch noch nach Nord-Nordost. Da mussten wir mit den Motoren gegen an halten damit wir nicht in Puerto Rico statt auf den BVI’s raus kamen.

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Tortola BVI, hier hat alles angefangen…

Vor fast 5 Jahren habe wir unsere SeaBorne in den BVI’s gekauft und für eine lange Fahrt ausgerüstet. Inzwischen ist sie unser Zuhause geworden. Ein Leben auf See hält uns auf wunderbare Weise fest. 

Nun besegeln wir die BVI’s schon zum dritten Mal und freuen uns auf bereits alt bekanntes. 

Ersehnte Ankunft in Soper’s Hole

Am 07. Dezember im Morgengrauen erreichten wir Soper’s Hole in den Britischen Jungfrauen Inseln. Zwei Delphine begleiten uns ein Stück in die Bucht und schwammen in Rückenlage vor uns her. Es könnte keine schönere Willkommensgeste geben. Wir machten fest an einer Boje und gingen sogleich zum Einklarierungsbüro welches gleich gegenüber von uns lag. Zoll, Immigration und Hafenmeister, alles unter einem Dach, sehr praktisch. In einer halben Stunde waren alle Formalitäten erledigt, wir bekamen die Bewilligung für 1 Monat. Bezahlten 21 USD. Wir müssen am 3. Januar eine Verlängerung in der Hauptstadt Road Town beantragen. Geplant ist bis Anfangs Februar auf den BVI’s  zu bleiben. 

Marina Soper’s Hole

Wir verholen in die Marina Soper’s Hole und begannen unsere SeaBorne von oben bis unten zu Duschen. Alles war salzig und glitschig, eine Süsswasserdusche half. In der Wäscherei wusch ich vier Maschinen Wäsche, wo so viel Wäsche wohl her kam? 

Am Steg, Soper’s Hole Marina.

Wir erfuhren, dass inzwischen Kathrin und Peter von der SY Florentine ebenfalls eingetroffen sind. Auch sie haben das günstige Wetterfenster genutzt und sind einen Tag nach uns von Bonaire los gesegelt. Sie liegen vor der Insel Yost van Dyke ganz in der Nähe. 300 USD haben wir für 2 Nächte inkl. Wasser und Strom in der Marina in Super’s Hole bezahlt. Schleunigst weg hier, wir segeln los zur Florentine nach Yost van Dyke. 


Yost van Dyke 

Die Bucht vor Yost van Dyke ist überfüllt mit Bojen. Man tut gut spätestens gegen Mittag einzutrudeln, denn am Nachmittag wimmelt es nur so von Charter-Katamaranen, die Bojen werden bis zur Letzten belegt. Willkommen im Charter-Paradies der BVI’s. Die Boje pro Nacht kostet USD 30.- Ankern ist nur ausserhalb des Bojenfeldes möglich, jedoch dort ist der Ankergrund schlecht oder viel zu wenig Platz zum Schwoien. 

Die Ankerbucht vor Yost van Dyke. 

Wir erinnern uns an das legendäre „Foxies“. Bunte Werbung preist es an, doch es ist längst nicht mehr das was es einmal war. Eine Bar, welche uns recht heruntergekommen dünkte. Das war aber schon vor Jahren so. Schmuddelig und ungepflegt wirkt sie auch heute auf uns, mit den farbenfrohen Tischen und den mit Unterhosen, Slips, BH’s, Flaggen aus allen Herren Ländern und T-Shirts, die über die Jahre schon ziemlich schmutzig und zerschlissen von der Decke herunter baumeln. Für uns kein Magnet mehr. Für Charter-Crews die am Abend die Sau raus lassen wollen, kann das schon schon spassig sein. 

