Bonaire-Dominikanischen Republik                                                                            22. Januar 2016            


Überfahrt: 

von Bonaire, Kralendijk nach Boca Chica, Dominikanische Republik, Karibik




Start: Bonaire Kralendijk Nord, Dutch Caribbean 

Kurs: Bonaire Nord, verliessen wir die Insel und setzten Kurs auf 350°. 

Reisezeit: Voraussichtlich drei Tage und zwei Nächte auf See. 

Leinen los: am 22. Januar 2016 / Zeit: 10:30h 

Distanz zum Ziel: 400 Nautische Meilen         (für nicht Segler ca. 720 km) 

Ankunft: 24. Januar 17:00h Zar Par Marina, Boca Chica, an der Südwestküste der Dominikanischen Republik 

Durchschnittliche Geschwindigkeit in Knoten: 7,3 Kts / Höchstgeschwindigkeit 13,2 Kts 

Wetter: Wir haben schönes warmes Sommerwetter, wenig Bewölkung und es soll nicht regnen. 

Mondphase: Vollmond                                                                                                                                                                        Ein helles Licht eines wundervollen Vollmondes begleitete uns auf dem Weg über das weite Meer und liess das Wasser im Schein des Mondes wie flüssiges Silber schimmern. Phantastisch!! 

Wind: Ost/Südost bis zur Hälfte der Strecke zwischen 19-25 Knoten Wind. Unter Segel haben wir einen 90°am Wind Kurs  

Im zweiten Teil der Reise wurde der Wind immer schwächer und drehte auf einen angenehmen Achterlichen Wind. Die letzten 10 Stunden vor Ankunft haben wir die Segel geborgen und sind unter Maschinenkraft ans Ziel gefahren. Insgesamt kamen wir einen Tag früher als geplant in der Dom.Rep. an. 

Crew:              

Peter und ich (Nadine) wurden am Abend des ersten Tages von Übelkeit geplagt die uns 24 Stunden treu blieb und uns den Appetit raubte. Motilium und Travel-Kaugummi halfen uns über das Schlimmste hinweg. Crackers und Bananen … dann ging es uns besser! Die Pütze (Sprich: Kotzeimer) wurde nicht benötigt. Skipper Tomi ging es gut, keine Übelkeit, dafür konnte er nie richtig Schlafen! Nach gemeinsamen Nachtessen wechselten wir im drei Stunden Rhythmus die Nachtwache ab. Wir sind froh, dass Peter uns begleitet, so haben wir zu dritt längere Ruhephasen, das ist super! 

Gedanken:

Schon länger haben wir keine mehrtägige Überfahrt mehr gesegelt. Wir müssen uns wieder an die vielen verschiedenen Geräusche auf dem Schiff gewöhnen. Ein Knallen der Wellen an die Schiffsrümpfe während der Fahrt lässt uns nicht einschlafen oder wir erschrecken und erwachen wieder.  Es rauscht und plätschert unter uns als befänden wir uns in einem Wildwasserfluss und würden mit einer Strömung mitgerissen. Der Wind rauscht durch die Segel, es entstehen laute Geräusche, die man nicht immer einordnen kann woher sie stammen. Die Rümpfe der SeaBorne werden von allen Seiten ohne Unterbruch von den Wellen bearbeitet. Wir segeln einen 90°am Wind Kurs, der uns nur hi und da Schlafen lässt. Die Koje vibriert im Wellen- und Minutentakt, wir schwanken im Bett schlafsuchend auf und ab, vor und zurück, von rechts nach links werden wir gewiegt wie Baby’s. Wer Glück hat schläft ein und kann zwei bis drei Stunden am Stück schlafen. Der Vorteil eines Katamaran gegenüber einem Einrumpf Schiff, wir haben keine Krängung und müssen uns in der Koje nicht anschnallen, damit wir nicht aus dem Bett fallen. Das ist doch schon einmal was! So empfinden wir die Reisezeit während einer Überfahrt als sehr anstrengend. Insofern man schlecht schlafen kann, sich schlecht bewegen kann, weil es manchmal stark schaukelt. Nicht lesen kann, weil es einem dann ganz bestimmt schlecht wird. Toilettengänge werden zur Tortur wenn die Seekrankheit einem das Leben schwer macht usw. usw. wir wollen da mal nicht ins Detail gehen…grins…


Skipper Tomi versucht sein Schlafmanko im Cockpit auszugleichen. 

