Australien  „ans andere Ende der Welt“                                 August 2017


Liebe Familie und Freunde


Australienschild-Strand

 

Hier sind wir wieder! 

Hier findet ihr keinen Reisebericht, nein, es ist mehr eine Vorinformation zur Einstimmung auf unsere bevorstehende Reise ans andere Ende der Welt. Wir stellen Euch unsere Reiseroute vor und haben auch ein paar allgemein wissenswerte Informationen über den 5. Kontinent gesammelt und zusammengestellt. 

Rückblick: 

Seit unserem letzten Riesebericht (Mai 2017) ist schon wieder viel Zeit vergangen. Das schlechte Wetter hielt uns länger in den Marinas der DomRep als geplant war. Erst im Juni sind wir vom Nordatlantik in die Südkaribik, nach Bonaire gesegelt. Sicherheit geht vor und Zeit hatten wir genügend, von da her war es ja egal wann wir ankamen. In Bonaire haben uns die Vorbereitungen und Routenplanungen für unsere 3 Monatige Reise nach Australien weitgehend in Anspruch genommen. Die zweite Hälfte der Hurricane Saison verreisen wir also nach „Down Under". Wir freuen uns auf die Schiffsfreien Tage an Land.

Unsere SeaBorne ist in der Zwischenzeit auch an Land, im Trockendock in der Schiffswerft Curaçao Marine in Wilhelmstadt auf den ABC Inseln der kleinen Antillen, Karibik. Sie wird verschönert und bekommt ihr jährliches Wellnessprogramm verpasst.  

Ausblick: 

Die Koffer sind gepackt und wir sind startklar. Wir Fliegen am 16. August 2017 nach Australien. Unsere lange Flugreise führt uns einmal um die ganze Welt. 

Hinreise: Ab Curaçao nach > Miami > Los Angeles > Sydney (mit Stop Over) > Alice Springs.

Rückreise: Ab Adelaide via Doha Qatar nach Zürich > Am Ende geht es wieder zurück nach Curaçao und somit schliesst sich der Kreis und somit die Reise einmal um die Welt. 


Australien wir kommen! 


australia-map-3


In Alice Springs, mitten im vielersprechenden roten Zentrum von Australien übernehmen wir am 19. August 2017 unser WoMo und beginnen unsere Rundreise durch Australien. 

Geplante Route: 

Unsere Route führt uns vom roten Zentrum Australiens „Down Under“. Durch Aborigines Land und der roten Wüste durch das Northern Territory hoch in den tropischen Norden bis Darvin. Ab Darvin fahren wir quer durch den Bundesstaat Queensland in den Nordosten bis nach Cairns. Cairns liegt bereits an der Ostküste Australiens wo auch das legendäre Great Barriere Reef im Pazifischen Ozean liegt. Wir fahren die typische Touristenroute entlang der Ostküste Australiens die mit vielen Sehenswürdigkeiten nur so gespickt ist. Die Städte Brisbane, die grösste Stadt Australiens Sydney, die Hauptstadt Canberra, Melbourne und Adelaide stehen auf dem Programm sowie die unendlichen und vielseitigen Nationalparks. Die faszinierenden Naturschönheiten und natürlich die vielen für Australien so typischen und einzigartigen Tiere. Im Südosten Australiens befinden wir uns bereits im Bundesstaat New South Wales und es geht weiter in den Süden bis Melbourne. Wir überqueren schliesslich den Bundesstaat Victoria und unsere Reise endet nach genau drei Monaten in Adelaide im Bundesstaat South Australia. Aus zeitlichen Gründen haben wir Tasmanian und die Suche des Tasmainschen Teufels nicht mehr auf unserer Reiseroute. Auch für Western Australia ist die Zeit viel zu knapp. 

Wir berichten von Unterwegs:  

Wir werden den Reisebericht von Australien mit vielen Bildern aber weniger Text (falls ich mich denn vor lauter Begeisterung kurz fassen kann:) laufend und in kurzen Abständen veröffentlichen. Wir schicken Euch vorab jeweils ein WhatsApp, damit Ihr nichts verpasst und ungefähr wisst wo wir sind. So habt Ihr einen schönen Einblick in unsere Australienreise und könnt uns Gedanklich ein Stück weit begleiten. 

