Grenada:                                                                  10/11/2012


Geschichte Grenadas 

Kolumbus hat Grenada als erster Europäer 1498 auf seiner dritten Westindienreise entdeckt. Er gab ihr den Namen "Conzeption". Die Insel war damals von Awaraken und Kariben besiedelt, die sie "Camahogne" nannten. Spanier, die später versuchten, auf der Insel Fuss zu fassen, nannten sie "Granada", nach der Stadt in Südspanien. Grenada, auch Drei-Insel-Staat oder Gewürzinsel genannt, hat wie alle Inseln in der Karibik eine aufregende Geschichte hinter sich, geprägt von vielen Kriegen.

Auch auf Grenada wechselten sich die Engländer und Franzosen als Besitzer von Grenada mehrmals ab. Nach dem Frieden von Versailles wurde 1783 Grenada Grossbritannien zugesprochen und 1877 erhielt es den Status einer britischen Kolonie. Eric Gary führte den Mikrostaat als erster Regierungschef 1974 in die Unabhängigkeit. Begünstigt durch steigende Arbeitslosigkeit und wirtschaftliche Stagnation, wurde die Regierung in einem unblutigen Putsch 1979 gestürzt. Neuer Premierminister wurde der marxistisch geprägte Maurice Bishop, der enge Beziehungen zu Kuba knüpfte, die Bürgerrechte stark einschränkte und die Wirtschaft lahmlegte. Es kam zu Machtkämpfen und Bishop wurde mit sieben weiteren Genossen im Oktober 1983 im Fort George nach alter Tradition in Ketten gelegt. Bernard Coard ebenfalls marxistisch geprägter Parteifreund von Bishop, riss die Führung Grenadas an sich. Auch seine Frau Phyllis intigrierte und mischte in der Politik mit bis der Staatsapparat ausser Kontrolle geriet. In die Schlagzeilen der Weltpresse geriet Grenada als die USA mit Unterstützung von Dominica und St. Vincent die Invasion vorbereiteten und mit 5000 Marines die Insel kurzfristig besetzten. Bishop und weitere Kabinettsmitglieder wurden kurz vor deren Einmarsch auf Befehl von Coards auf dem Fort Gorge exekutiert, auf der Insel herrschte Chaos.                                   Nach einer Übergangsregierung folgte mit amerikanischer Unterstützung eine konservative Regierung der New National Party unter Führung von Sir Herbert Blaize. Bei den Wahlen 1990 wurde der politische Kurs von Blaize erneut bestätigt.  

Land und Leute 

Granada ist in der Karibik die soganannte "Gewürzinsel". Die Muskatnuss ist das Wahrzeichen von Grenada. Die Landwirtschaft war und ist der wichtigste Wirtschaftszweig in Grenada. Der Muskatnussanbau etspricht etwa 30% der Weltproduktion und Grenada ist neben Indonesien der zweitgrösste Muskatlieferant der Welt. Daneben werden auch andere Gewürze wie Zimt, Nelken und Kakao angebaut und exportiert. 

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Marktatmosphäre in St. Georges.

Grenada ist eine dicht bewachsene, sehr hügelige Insel mit Blumen, Flüssen, Wasserfällen und einem tropischen Regenwald. Besucher nennen Grenada auch "Garten Eden". Petit St. Martinique, Carriacou und Grenada bilden zusammen einen Staat, oder eben den drei Inselstaat. Es leben ca. 110'000 Menschen in Grenada. Die Landessprache ist Englisch, aber auch hier wird landesweit "Patois" gesprochen. Die Hauptstadt Grenadas ist St. Georges.

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St. Georgs

Hog Island Ankerbucht

Nachdem wir uns in der Prickly Bay vom sehr unangenehmen Schwell durchschaukeln liessen, haben wir uns entschlossen nach Hog Island zu fahren. Denn hier liegt unsere Schweizer Kollegin Christa, die wir mit ihrem Mann Marcel in Carriacou kennen gerlernt haben, schon lange vor Anker. Wiedersehen macht Freude! So besuchen wir Christa (ihr Mann Marcel weilt derzeit in China und ist am arbeiten) und erfahren wie das Leben mit den vielen hier lebenden "Cruiser" so läuft. 

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Aussicht auf die "Visper Cove" Hinter der kleinen Brücke liegen wir vor Anker. 

Die Beach Bar ist am kleinen Strand und so lernen wir am Sonntags Barbeque andere Menschen kennen die schon lange auf dem Schiff leben und hier in dieser malerischen Bucht verweilen.

