Tasmanien / Australien                                                         Oktober 2017               


Eine Insel am anderen Ende der Welt

Tasmanien ist zum Staat Australien gehörende Insel, am östlichen Rand des Indischen Ozeans. Die Fläche von Tasmanien ist in etwa 1.5 x so gross wie die Schweiz und hat nur 520 000 Einwohner. 


10-reisetipps-fuer-tasmanien

Fähre Spirit of Tasmania 

Eine Australienreise, ohne Tasmanien gesehen zu haben. Naja, alles kann man in drei Monaten einfach nicht besuchen, fanden wir am Anfang unserer Reise. Wir planten ohne Tasmanien unsere Route. Inzwischen hat sich unser Weg aber immer wieder verändert. So kam es, dass wir 7 Tage Tasmanien in unser Programm aufnehmen konnten. Und nun sind wir da. In „Tassie“ wie die Australier liebevoll ihre Insel nennen.


Spirit of Tasmania

Spirit of Tasmania heisst unsere Fähre die uns von Melbourne, Süd-Australien nach Devenport, Tasmanien bringt. Wir schauen dem Treiben der Einschiffung zu bis wir kurz vor 21:00h ablegen und in See stechen. Ich haben ganz vergessen, dass Früchte und Gemüse nicht nach Tasmanien eingeführt werden dürfen. Auch keine Samen, Blumen, Pflanzen, Erde usw. Letzteres haben wir noch an den Wanderschuhen. Ein freundlicher Beamte fragte uns ob wir Früchte und Gemüse dabei hätten. Wir verneinten ausser den Äpfeln, wir dachten haja, wegen ein paar Äpfeln…wird niemand kontrolliert. Ups…der freundliche Beamte kam in das Wohnmobil und überprüfte den Kühlschrank. Damit haben wir nun nicht gerechnet. Gurken, Karotten, Peperoni und Kartoffeln musste alles in einen Container entsorgt werden, auch die Äpfel. Fisch und Meeresgetiere auch. Warum ist mir bis heute nicht klar, denn in Tasmanien kauften wir die gleichen Produkte vom selben Produzent und Vertreiber. Das sind halt die Quarantänevorschriften. 

Eine steile Rampe nach oben und schliesslich eine nach unten führte uns hinein in den Schiffsbauch. 


Über eine zweispurige Schlangenlinie zog sich das Einschiffen in die Länge. Was da alles in diesen Schiffskörper passt ist unglaublich. 10 Stunden dauerte schliesslich die Überfahrt durch die Nacht.


Kleiner Ein- und Rückblick hinter die Kulissen der Hochglanzprospekte Tasmaniens 

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Landkarte von Tasmanien

Tasmanien wurde bereits vor mindestens 35.000 Jahren von Norden aus über die damalige Festlandverbindung zu Australien besiedelt. Die Überflutung der Bass-Strasse vor etwa 12.000 Jahren isolierte die Tasmanier von den Aborigines des Kontinents, so dass kulturelle und technische Innovationen nicht mehr ausgetauscht werden konnten. Zum Zeitpunkt der europäischen Entdeckung lebten vermutlich zwischen 4000 und 6000 Tasmanier auf der Insel. Durch die lange Isolation behielten die Tasmanier eine steinzeitliche Kultur als Jäger und Sammler. Außer einfachen Werkzeugen aus Stein, Knochen und Holz besaßen sie keinerlei Technik.

1642 segelte Abel Tasman mit dem Schiff „Heemskerck“ und der Fleute „Zeehaen“ die Südküste Australiens entlang und entdeckte neben Neuseeland auch diese Insel für die Europäer. 

Mit der Ankunft der Europäer begann eine systematische Ausrottung der Urbevölkerung. Durch die Erklärung des Standrechts wurden die Eingeborenen faktisch zum Abschuss freigegeben, Verbrechen wurden nicht geahndet. Massaker wurden nicht nur von Siedlern verübt (z. B. Cape-Grimm-Massaker, Black War), sondern auch von Robbenfängern, die zeitweise auf der Insel ihr Lager aufschlugen und die einheimische Bevölkerung terrorisierten. Auch eingeschleppte Krankheiten führten dazu, dass sich die Zahl der Ureinwohner rasch reduzierte.

