Tobago Cays:                                                                                                              09/2012


Wir segeln bei schönem Wetter von Union Island acht Seemeilen in den nahe gelegenen Tobago Cays Marine Park. Wir sind gespannt was uns erwartet. Man hört, dass die Tobago Cays als "Tor zum Paradies" bezeichnet werden. 

Die Tobago Cays gehören politisch zu St. Vincent, zu den südlichen Grenadinen. So müssen wir in Union Island die schweisstreibenden Einreiseformalitäten erledigen. 


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  Auf einen Blick die Übersicht auf den Tobago Cays Marine Park. 

Tobag Cays Marine Park 

Der Tobago Cays Marine Park wurde als besonders geschützter Nationalpark 1997 gegründet. Die Auflagen für Besucher sind entsprechend hoch. Der Beliebtheitsgrad und die  Besucherzahl steigen aber von Jahr zu Jahr an. In der Hochsaison zwischen November und April werden mittlerweile täglich bis zu 60 oder mehr Yachten gezählt. Grosse Kreuzfahrtschiffe und lokale Charter Gesellshaften haben die Tobago Cays bereits fest auf ihrem Programm und bieten Tagesausflüge in diesen wunderbaren Park an.  

Die Tobago Cays bestehen aus einer kleinen Inselgruppe, die aus fünf unbewohnten kleinen Inselchen besteht. Sie heissen: "Petit Bateau", "Petit Rameau", "Jeamesby", "Baradel" und "Petit Tabac". "Mayreau" ist die grösste der Inseln und ist bewohnt, gehört aber auch zum Marine Park. Diese Inselchen werden durch ein gewaltiges, 4km langes, hufeisenförmiges Riff eingeschlossen und sind dadurch sehr gut geschützt. Das "Horse Shore Reef". 

Dieser einmalige Insellandschaft mit einer Fläche von 66 km2, und einer grossen Sand-Lagune mit klarem, pastell- türkis- blauem Wasser ist hier in der Karibik einzigartig. Rund um den Marine Park hat es eine Reihe von Sandstränden und Riffen. Das warme, seichte und kristallklare Wasser lädt zum Baden in den Lagunen ein. Das "Egg Reef" und das "World's End Reef" östlich der Cays gelegen mit dem "Mayreau" Garten im Westen wo das Schiffswrak "Purina" ein englisches 42 m langes Kanonenschiff versunken liegt gehört ebenfalls zum Marine Park, und gilt als "die" Tauchattraktion! In diesem unberührten Korallen Riff gibt es zusätzlich auf "Petit Rameau" eine Mangrovenlandschaft, und in "Mayreau" hat es einen Salz Teich. Seegras Beete sind im niedrigen Wasser reichlich vorhanden. Die Vegetation auf den Inselchen ist hauptsächlich trockene Waldlandschaft mit niedrigen Büschen, Kaktusse und Mangroven die bis weit ins Wasser ragen. Traumhaften weisse, menschennleere, einsame Sandstrände sind überall anzutreffen.  

Diese perfekte Vegetation ist der Lebensraum für viele Tiere die hier an Land und im Wasser leben. Der Marine Nationalpark schützt den Fortbestand einer vielzahl von verschiedenen Fischarten, Meeres Schildkröten, Leguane, und viele verschiedene Vogelarten. 

Der Tobago Cays Marine Park ist eine "non-profit" Organisation der Regierung St. Vincent & the Grenadines. Zum nachhaltigen Schutz und der Erhaltung dieses einzigartigen und perfekten Ökosystems. 

                                                                          

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Aussicht vom Ankerplatz auf die Nachbarinsel Petit Tabac. 

                         

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Aussicht vom Ankerplatz nach Baradel. Davor ist der geschützte Bereich wo                                                                             die Meeres-Schildkröten ihr Revir haben.                                                         

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Das Kaleidoskop aus Wasserfarben welches von dunkelblau in tieferem Wasser, von hellblauen Farbtönen bis hin zu türkis am Ankerplatz wechselt ist einmalig in der Karibik.  

Hellblaues, klares Wasser überall...

Hier im klaren Wasser sind alle Blautörne bis ins Grün zu sehen. 

