Bahamas                                                                                                              März - Juni 2016


        Willkommen im Paradies der Bahamas! 


Angekommen! Segelerlebnisse von Insel zu Insel!

Wir sind vom ersten Eindruck der Bahamas begeistert, um es vornweg zu nehmen; hier ist es wunderschön! Traumstrände mit weissem Sand die einen atemberaubenden Kontrast zum türkisblauen Wasser geben. Hier ticken die Uhren viel langsamer als sonst wo auf der Welt. Hier gibt es Entspannung, Ruhe und Entschleunigung vom Alltagsstress. Die Seele baumeln lassen, in den blauen riesigen Pool versinken und die Unterwasserwelt besuchen. Im Einklang mit der fantastischen Natur eine Weile leben zu dürfen, das ist das Leben auf der SeaBorne in seiner schönsten Form. Die Menschen der Bahamas Inseln sind offen und freundlich, sie leben den entspannten Rhythmus in dieser Natur. Weit  ab von Hektik und negativen Einflüssen. Die Schönheit dieser Inselwelt zu erleben, darauf freuen wir uns ganz besonders. 



Segeln in den Bahamas

Die Bahamas Inseln sind ein sehr anspruchsvolles Segelgebiet, dafür eines der schönsten in der Karibik. Auf der Karte sieht man auf einen Blick wie gross das Segelgebiet der Bahamas ist. Von Insel zu Insel von Bucht zu Bucht hüpften wir entlang der Exumas- und der Bahamas Bank. Wir befuhren Untiefen, die wenigstens 50cm unter dem Kiel anzeigten. Wir hofften, dass das Echolot uns immer die Wahrheit sagte. Wandelnde Sandbänke, Korallenköpfe die nur knapp unter der Wasseroberfläche sind und uns mit einen zick zack Kurs durch diesen Irrgarten führten. Das Navigieren wurde zur Herausforderung! Wir mussten uns Teilweise auf die Augapfel-Navigation verlassen. Einen Blick ins seichte Blau und wir sahen die Untiefen und Felsblöcke die wir so umfuhren. Alleweil ein guter Wegweiser! Wir ankerten meistens nie tiefer als bei 1m unter dem Kiel im tiefen Sand. Herrlicher Wind trieb uns geradezu vorwärts zu unbekannten Inseln, Buchten und menschenleere Strände. Das Wasser wirkte wie ein Magnet auf uns! Immer will mann reinspringen in diesen überdimensional grossen türkisfarbenen Swimming Pool mit diesem unglaublich kristallklaren Wasser .

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Wissenswertes 

Die Inselgruppe erhielt ihren Namen durch die spanischen Eroberer. Sie nannten die Gewässer um die Inseln Baja Mar (spanisch für flaches Meer), woraus später Bahamas wurde. Seit 1973 sind die Bahamas vom Vereinigten Königreich unabhängig, aber die ehemalige Kronkolonie blieb eine konstitutionelle Monarchie mit Königin Elisabeth II. als Staatsoberhaupt. Die Landeswährung ist der Bahamian Dollar. Die offizielle Landessprache ist Englisch. Daneben wird noch haitianisches Kreol gesprochen, allerdings hauptsächlich von den zahlreichen Einwanderern aus Haiti. Nach dem Erdbeben in Haiti 2010 stieg die Immigration aus Haiti sprunghaft anDie Einwohnerzahl der Bahamas beträgt ca. 400’000 Menschen. Die Bevölkerungsdichte beträgt 25 Einwohner pro Km2, auf einer Fläche von knapp 14’000 Km2. Die Hauptstadt der Bahamas ist Nassau, mit dem einmaligen Hotelkomplex „Atlantis“. Das weltgrösste Freiluft Aquarium befindet sich im Inneren des Hotels, mit vielen Meeresbewohner die man bei einem Rundgang durch den Park besichtigen kann. 




Geographie 

Die Bahamas erstrecken sich von der Südostküste der USA entlang der Nordostküste Kubas bis zur Nordwestküste der Turks- und Caicosinseln mit einer Nord-Süd-Ausdehnung von etwa 650km und einer West-Ost-Breite von bis zu 750km. Die Bahamas Inseln liegen also im Nordatlantik. Von den mehr als 700 Bahamian Inseln sind nur 30 bewohnt. 

Auf obiger Übersichtskarte sieht man nur einige der Bahamasinseln. Wir segelten also (ganz unten Rechts im Bild) von den Turks und Caicosinseln nach Mayaguana, die erste- und östlichste gelegene Insel der Bahamas. Von da aus ging unsere Reise von Insel zu Insel den ganzen weiten Weg hinauf bis zu den Nord Abaco Inseln. Und wenn die Hurrican Saison im Juni 2016 beginnt, segeln wir den ganzen Weg zurück zu den Turks und Caicos Inseln und weiter in die Südkaribik, wo wir den Sommer über in sicherem Gebiet bleiben werden. 

Die Bahamas setzen sich aus Inseln und mehr als 2400 Korallenriffen, den sogenannten Cays, zusammen. In vielen Fällen trennt nur ein wenige Zentimeter tiefer Meeresarm zwei Inseln beziehungsweise Cays voneinander. Daher schwanken die Zahlen abhängig davon, ob in diesem Fall zwei Inseln oder eine Insel mit einer leicht unter Wasser gesetzten Landbrücke gezählt werden.

Die Inseln werden unterteilt in die beiden am stärksten bewohnten Inseln New Providence (Bahamas) sowie Grand Bahamas und in die sogenannten Out Islands beziehungsweise Family Islands. Die flächengrößte Insel ist Andros (Bahamas) mit 5’957km². Der höchste Punkt der Bahamas ist der Mount Alvernia mit 63m auf Cat Island (Bahamas)


Wirtschaft

Die Landwirtschaft auf den Bahamas ist unterentwickelt, da es keine geeigneten Bewässerungsmöglichkeiten gibt. Der Transport zwischen den zahlreichen und weit auseinander liegenden Inseln ist schwierig und es sind auch keine geeigneten Böden vorhanden. Hauptsächlich wird für den Eigenbedarf produziert, der aber nicht abgedeckt wird. In wenigen moderneren Farmen werden vor allem Gurken, Tomaten, Zwiebeln, Zitrusfrüchte und Ananas für den Export angebaut. Für die Fischerei bestehen durchweg günstige Bedingungen; sie erfolgt für den Eigenbedarf.

Die Industrie besteht hauptsächlich aus Kleinbetrieben, aber auch Schiffbau, Gewinnung von Meersalz sowie die Erzeugung von Konsumgütern wird ausgeweitet. 1954 wurde auf Grand Bahama eine zoll- und steuerfreie Zone eingerichtet, die zur Ansiedlung ausländischer Unternehmen führen sollte. Seit 1968 ist die Bahama Monetary Authority für die Ausgabe von Banknoten verantwortlich. Durch die günstige Steuergesetzgebung erreichten die Bahamas den Status eines internationalen Finanzzentrums mit Sitz vieler Banken, Investment- und Treuhandgesellschaften.

Am 28. Januar 2016, legte die EU-Kommission ein Maßnahmenpaket zur Bekämpfung von Steuerflucht vor, bei dem unter anderem die Bahamas auf der schwarzen Liste der Steueroasen auftauchen.


Flaggen

Die Flagge der Bahamas! Sie besteht aus drei horizontalen Streifen: oben türkisblau, in der Mitte gelb und unten wieder türkisblau. Diese Farben symbolisieren die Strände der Bahamas und das Wasser, das sie umschließt. Ein schwarzes Dreieck am Fahnenstock symbolisiert die Einheit.

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Handelsflagge und Gastlandflagge

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Klima 

Die Bahamas weisen subtropisches Klima auf, da sie durch die Luftsysteme des Nordamerikanischen Kontinents abgekühlt werden. Im Sommer liegt die Durchschnittstemperatur bei ca. 28 °C, im Winter lässt der warme Golfstrom (Wassertemperaturen zwischen 24 und 29 °C) die Temperatur selten unter 20 °C sinken. Im Jahresmittel liegt die Temperatur bei 26 °C. Zwischen Januar und April sind kalte Nordwinde die heftig über die Bahamasinseln fegen keine Seltenheit. 



Mayaguana Island -Tor in die Bahamas -

(Überfahrt Bericht nach Mayaguana findet ihr neu im Logbuch) 

Wir landeten in diesem kleinen, verschlafenen 300 Seelen Nest Mayaguana und glaubten im Ernst wir sind nicht mehr auf diesem Planeten! Hier muss wohl das Ende der Zivilisation sein, so wie wir sie kennen? Nicht ganz! Hier ticken die Uhren einfach ganz anders! Langsamer, gemächlicher. Die Menschen die wir später antreffen sind sehr offen, charmant und freundlich und sie haben viel von Etwas was wir uns immer wieder wünschen > ZEIT! Und diese im Überfluss > was für ein erstrebenswerter Luxus! Ja, das mag man denken, wenn man dieses kleine Mayaguanainsel besucht. 

Wartehalle am einzigen Flughafen auf Mayaguana!

Auch Flugzeuge gibt es!! 

Alter Bunker der Armee mit fantastischem Ausblick! 

Gut ausgebautes Strassen Netz!

Schöne Aussichten! 

Insel Bewohner!                                                                                                                                                                              (nebst einem Überfall von Sandfliegen, fanden wir im Gebüsch diese Riesige Spinne! Der Körper war etwa so gross wie ein 1.-CHF Stück, mit langen, haarigen Beinen!!) igitt, und doch irgendwie schön! 


(Überfahrt Bericht von Mayaguana, Acklins- und Crooket Island nach Long Island findet Ih im Logbuch unter Bahamas) 

Das Juwel Long Island 

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Long Island in den Bahamas wird wahrlich ihrem Namen gerecht. Long Island ist nie mehr als 6 Kilometer breit aber nahezu 130 Kilometer lang. 

Die Haupttouristenzentren von Long Island auf den Bahamas, sind im nördlichen Teil der Insel gelegen, mit Cape Santa Maria und Stella Maris. 


Die Insel hat sich in den letzten Jahren zu einem Juwel entwickelt. Hotel-, Tauch- und Schnorchelangebote haben sich in den letzten Jahren sehr verbessert. Dean’s Blue Hole, eines der tiefsten blauen Löcher der Welt mit 202 m Tiefe. Das Loch wird von einer Bucht mit feinem Sand umgeben. Es heisst, dass eine noch tiefere Höhle unter dem Dean’s Blue Hole geborsten war und demnach Dean’s Blue Hole entstanden war. Wir fanden es schade, dass wir nicht mit dem eigenen Schiff an die viel schönere Westküste konnten, weil es viel zu seicht ist. In Dean’s Blue Hole zu tauchen hätte uns sehr interessiert.  

Long Island in den Bahamas hat ungefähr 35 Siedlungen und mehr als 4000 Einwohner. Die Ostküste ist dem offenen Atlantik ausgesetzt und besteht aus schwarzen Riffen und Felsen, die aus dem tiefblauen Meer herausragen. 


Die ruhigere Westküste hat pulvrige, weiße Sandstrände und breites, sandiges Flachland sowie Buchten mit türkisfarbenen Meerwasser. 

Long Island hat auch eine interessante Geschichte. Die Insel war einer von Kolumbus ersten Aufenthaltsorten in den Bahamas. Im Jahre 1790 kamen amerikanische Loyalisten aus den Carolinas mit ihren Sklaven auf die Insel, wo sie Baumwolle auf Plantagen anbauten. 

Die Erde auf Long Island ist ertragreicher als auf den meisten Inseln der Bahamas, aber nach der Abschaffung der Sklaverei, wurden die Plantagen aufgeben.

Landwirtschaft besitzt immer noch einen großen Teil an der lokalen Wirtschaft. Getreide, Erbsen, Squash, Ananas, Bananen und andere Früchte sind die häufigsten Ackerbauprodukte der Insel. 

St. Peter and Paul Catholic Church in Clarence Town

Hurricane „Joaquin“ wütete am 1. Oktober 2015 in der Süd-Bahamas mit Stärke 4. (5 ist das Höchste). Auf Crooked Island und hier auf Long Island haben wir die Verwüstungen gesehen. Kein Haus blieb verschont. In der Hauptstadt Clarence Town ist es Menschenleer geworden. Viele Bewohner sind auf andere Inseln umgesiedelt, die defekten Häuser unbewohnbar geworden. Die grosse Markthalle nahe der kleinen Marina, Restaurants, Lebensmittel Läden und kleine Geschäfte sind alle beschädigt. Schilder die darauf hinweisen, dass geschlossen-  oder zu verkaufen ist. Noch weiss man nicht, ob je wieder Leben in dieses Dorf zurück kehrt. Man hörte aus des Ferne da und dort Hämmern wenn Nägel in die neuen Dächer getrieben wurden. Die Menschen hier waren, ein halbes Jahr später immer noch am reparieren und aufräumen. Viele Dächer sind bereits wieder repariert und Häuser bewohnbar gemacht. Die Strommasten wurden aus der Erde gerissen, Palmen geknickt oder entwurzelt. Wo die Strasse war ist zur Zeit nur Sand. 

Bild unten, hier sieht man bereits die neue Stromversorgung. 