Um 1830 entschied der damalige Vizegouverneur, George Arthur, dass die verbliebenen Eingeborenen in einem gemeinsamen Gebiet zusammengebracht werden müssten. Der Versuch, die Eingeborenen gewaltsam zusammenzutreiben scheiterte jedoch. Dem englischen Missionar George Robinson gelang es im Anschluss, die zu diesem Zeitpunkt nur noch ca. 300 Ureinwohner zu überzeugen, sich ohne Gegenwehr nach Flinders Island deportieren zu lassen. Dort starb binnen weniger Jahre der Großteil an Unterernährung und Krankheiten; die Siedlung wurde 1849 aufgelöst. Als letzte Überlebende der tasmanischen Urbevölkerung gelten zwei Frauen Names Truganini (1812–1876) und Fanny Cochrane Smith (1834–1905).

Umweltschutz

Während der meisten Zeit des 19. und 20. Jahrhunderts herrschte in Tasmanien eine Politik der Ressourcenausbeutung. Holzeschlag, Bergbau und die Eindämmung von Flüssen zur Nutzung der Wasserkraft waren wichtige Wirtschaftsfaktoren. Proteste von Umweltschützern gegen die geplante Überflutung durch das Lake Pedder Wasserkraftwerk führten 1972 zur Gründung der United Tasmania Group (UTG), der ersten Grünen Partei der Welt. 2004 kündigte der australische Forstkonzern Gunns den Bau der weltweit größten Zellstofffabrik auf Tasmanien an. Dieses Vorhaben hat einen heftigen Kampf um den Schutz der tasmanischen Urwälder ausgelöst, die aufgrund der vielen endemischen Arten weltweit einzigartig sind. Immerhin sind in Tasmanien beeindruckende 40 % der Landfläche geschützt, besonders im Westteil der Insel. Dort liegt auch das UNESCO-Welterbe-Schutzgebiet Tasmanische Wildnis. 


Kirschblüten in Tasmanian


Tasmanien Heute

Tasmanien ist relativ klein und überschaubar. So kann es sein, dass man am Morgen durch dichten Regenwald wandert, zum Lunch am Meer mit weissem Sandstrand Fish & Chips geniesst und am Nachmittag einen zerklüfteten Berg besteigt. Neben den atemberaubenden Naturschönheiten gibt es eine reiche Fauna und Flora. Heimische Beuteltiere in der Natur sowie in Zoo’s und Naturreservaten können beobachtet werden, sowie das tägliche und einmalige Zwerg-Pinguin Strandgewatschel, was man sich auf keinen Fall entgehen lassen sollte. 

Erkundungen der Hastings Höhlen und in heissen Quellen baden gehört auch zu einem Besuch. Einen Blick in die Geschichte Tasmaniens kann man in Port Arthur im ehemaligen Gefangenenlager der Briten werfen. Ebenso wie tagelange Wanderungen für Naturliebhaber in den verschiedenen Nationalparks und an endlos scheinenden Sandstränden. Kulinarisch hat Tassie auch einiges zu bieten. Neben dem Nationalgericht „Fish n Chips“ gibts auch noch andere Köstlichkeiten. Hier entsteht zum Beispiel der weltweitbeste Malt Whisky und er ist sündhaft teuer. Weindegustationen auf vielen verschiedenen Weingütern werden überall angeboten. Essen, trinken und die tolle Aussicht über die Rebberge geniessen. Für den Stadtbummel ist Hobart die beste Adresse, mit Märkten, historischen Sehenswürdigkeiten, Hafenviertel und vielen Museen. 


Ankunft in Devenport

Die Spirit of Tasmania legte pünktlich an. Es ist Frühmorgens um 06:30h. Ein klarer, blauer Tag erwartet uns. Wir atmen kräftig die kühle und frische Luft ein. Wir fahren aus Devenport ein paar Kilometer weiter bis wir am Meer sind. Nach einem erfrischenden Strand-Spaziergang, geniessen wir ein Frühstück im WoMo. Müdigkeit kommt hoch, wir hauen uns nochmals für ein paar Stunden auf’s Ohr. Die Nacht auf den Liegesesseln der Fähre war einigermassen bequem aber nicht so erholsam. Im offenen Schlafsaal kamen von allen Seiten seltsame Geräusche auf uns zu. Es pupste, schnarchte, hustete und röchelte die ganze Nacht über. Das Einschlafen fiel uns daher etwas schwerer als sonst. 