Le Phare Bleu Marina 

Fünf Minuten mit dem Dinghi von Hog Island in die nahe gelegene Phare Bleu Bay. Der Besuch dieser Marina stand von Anfang an auf unserem Plan.

Früher so wird erzählt, hat sich nur selten eine Yacht hier in diese Bucht verirrt. Die Versorgungsmöglichkeiten waren gleich Null. Die Vegetation rund um die Bucht war dichter, niedrieger Dschungelbewuchs, fast eine Sumpflandschaft. Mit dem Projekt "Le Phare Bleu" entstand 2007 im Norden der Bucht eine moderne Marina mit einem kleinen Bungalow Resort wo sich Jana Caniga und Dieter Burghalter ihren Karibik-Traum erfüllt haben. 

Ihre Marina mit dem Boutique Resort Hotel ergänzt den Service für Yachten auf Grenada geradezu perfekt. Die einstmals kahle Hotel-Landschaft erscheint heute wie eine grüne Oase. Viele Blumen, Palmen, Sträucher und Büsche umschmeicheln die in der Landschaft eingebetteten, sehr geschmackvoll eingerichteten Bungalows. 

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Blick aus der Reception. 

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Das luftige Hauptrestaurant, mit Lounch.

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Neben dem kleinen Sandstrand der Pool!

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Blick vom Restaurant auf die Marina. 

Jana, bekannt vom SF Magazin "10 vor 10" wechselte vor 7 Jahren ins harte Marinageschäft auf Grenada. Zusammen mit Dieter Burghalter. Er ist Musiker und organisiert tolle Konzerte und die alljährliche Segelregatta hier auf Grenada. Die Marina hat Liegeplätze an Beton-Schwimmstegen für Schiffe bis zu 30m Länge, mit allen Annehmlichkeiten einer modernen Marina. 

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Eine besondere Attraktion und das Wahrzeichen der Marina ist das ehemalige Feuerschiff "Västra Banken" das um 1900 in Stockholm auf Kiel gelegt wurde. Die Västra Banken ist mit viel Liebe zum Detail restauriert worden. Es befindet sich eine gemütliche Launch mit einem kleinen Museum darin, schöne grosse Duschkabinen und WC's im Unterdeck. Im Mitteldeck ist ein exklusives "fine & dine" Restaurant eingerichtet und auf dem Oberdeck kann man auf gemütlichen Sitzgelegenheiten die Aussicht auf die Marina und die Umgebung bei einem "Sundowner" geniessen. 

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Wir checken in der Marina ein und plaudern ein wenig mit Jana und Dieter. Dieter ist sehr "busy" weil alle sechs Wochen das soganannte Dinghy-Konzert mitten in der "Whisper Cov" Bucht stattfinden soll, welches er mit sehr viel Liebe und Hingabe organisiert. 

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"Calico" eine Schiffs-Schlepper-Antiquität die aus den USA hierher gefahren wurde.  Darauf findet die Band für das Dinghi-Konzert Platz.

Wir gehen natürlich auch hin, dieses besondere Erlebnis und das Schauspiel wollen wir uns nicht entgehen lassen. Wir packen ein paar Bierchen ein und los geht's mit dem Dinghi zum Konzert. Was uns da erwartete war der Hammer! 

Ein Konzert der Spiteznklasse! Die Sängerin "Kay Georg" mit einer Stimme, herrlicher kann eine Stimme nicht klingen, es ging uns durch Mark und Bein! Trompete, Posaune, Bass, Keyboard, Schlagzeug und dieser wunderbare Gesang von Kay. Diese unvergessliche Stimmung, die unter die Haut ging haben wir sehr genossen. Es war einfach genial! 

Ein musikalischer Einblick in das 9. Dinghy-Konzert auf Grenada siehe im Shelly Blog! 

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Das Publikum findet sich langsam ein, jeder mit seinem Dinhy! 

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"Kay" mit der tollen Stimme. 

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Also gibt es auch cruisende Hunde, auch sie geniessen das Konzert, oder wollen sie vielleicht lieber mit ihren Artgenossen vom Nachbar-Dinghy spielen?

Segeln mit Dieter

Wir sind in der Marina von Jana und Dieter. Heute geht's los mit Dieter's     Yacht, einer Swan 63 auf eine Plauschregatta in Grenada. "Men at work" Tomi und Dieter in Action die neue Genua aus Karbon muss aufgetakelt werden bevor es los gehen kann. 


Dieter hat alles im Griff! Charlie und ich sind die Vorschoter!               Toll wie diese Swan im Wasser liegt, ein herrliches Erlebnis...