(Überfahrt Bericht von Long Island nach Great Exuma findet Ihr neu im Logbuch unter Bahamas)

Great Exumas  

Exuma ist der Name eines Distrikts der Bahamas, der aus über 360 Inseln besteht. Die Inselgruppe ist wegen ihrer Riffe und Höhlen ein beliebtes Ziel für Segler und Taucher. Viele unbenannte Strände und Höhlen sowie vor der Küste liegende Riffe sind Teil des geschützten Exuma National Land and Sea Park of the Bahamas National Trust. (Karte: Gelb markierter Bereich) In diesem geschützten Bereich darf nichts aus dem Meer gefischt werden tot oder lebendig. Auch keine Muscheln, oder die wunderschönen Conch Muscheln. Fischen ist generell verboten. Parkranger kontrollieren den National Park, bei Zuwiderhandlung werden pro Crewmitglied an Bord 500 USD kassiert. (Zur Sicherheit habe ich meine wunderschöne Conchmuschel aus Majaguana wieder versenkt)!

Die Exumas wurden zuerst von den Lucayan-Indianern und anderen Arawaks bewohnt, die im 15. Jahrhundert versklavt wurden. Die Inseln waren in der Folge bis ins 17. Jahrhundert unbewohnt, wurden aber von Piraten als Versteck genutzt.

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Wir sind in der riesigen Bucht vor der Hauptstadt George Town auf den Great Exumas angekommen. Das Wetter ist wärmer, angenehmer und sonniger geworden. Der kalte Nordwind hatte nachgelassen und wie wir es von der Karibik gewohnt sind um die 30°. Abends kühlt es einwenig ab, und das ist auch gut so. Der Wind hat abgenommen unsere Schweizer Fahne hängt lasch am Mast herunter. Zeit ein paar technische Herausforderungen zu meistern. 

Keinen einzigen Segler haben wir auf unserem Weg von der Dom. Rep. bis nach Great Exuma gekreuzt. Hier vor Georgtown ist jedoch die Hölle los. Vorwiegend Amerikaner und Kanadier liegen hier vor Anker. An der Zahl um die 300 Yachten. Doch noch immer hat es genügend freien Platz zum Ankern. Wir sind erstaunt, doch es wunder uns nicht! In dieser Bucht ist es einfach genial und die Versorgung ist super! 


Es heisst nicht umsonst von erfahrenen Seglern: „Man repariert sich um die Welt“ oder „an den schönsten Ankerplätzen der Welt wird gearbeitet“! Ja, wie wahr, das können wir einmal mehr  bestätigen! 

Tomi hoch oben auf dem Mast mit dem demontierten Windgeber auf dem Weg nach Unten. 


Mann könnte meinen, wir hätten ein Montagsmodell von Schiff!! Immer ist etwas defekt. Nach vier Jahren auf See, haben wir leidlich erfahren müssen, dass auch wir nicht davon gefeit sind. Nein wir haben kein Montags Schiff, unsere SeaBorne ist nämlich erstaunlich gut zwäg! Nach wie vor sind wir von der Hersteller Qualität sehr überzeugt. Salzwasser und Sonne sind die Übeltäter, die einfach alles rosten lassen. Natürlich spielt auch die Herstellung von diesen sehr teuren Ersatzteilen wie Elektronikteile z.Bsp. eine grosse Rolle. Sie sind lausig und billig verarbeitet, kosten eine Menge Geld und die Lebensdauer ist sehr beschränkt. Wer denkt, einmal alles zu erneuern und danach keine Probleme mehr zu haben, hat sich schwer getäuscht. Wir haben uns wie viele Segler die wir kennen, damit abgefunden und betrachten es jetzt als „ganz normal“, dass wir eine Menge Zeit und Geld ans  reparieren drauf gehen und wir lediglich 10%  „sun, fun and nothing to doo“ auf der SeaBorne haben! Aber wir beklagen uns natürlich nicht! Es ist nur für diejenigen die uns dann und wann fragen was wir denn den lieben langen Tag so tun, eine Antwort!!

Skipper Tomi musste von der Co Skipperin auf den Mast gewitscht werden. Bewaffnet mit allerlei Werkzeug ging es 20m in die Höhe. Das Schiff lag ruhig und friedlich da, es gäbe keine bessere Gelegenheit als jetzt. Das Ankerlicht hatte einen Wackelkontakt. Es wurde entwackelt und mit Tomis Wundersprays behandelt, danach funktionierte es wieder einwandfrei. Das grössere Problem war die Windanzeige. Warum funktionierte sie nicht mehr? Gestern hat Tomi den ganzen Tag die Elektronik geprüft, dann hat es für ein paar Minuten funktioniert und dann wieder nicht. Nach einer Weile liess ich Tomi wieder vom Mast runter, zusammen mit dem Windgeber in der Hand. Die Kontakte sind völlig oxidiert, kein Wunder, dass da nichts mehr geht. Nun folgte die Reparatur, in der Hoffnung, dass es Tomi hinkriegt! > Nachtrag; leider musste ein neuer Windgeber her! Keine Chance den alten zu reparieren! Tomi investierte zwei Nachmittage Arbeit, doch der Windgeber wollte ersetzt werden. 

Exuma: George Town - klein aber fein -

Ist der Hauptort in den Great Exumas. Einen Bummel durch dieses kleine, hübsche Dörfchen im herrlichen „bahaminan Style“. Bunte Häuser mit hübschen, handbemalten Schildern und nette Menschen, die mit einem lustigen, leicht singenden Akzent sprechen. 

Der Pink-und weiss gestrichene Verwaltungskomplex aus der Kolonialzeit steht mitten im Dorf. 


Auch sehr schön, die anglikanische Kirche aus dem 18. Jahrhundert, mit den hübschen blauen Fensterläden schmückt das Dorfbild. 


Unter Seglern ist George Town auch bekannt als bester Ort, die Vorräte an Bord aufzufüllen. In Provedenciales hatten wir das letzte Mal eingekauft. Das war vor drei Wochen. Das Gemüse war super frisch, deshalb hat es auch die ganze Zeit über gut gehalten. Die Früchte sind schon nach einer Woche alle gewesen. In George Town gibt es einen wirklich gut bestückten Supermarkt mit sehr frischem Gemüse und lokalen Früchten. Wir kaufen für die nächste Etappe d.h. wieder etwa für 3-4 Wochen ein. Noch wissen wir nicht wo und wann sich die nächste Einkaufsmöglichkeit bietet. Gut gebunkert, legten wir ab und begannen unsere Segelreise von Inselchen zu Inselchen entlang der Exumakette.


Exuma: Black Cay - Jeder hat seine Insel -

Schon nach wenigen Stunden Fahrt durch seichtes Wasser, erreichten wir „Black Cay“ unsere erste Bucht wo wir übernachteten. Ein einsamer Strand und ein paar Palmen warteten darauf von uns erobert zu werden. Beim Schnorcheln kam ein interessierter Adlerrochen ganz nahe zu uns, um zu sehen wer wohl in seinen Gewässern fischt! 

Ansteuerung an Traum-Strand



Es brutzelten Mini-Poulets auf dem Grill, denn Heute hatten wir keinen Erfolg beim Fischen! 



Exuma: Lee Stocking Island - Türkisblauer Pool -

Bei herrlichem Sonnenschein fahren wir am nächsten weiter nach „ Lee Stocking Island“ dort sollte sich das Information Center des „Land & Sea Park National Trust“ befinden. In der Beschreibung entnahmen wir, dass auch interessante Führungen neben umfangreicher Infos über Land- und Meeresbewohner angeboten werden.  


Nach eingehender Inspizierung an Land, kehrten wir entäuscht auf die SeaBorne zurück. Leider existierte hier gar nichts mehr! Nur eine Hand voll verlassene Häuser. Kein Center, keine Infos, keine Führung! Sehr schade! Trotzdem geniessen wir unseren Ankerplatz und das schöne klare Wasser! An den vielen blau-bis grün Töne der Farben im Wasser, können wir uns einfach nie satt sehen! 







Seltsame Erscheinung bei Vollmond!                          Der „Halo Lichteffekt“ 

„Halo“ kommt aus dem Griechischen und bezeichnet den Lichtkreis um Sonne und Mond. Im Englischen bedeutet „Halo“ Heiligenschein. Halo ist ein Sammelbegriff für Lichteffekt der atmosphärischen Optik, die durch Reflexion und Brechung von Licht an Eiskristallen entstehen.

Je nach Größe und Orientierung der Eiskristalle sowie dem Winkel, unter dem Licht auf die Kristalle trifft, entstehen an verschiedenen Stellen des Himmels teils weißliche, teils farbige Kreise, Bögen, Säulen oder Lichtflecken. Meistens werden Sonnen-Halos beobachtet, doch gibt es auch Mond-Halos bei Vollmond.

Einen Halo Lichteffekt sieht man wahrscheinlich nur einmal im Leben! In der Nacht vom 23. April 2016, in Lee Stocking Island, Exumas, Bahamas, haben wir einen „ Mond Halo“ gesehen und wussten zuerst nicht was dieses Phänomen bedeutet oder woher es kommt. Wir waren fasziniert und schauten zu wie es sich veränderte. Der Lichtkreis um den Mond war sehr stark mit klaren Konturen, die durch das Fotografieren leider etwas verwischt wurden. Der Mast und die Takelage der SeaBorne unterbricht den Halo.



Exuma: Musha Cay - Adlers Horst -

Wir hüpften weiter zum Inselwinzling „Musha Cay“. Diese Insel hat ein kleines Ferienhotel für exklusive Gäste. Inselbesitzer David Copperfield vermietet seine Insel für eine 1/4 Mio. pro Woche für maximal 20 Gäste! Wir stiegen mit der Schnorchel Ausrüstung ins Dinghy und fuhren über das klare Wasser das beschriebene Flugzeugwrack an der gegenüberliegenden Privat-Insel zu suchen. Leider haben wir das Drogen-Schmuggler Wrack nicht gefunden! Wir vermuten, dass der letzte Hurricane es verweht oder mit Sand zugeschüttet hatte. Die drei Privathäuser auf der mini Insel waren völlig zertrümmert! Das hätte ein schönes Feuerwerk abgegeben. Soviel Holz lag da auf einem Haufen was einmal ein Haus war! Naja, wirklich sehr schade! 

Verlassene Privatinsel. Zutritt verboten



Wir sahen einen Fischader der uns neugierig beobachtete!


Schlafende Stachelrochen liegen im Sand vergraben, im seichten, glasklaren Wasser!




Kleine Sandwolken stiegen auf wenn die Rochen vor uns flüchteten! 


Menschenleerer Traumstrand! Hier wollte man den Rest des Lebens verbringen… nicht wahr? 



Exuma: Little Farmers Cay - Ein Lied für Dich - 

Wir erreichen nach wenigen Stunden „Little Farmers Cay“! Diese kleine Insel ist nur von ein paar Bewohner besiedelt. Das Minidorf besteht aus einem winzigen Yachthafen mit einem Yachtclub und Restaurant, wo man gut essen kann, hiess es! Ein paar Häuser, einer wundervollen Bucht im Türkisblauen Wasser und weissem Sandstrand umgeben. 

Farmers Cay Yachtclub


Traum-Sicht vom Ankerplatz


Das originelle lokale Restaurant heisst „Ocean Cabin“ wir reservieren über Funk, Kanal 16 einen Tisch. Schon am Funk gab uns Terry das Angebot für das Dinner durch und wir mussten sogleich entscheiden was wir essen wollten. Wir entschieden uns für Lobster! Mit unseren Nachbarn aus Kanada die wir kennen gelernt haben sind wir die einzigen Gäste im Ocean Cabin. Wir wurden begrüsst mit den Worten: „ Heaven high“! Nicht etwa „ Hell oo“! Wie die Amis zu sagen pflegen! Ganz süss dieses kleine Wortspielerei, doch das Gastgeber Paar, Ernestine & Terry bestanden auf eine ganz sympathische Art und Weise auf diesen speziellen Little Farmers Cay Gruss. Und er macht absolut Sinn! Weil hier nämlich der Himmel auf Erden und nicht etwa die Hölle sei! Wir fanden das sehr passend und einleuchtend! 


Es gibt nämlich eine kleine Geschichte über dieses Dorf Little Farmers Cay! Die wenigen Einwohner sind sehr engagiert. Little Farmers Cay ist die zweit kleinste Gemeinschaft in den Bahamas. Sie sind stolz auf ihre eigene Flagge der Farmers Cay Flagg und darauf, dass sie Bahamians sind. Sie organisieren jährlich mehrere Festivitäten für Segler-Gäste und Einwohner. Es gibt nur den Weg mit dem Schiff, diese Insel zu erreichen! Im Restaurant Ocean Cabin haben wir köstlichen Lobster gegessen und gut gestampfte Haus Cocktails genossen. Die Decke des Restaurants war mit sämtlichen Nationalflaggen der hier gewesenen Segler gespickt, welche uns ein unverkennbares Segler-Feeling verlieh. Nach dem Essen durften wir mit Ernestine & Terry den „Little Farmers Cay Song“ singen! Dazu wurde uns ein Textblatt überreicht und wir sangen fröhlich mit der musikalischen Begleitung drauflos. Zum Glück hatte Ernesting eine kräftige und laute Stimme, und leitete uns an, damit wir auf der Spur blieben…

Wie der Song geht? Ich habe für Euch ein paar Strophen aufgeschrieben: er ist so schön, geht voll ins Herz und die Seele! 