 

Über eine Zug-Brücke verlassen wir die Fähre in Devenport 



Die ersten Sonnenstrahlen am Strand, erinnern uns an Island

Wir fuhren ein Stück der Nordwestküste entlang und geniessen die schöne Landschaft. Die erste Nacht verbringen wir nahe der Orgschaft Penguin. 


Frühling in Tasmanien 


Collage Fotor







Kirche in Penguin 





1. Camping-Platz in Tasmanien

Campingplatz am Meer 

Einen Campingplatz direkt am Meer. Hier sollen am Abend tatsächlich Zwergpinguine über den Strand zu ihren Nestern watscheln. Nach dem Abendbrot, postieren wir uns im Campingstuhl, mit Windjacke, Kappe und einer Flasche Wein bewaffnet am Strand. Langsam kam die Dämmerung und wir genossen jeden Augenblick unseres Sein’s, alleine am Strand zu sein, welch Privileg wir doch haben. Meeresrauschen und der Himmel mit seinen blau-violetten Schleier im düsteren Abendlicht. Es wurde dunkel und immer dunkler. Da war sie, die Nacht mit einer Sichel am Himmel, doch weit und breit keinen einzigen Pinguin in Sicht. 


Sundownder am Strand, warten auf die Pinguine 


wunderschöne Abendstimmung 


Nord-Osten Tasmanians

Rote dicke Erde Tasmaniens bereit zum Ausbringen der Saat.




Wir fahren entlang schönen Flussläufen und saftigem Weideland. Die Landshaft sieht aus als wären wir in der Schweiz. 




Zu Besuch im anderen Grindelwald

Man kann von der Schweiz um die halbe Welt fliegen – und doch wieder in Grindelwald landen. Wie es kam, dass ein Holländer seiner Wahlheimat Tasmanien ein Stück Schweiz implantierte.

Die Holländer sind ein reisefreudiges Fölkchen genau wie wir Schweizer. «Grindelworld». So nennen einige Tasmanier das Swiss Village despektierlich. Zugegeben, der Dorfkern und die imitierten Chalets wirken etwas kitschig. Es gibt einen See, eine kleine Minigolfanlage, ein Wasserrad und einen Kirchenturm beim Eingang in das Dorf. Dorf ist allerdings etwas übertieben. Es ist eher ein kleiner Dorfplatz, der zu dieser Jahreszeit nicht sehr belebt ist. 


Die Alpenrose, ein eher dunkles Restaurant was uns nicht zum bleiben einlud. Zudem fehlte der Stammtisch 


Aber Grindelwald ist mehr als der kommerzielle Kern, der zu einem Ferienresort gehört. Es ist ein Ideal, und es entstand aus Liebe zu Grindelwald und der Schweiz. David und Lyn Henshaw sitzen in der «Alpenrose» bei einem Kaffee und erzählen, dass ihr Freund, der 1992 verstorbene Unternehmer Roelf Vos, vor 40 Jahren davon träumte, seiner Wahlheimat ein Stück heile Schweiz einzupflanzen. Vos, der erfolgreiche Supermarkt Besitzer, kaufte sich ein Stück Land und erfüllte sich seinen Lebenstraum von seinem Grindelwald in Tasmanien. 


Die Kirche ist hier noch im Dorf 



Der Grindelwaldner Dorfplatz


Wetland 



Besuch der Feuchtgebiete mit vielen Schwänen, Enten und Störchen 




Tarkine Regenwald

Die Region im Nordosten Tasmaniens war immer schon eine umkämpfte Zone. Goldgräber, Holzfäller und Umweltschützer trampeln sich im Tarkine Regenwald gegenseitig auf den Füssen rum. Und ganz vorbei ist der Kampf um die uralten Wälder noch immer nicht. Alle Versuche, die riesigen Myrten, Sassafrasbäume und Eukalypten hier in einem Nationalpark zu schützen, sind bisher gescheitert. Einzigartig und bewundernswert  ist die von Farnen und Moosen überwucherte Gegend, die wie ein verwunschener Ort vor uns liegt. Vogelschreie beleben die Stille wenn wir zwischen den uralten Bäumen vorbei gehen und diese Riesen betrachten. Wir haben aus zeitlichen Gründen nur eine kleine Rundwanderung gemacht und waren fasziniert. 











