Shellys Blog


Recycling auf Karibisch

Tja, wir Schweizer meinen immer, wir wären die Recyclingweltmeister. Stimmt leider nur teilweise, denn wir recyceln zwar fleissig aber nicht kreativ. Da ich weiss, dass es unter Euch auch einige Umweltverschmutzer gibt, die weder genau wissen was eine 2000-Watt-Gesellschaft ist - noch was Recycling genau heisst - hier mal für’s Erste die Definition von Recycling:

Beim Recycling oder Rezyklierung werden Abfallprodukte wiederverwertet bzw. deren Ausgangsmaterialien werden zu Sekundärrohstoffen.

Der Begriff ist ein Lehnwort aus dem Englischen (Recycling – für Wiederverwertung oder Wiederaufbereitung); etymologisch leitet es sich vom griechischen kýklos (Kreis) sowie dem lateinischen Präfix re- (zurück, wieder) ab. Na - jetzt alles klar?

Die Kariben haben dieses System mangels Wiederaufbereitungsanlagen, die hier - wenn überhaupt - nur sehr spärlich vorhanden sind, um eine kreative Variante erweitert. Nämlich um das sogenannte Wiederverwendung oder „Andersanwendung“. Ist schon klar, dass wir fantasielosen Mitteleuropäer uns darunter wenig vorstellen können, darum hier nur einige wenige Beispiele:

1. Aus alten Oelfässern werden praktische Gartengrills.


2. Man nehme einen alten Gasbehälter und schneide mit der Flex und dem Schweissbrenner kunstvolle Motive rein und fertig ist das überdimensionale Teelicht, in den dann brennbarer Abfall reingeschmissen wird. Entweder ist sowieso ein Fest, oder der „Gasbehälter“ ist gerade voll geworden und so zündet man den Inhalt mit viel Brimborium an, lockt ein paar Touristen an, die um die Behälter rumtanzen und Alkohol trinken, der ihnen von den Kariben zu überhöhten Preisen angeboten wird. Gibt es eine schönere Art um Abfall zu verbrennen? Tja, da haben wir noch viel zu lernen, oder hat schon mal jemand von Euch Spass gehabt, wenn in der Schweiz die Abfallverbrennungsanlage läuft?

3. Auch Autos werden wiederverwendet - mal als Abfall-Container

oder Teile davon als Gartenzaun

oder einfach als Blumenrabatte.

Kaputte Schwimmbrillen werden so angepasst, das auch die Hunde coole Sonnenbrillen tragen können.

Wer gar nichts mit seinen alten Textilien anfangen kann, nagelt sie einfach zu Dekorationszwecken an die nächste Bar-Decke 


oder falls der Lack des Aussenborders geschützt werden soll, tut ein altes Unterleibchen wertvolle Dienste, sozusagen als „Calida-Lack". Falls der Aussenborder dann einmal den Geist aufgibt, dann kann man diese ja sehr dekorativ im Garten um einen Baum stellen. 

Hier ein sehr schöne Arrangement, dessen ältestes Teil auch in einem Museum für nautisches Zubehör einen Platz verdient hätte. Man sieht, in diesem Garten hat Recycling Tradition.

Auch alte Kabelrollen trifft man in ihrem 2. Leben öfters als Tische wieder an. 

Tja, so könnte ich nun noch stundenlang fortfahren. Denn das waren noch längst nicht alle Recycling-Ideen, denen ich begegnet bin. Und die Reise geht ja weiter. Aber vielleicht habe ich Euch ein paar Anregungen gegeben, wir Ihr Euer persönliches Recycling-Verhalten in Zukunft etwas kreativer angehen könnt. So jetzt muss ich aber dringend ein Bier trinken, wir brauchen nämlich einen neuen Aschenbecher. Was die leere Bierdose mit einem Aschenbecher zu tun hat?

Eben mit Recycling: Bier austrinken, etwas Wasser reingiessen, in einen Rettungsring stellen - fertig. Steht auch noch bei Windstärke 10 und dem entsprechenden Wellengang!!!

In diesem Sinne - keep cool, drink beer and take care. 

so long… 

Euer Shelly.

Wozu einen Badboy?

Hallo Leute!

Melde mich mal wieder, um Euch die Insider-Infos von der SeaBorne zu erzählen. In letzter Zeit war es echt langweilig, weil nicht viel Spektakuläres auf der SeaBorne passiert ist. Ausser ein paar Gästen, die etwas Leben in die Bude brachten, war nicht viel los. Auch Reparaturen waren zwar einige zu verzeichnen, leider ist unser Skipper aber schon so routiniert, dass auch diese für einen Bericht nicht viel hergaben, weil er sich leider mittlerweile zu geschickt anstellt und sich auch nicht mehr so herrlich aufregt wie früher.