Little Farmers Cay (Written by Diane H. Parker) 

Little Farmers Cay-                                                                                                                     smiling in the turquoise sea,                                                                                                        lazing in the sun at noon,                                                                                                           dreaming safe beneath the moon. 

Where sky meets sand and sea-                                                                                                      my precious island, Farmers Cay.                                                                                                          This is home to me and it will always be. 

Daytime on the Cay-                                                                                                                    thrasher singing in the tree, buzzing bee,                                                                                         sun is shining down on me.                                                                                                            Swaying of the trees,                                                                                                                    rising tide and rising breeze-                                                                                                        what a perfect place to be. 

On Little Farmers Cay-                                                                                                                     smiling in the turquoise sea,                                                                                                        lazing in the sun at noon,                                                                                                           dreaming safe beneath the moon. 

Where sky meets sand and sea-                                                                                                      my precious island, Farmers Cay.                                                                                                          This is home to me and it will always be. 

Snief…soo schön!                                                                                                                           Der Song ist ein Reim und nicht mehr das selbe wenn er übersetzt ist. 





Exuma: Great Guana Cay - Die Zeit steht still - 

Nach kurzem Segeln erreichten wir den nächsten Ankerplatz bei „ Great Guana Cay“, vor der Siedlung Black Point. Dies ist eine der größten und traditionellen Siedlungen der Exumas und eine der wenigen auf die wir während unserer Reise treffen. 




Wir nahmen die Gelegenheit wahr, um bei einem Spaziergang durch das Dorf, etwas über die sehr netten und hilfsbereiten Menschen zu erfahren. Wenn man durch die Strassen geht, fühlt man sich zweihundert Jahre in der Zeit zurück versetzt. Die Menschen sind zwar mit der neusten Technik ausgerüstet es scheint ihnen an nichts zu fehlen, und doch wirkt alles der Zeit entrückt. Es ist eine andere, langsamere und gemächlichere Welt, hier herrscht Entschleunigung von der Hektik weit ab der Zivilisation. 

Örtlicher Supermarkt. Einmal die Woche kommt das Postschiff und liefert den Menschen ihre Lebensmittel. Wenn man Glück hat erwischt man einwenig frisches Gemüse oder Früchte. 


Treffpunkt für alle Segler ist entweder “Lorain’s Cafe” wo man alle Neuigkeiten erfährt oder die “Scorpio’s Bar” die bekannt ist für: ‚the Sailors best Happy Hour’! Wir suchten die Bäckerei die in Berichten so schön beschrieben ist. Durch einen Zufall fanden wir sie auch in einem Privathaus! Man klopft an die Tür und steht dann in der Küche! Wenn es noch welches hat, gibt es Brote für stolze 6 Dollar! 

Lorain’s Café! 


Wir kehrten ein bei „Lorain’s Café“! Eigentlich nur aus Neugier! Sie kam an den Tisch und sagte uns was es Heute gibt. Nämlich genau etwas! Würstchen, French Toast mit Ahornsirup, Rühreier und gebratener Speck! Sonst hätte sie nichts. Okay, sagten wir und bestellten das späte Frühstück! Nach einer Stunde Wartezeit  kam dann ein grosser Teller voll beladen mit allen Köstlichkeiten à la USA. Weil es nun schon Lunchtime war, assen wir mit grossem Appetit alles auf! Es schmeckte uns sehr gut! Die Getränke so verriet sie uns müssten wir hinter der Theke selber holen, auch dass war natürlich kein Problem für uns! Wir fühlten uns gleich wie Zuhause. Am Fernseher konnten wir Obamas Besuch in Kuba verfolgen. Das auch, ganz wie Zuhause!  

Wir verbrachten in Black Point ein paar Tage, weil der Wind wieder auf Norden gedreht hatte und uns einen kalten und heftigen Wind bescherte, der die Temperaturen und unsere Stimmung sinken liess. Wir harrten aus am welligen Ankerplatz und warteten bei Fondue, Tee, Kirsch und Faserpelz.

Kinder beim Korbball spielen, sie tragen die traditionellen Schuluniformen. In Great Guana Cay gibt es immerhin eine einzige Schule. Alle Kinder jeden Alters gehen hier zusammen in die Schule.

Die Polizeistation von Black Point erinnert eher an ein Toiletten-Häuschen als an einen Polizeiposten.


 

Schöne Stimmung auch wenn die Sonne mal nicht scheint. 


Exuma: Staniel Cay - Marina und Dorfleben - 

Nach ein paar Tagen Ausharren bei schlechtem Wetter, waren wir echt froh, als der Wind endlich von den eisig kalten Nordwinde auf warme und angenehme Südostwinde drehte. Der Himmel klarte auf und die Temperaturen stiegen markant in die Höhe. So genossen wir unsere gewohnten 28-30° und konnten den Faserpelz mit der Badehose tauschen. Wir erreichten am Grün Donnerstag Staniel Cay. Wir ankerten ein Stück weit weg vom Yachthafen. 

Karfreitag, bei herrlichem Sommerwetter bummelten wir einwenig durch das angrenzende Dörfchen von Staniel Cay. Wir hofften auf etwas Glück im Supermarkt, einwenig Gemüse und Früchte zu finden, denn gestern war das Postschiff da. Leider war schon fast alles ausverkauft, keine Auswahl mehr. Wir hatten für ein paar Karotten, einen kleinen Weisskohl, ein paar Limetten, die wir noch fanden, einwenig Chips & Co sage und schreibe 50.- USD bezahlt. Also extrem teuer fanden wir. Wir gönnten uns ein Mittagessen im Yacht Club Restaurant, mit toller Aussicht auf das türkisblaue Wasser. Die Preise waren hingegen absolut okay. 





Hoffentlich bleiben wir gesund! 

Am Steg vom Yacht Club findet jeden Mittag um 12:00h das grosse Fressen der Ammenhaie statt, ein besonderes Schauspiel, die Tiere schwimmen frei herum. Einheimische füttern die sanften Riesen mit Fischstückchen, viele Ammenhaie schwimmen hier an, weil sie genau wissen, dass bald Futter kommt. Dazwischen ein paar Stachelrohen die ihr Glück versuchen und sogar eine Meeresschildkröte. 




Wir spüren, dass wir den USA immer näher kommen. Die Bootsbesitzer sind ausser wir Aliens alles Amerikaner oder Kanadier. Je näher wir den USA kommen je amerikanischer wird der Life Style. Je grösser die Yachten, je höher die Preise. Die Anzahl der Touristen und Yachten nimmt rapide zu, auch viele Chinesen sind anzutreffen.



„Thunderball Grotto“ 007 lässt grüssen

Eines der high light’s der Bahamas sind die Thunderball Grotten. 

In dieser Grotte wurden 1964 Filmaufnahmen zum James Bond Film “Thunderball” gedreht – daher hat sie auch ihren Namen. Später wurden hier auch Szenen von Disney’s „Splash“ gedreht. In Mitten der Grotte klafft ein markantes Loch in der Decke auf, durch das die Sonnenstrahlen einfallen und ein beeindruckendes Spiel mit Licht und Schatten entfachen. Rings um die Grotte herrscht eine unglaubliche Vielfalt von Meeresbewohner und hunderten von bunten Rifffischen.


Mit Kamera und Schnorchelausrüstung ankerten wir mit dem Dinghy direkt vor der Grotte neben sechs anderen Booten, die Vollbepackt mit Touristen bereits da sind. Wir warten den geeigneten Moment ab, bis die meisten Menschen die Grotte wieder verliessen. Ein erster Blick verriet uns eine wirklich beeindruckende Grotte, mit einem herrlichen Lichtspiel. Eine ziemliche Strömung war jetzt schon bemerkbar, es kam allmählich die Flut. Die Höhe hat zwei grosse Eingänge, die zwei seitlichen Eingänge kann man nur durch abtauchend und hindurch schwimmend an die Oberfläche gelangen. 

Wir planten am nächsten Tag noch einmal zu kommen, wenn die Sonne am höchsten stand. Das Licht- und Schattenspiel in der Grotte ist dann am eindrücklichsten. Doch leider war gerade Flut und der Grotteneingang unter Wasser, sodass man abtauchen musste um in die Grotte zu gelangen. Die Flut erzeugte eine eine extrem starke Strömung die einen regelrecht in die Grotte sog. Ich hatte mit meiner Platzangst zu kämpfen und schwamm bis vor den Eingang. Dann verliess mich der Mut! Die Strömung war mir zu stark und nicht geheuer, so schwamm ich zurück zum Dinghy, selbst das war so anstrengend gewesen, gegen diese Strömung anzukämpfen, dass mir die Puste ausgegangen war. Uff!

Einwenig frustriert fuhren wir zum Steg des Yachthafens, die Fütterung der Ammenhaie war gerade vorüber. Wir stürzen uns ins Wasser und liessen die sanften Riesen auf uns einwirken. Sie waren gross und sehr schön. Sie schwammen gemächlich um uns herum und fanden schliesslich im Sand liegend den wohlverdienten Mittagsschlaf. 


Wir versuchten es nach vier Stunden noch einmal, da war die Grotte frei, die Ebbe hatte eingesetzt, das Wasser war wieder ruhig, es gab keine Strömung mehr.  Jetzt konnten wir problemlos in die Grotte schwimmen und noch einmal das Schauspiel bewundern. 




- Alle lieben - Big Major Spot 

Inzwischen haben wir den etwas welligen Ankerplatz vor Staniel Cay Yacht Club an den nur einen Steinwurf entfernte „Big Major“ Bucht gewechselt. Etwa 50 Yachten waren schon da, doch hier war der Liegeplatz viel angenehmer, zumal der Wind nachliess und die Wellen weniger wurden. 

Es gibt nur einen einzigen Grund um hier zu liegen…

„The swimming Pig’s“!!  oder „Die schwimmenden Schweine

Können Schweine schwimmen? Ja, sie können, und wie! Vor vielen Jahren wurden ein paar Schweine auf der Insel ausgesetzt. Ein Einheimischer hat sich den Schweinen angenommen und für sie gesorgt. Von da an hegt und pflegt er seine Schweinefamilie, die ständig wächst. Inzwischen sind die Schweine berühmter und populärer als Jeames Bond in der Thunderball Grotte! Wir fuhren mit dem Beiboot nahe an den Strand, die Schweine sahen uns und kamen angerannt, dann mussten sie schwimmen! Zuerst zögerlich, sie wollten sicher sein, dass dabei auch was heraussprang! Dann schwammen sie auf das Dinghy zu, grunzend und schnaufend pflügten sie sich durchs Wasser, herrlich und lustig zugleich ihnen dabei zuzusehen! Natürlich hatten wir natürlich auch „Gutsli“ dabei um die immer hungrigen Schweine zu füttern. Das Schweinemaul zu treffen war aber gar nicht so einfach, die lange Nase war immer im Wege! Wir könnten Stundenlang mit den gefrässigen Schweinen zusammen sein, doch da gibt es viele andere Touristen die ebenfalls ihr Futter los werden wollten. 





Übrigens schmiert der Schweinehirt seine Schützlinge mit Sonnencreme ein, weil die armen Schweine fast den ganzen Tag an der prallen Sonne am Strand sind um zu fressen und die Touristen zu unterhalten! Kein Witz! 







Exuma: Compass Cay - Wellness, Natur pur - 

Wir verliessen schweren Herzens die schwimmenden Schweine. Nach zwei Stunden Segeln erreichten wir bereits der nächste Höhepunkt der Sehenswürdigkeiten in den Bahamas. Das Navigieren verlangte Tomi’s grösste Aufmerksamkeit, viele Untiefen, die wir umfahren mussten. Wir ankerten vor dem Strand vor Compass Cay im Sand auf 1m Wassertiefe. Eine wahre Oase, ausser uns waren noch drei andere Schiffe da, sonst ist idyllische Einsamkeit in dieser Bucht. 

Unsere SeaBorne an diesem traumhaft schönen Ankerplatz


Wir satteln das Dinghy und ankern ganz nahe am Strand. Wir gingen ein Stück über die Insel und stellten zu unserer Überraschung fest, dass wir ganz zufällig den hier bekannten „Natur-Pool“ gefunden hatten, aber nirgends genau beschrieben war wo! Hier nennen sie den Pool „Bubbly Bath“. Hier spült die Brandung des Atlantiks durch eine schmale Felsöffnung und erzeugt einen herrlichen Whirlpool-Effekt wenn das Wasser in den Pool hinein schwappt. Schwimmen wird zu einem einzigartigen Erlebnis, Wellness in seiner natürlichsten und schönsten Form.


 Wieder einmal hatten wir Glück, die einzigen Touristen zu sein! Obwohl die Flut ihren Höhepunkt erreicht hatte, und das „Bubbly Bath“ dann am eindrücklichsten ist, wenn die Atlantikwellen hoch über die Felsen preschen und das Wasser aufschäumen lässt. 