Zeitzonen: 

Zeitdifferenzen zwischen Australien und der Schweiz liegen zwischen + 8 Std. und + 10 Std.                 Bsp: Schweiz 22:30h Nachts / Australien je nach Gegend variierend ca. 06.30h Morgens.                    Die Sommer- und Winterzeit bestimmen zusätzlich eine kürzere oder längere Zeitdifferenz zwischen den Kontinenten.

Klimazonen:

Klimazonen Australiens.svg


Unsere Reiseroute führt entlang jenen Klimazonen, die bereits schön warm und angenehm sind. Wir sind ja immer noch an Karibische Temperaturen gewöhnt und frieren nicht gerne. Die Jahreszeiten sind in Australien genau umgekehrt wie in der Schweiz. Wir starten Mitte August, es ist also Winter in Australien. Der Norden Australiens ist die warme und tropische Gegend. Im Süden ist Winter, es ist kalt, auch verkehrt ggü. der Schweiz. 

In der Wüste Zentralaustraliens das rote Zentrum, ist die Kontinentale Zone. In dieser Zone ist es das ganze Jahr zwischen 25° - 36° Celsius heiss und sehr trocken. In den heissesten Monaten kann es bis zu 40° Celsius im Schatten werden. Als optimalen Einstieg bietet sich Alice Springs für unseren Reisestart an. Das ganze Jahr gibt es kaum Niederschlag und wenn, dann nur kurz und heftig. Der Dezember ist der feuchteste Monat. Im Sommer ist es tagsüber extrem heiss und in der Nacht können die Temperaturen unter den Gefrierpunkt fallen. Von den Tages- zu den Nachttemperaturen liegen um die 15° Celsius. Wüstenfeeling pur! 

Im Tropischen Norden und in Darwin werden wir Anfangs August sein. Diese Gegend ist tropisch feucht und heiss bis zu 32° Celsius das ganze Jahr über. In der Tropenzone gibt es eine Regen- und Trockenzeit. Die Regenzeit ist von November bis April, dier Trockenzeit von Mai bis Oktober. In der Regenzeit kommt es zu monsunartigen Regenfällen und Wirbelstürmen (Zyklone), was zu grossflächigen Überschwemmungen führen kann. Auch die Moskitos sind zu dieser Zeit äusserst stechfreudig und definitiv in der Überzahl. 

Die Ostküste Australiens gehört zur subtropischen Zone, die wir Anfangs September erreichen werden. Die Temperaturen sind etwas gemässigter und die Niederschläge geriner als in der Tropenzone. Im Winter sinken die Temperaturen selten tiefer als 20° Celsius und sind selbst im Sommer mit durchschnittlich 20° - 30° Celsius immer sehr angenehm. Sydney wird ca. 20° Celsius haben wenn wir im September die Stadt besuchen. 

Von der Ostküste in Richtung Südliches Australen um Melbourne herrscht ein gemässigtes Klima. Das heisst, es wir langsam Frühling im Oktober. In der gemässigten Zone im Süden des Landes gibt es heisse Sommer und milde Winter. Der Sommer bleibt weitgehend niederschlagsfrei, im Winter fällt häufiger Regen.Oft spielt das Klima in Australien aber auch komplett verrückt. In Melbourne beispielsweise kann sich das Wetter mehrmals am Tag so stark verändern, dass der Eindruck entsteht, man hätte alle vier Jahreszeiten innerhalb weniger Stunden durchlebt. Da sind wir mal gespannt wie sich das anfühlt und werden bestimmt das Zwiebel-Outfit mit Kapuze bevorzugen. 

Einreisebestimmungen Australien:

CH Bürger benötigen für Australien ein E-visitor Visa, für einen 3monatigen Aufenthalt. Dieses beantragen wir via Internet und bekommen die Zusage innert ein paar Tagen per e-mail zugestellt.   Für Aufenthalte über drei Monate benötigt man ein Visa, dann wird’s komplizierter. 