Verpflegung: 

So weit wie möglich, kochen wir die Speisen vor. Ein warmes Essen pro Segeltag wird von allen Crewmitglieder sehr geschätzt. Vorbereitete Lasagne die ich nur noch in den Ofen schieben musste war ideal und lecker!  Spaghettisaucen können auch gut vorbereitet werden. Spaghetti Kochen ging mit den Kocharmen die am Herd befestigt werden und das abrutschen der Pfannen auf dem Herd verhindern, auch ganz gut. Brot und kalte Speisen sind auf Vorrat vorhanden. Crackers, Salzgebäck und Süssigkeiten wie Snickers und Müsliriegel sind immer auf Vorrat zwischendurch willkommen. Blattsalat auf einer Überfahrt zu essen ist nicht geeignet, da die Esstechnik dafür noch nicht erfunden wurde! Die Salatblätter werden von der Gabel geblasen bevor sie in den Mund geschoben werden können. War ganz lustig, zuzuschauen wie die Salatblätter durch die Gegend flatterten. Vitamine sind eben wichtig!!                         Vorbereitungs Tip: Wenn möglich alle Lebensmittel die geschnitten, gehackt und zerkleinert werden müssen, vor dem Segeln vorbereiten und verpackt im Kühlschrank lagern. So sind die Vitamine immer Griffbereit und im Handumdrehen gekocht, oder roh zu geniessen. Es ist schwierig, im Wellengang das Messer zu Schwingen, meistens rutscht man unbeabsichtigt und ungünstig ab….auweiaaahhh!! 

Technisches: 

Während der Fahrt in der ersten Nacht brach ein Schäckel an einer Umlenkrolle, welcher am Grossbaum Niederholer befestigt ist. Wir bargen Genua und Grosssegel und spannten zwei Schoten um den Grossbaum und befestigten sie links und rechts an den Klampen am Heck der SeaBorne um den Grossbaum zu Sichern. Skipper Tomi kletterte mit der Schwimm-Weste und Rettungsleine gesichert auf’s Dach und ersetzte den gebrochenen Schäckel im Handumdrehen. Windböen bis zu 25 Knoten und ziemlich hohe Wellen auf der Nase machten die Reparatur nicht einfach. Doch Tomi hat es sauber und schnell hingekriegt! Bravo Skipper, wir sind mächtig stolz auf Dich. Die Fahrt ging weiter, mit ganzem Schäckel und einem sicheren Bauchgefühl. Co Skipper Nadine nahm erneut Kurs auf. Es waren keine weiteren Ereignisse zu verzeichnen… 

….ausserdem ging die Pütze über Bord…. :( :( Co Skipperin Nadine hat nicht aufgepasst, wollte Meerwasser holen und weg war sie…., die Pütze! Mitgerissen von der Strömung! Das ist aber weiter nicht so schlimm, wir haben noch eine Ersatzpütze für alle Fälle an Bord verstaut. 

Besucher aus dem Meer: 

Seemöve: Nach mehrmaligem Umkreisen und Erkunden der SeaBorne, das Verifizieren des idealen Winkels für den Landeanflug auf das Dingy während die SeaBorne schnelle Fahrt machte, bekamen wir Nächtlichen Besuch einer Seemöwe. Sie setzte sich auf den höchsten Punkt vom  Dinghy und begleitete uns eine ganze Weile. Sie verbrachte die Zeit damit uns zu beobachten, auf dem Dinghy zu balancieren und sich vom langen Flug auszuruhen. Gefolgt von einer ausgiebigen Federpflege, flog sie schliesslich nach ein paar Stunden ihres Weges.

Delphine: Am Morgen des zweiten Tages besuchte uns eine Delphin Schule. Sie schwammen behände und spielend unter den Schwimmern hindurch, sprangen aus dem Wasser und kurvten unter dem Vorschiff herum, freuten sich über das ausgelassene Spiel mit der Bugwelle der SeaBorne. Peter und ich genossen den Besuch der Delphine, während Tomi den Schlaf der Gerechten in der Koje suchte.  

Fliegende Fische: Einige Suizid gefährdeten fliegende Fische haben uns in der Nacht besucht. Leider haben wir sie am Morgen tot auf dem Netz im Vorschiff eingesammelt und zurück ins Meer befördert. Wir mögen keine Leichen an Bord…

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Ankunft und Einklarieren:

