Das perfekte Schiff?!

Tja, es kommt halt immer wieder mal was, mit dem unser Skipper nicht rechnet. So ein Schiff ist eine richtige Wundertüte. Plötzlich steigt der Wasserverbrauch auf der SeaBorne rasant an. Der Skipper hadert schon mit der Bordfrau, dass sie zu oft die Waschmaschine benutzt, da entdeckt diese, dass der halbe Backbordmotor unter Wasser steht. Da auch die automatische Lenzpumpe nicht angesprungen ist - wo gibts denn so was- , muss das Wasser mit einer externen Pumpe entfernt werden. Zum Glück waren wir noch in der Marina und Dieter (auch "Mr. Fix-it" genannt), hatte natürlich genau die gesuchte Notpumpe. Verursacher des Übels war ein lecker Waterheater (der sollte eigentlich nicht lecken, sondern warmes Wasser machen). Na ja, damit war unser Schiff wieder einmal nicht mehr perfekt. Zum Glück war schnell ein neuer Waterheater beschafft und eingebaut, und das (dank made in China) sogar noch zu einem akzeptablen Preis. Auch die Lenzpumpe hat plötzlich wieder funktionniert, nachdem der Skipper die Sicherung ausgewechselt hat. Somit wäre unser Schiff eigentlich wieder perfekt gewesen, obwohl uns jeder andere Bootsbesitzer immer wieder versichert, dass dieser Zustand nie erreicht werden kann. 

Wie recht die erfahrenen Cruiser wieder mal hatten, musste der Skipper leider schon bald erfahren. Sechs neue Batterien, ein neues Batterieladegerät und einen neuen Wasserhahn später, und das Schiff war wieder mal perfekt. Zum Glück hat der Skipper schon vor längerer Zeit seine beiden linken Hände notfallmässig gegen zwei rechte getauscht. So kann er einige Reparaturen mittlerweile selbst erledigt. 

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Der Skipper beim Basteln der neuen Halterung für die Batterien.

Zum Glück ist er sowieso eine Frohnatur und solche Kleinigkeiten können ihn nicht mehr wirklich erschüttern. Im Gegenteil: Ich dachte, ihn laust der Affe, als er plötzlich verkündet hat, dass jetzt endlich unser Filmsound im Schiff einem Finetuning unterworfen werden soll. Dass er den Hut abnehmen muss, wenn ihn die Affen lausen sollen, hat er allerdings noch nicht begriffen.

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Jo is denn scho Weihnachten? Der Skipper strahlt, als er seinen neuen Subwoofer einbaut und nun endlich ein kinowürdiger Sound im Schiff herrscht, wenn man Abends mal gemütlich einen Streifen reinziehen will. Ich muss sagen, das hat er sauber hingekriegt, und erst noch ohne zusätzlichen Kabelsalat, denn der einzige Salat, den meine Lieblingsbordfrau Nadine akzeptiert, ist der im Teller. Da lässt sie sich vom Skipper nicht auf dem Kopf rumtrampeln -

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das besorgen schon andere he, he, he.

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Aber zurück zum eigentlichen Thema: das perfekte Schiff. Im Moment ist es wieder perfekt und besser denn je. Und wenn ich mich in den diversen Ankerbuchten so umschaue, dann muss ich sagen, dass unsere SeaBorne sich ganz gut schlägt. Beispiele gefällig:

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3. Platz: Nach dem Motto - wenigstens ein Sonnensegel, wenn sonst schon alles im Eimer ist, will man sich doch auf keinen Fall noch einen Sonnenbrand einfangen.

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2. Platz: Nach dem Motto - Wo Rost ist, muss auch noch etwas Stahl sein - also Segel setzen und weiter gehts!

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1. Platz: Nach dem Motto - nur Weicheier brauchen einen Mast und Segel um um die Welt zu kommen!

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Zum Schluss noch der Spezialpreis nach dem Motto: In der Kabine ist es zwar etwas feucht, dafür ist das Kakerlaken-Problem gelöst.

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So- nun ist aber genug gelästert. Take care - wie die Einheimischen sagen - und no stress, Eure Shelly.

r fiz© Tomas und Nadine Cervera 2012