Australiens Strassen: 

Es herrscht Linksverkehr! Am Anfang sicherlich sehr ungewöhnlich. Doch nach ein paar Tagen steigt man nicht mehr auf der verkehrten Seite ein und man betätigt nicht mehr den Scheibenwischer statt den Blinker. Verkehrsregel: Rechts vor Links gilt auch in Australien.

Nach langem Herumforschen, ist es eine Tatsache, dass wir als Schweizer Bürger einen Internationalen Fahrausweis benötigen. Der übliche Fahrausweis in Kreditkartengrösse, mit englischer Übersetztung reicht nicht. 

das-kaenguru-australiens-leidenschaft-102~ v-gseapremiumxl


Camper-Land Australien:

Australien ist das ideale Camper-Land für jeden Anspruch. Vom einfachen Buschcamp ohne jegliche Infrastruktur in der Wildnis. Bis hin zu den sehr gut ausgestatteten Camper-Parks ,die keine Wünsche offen lassen, gibt es für jede Geldbörse das richtige Angebot. Wir werden die unterschiedlichen Camper-Van-Parks sicherlich besuchen und Euch berichten. Wissenswert: Die Parkranger haben wenig Verständnis für wildes Campieren. Wild Campen ausserhalb den markierten Camps ist verboten. Das kann im Australischen Outback auch sehr gefährlich und teuer werden. Wer wegen Übermüdung nicht weiter fahren kann, muss halt wild Campen. Wird man erwischt, so ist per Gesetz geregelt, dass man bei Übermüdung nicht weiter fahren soll. In diesem Fall wird ein Auge zugedrückt. In Stadtnähe aber nicht, weil es dort genügend Übernachtungsmöglichkeiten gibt.

Der 5. Kontinent 

Seit 55 Mio. Jahren treibt der kleinste Kontinent der Welt, losgelöst von den anderen Landmassen langsam Richtung Äquator. Derart isoliert konnte sich hier eine einzigartige Tier- und Pflanzenwelt entwickeln. 

Die reiche Flora Australiens: 

Man nimmt an, dass in Australien etwa 1 Mio. Pflanzen-, Tier- und Mikroorganismen-Arten vorkommen. Damit hat Australien doppelt so viele Arten wie Europa und Nordamerika zusammen. Diese Artenvielfalt wird als „Megadiversity“ bezeichnet. 516 Nationalparks, 145 Meeresschutzzonen und über 2700 weitere Schutzgebiete erhalten die einmalige Natur. Bekanntester Baum Australiens ist der Eukalyptus (gum tree), der mit 700 bekannten Arten über 95% der Wälder dominiert. 800 Arten der Akazie (wattles) die sich sehr gut an die Trockenheit angepasst hat. Wüsteneichen (desert oak) sind salztolerante Kasuarinen die sich mit winzigen Blättern behaupten. 500 Arten der Proteaceen (Silberbaumgewächse). Unter den Gräsern fällt das Spinifex-Gras im trockenen Landesinnern auf. Manche Arten weisen ein geringes Wachstum auf. Alle Arten haben zusammengerollte, nadelartige Blätter. 

Unknown-2

Eukalyptus Baum


Die kuriose Tierwelt Australiens: 

Die bekanntesten Beuteltiere sind die Makropoden (Grossfüssler), zu denen Wallabys und Kängurus gehören. Im ganzen Land bevölkern 45 Arten den Kontinent. Vom bis zu zwei Meter grossen Roten Reisenkänguru bis zum kleinen Rattenkänguru. Der natürliche Lebensraum der putzigen Koalas, ist Ostaustralien. Sie fressen vor allem nachts die Blätter von rund 30 Eukalyptusarten, aber auch von Melaleucas, Akazien und Obstbäumen. Der nächste Verwandte der Koalas ist der Wombat, der an ein grosses Murmeltier erinnert. Der australische Wildhund, der Dingo, wurde möglicherweise von den Aborigenies von Asien mitgebracht. 700 Reptilienarten werden in Australien beherbergt und 750 verschiedene Vogelarten, wovon der lachende Hans ein Kookaburra (grosser Eisvogel) der am häufisten zu hörende und zu sehende Vogel Australiens ist. Dabei kann man seinem lauten, gackernden Lachen nicht entkommen.