Das ist bestimmt ein ENTS-Baum, wie Baumbart von Herr der Ringe einer ist. 


Tasmanischer Teufel 


Fütterungszeit der Teufel 

Der Tasmanische Teufel ist die Ikone Tasmaniens und das größte noch lebende fleischfressende Beuteltier der Welt. Ohne einen tasmanischen Teufel gesehen zu haben gehen wir nicht von der Insel.

Leider ist dieses charismatische Tier mit dem furchterregenden Knurren vom Aussterben bedroht. Eine ansteckende Krebsart namens ‘Devil Facial Tumor Disease’ verbreitet sich rasend über ganz Tasmanien. Nur die abgeschotteten Gebiete, wie z.B. die Tasman Peninsula im Süden Tasmaniens, sind noch frei von dieser Gefahr. Wissenschaftler arbeiten hart daran, eine Immunisierung gegen den Krebs zu entwickeln. Die geschätzte Anzahl an Tasmanischen Teufeln beträgt zur Zeit ca. 15.000 – 50.000 Tiere. Deshalb muss man wirklich Glück haben, einen Tasmanischen Teufel in der freien Natur zu sichten.


220px-Tasmanian Devil Facial Tumour Disease

Ein Teufelchen welches vom Krebs befallen ist, es sieht schrecklich aus und mitleiderregend. 


Dieser flinke Teufel ist sehr gefrässig 

Leider haben wir nur einen einzigen Teufel in der freien Wildbahn gesehn, er war ziemlich flach. Überfahren von einem Auto. In Tasmanien werden Jährlich eine halbe Million verschiedenster Tiere im Strassenverkehr getötet, eine schrecklich hohe Zahl. Wir wollen die Teufelchen aber undbedingt lebend sehen. Es gibt in Tasmanien etwa fünf Naturparks die Tasmanische Teufel aufziehen und pflegen. Auf unserem Weg an der Ostküste liegt der Natureworld Wildlife Sanctuary, wo einheimische Tiere gepflegt, aufgezogen und wieder in die frei Laufbahn entlassen werden. 

Seinen Namen erhielt der Beutelteufel wegen seines schwarzen Felles, seiner Ohren, die sich bei Aufregung rot färben, seines besonders bei Erregung sehr unangenehmen Körpergeruches, seines lauten Kreischens, das über sehr weite Entfernungen noch zu hören ist, und seines aggressiven und neugierigen Verhaltens gegenüber einer geschlagenen Beute und überhaupt allem, was ihm begegnet.

Eine Untersuchung der Bisskraft in Relation zur Körpergröße hat gezeigt, dass der Tasmanische Teufel den stärksten Biss unter den Säugetieren hat. Es ist vor allem der im Verhältnis zu seiner Körpergröße große Kopf, der seine Kiefer so kraftvoll macht. 


Der Tierpfleger ist immer auf der Hut. Hier sieht man des Teufels spitzen Zähne 

Der Beutelteufel ist der größte noch lebende Raubbeutler. Männchen werden bis zu 15 kg schwer und haben eine Grössen von ca. 65 cm. Die Weibchen sind kleiner und leichter. Der Körperbau des Beutelteufels ist gedrungen und kräftig. Die Vorderbeine sind etwas länger als die Hinterbeine. Der Kopf ist kurz und breit, die Zähne sehr kräftig und ideal dafür geeignet, Knochen zu zerbrechen. Beutelteufel sind zwar in der Lage, Tiere bis zu der Größe eines kleinen Wallabys zu reißen, den größten Teil ihrer Beute machen jedoch verendende Tiere oder Aas aus. Ihr Nahrungsspektrum umfasst Vögel, Insekten und Reptilien, aber auch Haustiere wie beispielsweise Schafe sind auf seinem Speiseplan zu finden. Sie fressen ihre Beute komplett auf, auch Innereien und Knochen. Ein Tasmanischer Teufel ist eine Fressmaschine. Er kann inner 30 Minuten bis 40 % seines eigenen Körpergewichts fressen. Das wären umgerechnet auf einen Menschen mit 80 kg etwa 32 kg Fleisch!!! Tja - Tasmanische Teufel sind wirklich keine Vegetarier.