Exuma: Rocky Dundas - Höhlen Erlebnis -

Mit dem Dinghy fahren wir den kurzen Weg von Kompass Cay zu den Rocky Dundas Höhlen. Zwei Bojen sind für Beiboote reserviert. Wir hatten nochmals den Benzintank vom Dinghy gefüllt, und hoffen, natürlich, dass wir wieder zur SeaBorne zurück kommen, ohne Panne! Denn bei diesen Distanzen könnte man so ganz alleine leicht verloren gehen! 


Die Exumas sind für ihre unzähligen Höhlen und Grotten bekannt, teils unter – teils über Wasser. Bei den Rocky Dundas befindet sich eine der schönsten Höhlen und bei Niedrigwasser konnten wir vom Dinghy aus in diese Grotten hinein schnorcheln. Ein wirklich tolles Erlebnis. Die Unterwasserwelt um die Grotte herum ist ebenfalls sehr schön. Ein Korallengarten mit kleinen Dokotrfischchen und einem schönen Bewuchs von Weich- und Hartkorallen. Viele Fächerkorallen und eine riesige, unbeschädigte Elchhornkoralle, das sieht man heutzutage selten. Wir geniessen für einmal den Garten Eden unter Wasser! Der Weg zurück zur SeaBorne stellte sich als problemlos heraus, und wir sind froh darüber. 







Exuma: O’Brians Cay / Cambridge Cay                             - Land- & Sea Park - 

Der Wind trieb uns immer mehr zum Strand von Compass Cay und drehte ungünstig ab, wurde immer weniger. Die SeaBorne kreiste 360° um die eigene Achse. Unter dem Kiel zeigte die Logge noch „0“ Meter an mit Niedrigwasser. Zeit aufzubrechen! Wir verliessen noch am selben Abend, ungewöhnlicher Weise kurz vor Sonnenuntergang die Bucht von Compass Cay.

Nur einen Steinwurf weiter auf unserer Route liegen die beiden Inselchen O’Brians Cay und Cambridge Cay. Vor Cambridge Cay lagen Bojen aus. Wir schnappten uns eine und machten fest. Alles gut gegangen, obwohl, es manchmal recht knapp unter dem Kiel war. Kaum waren wir fest, kam eine nette Lady und erklärte uns, dass wir zur gegenüber liegenden kleinen Insel fahren müssen um die Bojen Gebühr von 30.- USD pro Nacht in einen dafür angebrachten Briefkasten zu zahlen. Natürlich erledigten wir das am nächsten Morgen. 


Bei O’Brians Cay besuchen wir das „Sea Aquarium . Ein kleines Riff mit sehr schönem Bewuchs, wo einem die Fische sogar aus der Hand fressen. Ich hatte ein wenig Brot in einem Beutel dabei und kaum war ich im Wasser schwammen und wirbelten hunderte von Fischen um mich herum. Darunter der graue Kaiserfisch, der Schmetterlingsfisch mit vier schwarzen Punkten vor dem Schwanz. Königs Kaiserfische, kleine Pink-Orange gestreifte Feenbarsche, viele hundert gestreifte Sergeant Fische. Ein wirklich schönes Erlebnis in diesem Aquarium. 


Ab hier beginnt nun der geschützten Land- und Meeres- Nationalpark. Der 456 Quadratkilometer grosse Park welcher sich über 35 Kilometer zwischen Conch Cut und Wax Cay Cut erstreckt. Strikte Gesetze verbieten das Fischen und das Entfernen von Korallen, Pflanzen und sogar Muscheln. Bussgeld bei Verstössen betragen pro Crewmitglied 500.- USD, ganz schön happig. So musste ich schweren Herzens meine schöne Conch Muschel von Mayaguana (dort war es erlaubt Conch Muscheln zu Tauchen) dem Meer zurück geben.



Exuma: Pasture Cay- Flugzeugwrack in Sicht - 

Gleich Gegenüber von Cambridge Cay liegt Pasture Cay mit einem versunkenen Flugzeug welches „Plane Reef“ heisst. Dieses Flugzeugwrack das mit der Nase im Sand steckt wollten wir uns unbedingt anschauen. Ein kurzer Ritt mit dem Dinghy an die gut sichtbare Boje, die direkt am Flugzeug angekettet war. Ein erster Blick überraschte uns mit vielen reich bewachsenen Korallenstöcken rund um das Wrack. 


Gleich gegenüber vom  „Sea Aquarium“ liegt die Insel „Little Hall’s Pond Cay“ – die Insel die “Johnny Depp” gehört. Das ist nur einer von vielen schönen Sandstränden rund um Johnny’s Insel. 


Wir zogen am gleichen Tag weiter vor die privat Insel Hall Cay, wo wir die Nacht verbrachten.


Exuma: Warderick Wells - Nichts los - 

Bei schönstem Wetter lichteten wir am nächsten Morgen den Anker in Richtung Warderick Wells. Eine angenehme Fahrt ohne Segel die nur zwei Stunden dauerte. Täglich auf’s Neue waren wir von dem wunderschönen Wasserfarben begeistert. Wir können und wollen uns daran nie satt sehen.  




In Warderick Wells ist das Headquarter des „Exuma Cays Land and Sea Park“ zuhause. Hier soll es jede Menge Informationen über die Pflanzen und Tiere im Nationalpark geben. 

 

Ahaa!! Hier hat es sogar einen Dinghysteg, wie edel! Gespannt auf die vielen Infos, die wir gleich bekommen werden gingen wir zum Office. Die Dame hinter der Theke machte einen eher unmotivierten Eindruck. Wir hofften, mehr Informationen bez.  einen Schnorchel- und Tauchführer für dieses Gebiet zu erhalten. Doch als wir nachfragten, gab sie eine ausladende Handbewegung auf ein paar vor ihr liegende Kopien zum besten, die lediglich vier Inseln beschrieben die im Park liegen. Tauchen ist nix, sagte sie! Das war’s! Wir zahlten jeder 10USD für den Schutz des Parks, was wir grundsätzlich sehr gut finden. 


Was dieser Dive Tac vom letzten Jahr bedeutet, den sie uns als Souvenir verkauft hatte, dass würde uns allerdings schon noch interessieren! Jedenfalls, merkwürdig! 


Beim Gehen hatten wir dann auch die paar Infos über die Flora und Fauna gefunden. Sie waren mit Poster an eine Wand gepinnt, so konnten wir sehen, dass es hier Langusten  Meeresschildkröten  Conch Muscheln gibt. Der Fischadler und die Bahamas Möwe, sowie ein paar Pflanzen. Das einzige Tier an Land ist eine Art Meerschwein und die seltenen Leguane. Enttäuscht über die magere Info, und die unfreundliche Abfertigung zogen wir davon.

Die wunderschöne Aussicht auf die Bucht von Warderick Wells stimmte uns gleich wieder besser! 


Am Strand wurde das Skelett von „Stinky“, ein Pilotwal der 2010 mit 3 anderen bei Normans Cay angespült wurde, ausgestellt. Das ist doch immerhin eine Attraktion… 


Exuma: Shroud Cay 

Wir blieben lediglich eine Nacht in der welligen Bucht von Warderick Wells, denn hier gab es ausser diesen kurzen Wanderwege über die Insel und auf einen winzigen Hügel mit Blick auf den Atlantik nichts zu sehen. Wir lichteten den Anker und hissten die Segel. Wir hatten einen sehr angenehmen und schönen Segeltag. Mit viel Wind und einem guten Kurs kamen wir schnell voran und genossen drei Stunden entspanntes Segeln entlang der Exuma Bank bis Shroud Cay. 

(Unser Windmesser war ja immer noch defekt. Wir haben herausgefunden, wenn Tomi’s Ohrläppchen anfangen zu flattern hat es 20 Knoten Wind). 



Shroud Cay unterschied sich gänzlich von den anderen Inselchen, die wir bis dato besucht hatten. Das Innere der Insel ist bewachsen von Mangroven. Türkisblaues, kristallklares Wasser schlängelt sich mit der Strömung der Flut wie Strassen durch die Mangroven. Wir fuhren mit dem Dinghy durch diese verschlungenen Wasserwege und genossen ein einzigartiges Erlebnis. Einige Wege endeten im Mangroven-Dickicht,  dann mussten wir umkehren. Andere Wasserwege mündeten zur Atlantikseite hin. Ein Weg endete wo sich auf einem Hügel ein Aussichtspunkt befindet und man einen tollen Ausblick auf den Atlantik und die Mangrovenlandschaft geniessen konnte. 




Wir liessen uns ein Stück mit der Strömung treiben und genossen die absolute Stille und Ruhe die uns in den Mangroven umfing. Da und dort lauschten wir dem Gesang eines Vogels, die Brandung der Atlantikwellen rauschte von weit weg zu uns hinüber. Der Wind der uns sachte und langsam durch das Wasser vorantrieb, leises Plätschern waren die einzigen Geräusche. Wir waren beeindruckt von so viel Ruhe und Schönheit in diesem perfekten Ökosystem. Dieses kleine Inselchen ist ein wahrer Schatz und ein wirklicher Geheimtip für alle Segler, die hier vorbei kommen. 

Exuma: Norman’s Cay


Heute war der 1. April 2016. Uns wurde bewusst, dass wir schon einen ganzen Monat in den Bahamas unterwegs waren. Nach zwei Stunden segeln erreichten wir die Insel Norman’s Cay. Sie soll eine der bekanntesten Inseln in den Exumas sein. 1980 soll hier ein Drogenbaron seine Geschäfte im grossen Stil abgewickelt haben, ein paar Jahre später hatte ihn die US-Drogenfahndung erwischt. Seit da an ist er lebenslänglich eingebuchtet. Heute sieht man eine leere Lagerhalle, zerfallene Angestelltenhäuser, eine Landebahn und eine ins Meer abgestürzte Kuriermaschine (eine Douglas C-47 Dakota) die man beim Schnorcheln besichtigen kann. Wir ankerten vor Norman’s Cay und stellten fest, dass es uns hier nicht so gut gefällt. Viele aufgetürmte Sandhaufen, Bagger und schwere Geräte an Land, waren zu sehen. Auch auf dem Wasser war an Bauarbeiten einiges am laufen. Wir beschlossen weiter zu segeln. Auch fällt uns wieder einmal auf wie verwöhnt wir eigentlich sind. Wir beschlossen zum Mittagessen zu bleiben und anschliessend weiter nach Long Cay zu segeln. 


Exuma: Long Cay 

Es hörte sich doch fast wie ein 1. April Scherz an, doch wir waren tatsächlich nochmals zwei Stunden gesegelt und liegen nun in einer ruhigen Ankerbucht vor Long Cay. Für Heute sind wir genug gesegelt. Nur ein schmaler Streifen kahle Felsen trennte uns vom Atlantik  Wir waren die einzigen Gäste am Ankerplatz, es war ruhig und einsam. Bei einem Kaffee und selbst gebackenen, noch warmen Brownie’s genossen wir unsere Ankunft in Long Cay.



Wir zogen los um die Schnorchelgründe rund um die Insel zu erforschen. Long Cay gehört bereits nicht mehr zum Exumas Land- und Sea Park. Das Fischen, Conch und Lobster Tauchen war hier wieder erlaubt. Und wenn wir Glück haben erwischen wir einen fetten Lobster. Der Bordgrill stand bereits bei Fuss. Schon lange hatten wir keinen frischen Fisch aus dem Meer gegessen, es war also wieder einmal an der Zeit auf die Jagd zu gehen! Tomi bastelte eine Lobsterfalle indem er eine Stahlschlinge an einen der Go-Pro Teleskoparme befestigte mit einer Schnur die beim zurückziehen die Schlinge zusammen zieht! Jeahhh so werden Lobster gefangen…drückt uns also die Daumen, damit wir Erfolgreich sind! 


Exuma: Highborne Cay

Ein kurzer Segelschlag führte uns nach Highborne Cay wo wir einen Bade- und Schnorchelstop beim “Oktopus Garden” einlegten. Ein sehr schöner Korallengarten im flachen Wasser mit vielen bunten Fischen. 



Für die Nacht verholten wir hinter die windgeschützte Insel Oyster Cay und ankerten sicher im sandigen Grund.  

Highborne Cay hat eine kleine Marina und wir mussten Diesel für die SeaBorne und dringend Benzin für das Dinghy bunkern. In Staniel Cay war alles ausverkauft, wir hätten eine Woche auf Nachschub warten müssen. Doch wir waren weiter gefahren, das ging uns doch zu lange. 


Wieder einmal hatten wir Gelegenheit auswärts zu Tafeln, und die gibt es auf den Exumas wirklich nur sehr selten. Wir warfen uns in Schale und gingen an Land. Doch leider, erfuhren wir an Land, dass die Insel „geschlossen“ war! Warum? Ein reicher Engländer hatte die ganze Insel für sich gemietet! Wir kehrten geknickt auf die SeaBorne zurück! Erst mal einen Drink und dann schauten wir was die Bordküche auf die Schnelle noch hergab. 


(Überfahrtsbericht von den Exumas Inseln nach Great Abaco Island findet ihr NEU im Logbuch unter Bahamas)!


Great Abaco Island, Bahamas

Wir erreichten die Abaco Insel anfangs April am südlichsten Punkt „Hole in the Wall“ am späten Nachmittag. Wir fuhren am nächsten Tag durch das seichte Wasser bis wir vor Hope Town den Anker in den Sand fallen liessen und dort die Nacht verbrachten. Eine schöne Abendstimmung, immer ein Genuss! 