Zap Par Marina / Boca Chica Dominikanische Republik 

Die Einfahrt in die Marina ist mit Roten und Grünen Bojen gut markiert. Wir werden von einem Capitano mit seinem  Motorboot mit wummerndem Bass und exotischen Schönheiten an Bord an den Besuchersteg gelotst. Cooler Empfang!! Bienvenido en Dominica Republica!! Während Peter und ich das Schiff mit Süsswasser abspritzten, ist Skipper Tomi mit den Behörden beschäftigt oder viel mehr sie mit ihm… Zoll und Immigration werden schnell über die Bühne gebracht, Tomi muss Unmengen von Formularen ausfüllen aber trotzdem wirkt alles unbürokratisch, schnell und freundlich. Wir zahlen für einen Monat Aufenthalt USD 180.- Für die Dienstleistung die wir durch Victor, der uns alle Formalitäten abnimmt und unsere Ansprechperson in allen Belange erhalten, nochmals USD 100.- Wollen wir mehr als einen Monat bleiben, müssen wir eine Verlängerung beantragen. Zwei Männer von der Marine und der Drogenfahndung inspizieren das Schiff’s Innere und suchen nach Drogen und verbotenen Stoffen. Da und dort wurde ein Schap geöffnet, ein Kästchen durchsucht, einen leeren Koffer geöffnet und die Medikamenten Vorräte inspiziert. Da kommt dem Beamten gerade in den Sinn, dass er ja eigentlich Kopfschmerzen hat und bat um eine Schmerzpille, wir gaben ihm natürlich eine! Ningun problema! Sie gehen nach 10 Minuten von Bord, und alle sind glücklich und zufrieden. 

Cruising Dominikanische Republik: 

Als Segler sollte man hier das Wort „Despacio" unbedingt kennen. Es ist das einzige was die Beamten interessiert wenn man mit dem Schiff ankommt, und sowas wie der heilige Gral. Es ist ein offizielles Formular vom Schifffahrt Büro der Dom.Rep., welches wir als Einreise Ticket bekommen. Vor jedem Ablegen in jeder Marina müssen wir ein solches Despacio vom Zoll verlangen mit der genauen Abreisezeit. Auf diesem Formular ist die Reiseroute notiert. Die Dominikaner wollen allem Anschein nach wissen wo sich Schiffe in welchen Marinas oder Buchten zu welchem Zeitpunkt aufhalten. Nach jeder Ankunft kommen die Beamten sofort an Bord, und wollen als Erstes das Despacio haben. Die Beamten sind sehr streng und es ist damit nicht zu Spassen. Also ist es besser man wartet bis ein solches Despacio ausgehändigt wird. Nachdem wir am Morgen im Marinabüro unsere Abreise für den nächsten Tag anmeldeten, hat unser persönlicher Betreuer Victor die nötigen Vorbereitungen getroffen. Am Vorabend sind dann zwei Beamte im Tarnanzug und ein Dolmetscher zu uns uns gekommen und haben uns verkündet, dass sie dieses Depacho um Punkt 07:00h an nächsten Morgen vorbei bringen würden. Diese Dienstleistung kostete allerdings 25 USD. Das Zollbüro ist weiter weg! Wir zahlen gerne, andernfalls müssten wir das Zollbüro im nächsten Dorf aufsuchen… das wäre wieder kompliziert und die Abreise könnte sich verzögern! Pünktlich kommen die Beamten am nächsten Morgen um 07:00h zu uns mit dem Despacho Formular welches sie uns aushändigen. Wir sitzen noch gemütlich beim Kaffee, doch das gefällt dem Beamten überhaupt nicht. Leicht gereizt machte er uns klar, wenn wir das Ausreiseformular erhalten, auch sofort gehen müssen!! Ja sowas! Wir räumen schnell den Tisch ab und bewerkstelligen ein schnelles Ablegen. Sie helfen uns noch die Leinen zu lösen und weg waren wir! Sie warteten noch eine Weile am Steg, offenbar wollten sie sicher sein das wir nicht mehr zurück kommen!! Andere Länder, andere Sitten!!! Adjos Zar Par Marina. 

Cruising Dominican Republik

Start: Zar Par Marina, Sant Andrés, Boca Chica an der Südwestküste 

Ziel: Bahia Samana, Nordostküste  

Leinen los: am Donnerstag, 28.Januar 2016 / Zeit: um 7:15h 

Distanz zum Ziel:  190 Nautische Meilen         (für nicht Segler ca. 350 km)

Ankunft: Samstag, 31. Januar 2016 / Zeit: 12:00h 

Durchschnittliche Geschwindigkeit in Knoten:  4-5 Kts / Höchstgeschwindigkeit  8 Kts 

Wetter: Wir haben schönes warmes Sommerwetter, wenig Bewölkung, kein Regnen. 