Unsere Mitbestreiter sind aufgekreuzt, die Regatta kann beginnen... Nur... wohin geht's ?? Nach einer kurzfristigen Routenänderung des Organisators...keiner wusste wirklich wohin genau zu segeln ist...          naja wir geben alles und folgen den anderen. Wenig Wind und zwischendurch Regen, doch das türbte unsere Stimmung nicht wirklich! 


So rauschen wir auch mal mit viel Wind an St. Georges vorbei.            Dieter hat seine eigene Regatta vor ein paar Jahren ins Leben gerufen.     Er meint, wir sollen doch Ende Februar 2013 dabei sein und mitsegeln...

Dieter und Tomi haben es eben cool...

Doch was ist da los? Zwei Einheimische Mitsteiter erlitten auf der Endstrecke einen Mastbruch! Dieter ist sofort zur stelle und schleppt die beiden in die nächste Marina ab. Trotz allem haben sie das Lachen nicht              verloren...Glück im Unglück es ist nichts weiter passiert.                         So geht ein erlebnisreicher Tag mit vielen neuen Eindrücken und mit     einem guten Z'nacht zu Ende... 


Dock Einweihung 

Ein Ereignis jagt das andere! Dieter und Jana laden zur Einweihung des neuen Schiffssteg in der Marina ein. Wie immer, wenn die beiden etwas organiesieren fehlt es an nichts. 

So wird schon mal der rote Teppich für die Marina Prominenz ausgerollt. Wir schreiten unter dem Bogen durch begehen den neuen Steg. 

Auf dem neuen Steg schlürfen wir in luftiger Ambiente coole Drinks, ein Barbeque gibt es für die Hungrigen. Und natürlich die Live Band mit der Sängerin Kay die uns ein weiteres Mal mit ihrem wunderbaren Sound verwöhnt.

Es wird gefeiert und getanzt bis spät in die Nacht...


Besuch aus der Schweiz

Endlich sind sie in Grenada angekommen: Rosita und Madeleine. Die Fluggesellschaft LIAT hat die beiden unfreiwillig zwölf Stunden in Barbados sitzen lassen! Obwohl der Flug von Barbados bis Grenada gerade mal 45 Min. gedauert hätte. Durch viele verspätete Flüge und einem unglaublichen Chaos auf dem Flughafen von Barbados wurden die Passagiere nach der langen Wartezeit von 12 Std. doch endlich ins LIAT-Flugzeug gesetzt. Zur grossen Entäuschung mussten alle Passagiere kurz vor dem Start wieder aussteigen weil diese ........ doch noch bemerkt haben, dass der Flughafen in Grenada um 24:00h  bereits geschlossen ist.  

Der Kosename für LIAT heisst nicht umsonst:  Leaves Iland Any Time... !!!

Nach vier Stunden Hotel-Aufenthalt in Barbados ging's endlich nach Grenada. Auf der SeaBorne eingecheckt mit einem coolen Drink in der Hand, so waren alle Entbehrungen der beiden schnell vergessen, und die Ferien können beginnen... jeahh

Ausflug nach St. George's in die Hauptstadt Grenada's

Mit dem Taxi von Katy unserem Chauffeur gings nach St. George's in die Hauptstadt zum "Lädälä". Wir schleppten ihn zu seiner Freude von Laden zu Laden vom Markt bis hin zur hier sehr bekannten "Art Fabrik" die im Besitz von der Schweizerin Lilo Nido ist. Wir schauen bei ihr herein und fragen die Verkäuferin ob sie da ist und unbekannten Besuch aus der Schweiz empfangen will! Wir werden spontan ins Obergeschoss geleitet wo Lilo ihr Atelier hat und mit acht Mitarbeiterinnen Batik herstellt.  Lilo hat Freude wieder einmal Schweizerdeutsch zu plaudern, sie ist eben eine waschechte Zürcherin aus dem Kreis 1 lässt sie uns mit Stolz wissen. Lilo macht mit uns ganz spontan eine Führung durch ihre eindrücklichen Produktionsräumlichkeiten. Wir erfahren, wie sie ihre Kunst auf verschiedenen Batikkleidern in wunderschönen Motiven ausdrückt. Harmonische  Farbkombinationen, Inspirationen aus Meer, Land und Leute findet sich in ihrer Kunst wieder. Sie erzählt uns ihre Geschichte wie sie in Grenada vor 20ig Jahren gestrandet ist und ihre eigene "Art Fabrik" aufbaute. Wir sind fasziniert von ihr, ihrer Offenheit und sprühender Energie sowie ihrer kreativen Kunst. Wir kaufen bei Lilo ein, sie hat einen sehr geschmackvoll eingerichteten Laden, da können wir Damen natürlich nicht widerstehen...