Wir schlendern entlang der einzigen Durchgangsstrasse aus Sand durch den winzigen Ort und lassen uns von den Sandfliegen fressen. Wir fanden nicht’s mehr als ein paar verstaubte Boutiquen, baufällige Restaurants, heruntergekommene Rumbuden und Bar’s die aus Brettern zusammen geschustert waren. Eine Kirche, einen Steg mit einer Tankstelle und ein, zwei winzige Shop’s für das Nötigste für die Bordküche. That’s it! Neben den Gaststätten liegt längst vergessener vor sich hin rostender Schrott und Gerümpel herum. Nicht sehr anziehend für Touristen fanden wir. Alles wirkt heruntergekommen und ungepflegt, obwohl es jährlich tausende von Yachties gibt, die Yost van Dyke besuchen. Wir fragten im ansprechensten Restaurant nach was ein Lobster kostet. Die Zahnlose Dame verkündete uns den stolzen Preis von USD 50.-. Mit Beilage versteht sich. Die Ami’s lassen sich Ihre Badewanne in der Karibik etwas kosten, die Preise wurden schon längst in astronomische Höhen getrieben.

Wir entschieden uns schnell dieses Nest zu verlassen und nach Norman Island weiter zu segeln. Die Florentine will noch ein paar Tage bleiben und sicher an der Boje sein, denn es kommt Starkwind auf. Also Tschüss und bis später…

Norman Island

Ankerbucht Norman Island. 

Wir fahren durch die grosse Bucht von Norman Island, zählen etwa 80 ausgelegte Bojen. Das Ankern ausserhalb des Ankerfeldes ist schwierig. Die wenigen sicheren Plätze sind von Langzeit Cruisern belegt. Wir schnappen uns eine Boje für 30 USD pro Nacht und machen fest. Es gibt hier nicht viel ausser eine Bar, und ein Restaurant, was will man mehr. Alles sieht sehr gepflegt aus. Wir schnorcheln und geniessen die Tage. Einen Besuch zum Sundowner bei „Willi T“ ist auch mit dabei. 

The Indian’s 

Nur einen Steinwurf von Norman Island, befinden sich die Indian’s. Vier, aus dem Wasser ragende Felsspitzen. Ein schöner Tauch- und Schnorchel Spot im Marine Park.  

Felsformation und Taucher-Ausflugsziel  „The Indian’s“ 

Benures Bay 

Nach zwei Tagen tuckern wir in die nahe gelegene „Benures Bay“.Eine wundervoll gelegene und gut geschützte Ankerbucht, die wir bis jetzt noch nicht kannten. Wir fanden zu unserer Freude keine ausgelegten Bojen. Wir ankerten im im Sand und genossen die Ruhe und das Vogelgezwitscher in den Bäumen. Wir machten tolle Schnorchelausflüge direkt ab Boot oder mit Rosie in kurzer Distanz. Das Wasser war klar, sauber, türkisblau und ruhig wie auf einem See. Wir blieben ein paar Tage hier. Inzwischen hat sich auch Florentine mit Kathrin und Peter zu uns gesellt. Wir genossen erneut die gemeinsame Zeit zum Sundowner auf der Florentine oder auf der SeaBorne. Hier traute sich Peter nach 6 Wochen Badeabstinenz wieder ins Wasser. Er hatte in Bonaire eine schlimme Ohrenentzündung eingefangen die lange nicht heilen wollte.  

Morgenstimmung in der Benures Bay 

Wandern von einer Bucht zur Andern

Wir haben einen Wanderpfad entdeckt, der uns von der Benures Bay über einen Bergkamm in die Bucht von Norman Island und Bucht führte. Wir wurden mit einer traumhaften Panorama Aussicht belohnt. 

Ausblick Gegenüber der Bernures Bay 

Wanderung über den Bergkamm 

Tomi im Dickicht des Dschungels

Blick in die Bucht von Norman Island 

Am Strand von Norman Isalnad 

Die Ankuft wird mit einem erfrischenden Mango-Smoothie gefeiert

Am Strand von Normans Cay und dem Ausflugs-Restaurant Pirates Bight 

Verwöhnt werden wir mit einem Pirates Bight (Piraten Bissen) In unserem Fall ein fast roher Tunfisch mit Karibischem Ananas Chutney und Basmatireis. War lecker, das Gingerbier viel zu süss…

Gesättigt und gestärkt wanderten wir am Nachmittag die ganze Strecke wieder zurück in die Benures Bay zu unserer SeaBorne. 