Also erzähle ich Euch mal, was es mit dem Badboy auf der SeaBorne auf sich hat. Wer ist nun dieser Badboy? Viele Denken jetzt sicher, dass unser Skipper damit gemeint ist, und ich ihn wieder mal so richtig wegen seiner Fehler zusammenfalte. Dem ist aber nicht so. Ist es eine besonders grosse Kakerlake (abwohl ich schon lange keine mehr zu Gesicht gekriegt habe)? Ist etwa Berlusconi zu Besuch auf der SeaBorne - aber der hat sicher grössere Schiffe um Urlaub zu machen und mit Bunga-Bunga ist auf der SeaBorne auch nicht viel. Nicht mal eine heisse, minderjährige Braut auf dem Schiff!!! Haben wir vielleicht den Depp aus "Fluch der Karibik" getroffen, weil er Heimweh nach seiner alten Wirkungsstätte hatte oder vielleicht Daniel Vasella, der auf der Flucht vor der Abzockeninitiative in die USA einen Zwischenstopp in der Karibik gemacht hat? Alles Falsch - Ihr werdet nie darauf kommen - darum sage ich es Euch jetzt! 

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Badboys halten zusammen!!!

Der Badboy ist eine WI-Fi Antenne mit Broadcaster - alles klar? Nicht? Dann seid Ihr in etwa auf dem Wissensstand meiner Lieblingsbordfrau Nadine, die hat nämlich auch keinen Schimmer, wie und wofür dieses Teil auf ihrer Reeling tront. Nun ich will Euch ja nicht dumm sterben lassen, darum erkläre ich Euch jetzt, um was es sich handelt. Internet? Sagt Euch das was? Na toll, dann muss ich wenigstens nicht bis zur Erfindung des Computers ausholen he, he, he. Nein - Spass bei Seite! Badboy heisst das Ding, welches uns auch auf bis zu 5 Kilometer Entfernung noch problemlos mit einem freien Hotspot verbindet, dem im Normalfall schon nach 30 Metern die Puste ausgehen würde. Wer jetzt bei Hotspot an eine erotische TV-Werbung denkt, den muss ich enttäuschen. Hotspots sind öffentliche drahtlose Internetzugriffspunkte, die (oft gegen Bezahlung) für jedermann zugänglich sind. Die meisten sind im öffentlichen Raum installiert: in Restaurants, Cafés, Hotels, Krankenhäusern oder öffentlichen Plätzen (Flughäfen, Bahnhöfen usw.). Mit einem NotebookPDA oder Mobiltelefon kann man mittels der WLAN-Technologie eine Verbindung zum Internet aufbauen. Alles klar? Wenn nicht, dann hoffe ich, dass Du Dich im Altersheim wohl fühlst … grins.

Für alle, die mir noch folgen können - willkommen im Club. Beim Badboy (so heisst nämlich dieser WiFi-Verstärker, handelt es sich um eine Antenne und eine Sende- und Empfangseinheit, die WiFi-Signale empfängt und verstärkt. Dadurch sind wir in der Lage, auch wenn wir nicht gerade in einem Internet-Cafe sitzen, diesen Shelly-Blog auf's Internet zu stellen. Cool was? Das tolle daran ist, das dieses Gerät gleich noch ein internes, drahtloses WiFi-Netz aufbaut, so dass wir nicht mal gezwungen sind, alle Geräte mit Kabel zu verbinden, um Empfang zu haben. 

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Na ja, so ganz ohne Kabel geht es dann doch nicht auf einem Schiff. Kein Wunder, dass der Skipper manchmal die Uebersicht verliert.

Oft können wir damit sogar freie Internetkanäle anzapfen, die von den Eigentümern nicht geschützt wurden, ja, ja, die Kariben sind zum Glück für uns ein nachlässiges Völkchen. Lieber kiffen als mühsam den eigenen Internetzugang zu schützen und sich dann wundern, dass das internet so langsam läuft, weil die SeaBorne wieder mal dranhängt und sich Daten aus dem internet runterzieht he, he, he. Vermutlich heisst das Ding darum auch Badboy. Der Badboy sendet dabei mit einer Leistung mit bis zu 4 Watt, wäre in der Schweiz höchst illegal, hier kümmert's zum Glück kein Schwein. 

Ja, ja, das Internet ist schon toll, obwohl ich jedesmal enttäuscht bin, wenn ich auf dem WC, das letzte Stück Papier abreisse, und darauf keine Internetadresse steht, wo ich schnellsmöglich eine neue Rolle bekommen kann. Dann denke ich, dass  Bill Gates, der Gründer von Microsoft, vielleicht doch recht hatte, als er 1996 behauptete: Das Internet ist nur ein Hype! Denn ohne WC-Papier ist das Leben echt Scheisse, noch mehr als ohne Internet.

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So, jetzt aber genug gelabert, ich finde es einfach toll, wenn wir dank dem Badboy mit Euch in Verbindung bleiben können. Freuen uns auf jedes eMail aus der alten Heimat. 

Grüsse aus der Karibik und take care - Shelly.

Das perfekte Schiff?!

