Turks & Caicos Inseln                                                                                             24. Februar 2016

 

Überfahrt Dom. Rep. zu den Turks & Caicos Inseln. 

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Überfahrt: Dom. Rep. Ocean World Marina zu den Turks & Caicos Inseln Providenciales auch Provo genannt. 

Start: Mittwoch, 24. Februar 2016

Kurs: In Richtung Nordatlantik zur Inselgruppe Turks & Caicos. 

Reisezeit: Zwei Tage, eine Nacht, 30 Stunden.

Leinen los: Morgens um 9:00h ging es los. 

Distanz zum Ziel: 180 Nautische Meilen         (für nicht Segler ca. 331 km) 

Ankunft: 25. Februar 2016 in der Turtle Cove Marina auf der Insel Providenciales (gehört zu der Turks & Caicos Inselgruppe) um 15:00h 

Durchschnittliche Geschwindigkeit in Knoten: 6-7 Kts / Höchstgeschwindigkeit  12 Kts 

Wetter: Kein Regen, doch der Wind blies zügig, kühle Luft ins Cockpit. So waren Faserpelz, Windjacke, Schuhe mit Socken und Kappe gerade angenehm. 

Mondphase: 

Zwei Tage nach Vollmond. Die helle Laterne und das freundliche Gesicht des Mondes beleuchtete unseren Weg die halbe Nacht lang. Es ist immer wieder erstaunlich, wie hell der Mond in der Nacht scheint, welch prächtige Lichtquelle er für uns hergibt. Der Himmel zeigte uns eine wundervolle Fülle!! Millionen von glitzernden Sternen und wir sahen die schönsten Sternbilder die zum Träumen einluden und unsere Gedanken in die Ferne trugen. In der zweiten Hälfte der Nacht zogen dicke Wolkenfelder auf und die Sicht zu den Sternen und dem Mond blieben uns verborgen.  

                                                                                                                                                           

Der perfekte Sonnenuntergang auf dem offenen Meer! 

Wind: Optimale Ostwinde. Wahrer Wind ca. 20 Kts. von Achterlich liess es zu einen schönen und angenehmen Vorwindkurs zu segeln. 

Die Überfahrt gestaltete sich unproblematisch. Wir wechselten unsere Nachtwachen alle drei Stunden ab. Eine holprige Nacht mit vielen Geräuschen von Wellen die an die Rümpfe der SeaBorne schlugen, liessen uns nicht richtig schlafen. Wir hatten meist guten Wind und konnten praktisch die ganze Strecke unter Segel fahren. Das letzte Teilstück in die Marina haben wir unter Motorenkraft zurück gelegt. Wir segelten schon eine Weile an der Küstenlinie von Providenciales entlang, das Wasser ist hier bis zu 5000 Meter tief.  

Pannen: Unser Windmesser hatte plötzlich das Gefühl er wolle nicht mehr richtig ticken!! Er zeigte einen am Wind Kurs an, obwohl wir einen vor Wind Kurs segelten. So steckten wir den Zeigefinger in den Mund und hielten ihn dann in den Wind um zu fühlen woher der Wind kommt. Und siehe da, es hatte hervorragend funktioniert. Eigentlich fragten wir uns, warum nur immer diese komplizierte Technik auf die man sich im Ernstfall doch nie richtig verlassen kann, sein muss!!!….smile!!! 

Einfahrt Turtle Cove Marina, Providenciales

Wir haben unser Ziel erreicht!! Wir befanden uns also vor der Küste Providenciales am „Sellar’s Cut“. Wir riefen über Radio 16 die Marina auf und erbaten einen Guide, der uns durch die flachen Wasser an der Küste in die Marina lotst. Wir gaben unsere Schiffseigenschaften durch, 1.20 Meter Tiefgang, 7 Meter Breite, 12 Meter Länge. Der Marina Office meinte, dass ginge gut. Die Küstenlinie hier ist voll gespickt mit Untiefen, Korallenköpfen, Sandbänken und Felsplatten, die knapp unter die Oberfläche ragen. Mit dem Feldstecher sehen wir eigentlich nur Wellen die über den Riff Kanten brechen, aber keine Einfahrt! Nach einer halben Stunde Wartezeit sahen wir ein Motorboot mit zwei Männer und Funk die bereits auf uns warteten. Wir hatten die Fender und die Belegleinen bereits angebracht und sind bereit. 

Es begann eine Slalomfahrt durch die Untiefen von Providenciales. Grüne und Rote Markierungsbojen zeigen uns den Weg, doch ohne Gide hätten wir keine Chance unbeschadet die Marina zu erreichen. 

Hier sieht man die Wellen, die über die Riffkante brechen.Das braune dahinter ist ein Riff. 

Unser Lotse gab uns über Funk durch wie wir genau zwischen den Riffen durch müssen. 

An manchen Stellen war links und rechts vom Schiff nicht mehr viel Platz!! 

Die Einfahrt in die Turtle Cove Marina 

Tomi musste  konzentriert die Fahrtrinne befahren, es hatte nicht mehr viel Spiel unter dem Bug! Ich war vor Begeisterung nicht mehr zu halten. Diese Farben, dieses türkis blaue und kristall klare Wasser! Weisser Sandstrand so weit das Auge reicht. Wow!! Was für eine Märcheninsel empfing uns hier?? 

Wir sind in der Marina angekommen! Die Lotsen verabschieden sich und wir fuhren gemäss Anweisung in die Marina ein. 

Kaum hatten wir unseren Platz erreicht, waren zwei Marinahelfer for Ort und halfen uns beim Belegen der Leinen. Strom, Wasser war in Sekunden Schnelle angeschlossen. Ein herzliches Willkommen auf Providenciales hörten wir bereits nach wenigen Minuten. Der Immigrations Beamte kam an Bord und wir erledigten die Formalitäten in null Komma nichts. Darauf hin kam der Marinagehilfe und überreichte uns in einem hübschen Täschchen verpackt die Unterlagen für den Zoll und das Marina Einreiseformular. Dazu gab es jede Menge Broschüren und Info Hefte mit Landkarte, den besten Restaurants auf der Insel und wo man was unternehmen kann.. !! 

Wir mussten doch noch ins Marina Büro begeben, was nur wenige Meter von unserem Liegeplatz entfernt war! Unsere Einreise Formulare abgeben und die Gebühren bei der Dame vom Zoll zahlen. $50.- für eine einmalige Einreisegebühr. $300.- für eine Fahrten Erlaubnis für zwei Monate. Wir beschlossen erst einmal zwei Wochen zu bleiben. 

Marina Office, ganz schnuslig, nicht??

Wieder einmal mehr, waren wir von so viel Gastfreundschaft positiv überrascht. Das unproblematische Einklarieren war im nu erledigt, wir waren rund um begeistert! 



r fiz© Tomas und Nadine Cervera 2012