Geografie

Die Abaco-Inseln liegen im Norden der Bahamas, auf der Höhe zwischen West Palm Beach und Fort Lauderdale, Florida. Dazu gehören die beiden Hauptinseln Great Abaco und Little Abaco sowie viele kleinere aneinander gereihte Inselchen die man Cay’s nennt. Great Abaco Isalnd ist das Touristische Zentrum für den Segelsport. Die Gesamtbevölkerung der Abaco-Inseln zählt rund 16.700 Menschen, der Hauptort und wirtschaftliches Zentrum ist Marsh Harbour. 

Entlang der Hauptinsel Gerat Abaco befindet sich die vorgelagerte Inselkette die parallel entlang der  Küstenlinie führt und wie eine Perlenkette Inselchen für Inselchen aneinander reiht. Die Cay’s. 


Die Wassertiefe zwischen der Hauptinsel und den Cay’s ist nirgend tiefer als 1m bis 5m! Das Wasser ist Kristall klar, türkis Blau und sehr sauber. Der Grund ist meist Sandig hell mit dunklen Flächen durchzogen wo das Schildkröten Gras wächst. Diese dunklen und hellen Flächen wechseln sich ständig ab und ergeben einen aussergewöhnlich schönen Anblick. Ausserhalb der Cay’s ist der tiefe blaue und manchmal sehr raue Nord Atlantik. (auf der Karte mit einem Schmetterling gekennzeichnet).

abaco-map


Die nachfolgend beschriebenen Cay’s führten uns rund um Great Abaco Island. Da wir bald Besuch aus der Schweiz bekamen, war es an der Zeit einer erste Runde zu den Cay’s zu unternehmen. Wir planten ein, uns mindestens einen Monat Zeit für dieses fantastische und entspannte Segelgebiet zu lassen und ausgiebig im seichten Wasser herum zu dümpeln. 

Abaco Island:                                                             Elbow Cay - Hope Town - The Soul of a Lighthouse -


Hope Town ist eine grössere Siedlung auf Abaco Island und auf jeden Fall einen Besuch wert. Nicht nur wegen des berühmten und einzigartigen Leuchtturm. Ein hübsches, charmantes Dörfchen mit vielen Attraktionen empfing uns. Schmale Strässchen führen rund um die Insel. Man fährt ausschliesslich mit Golfcart’s, für Autos wäre die Strasse viel zu schmal. Hübsche und gepflegte pastellfarbene Häuser im alt englischen Kolonialstil, säumen die Strassen. Idyllisch mit kleinen gepflegten Vorgärtchen und die alle mit niedlichen weiss gestrichenen, niederen Holzzäunchen eingesäumt sind. Hier wollte man für immer sein. Ruhe und Gelassenheit verströmt dieser magische Ort. 




Memorial Park 



Ein Ferienparadies wo man die Seele baumeln lassen kann. Wir erreichten den Besuchersteg mit dem Dinghy durch die vielen Schiffe die an Bojen in der ruhigen Bucht vor Hope Town liegen. Als besonderes Merkmal von Hope Town ragt ein markanter Leuchtturm auf, den von allen Himmelsrichtungen gut sichtbar ist. Nach einem ausgiebigen Bummel durch das Städtchen erfrischten wir uns in einem der hübschen Restaurants welche mit dem Boot vom Wasser her erreichbar ist, mit Blick auf die Bucht. Wir überquerten die Bucht und machten am Steg das Dinghy fest. Wir stiegen die vielen steilen Stufen hinauf auf die Platform des Leuchtturms. Wir genossen eine fantastische Aussicht auf die Bucht und das Städtchen von Hope Town. Wir lassen unseren Blick über den angrenzenden Atlantik mit dem vorgelagerten „Elbow Riff“ schweifen welches im dunkelblauen Wasser auszumachen war. Blickt man auf die andere Seite sieht man das türkisblaue, seichte Wasser welches die Cay’s miteinander verbindet. Die SeaBorne lag friedlich vor Anker, ein herrlicher Anblick! 


Sonntäglicher Gottesdienst auf Hope Town im Freien.

Wir hinterlassen unsere Fussabdrücke im weichen Sand. 



Geschichte des Leuchtturms von Hope Town


Der Leuchtturm ist nach wie vor die empfohlene Landmarke wenn man per Schiff die Abaco Inseln erreicht. Er ist weltweit der letzte Leuchtturm in seiner Art.  Gebaut im Jahr 1864. Er diente dazu die Schifffahrt zu warnen, denn vor Abaco liegt das gefährliche lang gezogene „Elbow Riff! Damals liefen viele Schiffe auf das Riff auf und verloren Schiff und Besatzung. Der Rot-Weiss gestreifte Leuchtturm (Candy Stripe Tower wird er liebevoll von den Amis genannt)  ist nach wie vor in restauriertem original Zustand zu bestaunen. Einzigartig, weil er weltweit der einzige Leuchtturm ist, der mit Cherosin betrieben wird. Täglich steigt ein Matrose auf und entfacht das Leuchtfeuer. Fünfmal kurz hintereinander schwebt das Leuchtfeuer seinen dicken weissen Strahl über die Bucht bis hin zum Horizont. Macht dann eine kurze Pause und beginnt wieder von Vorne. 

Grandiose Aussicht hoch oben aus der Leuchtturm Plattform! 








Abaco Island: Marsh Harbour  - Auf Einkaufstour - 

Marsh Harbour, der Hauptort von Abaco. Hier finden wir alles was das Segler Herz erfreut. Kleinere und grosse Supermärkte wo wir unsere Vorräte wieder auffüllen und ergänzen konnten. Wir fanden einen kleinen Asia-Shop der von einer Thailänderin geführt wird. Wir fanden die erlesensten Zutaten für die Thaiküche zum Bsp. die originale grüne- und rote Thai-Currypaste. Galgant, frischen Koriander, frische Thai-Auberginen, Sojasprossen, Zitronengras usw. Sie stellt selbst Thaigerichte her und verkauft diese frisch oder tiefgekühlt. Kleine Frühlingsrollen die sie uns mit Begeisterung präsentierte und gleich noch das Rezept dazu lieferte. Wir freuten uns auf unser Thai Gericht an Bord und kochten mit diesen erlesenen Zutaten ein fantastisches Thai-Curry! War das ein Genuss…

Traumhafter Sonnenuntergang mit toller Stimmung in der Bucht von Marsh Harbour. 


In Marsh Harbour ist der internationale Flughafen wo wir jeweils unsere Gäste empfingen. In der grossen Ankerbucht von Marsh Harbour kommen alle Segler und Motorbootfahrer einmal herein um sich zu verproviantieren, aufzutanken oder nur um die Schiffsbar aufzufüllen oder auch um Ersatzteile zu besorgen. Hier kann man auch ein- und ausklarieren. Es gibt ein paar kleinere Marinas und etwa drei Yacht Charter, einer davon ist Sunsail / Moorings. 


Hier in Marsh Harbour haben wir die ersten Schweizer- und Deutschen Segler angetroffen. Wir waren auf der SY Maselle bei Gabrielle & Thomas zum Apéro eingeladen. Birte und Wolfgang auf der SY Tanamera, segelten schon am nächsten Tag weiter nach Florida mit dem Ziel Washington DC und New York zu besuchen. Da kamen wir schon wieder ins Schwärmen als wir dies hörten.


Tomi buk eine Pizza und alle waren begeistert. Wir hatten tolle Gespräche und eine gute Zeit zusammen. Unsere Wege haben sich schon bald wieder getrennt. Jeder in eine andere Richtung. Wer weiss, vielleicht sehen wir uns eimal wieder! 



Abfahrt für SY Maselle in Richtung Exumas und weiter nach Bonaire. 



Abaco Island:                                                                                              Man O War Cay - mit langer Schiffsbau Tradition -




Knuffiges Boot in der Marina von Man O War Cay. 


Traumhafte Ankerbucht, mit Blick auf den Atlantik. Hier könnte man für immer bleiben


Morgenspaziergang, Wellenspass und Wellness pur am Strand auf der Anderen Seite vom Meer.             Foto Shooting mit diesen wundervollen Seesternen! Wir genossen einen grandiosen Morgen am und im Wasser. 








Auf der kleinen Insel Man O War Cay leben etwa 300 bahamesische Einwohner und etwa 135 ausländische Familien. Während des Sommers sind einige der lokalen Häuser im englischen Kolonialstil von Familien Urlauber gemietet. 


Der kleine Yachthafen mit Dinghy Anleger. 


Die Insel ist berühmt für seine Bootsbau Geschichte. William H. Albury der auf den Bahamas für seine enorme Bootsbau Fähigkeiten berühmt war, baute wunderschöne Holzschiffe. Er baute sein erster Schoner im Alter von 14. Albury ist 1972 gestorben, aber der Bootsbau Betrieb auf der Insel lebt weiter. Das letzte große Schiff welches die Werft von William H. Albury verliess, wurde ihm zu Ehren  „Onkel Will“ getauft. Die neuere Generation ist im Begriff  Schiffe aus Fiberglas  im Gegensatz zu Holzschiffen zu bauen. Albury Brüder Boote baut heute kleinere Boote in ihrer Anlage direkt am Wasser. 

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Wunderschöne Abaco Jollen gebaut von Joseph Albury auf Man-O-War Cay 2010

Diese Insel Man O War Cay ist etwa 4 km lang,  aber relativ schmal. Die Gemeinde ist sehr eng gestrickt, und die meisten der Bewohner stehen in eine oder andere Weise im Zusammenhang mit der Familie Albury. Viele Arbeiter pendeln jeden Tag von Marsh Harbour nach Man O War Cay. Es gibt zwei kleine Lebensmittelgeschäfte, ein kleiner Yachthafen , eine Boots - Werft, ein paar Souvenirläden, ein Hardware - und Holz - Shop, zwei Restaurants und eine Bäckerei. Golf-Karren, die von mehreren Unternehmen vermietet werden (die schmalen Straßen, die oft unbefestigten außerhalb des Dorfzentrums, erlauben nur die Nutzung von Golfkarren oder andere kleine Fahrzeuge). Die Menschen sind sehr konservativ, und haben immer noch tiefe Zuneigung und Loyalität gegenüber der britischen Krone. Die Mehrheit der Bewohner sind eifrige Kirchgänger. Die Insel hat vier Kirchen, eine nichtkonfessionelle , eine Pfingstlerkirche , eine Methodist- und eine Plymouth Brethren Kirche. 


Der Kalender schreibt den 2. Mai 2016! Auf der Insel Man O War Cay, im Marina Restaurant Dock & Dine feierten wir unser 4 jähriges Segler Leben auf unserer treuen SeaBorne bei gutem Essen und Aussicht auf die Werft von William H. Albury. 

Bummel durch das Städtchen





Abaco Island:                                                                                          Great Guana Cay - Insel der Meeres Schildkröten -




Es ist eine lange, schmale Insel mit einer Länge von 11 km. Rund 150 Menschen leben in einer winzigen Siedlung vorwiegend entlang der Strandlinie. Great Guana Cay liegt an einem Barriere Riff und soll von riesigen Eichhorn- und Hirschhorn Korallen umgeben sein. Ein muss für jeden Taucher, wir freuen uns bereits auf die bevorstehenden Tauchgänge. Im kleinen Urwald der Insel leben Zugvögel und einheimische Abaco Vogelarten. Weiss gekrönte Tauben und Tropikvögel haben ihre Nester auf der Insel. An den einzigartig schönen Sandstränden nisten Grüne-, Unechte-, und Karett Meeresschildkröten im Sand und legen Ihre Eier ab. Ein eindrückliches Schauspiel wenn alle gleichzeitig schlüpfen und den langen Weg ins Meer antreten. Durch die geeignete Beschaffenheit des Bodens mit Sand und Mangroven Abschnitten, bietet die Insel ein hervorragendes Habitat für die heimischen Land-, und Berg Krabben. Täglich wurden sie von den Einheimischen für die Lebensmittel Verarbeitung gejagt. Leider gibt es immer weniger Krabben, weil der Boden langsam aber sicher zum riesigen Golfplatz mutiert und die Tiere den Menschen weichen müssen.  










Die legendäre Bar „Nipper’s“ ist ein Muss auf Great Guana Cay. Eine traumhafte Lage lädt ein hier ein paar Stunden ungezwungen zu verbringen. 


Der Atlantik lud uns zum Bade ein, wir genossen dieses erfrischende Nass und schwammen mit den Wellen. 




Rosita und ich wir hatten uns einen Haus Drink, den Nipper’s Special mit drei Sorten Rum genehmigt. Er war zuckersüss und nicht mal so gut, aber nachhaltig. Rosita bekam es auf dem Magen und ich schob eine Migräne! Ob das wohl der billige Rum war? Hätten wir doch besser das Gingerbeer probiert! Tomi hatte mit Local Kalikbier keine Probleme! 




Frischer Fisch - Mahi Mahi 


Viel Spass mit Freunden aus der Schweiz am Strand von Great Guana Cay…die Schlehan’s! 