Tja, es kommt halt immer wieder mal was, mit dem unser Skipper nicht rechnet. So ein Schiff ist eine richtige Wundertüte. Plötzlich steigt der Wasserverbrauch auf der SeaBorne rasant an. Der Skipper hadert schon mit der Bordfrau, dass sie zu oft die Waschmaschine benutzt, da entdeckt diese, dass der halbe Backbordmotor unter Wasser steht. Da auch die automatische Lenzpumpe nicht angesprungen ist - wo gibts denn so was- , muss das Wasser mit einer externen Pumpe entfernt werden. Zum Glück waren wir noch in der Marina und Dieter (auch "Mr. Fix-it" genannt), hatte natürlich genau die gesuchte Notpumpe. Verursacher des Übels war ein lecker Waterheater (der sollte eigentlich nicht lecken, sondern warmes Wasser machen). Na ja, damit war unser Schiff wieder einmal nicht mehr perfekt. Zum Glück war schnell ein neuer Waterheater beschafft und eingebaut, und das (dank made in China) sogar noch zu einem akzeptablen Preis. Auch die Lenzpumpe hat plötzlich wieder funktionniert, nachdem der Skipper die Sicherung ausgewechselt hat. Somit wäre unser Schiff eigentlich wieder perfekt gewesen, obwohl uns jeder andere Bootsbesitzer immer wieder versichert, dass dieser Zustand nie erreicht werden kann. 

Wie recht die erfahrenen Cruiser wieder mal hatten, musste der Skipper leider schon bald erfahren. Sechs neue Batterien, ein neues Batterieladegerät und einen neuen Wasserhahn später, und das Schiff war wieder mal perfekt. Zum Glück hat der Skipper schon vor längerer Zeit seine beiden linken Hände notfallmässig gegen zwei rechte getauscht. So kann er einige Reparaturen mittlerweile selbst erledigt. 

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Der Skipper beim Basteln der neuen Halterung für die Batterien.

Zum Glück ist er sowieso eine Frohnatur und solche Kleinigkeiten können ihn nicht mehr wirklich erschüttern. Im Gegenteil: Ich dachte, ihn laust der Affe, als er plötzlich verkündet hat, dass jetzt endlich unser Filmsound im Schiff einem Finetuning unterworfen werden soll. Dass er den Hut abnehmen muss, wenn ihn die Affen lausen sollen, hat er allerdings noch nicht begriffen.

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Jo is denn scho Weihnachten? Der Skipper strahlt, als er seinen neuen Subwoofer einbaut und nun endlich ein kinowürdiger Sound im Schiff herrscht, wenn man Abends mal gemütlich einen Streifen reinziehen will. Ich muss sagen, das hat er sauber hingekriegt, und erst noch ohne zusätzlichen Kabelsalat, denn der einzige Salat, den meine Lieblingsbordfrau Nadine akzeptiert, ist der im Teller. Da lässt sie sich vom Skipper nicht auf dem Kopf rumtrampeln -

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das besorgen schon andere he, he, he.

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Aber zurück zum eigentlichen Thema: das perfekte Schiff. Im Moment ist es wieder perfekt und besser denn je. Und wenn ich mich in den diversen Ankerbuchten so umschaue, dann muss ich sagen, dass unsere SeaBorne sich ganz gut schlägt. Beispiele gefällig:

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3. Platz: Nach dem Motto - wenigstens ein Sonnensegel, wenn sonst schon alles im Eimer ist, will man sich doch auf keinen Fall noch einen Sonnenbrand einfangen.

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2. Platz: Nach dem Motto - Wo Rost ist, muss auch noch etwas Stahl sein - also Segel setzen und weiter gehts!

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1. Platz: Nach dem Motto - nur Weicheier brauchen einen Mast und Segel um um die Welt zu kommen!

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Zum Schluss noch der Spezialpreis nach dem Motto: In der Kabine ist es zwar etwas feucht, dafür ist das Kakerlaken-Problem gelöst.

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So- nun ist aber genug gelästert. Take care - wie die Einheimischen sagen - und no stress, Eure Shelly.

Alles über "Dinghys"


Nebst genügend Bier an Bord ist das Dinghy (Beiboot) eines der wichigsten Dinge für Weltumsegler. Deshalb werde ich Euch hier etwas über diese Dinger erzählen.

Wofür ein Dinghy? Das Dinghy bringt einem zum Beispiel schnell und sicher vom Schiff an die schönsten und einsamsten Strände, zur Beachbar, zum Einkaufsbummel, zum Nachbarschiff für ein Schwätzchen, zur nächsten Reparaturwerkstatt, zum Schnorchel- oder Tauchplatz und und und. Ihr seht also, ohne Dinghy wäre man echt aufgeschmissen.

Unser Dinghy ist ein Caribe mit einem 10 PS Honda-Aussenbord-Motor und wird, wenn man es nicht braucht oder wenn wir unterwegs sind, an sogenannten David's aufgehängt. Ein leistungsstarker Motor ist dabei sehr wichtig, so dass man gut ins "Gleiten" kommt. Das heisst, dass das Dinghy über das Wasser gleitet und so weniger Verdrängung hat und schneller fährt. Und genau hier liegt der Haken bei unserem Dinghy. Der knausrige Skipper hat natürlich wieder mal gespart und einen zu schwachen Motor gekauft, mit der Begründung, dass dieser weniger schwer ist (das Weichei hat zu wenig Muckis, um einen anständigen Motor alleine vom Dingi zu heben, obwohl der Motor nur lächerliche 45 kg wiegt).