Unknown-3


Eine Kuriosität der Natur sind die Kloakentiere, Schnabeltiere genannt, Eier legende Säugetiere, die als Übergangsform zwischen Reptilien und Säugetieren gelten. Das Schnabeltier ist einer Ente nicht unähnlich. Teile des Knochenaufbaus erinnern an ein Reptil, doch der Schwanz ist dem eines Bibers gleich. Es hat Schwimmhäute, Krallen und einen Giftstachel. Bei uns würde man sowas als Eierlegendewollmilchsau bezeichnen! 😉

Die giftigsten Tiere leben in Australien:  

Wir kennen sie nicht aus unseren Breitengraden, doch nennenswert sind sie allemal, da es sich um die giftigsten Tiere weltweit handelt.  

Die Cone Shell (Kegelmuschel) Eine Schnecke, die es in sich hat. Es gibt 500 verschiedene Arten der Cone Shells, die vorwiegend in tropischen Gegenden im warmen Wasser vorkommen. Great Barriere Riff, Ostküste Australiens. Sie leben in wunderschönen Muscheln, die jedes Sammlerherz höher schlagen lässt. Sie haben einen giftige Harpune (hohler Zahn). Das Nervengift der Cone Shell ist für den Menschen tödlich. Es gibt bis Heute kein Gegengift. 

especies-peligrosas4

Cone Shell - Kegelmuschel


Die Sea Whasp (See Wespe) gehört zur Gattung der Würfel-Quallen (Box Jellyfish) Sie ist winzig klein, von Auge fast nicht zu sehen. Eine der wohl giftigsten Quallenarten überhaupt. Wenn die langen Tentakeln die Haut nesseln, ist sie tödlich. Meist kommt jede Hilfe zu spät, da es sich um ein schnellwirkendes Muskellähmendes Gift handelt. 

wasp1

See Wespe - Würfelqualle


Der Blauring-Krake - Wer ihr unter Wasser zu nahe kommt, den versucht die Blauringkrake mit eindeutiger Drohgebärde einzuschüchtern. Ihr sonst braungefleckter Körper bekommt dann tiefblau und schwarz pulsierende Ringe, die unmissverständlich signalisieren: Lass mich in Ruhe! Und das zu Recht: Die Blauringkrake zählt zu den giftigsten Lebewesen der Erde, auch wenn sie auf den ersten Blick harmlos aussieht. Sie ist kleiner als eine Menschenhand und versteckt sich gern in Schnecken- und Muschelschalen. Der Biss der Blauringkrake ist nicht sonderlich schmerzhaft, aber äußerst wirksam. Das Gift, das normalerweise für den Beutefang verwendet wird, führt schon nach wenigen Minuten zu Sprachstörungen, Lähmungserscheinungen und Übelkeit. Es gibt zwar kein wirksames Gegengift, aber das Opfer hat gute Überlebenschancen, wenn ein Druckverband angelegt und es konstant beatmet wird. Die Wirkung des Giftes lässt nach ein paar Stunden oder einem Tag nach. Wer einem Opfer hilft, sollte allerdings vor dem Patienten keine Ferndiagnosen oder erste Einschätzungen zum Überleben abgeben. Der Gebissene ist zwar gelähmt, aber noch bei vollem Bewusstsein.

Unknown-1

Der Blauring Krake


Das Leisten- oder Salzwasserkrokodil (salty), kommt trotz seines Namens auch im Süsswasser vor und ist mit einer Länge von bis zu 8m eine echte Gefahr für den Menschen. Das kleinere Süsswasser- oder Johnstonkrokodil (freshy) hingegen gilt als scheu und harmlos. 