Abaco Island:                                                                                          Tauchen im Fowl Cay Nationalpark, Great Guana Cay

Hinter dieser kleinen Insel liegt der Unterwasser Nationalpark. Mehrere grosse Korallenriffe liegen hier im Atlantik und sind mit der Schnorchel Ausrüstung eine wundervolle Abwechslung zum Tauchen. Die Riffe sind intakt um es kurz zu sagen, fantastisch! 


Hier im geschützten Park, darf nichts mitgenommen werden, darum haben wir diese schöne Conch Muschel auch gefunden. Der Conch-Bewohner hatte keine Freude daran auf dem Trockenen zu sitzen, so haben wir sie nach dem Foto Shooting schnell wieder zurück ins Wasser befördert. 


Ab gings in die Tiefen der Meere der Bahamas. Dieses Erlebnis wollten wir uns nicht entgehen lassen. Weil wir die Tauchgründe mit ihren teilweise starken Strömungen bei Tiedenwechsel nicht kannten, gingen wir mit einem erfahrenen Tauchteam von „Dive Guana“ mit. Sie fuhren zum nahe gelegenen Nationalpark von „Fowl Cay“. Eine tolle Unterwasser Welt hatte unsere Sinne vollkommen ergriffen. 


Tomi mit einem Burschen Namens Nassau Grouper im Schlepptau

Nahaufnahme einer Anemone


Riff Hai 



Nassau Grouper lässt sich von Rosita streicheln


Säulenartige Korallengebilde haben uns fasziniert




Tomi hat alles im Griff





Dieser Tauchgang hatte uns allen sehr viel Spass gemacht und wir waren entzückt, wieder einmal Haie zu sehen. Auch die beeindruckend grossen Nassau Grouper waren super. Die nächsten Tauchgänge wollten wir auf eigene Faust bestreiten. Wir hatten herausgefunden, dass bei Tiedenwechsel die Strömung nicht sonderlich stark war und man sehr gut auch alleine ohne „Local Guide“ tauchen kann. 

Nach so viel Aufregung hatten wir uns einen feinen Z’nacht im Marina Restaurant Dock & Dine gegönnt. Der Lobster an Curry-Mango Sauce mit Basmatireis war hervorragend gewesen. 


Tomi entschied sich für Ribbs & fries, es hatte ihm auch sehr gut geschmeckt. Ein kühles „Kalik“ was will Mann mehr!! 



Schnorchelausflüge: 

Wir ankerten ein paar Tage vor der Insel Noname Cay - auch als Piggy Ville bekannt, weil hier die Schweinchenfamilien leben. Diese Idyllische Bucht lud uns ein eine Weile hier zu bleiben. Wenn der Wind nicht all zu heftig blies, fuhren wir mit dem Dinghy auf die Rückseite von Piggy Ville auf der Atlantikseite. Riesige Korallenriffe ragen bei Niedrigwasser fast aus dem Wasser heraus. Wir schnorchelten Stundenlang um die Riffe herum und begegneten vielen Lebewesen die in den Riffen wohnen. Schöne Elchhornkorallen glitzerten golden im Sonnenlicht. Wo das Auge hinreichte sahen wir violette Fächerkorallen aus den Riffen herauslugen, wie sie sich mit den Wellen gemächlich hin und her wiegten. Langusten krabbelten über das Riff um sich schnell eine neue Bleibe zu suchen um sich darin vor Feinden zu verstecken. Eine Vielzahl verschiedener hier lebenden Riff-Fische in allen Farben und Größen. Bunte Papageienfische die flink über das Riff flitzten und immer wieder geräuschvoll die Korallen anknabberten. Ein Riff-Hai schaute uns neugierig zu und entschwand langsam in der Ferne. Es war ein Freude, so schöne und intakte Korallenriffe mit ihren bunten Bewohnern zu bewundern. 


Abaco Island: No Name Cay - Piggy-Ville -  


Wir erfreuten uns den wilden Schweinen, die einst auf der kleinen Insel „ohne Namen“ unlängst „Piggy Ville“ heisst. Einst gejagte Hausschweine wurden auf dieser Insel ausgesetzt. Sie vermehrten sich und leben ihr glückliches Schweine dasein. Sie lassen sich von Besuchern die mit dem Boot für die Schweinchen Besichtigung ankommen füttern. Natürlich kommt niemand mit leeren Händen an. 


Auch wir brachten unsere Tisch- und Rüstabfälle, die sie gierig verschlangen bis kein Krümelchen mehr übrig war. Kürzlich hatte ein Yacht Club einen riesigen Wassertank für die Schweinchen gespendet und auf der Insel platziert mit der Aufschrift „Piggy Ville“! Der Initiand nannte sich dann prompt „The Pig-Whisperer“ was so viel heisst wie der Schweine Flüsterer. Was es nicht alles gibt…

Auf jeden Fall haben wir vor der Insel geankert und die Schweinchen immer wieder besucht. Wasser (damals war der Wassertank noch nicht da) und Futter für die Schweinchen. 


Kaum schnupperten sie das Futter kamen sie aus dem Unterholz gerannt. 










Tomi’s Lieblings Schwein mit GT Streifen…


Mini-Piggy’s


Ein paar Mal waren wir auf der Insel um die Schweinchen zu füttern. Kaum haben sie uns entdeckt wie wir mit dem Dinghy und den Esswaren an Land kamen, da sprinteten sie geradewegs auf uns zu, jedes Schwein wollte das erste sein, sie waren ganz schön nervös und gierig und untereinander auch aggressiv und Futterneidisch. Vor allem bei der schwangeren und werdenden Mutter-Sau war Vorsicht geboten! Die zweite Mutter, die aber nicht schwanger war, sondern nur sehr aggressiv gegenüber den anderen hungrigen Artgenossen. Sie kneifte oder biss sie immer wieder in die Seiten, bis sie laut quietschend davon rannten und ihr das Futter überliessen. Tolle Fress-Strategie hatte sie sich da zugelegt. So hat sie dann auch neben bei ganz doll ihre Zähne in meine Wade geschlagen, als ich eines der kleinen Säuli füttern wollte. Erschrocken und laut fluchend war ich dann auch abgezogen. Blutend und mit Schmerzen fuhren wir zurück auf die SeaBorne. Nach gründlichem inspizieren der Wunde war es nicht so schlimm wie ich befürchtete. Eine rechte Schramme quer über die Wade. Desinfektion, Antibakterielle Salbe und mit einem Wundverband hoffte ich, dass die Wunde schnell heilt.

Lagerfeuer Romantik am Strand von Piggy Ville. 

Abschieds Foto auf der SeaBorne! 




Abaco Island: Green Turtle Cay                                                           „Historisches Städtchen New Plymouth“ 

Green Turtle Cay ist Teil der „Abaco Out Islands“ welche ebenfalls am Barriere Riff liegt, und berühmt für seine wundervollen Strände. Sie ist 4,8  lang und Ca 1km breit. Sie wurde nach den reichen Vorkommen der grünen Schildkröten benannt, die das Gebiet bewohnt. 






Etwa 450 Menschen wohnen in dieser kleinen Siedlung die „New Plymouth“ heisst und im 18. Jahr-hundert gegründet wurde. Die Architektur der älteren Häusern im Dorf ist einzigartig in den Bahamas, mit steilen geneigten Dächern, die von Siedlern aus New England stammen. Alle mit hübschen Pastell Farben versehen und niedrigen, weissen Zäunen eingerahmt. New Plymouth besitzt ein eigenes Postamt, eine Bank, eine Zoll- und Einwanderungsbehörde, vier Lebensmittelgeschäfte, mehrere Restaurants, Bars und vor allem Kirchen, sogar ein kleines Museum schmückt diese Siedlung. Das winzige Dorf kann in weniger als 15 Minuten vom einen zum anderen Ende besichtigt werden, doch auf jeden Fall ist New Plymouth einen Besuch wert, man fühlt sich nach dem Anlegen am Steg, sogleich 100 Jahre in der Zeit zurück versetzt. 


Tomi freut sich mit dem Mini-Poschti-Wägeli auf Einkauf-Tour zu gehen! 





Die Feuerwehr von Green Turtle Cay, New Plymouth


Süsses kleines Feuerwehr Häuschen 


Blick auf die Lagune 

Auf der Suche nach Muscheln am Strand von Green Turtle Cay beim Morgenspaziergang.

Mach mal eine Pause! Es liegt sich gut auf einem selbst gemachten Palmenwedelbett! 

Oder auf einer Strandliege unter Palmen…

Mit Blick auf das Meer…


Die Häuser von New Plimouth sind alle in schönen Pastell Farben gestrichen. 





Abaco Island:                                                            Pelican Cay’s Land- & Seapark - Sandy Cay - 

Im Süden der Abaco Island befindet sich ein riesiges Gebiet das sich die Pelicans Cay’s nennt. Es besteht aus mehreren unbewohnten Inselgruppen die wiederum im Nationalpark Land & Seapark liegen. Wir ankerten in der Bucht vor der Insel Sandy Cay. Hinter der Insel im Atlantik sollte es mehrere Bojen für Dinghy’s geben - der ideale Einstieg für tolle Schnorchel Erlebnisse. Doch leider sind von acht markierten Bojen, gerade noch zwei da. Die anderen wurden wahrscheinlich beim letzten Hurricane weggerissen, und niemand hatte sie ersetzt. Das Bojen Setzen und Warten wird hier von Spenden bezahlt. Nicht von der Regierung. Leider hatten wir auf der ganzen Fahrt in den Bahamas die Bojen an beschriebenen Schnorchel- oder Tauchplätzen vermisst. An manchen berühmten Orten waren bis zu zwanzig Bojen beschrieben, und nicht eine konnten wir finden. Ohne Bojen konnten wir beides nicht, Tauchen nicht und Schnorcheln auch nicht. So waren uns leider einige der schönen Tauchgründe und Schnorchel Riffe verborgen geblieben. 

Dort wo es noch Bojen hatte, waren wir stunden lang im Wasser und liessen uns von den Wellen über das Riff vor und zurück gleiten. Eine fantastische Unterwasser Welt. Auf Sandy Cay hat es viele schöne und intakte Elchhorn Korallen die golden im Sonnenlicht glitzerten. Viele bunte Riff Fische begleiteten uns neugierig. Eine Languste krabbelte über das Riff, welches von einem Teppich von Meeres Farn gespickt in hellen und dunkeln Violetten Farbtönen in den Wellen gemächlich hin und her wogen. 

Nach der langen Zeit im Wasser hätten uns bereits Schwimmhäute zwischen Zehen und Finger wachsen sollen. Doch die Mutation Mensch zu Fisch blieb glücklicherweise aus! Aber sicher ist, dass wir wieder einmal mehr diese Schönheit unter Wasser sehr genossen haben. 

Folgend präsentieren wir Euch die schönsten Unterwasser Fotos die wir während unseren Schnorchel-Ausflügen mit der handlichen Sea-Life UW-Kamera gemacht haben: 



Fächerkoralle mit Elchhornkoralle


Gelbe Schwämme geben einen schönen Kontrast zum Riff. 



Elchhornkorallen


Eine Conch wird von einem Krebs aufgefressen!


Wieder die schönen Elchhonkorallen


Diese Fächerkorallen in allenn Violett Tönen überwachsen das Riff. Sie wogen langsam mit den Wellen hin und her. 

Nahaufnahme einer Elchhornkoralle, sieht aus wie panierte Schnitzel…


Fächerkoralle ohne Blitz fotografiert, nur durch das Tageslicht erhält sie seine Violette Farbe. 


Bahamian Seestern

Tolle Felsvormationen mit Fächer Korallen


Elchhornkorallen



Riff-Garten mit schönem Bewuchs und einem Papageienfisch

Nahaufnahme einer Fächer Koralle 

Feuer Koralle > extrem nesselnd, gibt Verbrennungen auf der Haut. 


Eine grosse Languste, wäre ein schönes Abendessen gewesen! 



Lubbers Quarters                                                              - Vollmond Strand Party im Cracker P’s Bar & Grill  - 


Wir ankerten direkt vor dem Steg der zum Cracker P’s Bar & Grill führte. Wir wollten uns bei Dunkelheit das Feuer am Strand ansehen, welches die Betreiber jeweils bei Vollmond organisieren. Schon beim Apéro kam es uns ein wenig seltsam vor, dass die Hausherrin jede halbe Stunde mit Insektenspray den Boden besprühte und Moskitoschlangen unter jeden der Tische verteilte. Als es dann eindunkelte wussten wir wieso! Eine Mücken- und Sandfliegen Invasion überfiel das Restaurant, oder eben ihre Gäste. Wir waren schon ordentlich eingesprayt und uns liessen die Biester während dem Essen in Ruhe. Als eine Frau nach der Anderen sich unseren Antimücken Spray auslieh war die Invasion schon richtig heftig. Da kam ein junger Mann der fragte schüchtern, ob er unseren Spray für die Lady’s an seinem Tisch ausleihen dürfe. So zum Spass sagten wir: ja sicher für drei Bier kann er ihn gerne haben. Er zückte einen Bund Dollar Noten und machte Anstalten uns für den Spray Geld anzubieten. Wir winkten ab, lachten und gaben ihm den Spray. Als wir später Zahlen wollten hatte eben dieser junge Mann unser Essen und alle Getränke einfach so bezahlt. Wie es sich gehört, haben wir den Spender gesucht und beim Wurfspiel mit seiner Freundin gefunden, wir bedankten uns höflich, worauf er nur sagte oh, kein Problem, das wäre schon in Ordnung….So viel Amerikanische Freundlichkeit hatten wir bis jetzt noch nie erlebt, wir waren schon sehr überrascht! Zwischen Restaurant und Steg haben uns dann auch dutzende von Moskitos überfallen. So schnell wie nur möglich suchten wir mit dem Dinghy das Weite. Das Feuerwerk fiel für dieses Mal ins Wasser, eine Stunde später ging für Stunden ein heftiges, geräuschvolles Gewitter über uns nieder und raubte uns den Schlaf. 