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So versucht er mit diversen Tricks, wie speziellen Flossen, das Ding schneller zu machen. Hier sehen wir ihn, wie er fluchend die zusätzlichen Flossen montiert. Na ja, ein bisschen was hat es gebracht, aber 5 PS mehr wären 5 PS mehr. Allerdings hat ihm ein anderer Cruiser (so nennen sich die Weltumsegler) gesteckt, dass unser Motor eigentlich ein gedrosselter 15 PS-"Mocken" wäre und man mit einer anderen Düse und ein paar Kleinteilen leicht 5 PS mehr rausholen könnte. Das lässt den Skipper jetzt nicht mehr ruhig schlafen, und wir werden sehen, wie lange es geht, bis er das nötige Kleingeld hervorkramt und jemandem, der mehr davon versteht als er, den Auftrag gibt, die versteckten 5 PS zu finden. Bis dahin muss er sich halt mit der lahmen Gurke zufrieden geben. Nadine, meine Lieblings-Bordfrau meint zwar, das Dinghy wäre genug schnell, aber was verstehen Frauen schon von Speed?!

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Auch wenn es etwas schwächelt, hat unser Dinghy schon Bekanntschaft mit anderen Dinghys geschlossen. Hier könnt ihr sehen, was los ist, wenn man nicht aufpasst und alle zu Besuch kommen um ein wenig zu Tratschen.

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Dass Dinghys eben nicht nur Fortbewegungsmittel sind, sondern Kult(ur)objekte, kann man daran erkennen, dass es auf Grenada sogar extra ein Konzert für Dinghys gibt. Und da die Dinghys eher schlecht zu Fuss sind, findet dieses Konzert natürlich auf dem Wasser statt. 

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Dabei kommen die Dinghys mit Ihren Besatzungen aus allen Himmelsrichtungen zur schwimmenden Plattform, die zur Bar und Bühne umgebaut wird. Alles übrigens bestens organisiert von Dieter und Jana, den Besitzern der Le Phare Bleu Marina auf Grenada. Vielen Dank an die beiden für diese grandiose Idee. Am Anfang sind es nur ein paar wenige Dinghys, doch sobald die ausgezeichnete Band in die Tasten haut, kommen immer mehr und mehr dazu.

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Dicht an Dicht werden die Dinghys aneinander vertäut. Wobei man sich natürlich gerne behilflich ist (im Vordergrund seht Ihr den schwächlichen Honda des Skippers - was für eine Schande unter all den 15- und 20ig-Pferdern).

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Bei dem riesigen Gedränge klappts auch mit dem Nachbarn und man kommt schnell ins Gespräch.

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Und bei den Unkomplizierteren reichts nach ein paar Bierchen auch mal für ein Küsschen.

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Es war ein unvergessliches und tolles Erlebnis, mit guter Musik, lockeren Menschen, bestem Wetter und kaltem Bier. Wir haben es alle sehr genossen. Falls Ihr den Video von Dieter sehen wollt, den er vom Event gedreht hat, hier die Adresse.

http://www.youtube.com/watch?v=9uQwIXeq8sg&feature=channel&list=UL

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Das sind übrigens die Schlüssel vom Dinghy, die ich immer wieder mal wo anders verstecke, so dass sie der Skipper laufend suchen muss. Der Looser denkt bereits er hätte Alzheimer, weil er immer glaubt, dass er die Schlüssel verlegt. Ja, ja - man muss immer schauen, dass er beschäftigt ist und es ihm nicht zu wohl wird.

So - I have no lust more - ceep cool and take care!

Shelly






Besuch aus der Schweiz

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Unsere lieben Freunde, die Aeschlis, wollten sich unbedingt mal zwei Wochen durchschaukeln lassen und dabei die Schönheiten von Tobago geniessen. Wie immer, wenn Peter mit von der Partie ist, regnet es sofort in Strömen. Nadine packte die Gelegenheit am Schopf, und konnte endlich ihren neuen Regenschirm ausprobieren. Aber wir haben uns natürlich sehr über ihren Besuch gefreut, wie auch die Moskitos, die dem Frischfleisch aus der Schweiz gleich ihre volle Aufmerksmkeit schenkten. Da haben es Mäxli, das Kuscheltier von Selina und ich gut. Mäxli mit Pelz und ich mit Panzer, da haben die Moskitos keine Chance. Ich habe Mäxli und die Aeschlis gleich mal ins Bordleben eingeführt und die wichtigsten Verhaltensregeln und die Rettungsmaterialien erklärt. Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste.

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Wie immer hatte der Skipper wieder mal was zu reparieren. Die dritte Toilette hatte den Dienst verweigert. Ist ja auch ein Scheissjob. Der Skipper hat sie dann unter vielen, hier von der Zensur gestrichenen "Selbstgesprächen" wieder repariert und dabei den letzten Servicekit verbaut. Dass er dabei sogar noch Lachen kann, zeugt entweder von abgestorbenen Geruchsnerven durch die viele Qualmerei, beginnender Senilität oder eben einfach einem sonnigen Gemüt. 