Salt Island - Rhone Marine Park -

Weil in den BVI’s derzeit die Hölle los ist und sämtliche Ausflugsziele gegen Mittag mit Charter-Yachten belegt sind, tut man gut, möglichst früh morgens los zu fahren. Wir tuckern gemütlich um 07:00h mit der SeaBorne längsseits zur befenderten Florentine und nehmen Peter und Kathrin zu uns an Bord. Gemeinsam machen wir einen Ausflug zum Schiffswrack der RMS Rhone. Wir lesen im Reiseführer, dass wir eine Marine-Parkgebühr beim Zoll hätten anfordern müssen. 😳 Das wussten wir beim Einklarieren aber nicht, und nun hatten wir keine Genehmigung, versuchten es aber trotzdem, im Notfall zahlen wir die Gebühren, falls wir kontrolliert werden. 

Peter fährt das erste Mal Katamaran

Nach 1.5 Stunden erreichen wir den Tauchplatz der Rhone. Etwa 20ig Tauchbojen sind ausgelegt. Wir machen fest und ziehen unsere Taucheranzüge an und machen uns Tauchfertig. Tomi merkte, er hatte nur 50ig Bar in seinem Tank. Das reicht nicht ganz aus! Mann nehme den nächsten aus dem Lagerbestand, und auch dieser hatte gerade mal 30ig Bar. Tja, wir rekonstruierten zurück, dass wir in Bonaire den letzten TG mit Kurt gemacht hatten. Wir hatten viel zu tun mit Schiff klar machen und haben die Tank’s nicht mehr gefüllt. Nun gut, wenn wir schon angezogen vor uns her schwitzten füllten wir noch einen Tank für Tomi. Wir räumten die Baxkiste auf dem Vorschiff aus und zogen mit dem Spifall den schweren Kompressor auf Deck. Tomi füllte sich einen Tank und nach einer Stunde waren wir endlich Einsatzbereit für den Rohne Tauchgang. Kathrin und Peter schauten uns amüsiert zu! 

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Unterwasser Aufnahme: Korallenstock

Das Wrack der RMS Rhone

RMS Rhone Royal Mail Ship


Das Passagier- und Postschiff RMS Rhone war ein Dampfschiff, das für die Royal Mail Line gebaut wurde. Das 94,5 Meter lange und 12,2 Meter breite Schifflief am 11. Februar 1865 vom Stapel und wurde im August 1865 in Dienst gestellt. Die Rhone wurde für den Handelsverkehr von England nach Zentral-und Südamerika und in die Karibik gebaut. Das Schiff hatte einen Schornstein, zwei Masten und einen einzelnen Propeller. Der Propeller war erst der zweite, der aus Bronze gegossen war. Die Rhone war eines der ersten Schiffe, die aus Eisen gebaut waren. Sie wurde sowohl von Dampfmaschinen, als auch von Segelkraft angetrieben.

Am 19. Oktober 1867 sank die RMS Rhone nach dem Ablegen in Salt Island. Sie wurde vom letzten Hurrikan der Saison getroffen. Der Anker steckte in einem Riff fest und konnte nicht gelichtet werden. Der Wind drehte sich und die Rhone wurde direkt gegen die Felsen von Black Rock Point geworfen. Kapitän Wooley soll dabei über Bord gegangen sein. Das Schiff sank sehr schnell und zerbrach in zwei Teile; die Bugsektion in 24 Meter tiefem Wasser und der Heckteil in 9 Meter tiefem Wasser. Von den 147 Passagieren und Besatzungsmitgliedern konnte niemand gerettet werden. 

Wir betauchen das Wrack der Rhone. 


Das Wrack der Rhone gehört heute zum Marine Park und kann zwischen 6-25m betaucht werden. Über die Jahre ist das Schiff in mehrere Stücke zerbrochen. Es dient Heute vielen Fischen und Meeresbewohner als natürlichen Lebensraum. 

Schöner Bewuchs am Wrack. 

Heck mit Ruder 

Bevor wir wieder zurück in die Benures Bay tuckerten, machten wir Mittagspause in der nahe gelegen und viel ruhigeren Bucht vor Peter Island. Tauchen macht eben hungrig. 

Marina und Resort auf Peter Island 

Felsformation vor Peter Island

Einkaufen in Tortola, Road Town, Hauptstadt der BVI

Road Harbour, Tortola. Im Hintergrund die riesige Moorings und Sunsail Charter Flotte. 