Es werden gringe Eintrittsgebühren pro Person und Yacht erhoben. Park Ranchers haben die Besucher stets im Auge und kassieren die Eintritte. Es wurden nummerierte Mooringsbojen am Meeresgrund befestigt, so wird der wichtige Nährboden für die Meeres Schildkröten nicht beschädigt. Es darf nur an den vorgeschriebenen Plätzen geankert werden. Es wurden sogar für die Dinghi's Bojen zur Benutzung am Innen- und Aussenriff zur freien Bunutzung befestigt. Ankern am Riff ist zum Glück verboten. Man schnorchelt sehr nahe über dem Riff hinweg, das Wasser ist keine zwei Meter tief, man muss aufpassen, dass man auf keinen Fall auf die Korallen tritt oder sie berührt. Es hat eine ziehmlich starke Ströhmung gegen die wir anpaddeln müssen. Das Korallenriff hat einen schönen Bewuchs aus Hart- und Weichkorallen. Auch Fische sehen wir, winzige Fischchen in Schwärmen aber auch etwas grössere. Die Farben Unterwasser sind wundervoll.  In der Lagune ist eine Dinghi Speedlimit festgelegt, das fällt den Männern oft schwer einmal "langsam" zu blätzen! Tauchen ist nur mit einem lokalen Tauchinstrukor gegen Gebühr erlaubt. Die Ströhmung ist zügig, man macht sogenannte drift Tauchgänge am Aussenriff, dh. mann kann sich einfach ins Wasser legen und sich am Riff entlang mit der Ströhmung treiben lassen, das Riff zieht dann wie ein Film vorüber und man schaut und schaut und ist fasziniert von der Vielfalt der Lebewesen im Riff.  Am Ende des Riffs wird man wieder haerausgefischt. Filmen kostet extra. Es darf nicht's ins Wasser gelangen was nicht hinein gehört. Holding Tanks auf Yachten sind vorgeschrieben. Fischen ist grundsätzlich verboten. 

Direkt vor der Insel "Baradel" ist der Meeres Schildkröten Park. Wir packen sofort unsere Schnorchelausrüstung und paddeln in Richtung Strand von Baradel. Speziell ist das viele Gras auf dem Meeresgrund, sieht aus wie ein braun-grüner Teppich, es ist die Nahrung für die Meeres Schildkröten. Nur sehen wir leider keine im ziemlich trüben Wasser! Einwenig, entäuscht machen wir am Strand von Baradel kehrt und schwimmen zurück zum Schiff! Keine einzige Schildkröte gesehen, wo sind sie nur? Wir haben uns so sehr auf sie gefreut. 


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Auf einmal sehen wir sie! Zuerst eine, dann zwei, drei, vier, fünf dazwischen eine gewaltig grosse Schildkröte...sie tümpeln gemächlich vor uns her, in gleichmässigen Zügen schwammen sie ganz ohne Scheu!  Wir waren begeistert von soo vielen Tieren umgeben zu sein. Sie lassen sich im Gras nieder und fressen, scharren darin herum, dann schwimmen sie hinauf an die Oberfläche um Luft zu hohlen und tauchen wieder ab. Es ist wundervoll diesen schönen Tieren zuzusehen. Später auf dem Schiff schauen wir aufs Meer hinaus man sieht laufend kleine schrumplige Köpfchen aus dem Wasser ragen die kurz darauf im Meer verschwinden um an einer anderen Stelle wieder aufzutauchen. Ein schönes Schauspiel, wir denken dabei an Rosita, sie wird begeistert sein ihre lieblings Meeresbewohner so nah beobachten zu können. 

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Die Schildkröten passen sich farblich perfekt ihrer Umgebung an. Alle Exemplare                                                                        sind an den Vorderflossen mit einem Chip markiert. 

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Bewuchs an einem Seil. 

Wir verbringen drei Tage in diesem einmaligen Park, mehr oder weniger im Wasser!                                                                      Bis uns selbst fast Schwimmhäute ansetzen! 

Aussicht von der SeaBorne


Tomi

Wir verlassen diese wunderbare Inselwelt und machen nun einen Besuch auf "Mayreau"


Mayreau


Wir liegen vor Anker in der malerischen Salt Whistle Bay.

Mayreau ist umgeben von feinen Sandstränden und Palmen und bietet einen traumhaften Ausblick über die Tobago Cays. Wir lassen den Anker in der einmaligen "Salt Whistle Bay" fallen. Die Halbmondförmige Bucht hat einen spektakulären Sandstrand. Auf der Rückseite des Strandes sieht man den Ozean. Ein kleines Hotel das "Salt Whistle Bay Club Resort" ist unter den vielen Palmen gut versteckt und perfekt in die Natur eingebettet. Mayreau ist etwa von 200 Menschen bewohnt und hat eine Fläche von drei Quadratkilometern. Bis ins 19. Jahrhunder war die Insel im Besitz einer französischen Familie. Die französischen Einflüsse sind bis heute spürbar. Yachten die hierher kommen haben Französische oder Kanadische Flaggen sonst merken wir aber nichts, die Menschen sprechen "Patois" und Englisch. Mayreau gehört wie Union und Canouan zu den "Dry Island" (trocken-Inseln). Die Inseln haben keine Quellen und Wasser gibt es nur vom Himmel. Bis vor wenigen Jahren war die Hygiene katastrophal und die Sterblichkeit, besonders bei de Kindern, sehr hoch. Der französische Dominikanerpater Dionne baute nicht nur eine Kirche, sondern auch Regenwasser-Zisternen, an die jetzt alle Haushalte angeschlossen sind. 

Das sind die aus Stein gebauten Sitzgelegenheiten im Strandrestaurant. 

Palmen säumen den kleinen Land-Abschnitt zwischen dem Karibischen Meer und dem Atlantik. 


Es ist tatsächlich "die letzte Bar bevor der dichte Dschungel beginnt. 




r fiz© Tomas und Nadine Cervera 2012