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In der Zwischenzeit hat dann Peter das Steuer übernommen, was ihm als altem Böötler gar keine Schwierigkeiten bereitete. Mit einem breiten Grinsen im Gesicht, hat er unsere SeaBorne durch die Inselwelt von Tobago gesteuert, während der Skipper die niedrigeren Arbeiten erledigte. 

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Aber man kann über den Alten sagen was man will, nebst den Scheissjobs hat er auch Talente, um sein Wissen über die Taucherei an die Jungmannschaft weiter zu geben. Selbst ich als alter Taucher musste staunen, was er noch alles gewusst hat. Natürlich hatte er mit Selina und Jonas auch gelehrige und aufmerksame Schüler. Nach dem Crashkurs in grundlegenden Tauchregeln war dann der erste Tauchgang mit den Grundübungen an der Reihe.

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Noch etwas skeptisch aber erwartungsfroh, sahen Selina und Jonas ihrem ersten Tauchgang entgegen. Aber der Skipper, die alte Tauchflasche, hat sie sicher wieder zurück gebracht und das Strahlen auf den Gesichtern war die Mühe allemal wert.

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Mäxli und ich haben danach gleich auch überlegt, ob wir mal die wunderschöne Unterwasserwelt erkunden und ein paar meiner Verwandten besuchen sollten. Leider war selbst die kleinsten Flossen noch etwas zu gross für Mäxli. So beschlossen wir abzuhängen und uns eine karibische Bräune reinzuziehen. Wie man sieht, hatte Mäxli dabei wesentlich mehr Erfolg als ich. Ich bin eben eher der "noble Blässe" Typ. Trotz Peters schlechtem Einfluss auf das Wetter hat es ja doch noch ein paar Sonnenstrahlen gegeben. Uebrigens: Die Einheimischen behaupten, dass bei ihnen immer die Sonne scheint und nennen den Regen "liquid Sun", ja ja die Kariben sind halt schon ein sonniges Völklein. Leider ging die Zeit viel zu schnell vorüber und wir mussten uns schweren Herzens von Aeschlis und Mäxli verabschieden. Have a good trip an ceep cool - oder wie der Terminator sagen würde "astalavista baby!

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Kleine Überraschungen

Überraschungen mit dem Schiff sind offenbar an der Tagesordnung. Kurz vor Mustique gibt der rechte Motor (Steuerbordmaschine - wie der Skipper sagt) den Geist auf. Die Tankanzeige zeigt wie immer voll an, einen Defekt, den wir bei nächster oder übernachster Gelegenheit reparieren lassen müssen. Der Skipper war sich aber sicher, dass noch genügend Diesel im Tank sein müsste. Tja, so viel zum Urteilsvermögen unseres Skippers. Da wir an einer Mooringboje anlegen wollen und es einfacher mit 2 Motoren geht und zudem viel Wind und Schwell in der Bucht von Mustique herrschen, entscheidet der Skipper, dass zuerst aus dem Reservekanister was in den Tank soll. Dass das bei Wellengang für unseren Skipper nicht ganz ohne war, konnte man nach der Uebung am Skipper problemlos riechen. Solchermassen mit Marke "Diesel" parfümiert, sind wir dann in der Bucht der Filmstars, der Reichen und Schönen angekommen. Hätte nur noch gefehlt, dass der Schauspieler Win Diesel aufgetaucht wäre um Skipper Diesel zu begrüssen, sozusagen als Namensvetter. Apropos fetter - aber Ihr ahnt sicher schon, dass der Skipper immer noch nicht viel abgenommen hat.

Da die paar Tropfen aus dem Ersatzkanister uns auch nicht viel weiter bringen würden, befahl der Skipper erst mal - es wird Diesel gebunkert. Leider hatte es in der Bucht keine Schiffstankstelle. Man kann ja viel über den Skipper sagen, aber nicht, dass er so leicht aufgibt. Also viel sein Adleraugen auf einen Standbuggi, sieht aus wie ein Golfkart und heisst bei den Einheimischen "Mul". Kommt wohl von Muli oder Esel, passt also ausgezeichnet zum Skipper. Schnell so ein Ding gemietet und schon waren wir unterwegs zur nächsten und einzigen Tankstelle mit unserem Ersatzkanister. 

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So verbrachten wir den Rest des Tages auf der Trauminsel mit Kanister füllen, mit dem Dingi zum Schiff, einfüllen, zur Tankstelle, wieder Kanister auffüllen etc. etc. Der Schwarze an der Tankstelle schauten den Skipper schon komisch an, als er zum 3. Mal seinen z'Vieri unterbrechen musste, weil er schon wieder einen Kanister bezahlen wollte. Er hat sich dann auch nicht mehr die Mühe gemacht, aufzustehen und auf den Zähler an der Tanksäule zu schauen, sonder immer den gleichen Preis berechnet. So sind sie halt die Einheimischen, effizient und keinen Schritt zu viel - reicht ja wenn der Skipper schwitzt.