300px-SaltwaterCrocodile('Maximo')

Salty - Salzwasser- oder Leistenkrokodil

Spinnen: In Australien gibt es einige für den Menschen unangenehme und bösartige Spinnen, wie zum Beispiel die Trichternetzspinne, die Redback Spider oder die White-tailed Spider. Die Trichternetzspinne kommt in New South Wales vor und ihr Biss wird im selben Maße wie ein Schlangenbiss behandelt. Der Biss einer Redback Spider sollte zunächst mit Eis gekühlt werden, anschließend ärztliche Hilfe aufsuchen. Die Redback Spider ist Australiens berüchtigtste Spinne. Die Redback Spider ist glänzend Schwarz mit einem roten Streifen entlang ihres Rückens. Holzhaufen, Gartenhütten oder Campkitchens sind beliebte Orte an denen die Redback Spider anzutreffen ist. Der Biss der weiblichen Redback Spider führt zu Krämpfen und Schmerzen und kann, falls die Lähmungserscheinungen das Atemzentrum betreffen, für den Menschen tödlich enden. Die männlichen Artgenossen sind nicht aggressiv und harmlos. Die Zahl der Rotrückenspinnen in Australien ist seit Ankunft der ersten Siedler dramatisch angestiegen. Scheinbar findet sie optimale Bedingungen in den Häusern der Australier – trocken, geschützt und mit einem ausreichenden Nahrungsangebot.

Unknown-1

Redback Spider - Rotrückenspinne


1200px-White tailed spider

White Tailed Spider - Weissschwanz Spinne 

Die Trichternetzspinne ist eine große und sehr aggressive, auf dem Boden lebende Spinne. Sie kommt überwiegend in New South Wales vor. Trichternetzspinnen aus der Umgebung von Sydney sind besonders giftig, ihr Biss kann für den Menschen fatale Folgen haben. 

Unknown-1

Funell Web Spider - Trichternetzspinne 

Schlangen: Von 110 Schlangen-Arten Australiens leben hier die elf giftigsten Schlangen Weltweit.   Australiens Schlangen sind generell scheu und vermeiden den Kontakt mit Menschen. Der Biss von ein paar wenigen ist für den Menschen tödlich. Die gefährlichsten unter den in Australien vorkommenden Schlangen sind der bis zu 4 m lange Taipan und die Tiger Snake (Tigerotter) Zudem sollte man den Todesottern, den Copperheads (Kupferkopfschlangen), den Brown Snakes (Braunschlangen) und den mit einem rötlichen Bauch versehenen Black Snakes aus dem Weg gehen. Tiger Snakes sind sehr aggressiv und greifen den Menschen an.

Unknown-3

Taipan 

images

Tiger Snake - Tigerotter


Die Menschen: 

Australiens Urbevölkerung kam vor mindesten 50 000 Jahren in verschiedenen Einwanderungswellen über Südostasien auf den Kontinenten. Ihre traditionelle Lebensweise zählt zu den ältesten noch existierenden Kulturen der Erde. Das Land am anderen Ende der Welt wurde - neben der Antarktis - als letzter der Kontinente von Europäern entdeckt und besiedelt. 

images-4



Die Aborigines: 

Bis zur Ankunft der Europäer lebten die Aborigines als Jäger und Sammler ohne feste Siedlungen in zahlreichen Gruppen über den ganzen Kontinent verteilt. Sie sprachen über 300 sehr komplexe Sprachen. Die einzelnen Lebensräume waren genau abgegrenzt, das Land von mystischen Traumpfaden durchzogen. Ihre Lebensweise war auf eine halbnomadische Lebensweise ohne Tragetiere abgestimmt. Zu den Waffen gehörte neben dem Speer auch der Jagd-Bumerang (kehrt nicht zurück) Der zurückkehrende Bumerang war nur in zwei Gebieten der Ostküste bekannt und diente v.a. rituellen Zwecken.