Tasmanische Teufel friedlich am Schlafen 


Die Fortpflanzung der Beutelteufel ist sehr interessant 

Beutelteufel sind nicht monogam und ein Weibchen lässt sich von mehreren Männchen begatten, wenn nicht sein letzter Geschlechtspartner dies aktiv verhindert. Die Entwicklung der Embryonen dauert 31 Tage. Beutelteufelweibchen bringen zwischen zwanzig und dreißig völlig nackte und nur eingeschränkt bewegungsfähige Junge zur Welt. Jedes Jungtier wiegt nur zwischen 0,18 und 0,24 Gramm. Sofort nach der Geburt kriechen sie von der Vagina zu dem nach hinten geöffneten Beutel des Muttertiers. Befinden sie sich im Beutel, heften sie sich an eine der Milchdrüsen, wo sie für die nächsten 100 Tage verbleiben. Trotz der großen Anzahl an Jungen, die ein Beutelteufelweibchen normalerweise zur Welt bringt, hat es nur vier Milchdrüsen, so dass von einem Wurf maximal vier Jungtiere heranwachsen können. Im Schnitt schaffen es mehr Weibchen als Männchen, sich an eine der Milchdrüsen zu heften. Die Jungtiere eines Wurfes, denen es nicht gelingt, eine Milchdrüse zu finden, werden normalerweise von ihrer Mutter gefressen. Ähnlich wie beim Wombat kann die Mutter nicht mit den Jungen interagieren, da der Beutel nach hinten geöffnet ist und nicht wie beim Känguru nach vorn/oben. Die Jungtiere im Beutel entwickeln sich sehr schnell. Nach 100 Tagen lockern sie ihren Halt an der Milchdrüseund ein paar Tage später verlassen die dann 200 Gramm schweren Jungtiere den Beutel. Anders als bei den Kängurus kehren junge Beutelteufel nicht wieder in den Beutel zurück. Während der nächsten drei Monate bleiben sie im Bau der Mutter. 


Wombat 


Dieser Wombat ist mit einem Jahr noch klein und gehört zu den Baby-Wombats, wenn er alt genug ist wird er in die Freiheit entlassen. Wombats werden etwa so gross wie ein Dachs und bis zu 30 kg schwer!


Wombats leben im südlichen und östlichen Australien, sowie in Tasmanien. Wir haben uns mit Haut und Haar in diese wundervollen Wollknäuel verliebt. Wir durften ihn sogar streicheln und er hat es sich gefallen lassen. 


Sehr flinke Tiere mit einem schönen Fell. Es gibt Braune mit weissen Punkten und Schwarze mit weissen Punkten. 

Der Riesenbeutelmarder oder Fleckschwanzbeutelmarder ist eine Art aus der Familie der Raubbeutler. Auch hier hat es gerade Futter gegeben. Sie sind ausschliessliche Fleischfresser. 


Kurzschnabel Igel  

Der Kurzschnabeligel, auch Kurzschnabel-Ameisenigel ist eine eierlegende Säugetierart aus der Ordnung der Kloakentiere und der Familie der Ameisenigel. Er bewohnt weite Teile Australiens und das südöstliche Neuguinea sowie Tasmanien. 


Federvieh

Ein Perlhuhn 



Hühnergänse Mami oben, mit ihren Kücken unten 





sie wollen Futter 




Ein weisser Fasan 





Dieser wunderschöne Vogel hat sicher auch einen Namen aber wir haben ihn nicht rausgefunden.


De


Schwarzer Schwan 



Entlang der Ostküste Tasmaniens 

Bay of Fires











Binalong Bay 






Seven Mile Beach Ostküste 


Endlos scheint sich der Strand hin zu ziehen. Eine Aneinanderreihung von wunderschönen Buchten mit herrlichen Stränden




Leider ist das Wasser sehr kalt, nichts führ verwöhnte Karibiktouristen.


Lookout Nationalpark 


Sehr schöne, moderne Weinery 




Port Arthur, im Süden Tasmaniens 



ist ein ehemaliges Gefängnis in Tasmanien und heute eine der bedeutendsten Touristenattraktionen der Insel. Angrenzend befindet sich der Ort Port Arthur mit etwa 250 Einwohnern. Bekannt ist Port Arthur unter anderem durch den Roman „Lebenslänglich“ von Markus Clarke sowie dem Massaker von Port Arthur, bei dem im Jahr 1996 von einem durchgeknallten Mörder 35 Menschen mit automatischen Waffen getötet wurden. 