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Selbst meine Verwandten, die überall am Strassenrand anzutreffen waren, haben nur gestaunt, ob dem komischen Alten mit dem gelben Kanister. 

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Leider hatte ich keine Zeit mit den einheimischen Schildkröten ein paar Worte zu wechseln, da der Skipper ziemlich stresste, weil er den "Mul" pünktlich zurückgeben musste. Hätte aber sowieso nicht so viel gebracht, da die Einheimischen mich kaum verstehen, weil sie nicht so gut Englisch speaken.

Kurz und gut, Mustigue war nicht halb so mystisch, wie der Name einem suggerieren will, auch Mick Jagger habe ich nicht gesehen. Hat sich wohl verzogen, weil die berühmte Strandbar wegen Renovation geschlossen hatte - der alte Säufer! Da auch das Wetter nicht so strahlend wie gewohnt war, entschloss sich die Co-Skipperin, noch kurz die Vorräte im einzigen kleinen Supermarkt aufzufüllen. Da die meisten Artikel kein Preisschild hatten, gestaltete sich der Einkauf als finanzieller "Blindflug". Auch konnte Nadine ihren Stolz kaum verheimlichen, als sie in einer Ecke des Supermarkts doch tatsächlich ein paar Stangen Nespressokapseln entdeckt hat. Das obwohl der Skipper immer behauptet hat, in der Karibik werden wir keine Nespressokapseln kriegen. Aber eben, Jagger, Hilfiger, Clooney und Konsorten schlürfen halt auch gerne eine guten Kaffee. Natürlich musste Nadine gleich ein paar Stangen mitnehmen, nur um den Skipper ein wenig zu foppen. Dieser konnte sich dann an Bord ein Grinsen nicht verkneifen, als Nadine ihm beichten musste, was der kleine Einkauf gekostet hat. Vor allem die Nespressokapseln schlugen mit umgerechnet CHF 25.-- pro Stange zu Buche, was die Bordkasse arg ächzen liess. Vermutlich hat Clooney die Nespressokapseln selbst angeliefert, dass die so teuer waren "what else".

Überhaupt haben sie es mit den Preisen noch nicht so im Griff, wie könnte sonst unsere Co-Skipperin so strahlen, wenn sie gerade von zwei Fischern über den Tisch gezogen wird, die für drei kleine Fische ungeniert 90 EC kassieren. Aber ich bin zuversichtlich, dass die beiden es schon noch lernen.

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Unter uns gesagt, wollte mich der Skipper mit ein paar Nespressokapseln bestechen, das ich das mit dem Diesel nicht schreibe. Er meinte, Nespressokapseln wären so wertvoll wie Gold. Aber Enthüllungsjournalismus kennt halt nur die Wahrheit und harte Fakten. Trotzdem muss ich doch auch mal sagen, dass sich der Skipper eigentlich ganz gut macht, und uns immer sicher an den nächsten Ort bringt, oder wie der Engländer sagt: He has a lot on the case!

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Keep cool und geniesst Euren billigen Nespresso!


D'ont worry - drink Piton!


Endlich konnte ich auch mal von diesem elenden Floss runter und einen Landausflug mitmachen. Dazu musste ich mich allerdings ganz schön bei der Skipperin einschmeicheln. War zwar ein hartes Stück Arbeit, aber nach dem dritten Sundowner hatte ich sie dann doch weich geklopft.

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Endlich auch mal was für richtige Männer. Der Skipper strahlte wie ein Maikäfer, als er endlich wieder mal 4 Räder unter dem Hintern hatte mit einem Motorengeräusch, das über 2000 Umdrehungen per Min. geht. Und ab gehts über Stock und Stein durch die schöne Hinterlandschaft von St. Lucia. 

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Bei einem Zwischenstopp auf einem wunderbaren Aussichtspunkt musste sich der Skipper etwas von den Strapazen erholen. Nicht das Ihr jetzt denkt, der Skipper hätte schon wieder zugenommen und das deshalb die Sitzgelegenheit zusammen gebrochen ist, daran war der letzte Hurricain schuld. 

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Viel abgenommen hat er trotzdem nicht. Uebrigens hatte auch Nadine viel Freude an der Offroad-Tour, wie Ihr vielleicht wisst, hat auch sie viel Benzin im Blut. Obwohl sie manchmal die Augen verdreht hat, wenn der Skipper wieder mal zu forsch aufs Gas getreten ist, und die Kiste hinten quer kam.

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Leider war der Spass viel zu früh vorbei und natürlich musste Mann auch etwas für das weibliche Seelenheil unternehmen. Also besuchten wir noch einen riesigen Markt in Castries. Drei Stunden Früchte- und Gemüsemarkt, der Skipper hatte schon nach 5 Min. den ersten Vitaminschock. Aber er hat sich tapfer gehalten und die vielen exotischen Früchte zum Schiff getragen, in der Hoffnung, dass diese möglichst in einem erfrischenden Drink landen.