Gleich gegenüber von Lubber’s Quarter liegt eine lang ausgezogene Sandbank die weit ins Meer hinaus ragt. Ein idealer Platz, den Tag mit Plantschen und Sonnenbaden zu verbringen. 


Bei Ebbe am Strand von Green Turtle Cay. 

Einer von vielen, einzigartigen Sonnenuntergängen (Green Turtle Cay)

Die Segelsaison geht zu Ende, wir wollen nun wieder zurück nach Bonaire segeln. 

(Rückreise nach Bonaire ist im Logbuch Bahamas > Bonaire beschrieben) 

Nun Ihr Lieben, seid gespannt wir hatten noch ein paar tolle Segel Stop’s auf der Rückreise nach Bonaire eingelegt, wo es sich sehr lohnte einen kleinen Bericht zu verfassen! Bleibt also dran…!


Es war bereits anfangs Juni, wir mussten die Bahamas langsam verlassen! (Hurricanezeit von Mai - Oktober)  1500 Seemeilen lagen vor uns, zurück nach Bonaire. Wir verliessen die Abaco’s in Richtung Eleuthera. Wir wollten gemütlich aber doch zügig zurück segeln, spätestens Mitte Juli wollten wir in Bonaire sein. 

Eleuthera  

Eleuthera liegt 80 km östlich von Nassau. Sie ist rund 180 km lang und an manchen Stellen weniger als einen Kilometer breit. Es leben ca. 7800 Menschen auf der lang gezogenen Insel in kleinen zum Teil winzigen Dorfgemeinschaften.  

Die Insel war zwischen 1950 und 1980 recht wohlhabend und zog zahlreiche amerikanische Industrielle an. Berühmte Besucher waren auch Filmstars wie Robert de Niro oder Prinz Charles sowie die damals schwangere Prinzessin Diana.

Durch die Unabhängigkeit der Bahamas 1973 wurden alle großen Resorts und Plantagen verlassen und an von der Regierung der Bahamas favorisierte Interessenten verkauft. Bedingt durch die Wirren des neu entstehenden Staates schlugen die neuen wirtschaftlichen Bestrebungen jedoch fehl.

Die Arbeitslosigkeit auf der Insel beträgt fast 80 %, die restlichen 20 % arbeiten überwiegend in öffentlichen Bereichen sowie in einem wachsenden Markt für Zweitwohnsitze. 

Vom Norden bei Egg Island  bis an die Südspitze Eleutheras benötigten wir drei Segeltage. 180 Km entlang der Küste ist unter Segel ein ganz schön langer Weg. Wo die Einen sicherlich weiter segeln, planten wir drei Übernachtungen an der Küste von Eleuthera. Wir lassen es gemütlich angehen, wo immer möglich machen wir nur Tages Turns. Unser zweiter Halt war in der Mitte der Insel in Govenor’s Harbour. 

In Govenor’s Harbor gibt es einen abbruchreifen Steg. Eine Post, eine Bank, eine Boutique und einen Schnaps Laden! Eine Polizeistation und eine Tankstelle. Einen Lebensmittellade haben wir nicht gefunden. An der Tankstelle kauften wir uns Wasser, es gibt auch ein paar Konserven und Süssigkeiten zu kaufen. Wir fragten uns wie man hier leben kann. Am A-der Welt! 

Ein kleines Nest, wo wirklich nichts los ist. Viele Häuser sind abbruchreif oder stehen zum Verkauf. Einige Investoren versuchten schöne Ferien-Pensionen zu bauen. Bei den einen blieb es, wie hier auf dem Bild beim Zugang zum Meer! Der sehr schön und einladend drein schaut aber das Haus dazu steht unfertig da und lädt nicht wirklich ein um hier zu verweilen. 

Unser Segel-Führer beschreibt eine der schönsten Sehenswürdigkeiten in Eleuthera, das Ocean Hole. Wir machen uns auf die Suche! Und nach fünf Minuten der Strasse entlang finden wir den Wegweiser…Wir hoffen, dass wir in der Hitze nicht stundenlang gehen müssen, denn Schattenplätze gibt es nur selten. 

Wir haben Glück und nach zehn Minuten finden wir das Ocean Hole…Ein blauer Salzwassersee öffnet sich uns. Er ist Kreisrund und wir möchten am liebsten gleich hinein springen! 


Auf dem Rückweg sehen wir dieses schöne Ferienhaus. 

Diese riesige und wunderschöne Heuschrecke zeigte sich als perfektes Fotomodell. 

Wir kochten zu Abend an Bord der SeaBorne und verliessen dieses verschlafenen Ort am nächsten Morgen in Richtung Little San Salvador. 

Little San Salvador

Was uns hier erwartete das sprengte nun doch jeden Rahmen. Es muss ein Stück vom Paradies sein!   So dachten wir, als wir den Anker in die wundervolle half Moon Bay warfen. Wir haben eigentlich nichts von dieser kleinen Insel erwartet als wir diesen kleinen Tupfer auf der Seekarte fanden! Sie sollte uns lediglich als Übernachtungs Möglichkeit dienen. Der Name Half Moon Bay sagte schon viel aus. So liegt die Bucht in einem Halbmond Kreis, eingesäumt von einem traumhaft schönen Sandstrand. Das Wasser ist wie ein Magnet, das uns anzieht und dem wir nicht widerstehen konnten. Es ist Kristall klar, türkis blau und warm wie in einer Badewanne. Kaum geankert waren wir schon ins Wasser gesprungen und genossen ein herrliches Bad, in diesem riesigen blauen Pool, ganz alleine für uns! Bei solchen wunderschönen Buchten und Inseln fühlen wir uns sehr wohl!  „Es ist jedes Mal wie nach Hause kommen“. Dieses Zuhause bewegt unsere Gefühle tief im Herzen. Das Glück zu fühlen, eine unbändige Freude und Zufriedenheit in diesem wahren Paradies sein zu dürfen, Zuhause angekommen zu sein.  Ja, ich denke es muss Liebe sein. Eine Liebe für die wundervolle Natur, die in ihrer Einzigartigkeit geschaffen wurde. Die Farben des Wassers, ein Kaleidoskop von Blautönen die unser Auge fasziniert wahr nimmt. Auf der Haut das samtweiche Wasser zu spüren und das Salz in der der Seeluft zu schmecken. Ins Wasser abzutauchen und sich für einen kurzen Moment wie ein Fisch zu fühlen. Die Sonne umrahmt diese Wunder, wärmt die Seele und das Herz. Lässt uns mit uns selbst einfach nur glücklich sein! Ist es nicht das Glück was wir letztendlich alle suchen? Das Glück und die Schönheit der Natur die sich auf wundersame Weise mit unseren Seelen verbindet. Wie lieben wir dieses Glück hier zu sein, zu zweit Du und ich… 

Auch hier entschieden wir uns entgegen unseres Zeitplans zwei Tage zu verweilen und die Half Moon Bay zu geniessen.

Zur Geschichte Little San Salvadors! Holland American Cruising kaufte die unbewohnte Insel 1996 für 6Mio USD. Es wurde ein einmalig schönes und gepflegtes Resort für die Touristen die ausschliesslich mit dem Kreuzfahrt Schiff die Insel anlaufen gebaut. Fast täglich laufen Namhafte Schiffe aus Miami oder Nassau ein und verbringen einen Tag auf Little San Salvador. Morgens um 07:00h läuft das Cruising Ship ein und führt die Menschenmassen in grossen Fährbooten an den Strand. Am Nachmittag um 15:00h werden alle Gäste zurück an Bord beordert. Bereits am gleichen Tag geht die Kreuzfahrt weiter zur nächsten Bahamas Insel.  Neben Restaurants und Bars ist der traumhafte Strand und das warme klare Wasser das wirkliche high light einen Traum-Tag am Strand zu verbringen. Kleine Segelboote, Stand up Paddle, Reiten auf Pferden und mit ihnen im Wasser herum waten sind nur einige der Angebote für die Tages-Touristen. Animation und Musik den ganzen Tag. Wir schauen dem bunten Treiben zu und haben unsere Freude an den Menschen die ihren Aufenthalt auf Little San Salvador sichtlich geniessen. Wir mischten uns unter die Leute und erfuhren, dass das Personal welches die Menschen am Strand verwöhnt vom Cruising Ship selbst sind. Eine Stunde bevor das Schiff einläuft, bringt eine Fähre aus einer benachbarten Insel um die 50ig Angestellte, die alle Vorbereitungen für den touristischen Überfall treffen. Eine Stunde nachdem das Schiff ausgelaufen ist, geht die Fähre mit den Angestellten wieder zurück nach Hause. Wir schätzen, dass etwa 20 Angestellte auf der Insel selbst leben, und für den Unterhalt der Anlage sorgen. Eine fantastische Idee und genial in der Umsetzung! Wir waren begeistert. 

Cat Island 

Nachdem wir Cat Island erreichten, segelten wir entlang der 76 km langen und 21 Km breiten Küste. Cat Island hat eine Fläche von 389 km2. Drei Übernachtungen planten wir ein, einer davon war in der winzigen Siedlung Free Town in der Mitte der Insel. Die Einwohnerzahl beträgt ca. 1’500 und die Hauptsiedlungen sind Arthur’s Town, Orange Creek und Port Howe.

600px-Cat Island, Bahamas


Besteigung des höchsten Berges auf den Bahamas, der Mount Alvernia! 


Wir Schweizer denken da sofort an unsere grandiosen Berge und gehen davon aus, dass der Mount Alvernia ganz schön hoch sein muss. Doch dem ist nicht so, der Mount Alvernia ist gerade mal 63 m hoch, das belächeln wir doch glatt. Da spricht man doch eher von einem Hügeli oder einer kleinen Erhebung…Zumindest lohnt es sich für den „Aufstieg“ die Flip Flops gegen Turnschuhe  auszuwechseln! In der sengenden Hitze ohne Wind bei 32° (gefühlte 40°) sind wir trotzdem ziemlich nass geschwitzt als wir oben ankamen.  

The Hermitage - eine Einsiedlerklause auf dem Gipfel - 



Auf dem Gipfel des Mount Alvernia steht ein Kloster, eine Einsiedlerklause. Wir nehmen den steilen Kreuz-Weg hinauf zum Gipfel und zur Einsiedelei.  

Der Erbauer dieser Einsiedelei war John Hwes, bekannt als Fr. Jerome, ein englischer Franziskaner. Er wirkte als Ordensmann in Western Australia und zog sich schliesslich nach Cat Island zurück. 








Die ersten europäischen Siedler waren Loyalisten, die vor dem Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg flohen und die Insel 1783 erreichten. Die Insel ist nach Arthur Catt, einem Piraten, benannt oder sie trägt ihren Namen auf Grund der einmalig großen Population an verwilderten Katzen.

Früher machten die Baumwollplantagen den Wohlstand der Insel aus, doch heute bildet Brandrodung für die Insulaner die Hauptlebensart. 

Wirtschaftlich rentabel ist auch die „Ernte“ der Kaskarilla-Rinde. Sie wird gesammelt und dann nach Italien verschifft. Man verwendet die Kaskarilla Rinde zum Aromatisieren von alkoholischen Getränken wie Campari. Die ätherischen   Öle werden zum Aromatisieren von Tabak verwendet. Auch in der Volksmedizin findet die Art Verwendung. Die Droge von der getrockneten Rinde heißt deutsch Kaskarillrinde, spanisch Cascarilla. 

Man glaubte lange Zeit, dass Cat Island die Insel Guanhani sei, auf der Christoph Kolumbus das erste Mal einen Fuß in die Neue Welt setzte. In der Zwischenzeit fand man aber Dokumente, die dieses Gerücht widerlegten. 