                                                                                  Aborigines Männer 

images-1

Traditionelles Didgeridoo 


Traumzeit: 

Sozialstruktur und religiöses Glaubensgut der Aborigines sind überaus komplex. Vorfahren der legendären Traumzeit schufen das Land, und die meisten markanten Landschaftselemente werden als heilige Orte mit bestimmten Wesen dieser Traumzeit in Verbindung gebracht, deren Schöpfungskraft in Ritualen ständig erneuert werden muss. Dies birgt eines der Hauptprobleme bei der heutigen Landnutzung durch die Weissen. Das Ritual der Initiation, der Einführung in das geheime Wissen und das Erwachsenwerden, nimmt unter den religiösen Riten eine zentrale Stellung ein. Geburtenkontrolle, freizügige Sexualität und strenge Heiratsregelungen prägen das Zusammenleben. Zu den bedeutensten Kulturgütern, die von diesen schriftlosen Gesellschaften überliefert wurden, gehören Felszeichnungen aus verschiedenen Epochen. 


images-1


Die Europäer: 

Als die ersten Europäer 1788 im Land siedelten, lebten ca. 300 000 Aborigines auf dem Kontinenten. Die Siedler waren Sträflinge aus den überquellenden Gefängnissen Englands. Sehr bald wurde der Kontinent zum Einwanderungsland. Die Ureinwohner wurden aus ihren Lebensräumen verdrängt und ihrer Kultur beraubt. Eingeschleppte Krankheiten dezimierten zusätzlich ihre Zahl. Nach der Ausrottungspolitik strebte die Regierung eine Assimilation an: Die Aborigines sollten in der Kultur der Europäer aufgehen. Ab den 1960er Jahren formierte sich eine Landrechtsbewegung, die sich zunächst gegen die Bergbauunternehmen und deren Ausbeutung von Aborigines-Land richtete. Einwanderer aus Deutschland (1838) gehörten zu den ersten ethnischen Minderheiten, gefolgt von Chinesen und anderen internationalen Immigranten während des Goldrausches. Die „White Australia Policy“ unterband bis 1966 eine weitere Einwanderung von Asiaten zu Gunsten von Europäern wie Engländer und Iren aber auch Mittel- und Südeuropäer. Die 21,4 Mio. Australier bilden heute eine multikulturelle Gesellschaft mit Menschen aus über 120 Ländern. 

253760203-didgeridoo-aborigine-koerperbemalung-blasen



Die Gestohlene Generation: 

Zwischen 1900 und 1972 wurden unzählige Aborigines-Kinder ihren Eltern weggenommen und in staatlichen Heimen aufgezogen bzw. in weissen Familien untergebracht. Nach einer Schätzung in einem Regierungsbericht waren etwa 35 000 Kinder betroffen, eine Zahl, die mangels genauer Dokumentation aber noch weit höher liegen könnte. Es waren vor allem Mischlingskinder, die in dieses Programm eingeführt wurden; man wollte sicherstellen, dass sich diese nicht wieder mit Vollblut-Aborigines vermischen, um die vollständige Assimilation der Aborigines zu beschleunigen. Erst 1997, mit der Veröffentlichung des „Bringing Them Home“ Berichts, wurde die australische Öffentlichkeit mit diesem dunklen Kapitel ihrer Geschichte konfrontiert. Doch es dauerte nochmals 12 Jahre bis sich der gerade neu gewählte Premier Kevin Rudd offiziell bei den Opfern dieser rassistisch motivierten Politik, die zerstörte Familien und traumatisierte Menschen hinterlassen hat, entschuldigte. Die Entschuldigung wird als wichtiger, wenn auch nur symbolischer Akt angesehen, ein Schritt, die Vergangenheit aufzuarbeiten und aufeinander zuzugehen. 


images



Seid Ihr nun eingestimmt für mehr Australien? Wir sind es ganz bestimmt! 

Inzwischen sind wir in Alice Springs gelandet. Eine Reise ins Innere Australiens beginnt für uns.        Wir berichten in Kürze… bleibt also dran! Wir melden Euch via WhatsApp wenn die neuen Reiseberichte online sind. 

Herzliche Grüsse 

Nadine & Tomas 




 









 

r fiz© Tomas und Nadine Cervera 2012