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Ein paar Tage später waren wir wieder auf hoher See und besuchten die berühmten Pitons. Zwei hoch aufragende Kegel, die vom Meer her steil ansteigen und sehr beeindruckend sind. Fast noch mehr hat mich und den Skipper beeindruckt, dass es sogar ein gleichnamiges Bier gibt, das man überall auf St. Lucia antrifft - eben Piton - das erstaunlicher Weise fast gleich schmeckt wie das First Cool der Brauerei Falken in Schaffhausen, da kommen ja direkt heimatliche Gefühle auf und wenn der Skipper und ich Heimweh haben, genehmigen wir uns ein Piton und die Welt sieht gleich wieder besser aus. Also dann Prost - oder wie der Karibe sagt: Gin - oder war das jetzt der Whisky - wie auch immer, zwischen Schiffsrumpf und Pier passt immer ein Bier! Muss jetzt aufhöen, denn der Sundowner steht bereit!

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Und jetzt noch was für alle, die etwas Englisch lernen wollen. Was sagt man zu seinem Nachbarn an der Bar: Keep cool and you can give me one out!

Basteln mit Tomi

Es hört nicht auf mit der Bastlerei! Kaum ist eine Schraube festgezogen, wird an einem anderen Ort schon wieder ein Loch gebohrt. Aus Udos Werkzeugkiste waren nur kleine Bohrer da, so hat uns ein ansässiger Arbeiter mit einem Riesenbohrer ein Riesenloch ins das Metall bohren müssen. Udo, lass es, mit diesem Riesending müssen wir unsere Kiste nicht auch noch aufrüsten!! Dass unser Schiff nicht schon am Steg abgesoffen ist, grenzt an ein Wunder. Na ja - mittlerweile hat der Skipper wenigstens Licht im Schiff. Soviel wie er beim Löten geflucht hat, müssen die neuen LED's aber mindestens 10 Jahre halten.

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Das nächste Projekt war die Installation der Navigation. Dabei hat sich der Skipper etwas  einfallen lassen und den Navi-Computer gleich mit dem grossen Bildschirm gekoppelt. So kann er trotz seinen altersschwachen Augen auch navigieren und muss nicht jedes mal die Brille ablegen. Segeln für Blinde oder Navigation ist, wenn man trotzdem ankommt. Eigentlich sehe ich aber lieber einen spannenden Film auf dem neuen Bildschirm als ständig die öden Seekarten. Trotzdem muss ich sagen, manchmal hat auch der Skipper eine gute Idee.

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Trotz der neuen Navigation hab ich mich schon mal mit dem Rettungsmaterial vertraut gemacht. Weil scheint die Sonne auf den Kiel, war es mit dem Wind zuviel. So hab ich, die besseren Chancen, die anstehende Reise nach St. Lucia zu überleben. 

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Apropos überleben. Unsere Co-Skipperin war kürzlich wieder mal einkaufen und hat uns Steaks mitgebracht, die kaum in die Pfanne gepasst haben. Als Vegetarier sagt mir das natürlich nichts, aber beeindruckend waren die Riesensteaks schon. Ja, ja die Amis liebens eben in XXL. 

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Mittlerweile ist auch das lang ersehnte Dingi eingetroffen, jetzt noch schnell den Honda montiert und das neue Spielzeug des Skippers ist startklar und begeistert auf Anhieb. Na wenigstens da können sie keine Löcher reinbohren - oder doch? 

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So jetzt muss ich mich aber erholen und etwas in die karibische Sonne liegen, bin der Einzige, der bei dem vielen Stress noch keine Zeit für ein Sonnenbad hatte. Hoffentlich spricht mich nicht wieder so ein Schwarzer an, der mir irgend was verkaufen will. Zum Glück kann ich mittlerweile ganz gut Englisch, denn die fragen eigentlich immer: "How are you? -  und ich sage dann: Thanks, it walks so. Keep cool!

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Cool - es geht voran!

Hello guy's

Haben uns schon etwas eingelebt. Die Arbeiten am Schiff gehen gut voran. Skipper Udo hat unter Beihilfe einiger kräftiger, bayrischer Flüche den Wassermacher montiert. Nun haben wir eigenes Trinkwasser, ohne das Skipper Tomi wegen jedem Liter in den Supermarkt latschen muss. Auch den Spinacker haben wir montiert - ein tolles Teil. Die Solarzellen arbeiten ebenfalls zufriedenstellend und Tomi freut sich wie ein Kind, wenn die Ladeanzeige wieder mal am Anschlag steht. Gestern Abend wurde etwas gefeiert. Nadine hat Drinks gemixt mit dem Eis aus dem coolen Icemaker und danach haben wir uns noch einen Film reingezogen. Weil aber alle etwas zu tief ins Glas geschaut haben, sind wir schon vor Ende des Films ins Koma gefallen. Heute morgen sind dann alle mit brummendem Schädel aufgewacht und haben sofort die Sonnenbrillen montiert, damit die Helligkeit das Hirn nicht noch weiter schädigt.