Nachdem wir ganz gemütlich eine Woche in der Benures Bay verbrachten, war nun wieder einmal Einkaufen auf dem Programm. Grünes, und Frisches für die Bordküche und für das Weihnachts Menu.   Es ist der 22. Dezember. Wir tuckern hinter Florentine quer über den rauen und welligen „ Sir Francis Drake Channel“ in die Bucht vor Road Harbour. Mit Rosie ging’s an den Steg der Moorings-Yachtcharter Basis und Marina. Wir wollten unseren Yachtbroker Richard Vass besuchen, bei ihm haben wir vor 5 Jahren die SeaBorne gekauft. Unsere Aufenthaltsbewilligung müssen wir auch noch verlängern. So gibt es an Land viel zu tun. 

Odyssee - Aufenthaltsverlängerung -  

Die freundliche Zoll-Beamtin in Road Town, verlängerte ohne Probleme unseren Aufenthalt für einen weiteren Monat. Kostenpunkt USD 200.- Ist allerdings für ein Jahr gültig und nur für die SeaBorne. Somit war das Schiff verlängert, wir aber nicht. Wir mussten zu Fuss zur Hauptstelle des Immigrationsamtes und eine persönliche Verlängerung beantragen. Nachdem wir das Amt gefunden hatten, die Überraschung! Es waren bereits um die 50 Menschen da. Somit war die Zentrale vollgestopft mit wartenden Menschen. Wir zogen uns eine Nummer mit der Zahl 183, die Anzeige stand aber erst auf 67 und nur einen Schalter von dreien war besetzt. So rechneten wir uns aus, dass wir in der Zwischenzeit ganz gut was essen gehen konnten. Wir gingen zum Yachthafen Restaurant  und bestellten unser Mittagessen. Später gingen wir wieder zurück zum Immigrationnsamt. Wir warteten nochmals eine Stunde bis wir dran kamen. Der Beamte gab uns zwei Formulare und sagte; wir sollen Morgen um 8:30h wieder kommen mit den ausgefüllten Karten. Das Formular hatten wir in zwei Minuten ausgefüllt! 

Morgenstimmung in Road Town

Wir zogen ab und kamen am nächsten Morgen pünktlich um halb neun wieder. Wir zogen wieder eine Nummer, diesmal die 23. Wir warteten wieder mit anderen fünfzig Menschen eine Stunde bis wir die ausgefüllten Zettel dem Beamten abgeben konnten. Er nahm uns unsere Pässe und das Papierchen ab und wir mussten uns wieder hinsetzen und wieder eine Stunde warten. Endlich wurden wir aufgerufen und durften dann ins Hinterzimmer zu einer Beamtin, die uns ausfragte warum und wieso wir Verlängerung beantragen wollten. Die Anworten passten. Sie stempelte schliesslich unsere Pässe und wir durften gehen. Ohne Pässe! Wieder Draussen in der Warteschlange kam nun das Zahlen an die Reihe. Wir warteten noch einmal eine Stunde bis wir erneut aufgerufen wurden. Wir bezahlten dem Beamten am Schalter USD 22.- und erhielten eine Quittung und unsere Pässe zurück. Uff, das wäre geschafft. 

Jetzt mussten wir nur noch mit der Quittung zurück zur freundlichen Zollbeamtin gehen und uns ein offizielles Zertifikat ausstellen lassen. Wir dackelten zurück zum Hafen. Die freundliche Zollbeamtin war wieder da, aber sie war nicht für das Zertifikat zuständig sondern Ihre Kollegin, die aber gerade in der Pause war. Wir warteten eine weitere halbe Stunde bis sie kam und uns das Zertifikat ausfüllte. Sie überreichte uns ein A4 grosses Blatt mit goldenen Stempel, schwungvoller Unterschrift und einem freudestrahlendem Lächeln. 