Mondphase: Der Halbmond lacht uns entgegen und beleuchtet weiterhin unseren Weg durch die Nächte auf See.                                                                                                                                                                      

Wind: 15 Kts Wind am ersten Tag 

Die Strecke entlang der Küste war wie erwartet ein Motoren gegen Wind und Wellen.  Die Wellen kamen teilweise kurz aufeinander, dann wieder länger auseinander liegend. Es ist ohnehin nicht der bequemste und angenehmste Kurs, doch es ging gerade noch. Wir hatten vor, die erste Nacht in einer ruhigen Bucht an der Insel ….. zu verbringen. Doch wir schafften die Strecke nicht bis dorthin. Die Gegenströmung, Wind und Wellen liessen uns langsamer als berechnet vorwärts kommen. Wir gingen in der Bucht von Isla Catalina vor Anker. Ein erfrischendes Bad im türkis blauen Wasser lässt uns schnell das 10stündige Geschaukel und Gehüpfe über die Wellen vergessen. Es hat zwar ziemlich viel Schwell, der sich in die Bucht wälzt, aber immer noch besser hier die Nacht zu verbringen als auf der rauen See.  Wir genossen den verdienten Ankerdrink nach erfolgreichem Tag auf dem Wasser und segeln am nächsten Morgen, ausgeschlafen und fit mit dem Ziel Bahia Samana weiter! 

Wir fuhren an Kilometerlangen unberührten Sandstränden vorbei die gesäumt mit üppig, dichten Palmen waren und schnell an uns vorbeizogen. Es ist traumhaft schön hier und wir sind erstaunt, dass ausser ein paar Ausflugskatamarane, keine Hotels und Menschen an dem wunderschönen, weissen Sandstrand auszumachen sind. Wir geniessen die gemütliche Fahrt, bei herrlichem Sonnenschein. Wind und Wellen haben sich inzwischen etwas gelegt. Auch der Wetterbericht meldet immer weniger Wind! 

Wir fahren am südöstlichen Küstenabschnitt der Dom. Rep.vorbei. Der Wind dreht günstig. Wir fahren jetzt einen Nordöstlichen Kurs. Wir können Segeln. Super! Peter und Tomi setzen das Grosssegel und das Genuasegel. Wir segeln einen angenehmen am Wind Kurs mit 8 kts Wind. Nicht sehr viel, doch immerhin können wir segeln und kommen mit 4 kts unserem Ziel näher, wir sind im Zeitplan. 

Mona Passage: 

Zwischen der Inseln Puerto Rico und der Dom.Rep. befindet sich die „Mona-Passage“. In der Mona Passage treffen hohe und grosse Wellen quer aufeinander und machen die See extrem unruhig und schwer zu besegeln. Der Wind ist hier meist stark und unberechenbar. Segelexperte und mehrfacher Weltumsegler Cornel beschreibt die Mona Passage in einem seiner Bücher als schwierige und unangenehme Segelroute. Wir sind insgeheim auch ein bisschen angespannt was uns erwartet. Wir beginnen nach einem gemeinsamen Nachtessen welches wir bequem im Cockpit einnahmen mit den Nachtwachen. Wir stellten uns bereits auf eine Freinacht ein, wenn die Prognose der Mona-Passage eintreffen sollte. Eine 15 Stunden Fahrt in der Mona Passage liegt vor uns. Doch die Wettertendenz sieht für unsere Reise ganz anders aus! Nämlich viel besser als wir es uns vorstellten. Tomi hat die ersten drei Stunden Nachtwache, er will sehen wie sich die Wellen und der Wind in diesem Teilstück entwickeln. Peter löst ihn danach ab. Morgens um 02:00h beginnt meine Wache. Das wirklich Erstaunliche war, dass der Wind immer mehr abnahm, bis kein Segeln mehr möglich war. Das Genuasegel fiel ein und schlug an.  Das Grosssegel schlug ebenfalls aus, obwohl wir es so dicht wie möglich genommen hatten. Tomi und Peter bargen schliesslich das Gross-, und Genuasegel bei ihrer gegenseitigen Wach Ablös. Wir Motoren den Rest des Weges. Die Wellen wurden immer kleiner und weniger  und schliesslich war die See so flach und ruhig wie auf einem Ententeich. Die berühmt berüchtigte Mona Passage fuhren wir auf einer extrem ruhiger See, ohne Wind und Wellen bis wir am Morgenfrüh die riesengrosse Bucht von Samana im Nordosten erreichten. Wir alle konnten sehr gut schlafen und fühlten uns am Morgen ausgeruht und fit. Nach dem individuellen Frühstück und einer ausgiebigen Dusche setzten wir uns mit Feldstecher und Fotoapparat bewaffnet auf’s Vorschiff und hielten Ausschau auf Buckelwale, während unsere SeaBorne gemütlich unserem Ziel entgegen tuckert. Wir waren über die Massen angetan, einfach nur happy, in dieser sonst so schwierigen Passage eine so schöne  und flotte „Kaffee-Fahrt“ geniessen zu dürfen. Zwischen Januar und April kommen jedes Jahr die Buckelwale zur Brunftzeit hierher in die Bucht von Samana und bringen hier im warmen Wasser ihre Jungen zur Welt. Tatsächlich sahen wir einige Tiere in der Ferne aus dem Wasser springen. Für ein Foto leider viel zu weit entfern. Wir genossen den Augenblick, es war wunderschön diese Tiere in der Natur zu beobachten. 