Little San Salvador

Was uns hier erwartete das sprengte nun doch jeden Rahmen. Es muss ein Stück vom Paradies sein!   So dachten wir, als wir den Anker in die wundervolle half Moon Bay warfen. Wir haben eigentlich nichts von dieser kleinen Insel erwartet als wir diesen kleinen Tupfer auf der Seekarte fanden! Sie sollte uns lediglich als Übernachtungs Möglichkeit dienen. Der Name Half Moon Bay sagte schon viel aus. So liegt die Bucht in einem Halbmond Kreis, eingesäumt von einem traumhaft schönen Sandstrand. Das Wasser ist wie ein Magnet, das uns anzieht und dem wir nicht widerstehen konnten. Es ist Kristall klar, türkis blau und warm wie in einer Badewanne. Kaum geankert waren wir schon ins Wasser gesprungen und genossen ein herrliches Bad, in diesem riesigen blauen Pool, ganz alleine für uns! Bei solchen wunderschönen Buchten und Inseln fühlen wir uns sehr wohl! „Es ist jedes Mal wie nach Hause kommen“. Dieses Zuhause bewegt unsere Gefühle tief im Herzen. Das Glück zu fühlen, eine unbändige Freude und Zufriedenheit in diesem wahren Paradies sein zu dürfen, Zuhause angekommen zu sein.  Ja, ich denke es muss Liebe sein. Eine Liebe für die wundervolle Natur, die in ihrer Einzigartigkeit geschaffen wurde. Die Farben des Wassers, ein Kaleidoskop von Blautönen die unser Auge fasziniert wahr nimmt. Auf der Haut das samtweiche Wasser zu spüren und das Salz in der der Seeluft zu schmecken. Ins Wasser abzutauchen und sich für einen kurzen Moment wie ein Fisch zu fühlen. Die Sonne umrahmt diese Schönheit, wärmt die Seele und das Herz. Lässt uns mit uns selbst einfach nur glücklich sein! Ist es nicht das Glück was wir letztendlich alle suchen? Das Glück und die Schönheit der Natur die sich auf wundersame Weise mit unseren Seelen verbindet. Wie lieben wir dieses Glück hier zu sein, zu zweit Du und ich… 

Auch hier entschieden wir uns entgegen unseres Zeitplans zwei Tage zu verweilen und die Half Moon Bay zu geniessen.

Zur Geschichte Little San Salvadors! 

Holland American Cruising kaufte die unbewohnte Insel 1996 für 6Mio USD. Es wurde ein einmalig schönes und gepflegtes Resort für die Touristen die ausschliesslich mit dem Kreuzfahrt Schiff die Insel anlaufen gebaut. Fast täglich laufen Namhafte Schiffe aus Miami oder Nassau ein und verbringen einen Tag auf Little San Salvador. Morgens um 07:00h läuft das Cruising Ship ein und führt die Menschenmassen in grossen Fährbooten an den Strand. Am Nachmittag um 15:00h werden alle Gäste zurück an Bord beordert. Bereits am gleichen Tag geht die Kreuzfahrt weiter zur nächsten Bahamas Insel.  Neben Restaurants und Bars ist der traumhafte Strand und das warme klare Wasser das wirkliche high light einen Traum-Tag am Strand zu verbringen. Kleine Segelboote, Stand up Paddle, Reiten auf Pferden und mit ihnen im Wasser herum waten sind nur einige der Angebote für die Tages-Touristen. Animation und Musik den ganzen Tag. Wir schauen dem bunten Treiben zu und haben unsere Freude an den Menschen die ihren Aufenthalt auf Little San Salvador sichtlich geniessen. Wir mischten uns unter die Leute und erfuhren, dass das Personal welches die Menschen am Strand verwöhnt vom Cruising Ship selbst sind. Eine Stunde bevor das Schiff einläuft, bringt eine Fähre aus einer benachbarten Insel um die 50ig Angestellte, die alle Vorbereitungen für den touristischen Überfall treffen. Eine Stunde nachdem das Schiff ausgelaufen ist, geht die Fähre mit den Angestellten wieder zurück nach Hause. Wir schätzen, dass etwa 20 Angestellte auf der Insel selbst leben, und für den Unterhalt der Anlage sorgen. Eine fantastische Idee und genial in der Umsetzung! Wir waren begeistert. 

Ein unerwartetes Kleinod empfängt uns in der Bucht der „Half Moon Bay“. 

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Panoramaaufnahme der Half Moon Bay in Little San Salvador vom Kreuzfahrtschiff Carnival Pride. 

3600px-Half Moon Cay Panorama


Little San Salvador Island liegt etwa 10 liegt 16 Kilometer südöstlich von Nassau. Holland America Line kaufte diese Insel im Dezember 1996 zu einem Preis von $ 6.000.000 USD. Die rund 200.000 m grosse Insel wurde mit dem Ziel gekauft die Tierwelt auf der Insel so weit wie nur möglich zu erhalten. Die Insel ist ein wichtiger Nistplatz für Wasservögel. Die Insel wird also nur von Keuzfahrtschiffen angefahren. Die Gäste werden mit den Beibooten an den Strand geschippert,  es kann ein unvergesslich schöner Strandtag beginnen. Ein rund um wohlfühl Programm steht selbstverständlich zur Verfügung. Für die kulinarischen Bedürfnisse ist ebenfalls bestens gesorgt. Sämtliche Wassersportarten stehen zu Verfügung. 

Wir sind die einzige Privatyacht die hier vor Anker liegt. Als Nebenschauplatz bietet sich die SeaBorne als ideale Plattform an um das Geschehen rund um uns zu beobachten. Wir mischen uns unter die Gäste am Strand und machen einen langen Spaziergang. 

Am frühen Nachmittag bereits werden die Gäste wieder auf das Mutterschiff zurück gebracht. Um 16:00h sind wir wieder ganz alleine in der Half Moon Bay, das Kreuzfahrtschiff ist nur noch in der Ferne zu sehen. Zurück gelassen geniessen wir die eingekehrte Stille. Ein herrlicher Tag geht zu Ende. 

Die SeaBorne alleine in der half Moon Bay.

Am wunderschönen Sandstrand

Im Hintergrund das Kreuzfahrtschiff


Wir tummeln uns unter den Touristen


Ausritt am Strand


Exklusive Badehäuschen…



Conception Island

Noch eine Trauminsel entdeckt! Auch hier entschieden wir gegen unseren Zeitplan, zwei Nächte zu bleiben. So wiederholt sich unser Ankommen „zu Hause“ wieder und wieder. Wir wünschten uns, es möge nie enden…

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Der Sand ist fein wie Pulver. Die Weitsicht unter Wasser ist phänomenal! In der Lagune ist das Wasser über 30° warm! 

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Die unbewohnte, naturbelassene 8.5 km2 kleine Insel Conception. Auf der Karte kaum einen Stecknadelkopf gross, doch atemberaubend schön. 

Einsam ist sie nicht denn sie wird sowohl von verschiedenen Arten Seevögel bewohnt die hier nisten, als auch eine Brutstätte der grünen Schildkröten die ihre Eier am Strand vergraben. 

Eine der grössten Brutstätte des Weiss-Schwanz-Tropic Vogels ist hier vertreten. 

Weißschwanz-Tropikvogel


Conception Island gehört zum geschützten Bahamas National Land and Sea Park. Schnorcheln und Tauchen kann man hier ohne Grenzen, denn die Riffe sind geschützt, der Fischreichtum entsprechend gross und sehr schön. Schon in kurzer Dinghy Distanz fanden wir wundervolle Korallenriffe, die bei niedrig Wasser aus dem Wasser ragen. Das kristallklare und unverwechselbar türkisblau schimmernde, einzigartige Wasser lud uns ein, sofort hinein zu springen. Langsam im Wasser dahin schwebend, sich schwerelos von den Wellen wiegen zu lassen ist wie der Himmel auf Erden. Und dabei die faszinierend bunt schimmernde und lebendige Unterwasserwelt zu beobachten ist ein Geschenk der Natur. Die Sonnenstrahlen lassen die Elchhornkorallenfächer golden glitzern. Bunte Fische überall knabbern an  Korallenstöcken, verstecken sich vor uns oder jagen einander hinterher. Da und dort ein neugieriges  Augenpaar lugte aus seinem Versteck hervor, sie beobachteten uns kurz und im selben Augenblick verstecken sie sich in den Korallen. Das Wasser war so warm wie in einer Badewanne nur hi und da kam eine kühlere Strömung, die unseren überhitzten Körper etwas Kühlung verschaffte. Man wünschte sich der Tag würde nie enden…

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Conception Island hat eine wundervolle Mangroven Landschaft, die man mit dem Dinghy bei Hochwasser befahren kann. Wir tauchten ein in eine ganz spezielle Welt der Mangroven. Unvergessliche Momente nehmen wir mit auf unseren Weg. Und leider hat alles Schöne eben auch sein Ende…wir müssen weiter segeln! 

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Mangroven im seichten Wasser. 

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Eine faszinierende Insel mit vielen Facetten. 

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Nordseite Conception Island 

Bahamas hot tub

Auf Wiedersehen Du schöne Insel, wir kommen wieder. 


Rum Cay 


Wahrscheinlich ist es so, dass es auf Rum Cay nur etwas gibt, nämlich Rum! Wir suchten einen Lebensmittelladen wo wir Frisches einkaufen wollten. Gemäss Beschrieb sollte es hier eine Marina wo wir Diesel bunkern können und einen Lebensmittelladen geben. Doch in diesem 70 Seelendorf gibt es nichts als Rum und Bier! Der Ehemalige Laden ist verlassen und sieht ziemlich mitgenommen aus. Man sieht noch die verlassenen Regale, die schief im Haus standen. Die Häuser an denen wir vorbei kamen, waren vom letzten Hurricane noch mit Brettern vernagelt, es schien niemand mehr darin zu wohnen. 

In diesem winzigen Verwaltungsgebäude fanden wir in der hintersten dunkelsten Ecke eine Mitarbeiterin hocken, die ihre privaten Telefonate führte. Sie teilte uns mit, dass der Laden seit dem Hurricane in Tim’s Bar untergebracht wurde! Bar hört sich gut an, wir gingen das kurze Stück in drückender Hitze zu dieser Bar, die aussieht als wäre es einen Gerümpel Ausstellung! Do wie es sich herausstellte die Seele und das Herz dieser verlassenen, zerfallenen, vom Hurricane Jerome gebeuteltes Dorf war. Cola gabs keines mehr, dafür aber Bier! Es war eiskalt und schmeckte in der Hitze köstlich erfrischend. Die ältere Bardame war sehr nett und sie erzählte uns wie es war als der Hurricane auf die Insel traf. 

Alte vergilbte Erinnerungs-Fotos von ehemaligen Gästen tapezierten die Wände und verlieh dieser Bar etwas altes, beständiges! 

Die Menschen waren alle in der Kirche untergebracht, die scheint das beste Fundament zu haben um einem Sturm Stand zu halten. Menschen kamen keine um. Doch das Dorf war komplett verwüstet. Versicherungen haben die Menschen keine. Die Regierung wird für den Wiederaufbau Geld locker machen, doch das kann dauern. Uns fiel auf, dass auf sämtlichen Inseln die vom Hurricane getroffen wurden, die Kirchen als stabilere Bauwerke Stand hielten und am schnellsten, wieder aufgebaut oder perfekt renoviert wurden. 

Die Kirche von Rum Cay


Wir durften uns ins Gästebuch eintragen und sie servierte uns selbst geröstete Spanische-und karamelisierte Nüsse - köstlich! Der Laden war in einer Ecke der Bar untergebracht und bestand aus einem Kühlschrank und einem verlassenen Holzregal für Früchte und Gemüse. Was noch an Gemüse da war, sah ziemlich schrumplig und halb verfault aus, nein Danke, da verzichten wir lieber auf Gemüse. Die Bardame entschuldigte sich und meinte, sie warten auf das Postschiff, es sollte jede Woche kommen und frische Lebensmittel bringen, doch manchmal kommt das Schiff erst in zwei Wochen. Wir fragen uns, wovon die Menschen auf diesen Inseln leben. Doch sie sehen dem ziemlich gelassen und locker entgegen, ändern kann man ja sowieso nichts, warum also auch aufregen…So tranken wir noch ein Bierchen an der Bar, die Füsse im Sand und schauten einwenig intelligentes, amerikanisches Fernsehen! 

Wir wollten eigentlich in die Marina und Diesel tanken, doch auch diese war vom Hurricane völlig zerstört inklusive einer versunkenen Yacht wo nur noch der Mast aus dem Wasser schaute. Alles verlassen und zerfallen. 

Long Island


Vor fast vier Monaten waren wir das erste Mal hier. In der Zwischenzeit hat sich viel getan. Auch diese Insel wurde vom Hurricane hart getroffen. Der Wiederaufbau ist im Gange und die Erfolge sieht man an den neuen Häuser, die Marina ist im Begriff grösser und attraktiver zu werden. Hier bekamen wir zumindest Diesel für die SeaBorne. Doch mit den frischen Lebensmitteln ist auch hier nichts zu wollen. Es gibt keinen Laden, der nächste müssten wir mit dem Taxi anfahren, was uns aber aus zeitlichen Gründen nicht reicht. Jänu…essen wir was noch an Bord ist! Vielleicht ist uns ein Tuna gut gesinnt und beisst an??!! 

Von Long Island über Crocked Island nach Acklins Island ging’s weiter nach Mayaguana unsere erste und zugleich letzte Insel in den Bahamas. Wir mussten weiter, das gute Wetterfenster sollte sich bald ändern, Wind und Wellen wollten sich gegen uns richten…


Wir verliessen die Bahamas in Richtung Turks & Caicos Inseln, zur Dom. Rep. und schliesslich folgte die Überfahrt nach Bonaire. 

Wir hoffen, Ihr hattet einen umfassenden Einblick in die Bahamas bekommen. Vielleicht Euer nächstes Reise- und Urlaubsziel?? Wer weiss…zumindest wissen wir jetzt schon, dass wir noch einmal in die Bahamas segeln werden. 

Herzliche Grüsse von Bord der SeaBorne! Nadine & Tomas 

r fiz© Tomas und Nadine Cervera 2012