Zertifikat für die Aufenthaltsgenehmigung 


Auf der Suche nach Blei

Die einen suchen Gold, wir suchen Blei…!! Da fragt Ihr Euch sicher was soll das denn?? Um es kurz zu erklären. Blei braucht man zum Tauchen. Wir haben in der Vergangenheit auf einigen Inseln versucht Blei zu kaufen, leider ohne Erfolg. Die Tauchbasen brauchen ihr Blei selber und geben uns nichts ab. Wir müssen dringend unseren Bleibestand aufstocken weil wir demnächst vier Taucher mit 5mm Neoprenanzüge an Bord haben. Der freundliche Verkäufer im Budget Marine Laden gibt uns einen Tip wo wir Blei kaufen können und kündete unseren Besuch sogleich an. Das nennen wir super Service!! Wer viel fragt, kriegt auch viele Antworten, doch einige davon sind wie es sich zeigt sehr wertvoll…

Wir nahmen uns ein Taxi in die nahe gelegene Marina in Nany Cay. Dort gibt es einen Tauchshop, der Chef ist ein ausgewiesener Bleigiesser, der uns 10 Kg verkaufte. Für sagenhafte USD 60.- Ist zum Glück nicht so teuer wie Gold aber ein stolzer Preis. 

Wir nutzten die Gelegenheit und kauften im Marina Mini-Supermarkt die noch fehlenden Lebensmittel ein. Mit unserer bleischweren Beute und den ganzen Fressalien bestiegen wir das Taxi zurück nach Road Harbour. Unsere Einkäufe schleppten wir quer durch die Marina zu unserem Dinghi. Alles wurde eingeladen, zur SeaBorne gefahren und ausgeladen. Das Dinghi zogen wir an die David’s hoch um sogleich die Motoren zu starten und abzudüsen. Am späten Nachmittag verliessen wir Road Harbour. Peter und Kathrin von der SY Florentine sind schon mal vorausgefahren. Treffpunkt war die Trellis Bay auf Beef Island, Tortola. 8 Seemeilen nur, ein kleiner Hupf. „ Sir Drake“ war uns diesmal milde gestimmt. 


Weihnachten - Trellis Bay -


Fotoshooting vor dem grossen Auftritt in der Küche und am Herd

Wir feierten einen wunderbaren heiligen Abend mit Kathrin und Peter auf der SeaBorne. Leckereien aus Küche und Keller erfreuten unsere Genusszellen. Die Lachmuskeln wurden kräftig trainiert und der Schluckreflex heftig angeregt mit prickelndem Champagner, mundigem Wein und altem Rum.  

Es war was los in der Bordküche der SeaBorne

Vorspeise: Sautierte Jakobsmuscheln auf jungem Spinat mit Safransauce. 

Hauptgang: Tischgrill 


Kathrin und Peter von der SY Florentine

Ein schöner Abend ging zu Ende. 


Die „Berger’s“ alias „Börger’s“ kommen! 

Wir holten sie am 26.12. am Flughafen von „ Beef“ Island ab. Eigentlich hätten sie schon einen Tag früher hier sein sollen. Die LIAT Piloten verkündeten bereits vor einem Monat, dass sie am 25.12. nicht fliegen werden, so wurde der gebuchte LIAT Flug ersatzlos gestrichen. Der Flughafen liegt praktisch direkt am Sandstrand der Trellis Bay. In der Trellis Bucht hing die SeaBorne an einer Boje und wartete auf das Check In und Boarding…

 

Eine kleine Überraschung hatten wir für die selbsternannten „Börger’s“ parat, was für allgemeines Schmunzeln und Lachen sorgte. 

Begrüssung der „Börger’s“ am Flughafen von Beef Island. 

Was hier sehr speziell ist, ist der kurze Weg vom Flughafen in die Bucht zu den Schiffen. Nur wenige Gehminuten der Strasse entlang bis an den Strand der Trellis Bay. Die Koffer schleift man im Sand hinter sich her an den Steg. 

          Trellis Bay 

Willkommen im Paradies. 


Silvesterparty, Trellis Bay 

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Wundervolles Feuerspiel:                                                                                                                                                             Aus alten verrosteten Gas-Tank’s schmiedete der Künster „ Aragorn“ grosse und kleine Kugeln mit karibischen Motiven. An Festtagen werden diese mit Holz gefüllt und angezündet, sie ergeben wundervolle Lichteffekte.

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Feuerring: Geschmiedeter Eingang zur offenen Kunstgalerie „Aragorn“


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Schmiedeiserne Kunst aus Altmetall: Sonne

 

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Eine Steelband begleiten die Besucher mit karibischen Klängen


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                                             Die Feuersbrunst geht weiter 

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Das BBQ wäre sehr gut gewesen, wenn es noch wenigstens etwas warm gewesen wäre. Uns war’s auch egal, wir spülten fleissig mit dem Insel Cocktail „Pain-Killer“ nach. 