Seit August 2010 ist Port Arthur in die Liste des UNESCO—Welterbes aufgenommen.

Von 1833 bis in die 1850er Jahre war es der Ort, an den Großbritannien diejenigen Sträflinge mit den höchsten Strafen schickte. Außerdem wurden aufsässige Häftlinge anderer Gefängnisse hierher entsandt. Port Arthur ist eines der besten Beispiele für ein Gefängnis nach dem Panoptikum-Modell basierend auf dem Pentonville-Gefängnis in London. Das Panoptikum ist ein Gefängnismodell, in dem die Zellen, auf verschiedene Etagen verteilt, um einen in der Mitte platzierten Turm angeordnet sind, von dem aus die Inhaftierten beobachtet werden können, ohne sehen zu können, ob sie beobachtet werden. Hier zeigt sich der Übergang von einer physischen zur psychischen Bestrafung. 




Die Anlage ist ganz schön rausgepützelt. Englischer Rasen, Blumen, wirklich schön gemacht dieses Port Arthur. Wir besuchen viele Steinruinen, die mit dem Anlagenplan, den wir am Eingang erhielten erklären, wo was einmal war. Man muss der Fantasie freien Lauf lassen, um sich vorzustellen, wie es Innen einmal ausgesehen hat. Oder einer der Tourgides buchen, damit man erfährt wie die Sträflinge gelebt haben. Man kann eine Hafenrundfahrt machen und zu Fuss die weit auseinanderligenden Ruinen besuchen. Unsere Begeisterung hielt sich in Grenzen, schlecht dargestellt das Ganze. Eintrittspreis mit 39.- Dollar p.P. recht happig. 




Hobart

Hobart liegt im Süden Tasmaniens, sie ist die Hauptstadt und zugleich die grösste und älteste Stadt in Tasmanien. Hier lebt der grösste Teil der Bevölkerung. 


Verladekran am Hafen


Werft und Hafenanlage, Hobart 




Hotel- und Tagungscenter am Hafen von Hobart 




Känguru mal anders


Salamanca Markt 


Der berühmte Samstags-Markt im Hafenviertel von Hobart. Wir schlendern an vielen schönen Ständen vorbei. Es sollen an die 300 sein und lassen keine Wünsche offen. Sammler und Künstler, Bäcker und Köche, Gärtner und Bauern, sie alle geben ihr Können zum Besten um es am Salamanca Markt an den Mann oder eher an die Frau zu bringen. Die verschiedensten Düfte von herrlich zubereiteten Speisen, Kaffeespezialitäten mit süssen Verführungen warten auf Kunden, es ist alles zu haben was das Herz begehrt. Ein Markt der alle Sinne anspricht. 



Salamanca Markt                                                                                                                                                                                 



Viele Triumphs sind uns schon vor Tagen unterwegs begegnet. Jetzt wissen wir, wo die alle hin wollten. Zur Salamanca Frühlings-Show. Tomi’s ehemaliger Fiat 130 BC Coupé ist auch da. 


Richmond 

Richmond ein historisches Städtchen mit alten Gebäuden. Nett anzusehen, die verschiedenen Cottages und verzierten Häuser von Früher. Heute als Touristenattraktion vermarktet. Australiens älteste Brücke ist ebenfalls zu bewundern. Was die Aussies unter „historisch“ verstehen, stimmt mit unseren Erwartungen nie und nimmer überein. 

Historische Richmondbrücke 1830


Unser Besuch in Tasmanien geht schon wieder zu Ende. Wir behalten einen schönen Eindruck von dieser zauberhaften Insel in unserer Erinnerung. Das nächste Mal nehmen wir mehr Zeit mit um die Nationalparks zu besuchen und zu Wandern. Denn das ist definitiv zu kurz gekommen. Die Fähre Spirit of Tasmania nimmt uns wieder mit nach Melbourne. Tschüss Tasmania! 

Wir sehen uns im Süden Australiens wieder. Bis dahin „hebet Sorg“.

Tomi und Nadine

r fiz© Tomas und Nadine Cervera 2012