Ankunft in der Marina de Puerto Bahia Samana 

Eine wunderschöne Marina- und Hotelanlage erwartet uns. Die Einreiseformalitäten sind schnell erledigt. Der Drink sobald das Schiff fest gemacht war, konnte schon nach kurzer Zeit eingenommen werden. Peter und ich waschen die SeaBorne mit klarem Wasser frei von der Salzkruste. Skipper Tomi ist noch mit Papierkram im Marinabüro beschäftigt. Wir werden von Gabi durch die Hotelanlage geführt. Toll was uns hier erwartet. Wir reservierten zur Sicherheit schon mal einen Tisch zum Dinner mit Meerblick. 


Weiterfahrt von der Nordostküste zur Nordküste der Dom. Rep. im Nordatlantik 

Start: Bahia Samana, Nordostküste

Ziel:  Ocean World Marina, Nordküste im Nordatlantik

Kurs: 302°

Leinen los: am Donnerstag, 11. Februar 2016 / Zeit: 14:00h 

Distanz zum Ziel:  130 Nautische Meilen         (für nicht Segler ca. 240 km)

Ankunft: Freitag, 12. Februar 2016 / Zeit: 14:00h 

Durchschnittliche Geschwindigkeit in Knoten:  4-5 Kts / Höchstgeschwindigkeit  7 Kts

Wetter: Teilweise zogen dicke, schwarze, tiefliegende Wolkenfelder an uns vorbei, manche entleerten sich über uns!! Natürlich wenn ich Wache hatte….Ca. 19 Grad Lufttemperaturen und eine recht kühler Wind blies ins Cockpit. 

Eine insgesamt nasse und kalte Fahrt, Faserpelz, Schuhe Socken, Kappe und dicke Windjacke waren also nötig. Ich hätte mir sogar noch Handschuhe gewünscht…Wir wechselten uns alle drei Stunden zur Wache ab. Trotzdem Tomi noch immer sehr stark erkältet ist und sich nicht so besonders gut fühlte, konnte er wenigsten zwei Stunden am Stück schlafen. Ich hatte eine Freinacht, fand während meiner Ruhephase leider keinen Schlaf! 

Mondphase: Es war eben erst Leermond gewesen, eine winzige Sichel zeigt sich bereits wieder am Firmament. Die Nacht ist dunkel und wirkt unfreundlich.                                                                                                                                                                    

Wind: Schwacher bis mässiger Wind. Mal kein Wind mal ein Auffrischen bis 18 Kts wir mussten praktisch den ganzen Weg unter Motor fahren. Das Grossegel stand die ganze Überfahrt. Das Genuasegel konnten wir nur eine kurze Zeit benutzen, dann fiel der Wind wieder zusammen. Am Morgen mussten wir denn das Grossegel bergen. Schwacher Wind kam direkt von hinten. 

Schöner Sonnenuntergang

Ankunft in der Ocean World Marina, Puerto Plata, Nordatlantik

Etwa 4 Km vor Ankunft zwischen Punta Fortaleza und Punta Cafemba mündet der „Rio San Marcos“ ins Meer. Das blaue Meer verfärbt sich plötzlich in verschiedene trübe Grüntöne. Der Rio San Marco bringt schmutziges Wasser ins Meer. Braune Teppiche die aussehen wie gehäxeltes Treibholz schwimmen an uns vorbei. Skipper Tomi sitzt auf dem Vorschiff und dirigierte mich zwischen Baumstämmen, Palmenwedeln und dem ganzen Zivilisationsmüll durch. Kein schönes Bild bietet sich uns hier. 

Schliesslich nimmt das Meer wieder seine gewohnte blaue Farbe an und wir sehen bereits die Einfahrtsmarkierung in die Marina. Die Markierung ist gut sichtbar und führt uns auf sicherem Weg ans Ziel. 


r fiz© Tomas und Nadine Cervera 2012