Abschied von Florentine und Crew

Lange habe wir es hinaus gezögert, unseren Abschied. Seit Curaçao im August 2016 wo wir uns kennen gelernt hatten haben wir uns in Bonaire wieder gesehen und sind beide zu den BVI’s gesegelt. Wir sind uns immer wieder nach gefahren von Bucht zu Bucht um nochmal einen Abend und noch einen auf der Florentine oder auf der SeaBorne zu verbringen. Wir hatten uns viel zu erzähle, wir haben es so genossen, die Gesellschaft von Kathrin und Peter.  

Das letzte Mal sahen wir die „Florentine“ und Crew bevor sie sich nach St. Martin auf den Weg machten. Wir genossen für unbestimmt Zeit unseren letzten Drink in der Marina von „Bitter End“ welch Ironie…und der Drink hiess auch noch Pain-Killer!! Da fällt der Abschied schon schwer! 

Kathrin und Peter, es war so schön mit Euch. 

Peter bläst für uns zum Abschied das Conch Horn. 

Kein bitteres Ende oder doch? Am nächsten Morgen fahren wir ganz nahe an der Florentine vorbei und winken und rufen zum Abschied. Peter bläst das Conch Horn und wir haben Tränen in den Augen. Wir sehen uns wieder das ist gewiss…die Welt ist für uns nicht gross genug sich zu verlieren…tschüss Ihr Lieben und auf Bald….


The Baths, Virgin Gorda, BVI 

Wir besuchten den beliebten und einzigartigen Nationalpark The Baths (die Bäder).                        Haufen von Granitfelsbrocken liegen am Strand herum und sehen aus als ob sie jemand hingeworfen hätte. Es sind Granitformationen die aus der langsamen Abkühlung von Magma in der Tiefe entstanden, der sogenannten Oberflächenvulkane. Der Granit tauchte erst an der Oberfläche auf, nachdem er das geologische Alter erreicht hat und die gesamte Bedeckung abgetragen wurde. Einmal exponiert, wird die Erosion fortgesetzt, und der Granit wächst zu grossen Felsbrocken heran und wird an der Oberfläche isoliert. Die Felsblöcke bilden natürliche Gezeitenpools, Tunnels, Bögen und malerische Grotten die offen zum Meer sind. Die grössten Felsblöcke sind ca. 12m lang. 

Die Magie dieses Ortes - entlang der Spur zur Devils Bay, wo die versteckten Höhlen und geheimen Pools von den Wellen und des hellen Sonnenlichtes, die durch die Felsblöcke über und um uns herum leuchten. 


Wir schwammen früh Morgens von der SeaBorne zum Strand. Dinghi’s sind am Strand verboten. Eimalig und schön liegt der noch Menschenleere Strand mit den imposanten Grantisteinen vor uns. Wir begannen unseren Spaziergang entlang den Bath’s. 








Ausflug zum „ Pubbly Pool“  

Ein schönes Ereignis jagt das Nächste. Wir besuchen mit den „Börger’s“ die vielen Sehenswürdigkeiten. Vor drei Jahren waren sie mit Ihrer „SY Loul“ bereits in den BVI’s mit der ganzen Familie. Während einem einjährigen Sabbatical besegelten sie die Karibik und verbrachten viel Zeit in den BVI’s und kennen bereits die schönsten Orte. Es war ein Bisschen wie nach Hause kommen für die Berger’s! Wir genossen unbeschwerte Stunden auf der SeaBorne und an Land. 

Little Yost Van Dyke lädt uns zu Wellness Ferien ein. 

So sieht eine Königin in der Karibik aus…

Der Kalender schreibt den 6. Januar. Rolf bäckt in aller Frühe einen Drei-Königs Kuchen und ich wurde für einen Tag die Königin auf der SeaBoren. Florentin nimmt es ernst mit dem Verwöhn-Programm. Er versuchte eine Kokosnuss von der Palme zu pflücken. 

An Land vor unserer Ankerbucht. 

Die SeaBorne vor little Yost Van Dyke. 

Kokospalmen säumen unseren Weg. 