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Leider sind unsere Tauchausrüstungen noch immer verschollen, wir müssen morgen mal nachforschen, auf welchem Postamt die Lieferung hängen geblieben ist. Ist halt so typisch karibisch "hang around"!!! Mir kanns ja egal sein, eine echte Wasserschildkröte braucht ja keine Taucherausrüstung. Skipper Tomi war bis jetzt nicht so produktiv, deshalb habe ich ihm etwas assistiert und so konnten wir wenigstens die Schäuche zum Frischwassertank verlegen. Dabei musste er in die engsten Stellen des Schiffs kriechen, was bei seinem Wohlstandsbauch nicht immer ganz einfach war. Er meint zwar, dass er ein wenig abgenommen hat, na ja, ich will ihm die Illusion nicht nehmen. 

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Mit Nadine habe ich noch vier Tauchflaschen besorgt - endlich mal was, das nicht so teuer war. Jetzt müssen diese nur noch beim Kompressor eingebaut werden, so dass sie gut befüllt werden können und bei Seegang nicht umfallen - sonst werden wir schneller zum Torpedoboot als Udo eine Büchse Bier leeren kann.

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Endlich weht jetzt auch die Schweizer Flagge auf dem Schiff. Hat zwar lange gedauert, wie alles was der Skipper macht, aber schlussendlich hat er es doch geschafft. Kurz darauf kamen zwei Einheimische vorbei und wollten wissen, was wir so auf dem Schiff treiben. Nebenbei haben sie uns ein Kompliment gemacht, auf die Flagge gezeigt und gesagt: nice flag! Der Skipper war ganz stolz, dass hier offenbar alle seine Schweizer Flagge erkennen. Ein paar Sätze später wurde ihm aber die Illusion geraubt weil die beiden Schwarzen dann fragten: Where do you come from? Es ist also so wie ich schon vermutet habe - kein Schwein kennt hier die Schweiz. 

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Hier noch eine Impression des Skippers, wie er Halterungen für die Solaranlage lackiert. Leider hat er viel zu dick aufgetragen, so dass die Farbe auch drei Tage später immer noch nicht trocken ist - hätte halt vorher seinem Göttibub Stefan anrufen sollen, der ist nämlich Maler von Beruf. Na ja, wenigstens hat er die EDV-Technik im Griff.

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Noch eine Notiz am Rande: Vermutlich sind wir weit und breit das einzige Schiff mit einer Nespressomaschine - da wir ja jetzt 230 Volt Strom haben, hat Nadine endlich ihren heiss geliebten Nesspresso-Kaffee. Ich weiss nur nicht, wo sie die Kapseln besorgen will, wenn diese mal ausgegangen sind. Das wird vermutlich teurer als die vier Tauchflaschen - mal schauen ob sie dann auch noch so lacht - he he eh!

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So - jetzt verziehe ich mich in die Koje um noch etwas zu pennen - auch ich habe noch etwas viel Restalkohol unter dem Panzer. So long und no stress - Shelly.

Chaos auf der SeaBorne

Tja - eine Yacht auszurüsten ist nicht ganz einfach. Wassermacher, Solarzellen, 230 Volt-Verkabelung, Radar etc. etc. Dazu die vielen Betreibsanleitung in Sprachen, die man nicht versteht. Skipper Tomi kommt da teilweise ganz schön ins Grübeln. Auch wenn er nicht viel kann, aber den Sound der neuen Stereoanlage und den Anschluss an den Mac hat er prima hingekiegt. 

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Zum Glück haben wir noch Udo, den bayrischen Bootsbauer, der uns mit Rat und Tat zur Seite steht. Mit ihm haben wir einen erstklassigen Fachmann, der - regelmässig mit der richtigen Dosis Bier betankt - quasi der Motor für den Umbau darstellt. Also ich kann Euch sagen, wenn der Skipper alles alleine machen müsste, wären wir nächstes Jahr noch hier. Man kann nicht sagen, dass er wirklich blöd ist, aber von Bootsbau hat er nun mal keine Ahnung. Trotzdem ist es manchmal erstaunlich, welche Ideen er hat. Keativ und lernfähig ist er ja, das muss man ihm lassen. Auch wenn er manchmal die Farbe etwas dick aufträgt.

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Nadine habe ich schon richtig ins Herz eingeschlossen, nicht zuletzt auch darum, weil sie immer bestens und mit viel Fantasie für unser leibliches Wohl sorgt. Einzig mit dem Biereinkauf hat sich noch etwas Probleme, da sie sich standhaft weigert, für den Skipper und Udo Bier aus dem Supermarkt zu holen. So müssen die beiden halt selbst das Bier ranschleppen und wundern sich immer, warum der Biervorat schon wieder zur Neige geht.

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Zum Glück hat noch keiner gemerkt, dass ich mir auch mal einen hinter die Binde giesse. Mit ein bisschen Alkohol sieht auch dieser Kahn gleich viel besser aus. So jetzt noch ein bisschen pennen, das Schreiben strengt ganz schön an und ausserdem habe ich immer noch etwas "Tschettlegg". No stress - Shelly.


r fiz© Tomas und Nadine Cervera 2012