Mangrovenwurzeln im seichten Wasser

Angespülte Korallenblöcke 

Ein schmaler Pfad führte uns zum Wellness Pool. Die Morgensonne schien, das Wetter war perfekt. 

Wir lassen uns von den Wellen die durch den Kanal gespült werden im klaren Wasser treiben. 

„Der frühe Vogel fängt den Fisch“ Wir geniessen eine Stunde lang diesen Natur-Pool für uns ganz alleine. Dann kam eine Horde Ami’s angeschwärmt und wir gaben unser gemütliches Bad ungern frei. 

Unterwegs auf der SeaBorne

Jeannette und Rolf: Voller Körpereinsatz beim Hochziehen des Grosssegels. 

Rolf und Tomi relaxed auf der SeaBorne


Zwei Wochen flogen nur so dahin und schon stand die Abreise der Berger’s bevor. LIAT flog für einmal pünktlich ab und nahm die „ Börger’s“ mit. In der Schweiz war inzwischen Schnee und Kälte eingetroffen. Ca. 30 Grad Unterschied. Die Erinnerungen an eine schöne Zeit bleiben zurück. Danke liebe Berger’s wir haben es mit Euch sehr genossen. 

Nun waren wir wieder alleine auf unserer SeaBorne. Wir dümpelten noch ein paar Tage in der Trellis Bay. Tomi hatte sich stark erkältet. Eine Grippe scheint im Anmarsch zu sein. Er schlief viel und kurierte sich aus während ich Wäsche wusch und mit dem Putzprogramm startete. Die Wartungsliste war schon wieder gewachsen, sie nimmt leider nur selten ab. Unsere Nachbarn hatten unerwünschten Besuch. 

Hafen-Kino - Trellis Bay -


Wir lagen seit Tagen in der Bucht vor Trellis Bay und warteten, bis Tomi seine Erkältung auskuriert hatte. Wieder einmal Grippevieren aus der Schweiz! Die mussten raus- geschwitzt-, gehustet-, und geschnäuzt werden. In der Zwischenzeit war ich wieder fit und verwöhnte meinen Liebsten wo ich konnte. Seinen Geburtstag am 12. 01. feierten wir dann mit glänzenden Augen und triefender Nase, dafür mit seinem Leibgericht; Spaghetti Carbonara à la SeaBorne. Als besondere Überraschung; Hafen-Kino! Schon um die Mittagszeit postierten wir uns auf dem Vorschiff. Es war heute was los in der Trellis Bay. Eine Yacht folgt der Anderen in die Bucht, 25 an der Zahl. Wir beobachteten belustigt und mit flotten Sprüchen auf den Lippen jedes Schiff welches in die total überfüllte Bucht einlaufen wollte. Nach dem Stil der beiden „Alten“ von der Muppet Show, die ihre Sprüche zum Besten geben. Warum war heute der Andrang so gross hier rein zu kommen? Alle wollten Tomi zum Geburi Gratulieren??!! Nein? Oder war es eher die Anzeige des Windmesser’s? Er zeigte flotte 30 Knoten Wind an, Tendenz steigend, durchzogen mit Gewittern. Und Heute zu Tomi’s  Geburtstag startete die legendäre Vollmond-Party mit den schönen brennenden Kugeln am Strand und im Wasser, BBQ und Rum lockten vor allem die Charter-Yachties von Nah und Fern an. Von weitem sahen wir die weissen Schaumkrönchen auf den Wellen. Da Draussen auf dem Meer ist es ungemütlich, jeder will sich einen geschützten Platz in der Trellis Bay sichern. Wir sind froh, bereits an einer Boje zu hängen, wo wir auf jeden Fall sicher waren! Komme was wolle! Gratis-Bojen gab’s für uns an Weihnachten, am Neujahrstag, jeden 4 Tag, weil wir schon langsam unter die Einheimischen zählen und Langzeitsegler sind, und zum Vollmond, wie Heute. Wieder 30.-USD gespart, eine super Sache, das nahmen wir gerne und dankend von unserem pensionierten Kassierer an, der mit dem Dinghi jeweils abkassieren kam.


Den ganzen Tag über suchten viele, über 50ig Fuss grosse Katamarane einen Platz in der Trellis Bay. Einrumpfboote Gross und Klein fahren Hin und Her, quer über das Bojenfeld und suchen fieberhaft freie Bojen. Noch immer suchend von Vorne nach Hinten wird das Wasser durchpflügt, doch keine Boje ist mehr frei. Wir beobachten schon eine ganze Weile, dass noch genau zwei weisse Bojen frei sind, alle Roten sind bereits besetzt. Jedes Schiff steuert geradewegs auf die weissen Bojen zu und legen an. Kurz darauf der Besitzer mit seinem Gummiboot angerauscht kam und die Yachties verscheuchte, weil das Private Bojen wären. So geht das Spiel den ganzen Tag Hin und Her, die beiden Gummiboot Freaks hatten sichtlich Spass daran. Warum sie die weissen Bojen nicht einfach vermieten war uns schleierhaft. Viele Yachten versuchen am Rand des Bojenfeldes zu Ankern, sehr gefährlich, weil es nicht genug Platz zum Schwojen gab und es sehr untief ist. Einigen gelang es doch zu Ankern. Die Anderen mussten enttäuscht weiter und Ihr Glück in einer anderen Bucht suchen.


Dann passierte das unvermeidliche; hinter uns hing ein Charter Katamaran an der Boje. Dann fuhr eine Charter-Einrumpf Yacht beim vorbei fahren in die Mooringsleine und blieb mit seinem Schwert hängen. An Bord beider Shhiffe brach sofort die Hektik aus und alle 16 Amerikanische Yachties riefen bunt durcheinander. Fender flogen über Deck und Leinen fanden schnell ihren Platz an den Klampen damit Schlimmeres verhindert wurde. Die beiden Yachten ineinander verhakt trieben an der offenbar noch ganzen Mooringsleine. Der Einrumpf-Chef und Verursacher, versuchte vergeblich mit seinen Bugstrahlruder vor- und zurück zu manövrieren damit das Schiff frei kam. Kam es aber nicht. Ratlose Blicke, was tun? Der Katamaran-Chef startete nun auch die Motoren und gab den Befehl, die Leinen des Katamarans an der Boje zu lösen, damit die Einrumpfyacht frei kam. Die Mannschaften riefen durcheinander, da schwamm plötzlich auch noch ein Dingi, welches an der Einrumpf Yacht befestigt war. Es drohte zwischen den Riesen zerquetscht zu werden. 


Die Crew des Kat lösten die Leinen. Die Yachten waren nun nicht mehr an der Boje fest, sie trieben beide im Päckchen praktisch Manövrierunfähig in Richtung einer Anderen Yacht schräg hinter ihnen. Angespannt wie ein Flitzebogen sahen wir zu wie es weiter ging. Ohhh weiahhh, dachten wir, jetzt wird’s richtig ungemütlich, wenn die beiden in einen Dritten rein donnern. Doch im letzten Augenblick konnten sie einen erneuten Crash verhindern, sie zogen mit voller Motoren-Kraft in die Gegenrichtung, was hilfreich war. Wie aus Zauberhand kam das Dinghi frei und kurze Zeit später auch die Einrumpf Yacht. Glück gehabt. Allgemeine Entspannung kam an Bord. Sichtlich erleichtert zog die Crew mit der Einrumpf Yacht ab und der Katamaran konnte wieder an der gehabten, offenbar unbeschädigten Boje fest machen. Es gab zum Glück nur Material Schaden. Personen wurden keine verletzt. Die Crew-Mitglieder und ich fotografierten natürlich fleissig das Geschehen. Naja  die Einen für die Versicherungen und Schadensersatz Klagen, die Anderen, so wie ich, für den Blog…Meine Güte war dass vielleicht aufregend…Hafen-Kino vom Feinsten in voller Anspannung der Dinge…Uff! 

Später legte sich die Ruhe über die Bucht und wir genossen einen schönen Abend zu zweit. 

Das waren unsere Reise high light’s aus den BVI’s. Wir bleiben noch weitere fünf Wochen in diesem Segelrevier hängen. Erst mal verziehen wir uns in eine ruhige Ankerbucht und arbeiten unsere Todoexklusiven Liste ab, die wie ihr inzwischen wisst nie kleiner wird…

Wir melden uns wieder mit einem exklusiven Bericht aus den Silverbanks. 

Herzliche Grüsse 

Nadine & Tomas 

r fiz© Tomas und Nadine Cervera 2012