Endlich befreien wir Katy von unserem Einkaufsenthusiasmus!! Ein Mittagessen mitten in der Stadt hat uns für den zweiten Besichtigungsteil am Nachmittag gestärkt. Wir haben das reichhaltige Nationalgericht "Oil Down" genossen. Danach waren wir aber so satt, dass uns ein Nickerchen am Nächsten stand. Doch es ging weiter mit Katy...es gibt kein Pardon, wir gehen ins Fort George wo wir einen wunderschönen Ausblick auf die Hauptstadt haben. 

Fort George, hier wurde 1983 Maurice Bishopp und seine Kabinettsmitglieder kurz vor dem Einmarsch der US Marines        exekutiert. 

Neben dem Fort Georg welches das eindrücklichste nebst den Ereignissen von 1983 von allen drei ist, gibt es auf der gegeüberiegenden Seiten von St. Georges das Fort Frederick und das Fort Mathew. 

Kanonen auf Fort Georg.

Aussicht vom Fort auf die Hauptstadt George's Town.

Die Carenage, der alte Hafen von St. Georges. Mit den traditionellen Backsteinbauten der Engländer. 


Hafen von St. Georges. In diesem malerischen Städtchen kommen die grossen Frachtschiffe mit ihren Ladungen an. Wahrzeichen von St. Georges sind überall die rostroten Dächer der Häuser die das Stadtbild prägen und seine Schönheit und Einmaligkeit ausmachen zu sehen. 

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Hier ist die Kirche noch im Dorf!

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Schöne Häuser so weit das Auge blickt.

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In diesem Gebäude ist ein kleines Nationalmuseum zu bewundern. 

Wir wollen Euch das traditionelle Nationalgericht von Grenada vorstellen:                 Den "Oil Down" 

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Terry kocht uns einen originalen Oil Down! 

Zur Geschichte des Oil Down's heisst es, dass es früher ein Gericht für die damals armen Einheimischen war. Die Menschen haben sich im Laufe des Abends zum "Leimen" am Strand getroffen. Freunde, Nachbarn und Familienangehörige, jeder hat etwas von seinem Garten mitgebracht was schlussendlich die einzigartigkeit dieses Gerichtes ausmacht. So haben sich bis zu zwanzig Menschen am Strand gesellt um die Zutaten für den Oil Down auf einem Holzfeuer in dem grossen Topf zuzubereiten und zu kochen. Oil Down kann nicht nur für 4 Personen zubereitet werden. Der Grund dafür sind die vielen verschiedenen Zutaten die alle zusammen in den grossen Topf müssen. 

Rezept: 

Eine grosse Brotfrucht (hat die Grösse eines Fussballs)                                    Gesalzenes Schweinefleisch (Schwanz, Schnauze, Füsse)                                  Gesalzener Kat Fisch (eingelegt, damit er weich wird)                                     Gekochtes Pouletfleisch (Flügeli, Schenkel, Bruststücke)                                       Grüne Kochbananen in Stücke geschnitten                                                                       Karotten in Scheiben.                                                                          Zwei Bund Callaloo Blätter(sieht aus und schmeckt wie Spinat)                    Mittelgrosser Kürbis in kleinere Stücke geschnitten.                                       Kokosnüsse geraffelt und in Wasser einweichen (für die Sauce)                            Würzen mit Kurkuma (macht das Gericht gelb) Salz un Pfeffer, Safran oder Curry. Dumplings (so lang und so dick wie ein Finger.) Mehl und Wasser mischen, Kneten und Formen ergibt diese Dumplings. (ähnlich wie Spätzli bei uns)

Nach der Rezeptreihenfolge werden alle Zutaten nach und nach in den Topf gelegt. Zum Schluss werden die Dumplings auf das Gericht gelegt und die Kokosmilch über den ganzen Inhalt gegossen. Nun wird dem Eintopf schön langsam eingeheizt bis alle Zutaten gar sind. Etwa 40 Minuten köcheln lasen, fertig!                                                                                Der Name "Oil Down" kommt von der Zubereitungsart des Gerichts. Die ölhaltige Kokosmilch wird zuletzt über die Zutaten gegossen. Weil nun die Kokosmilch von allen Zutaten von OBEN nach UNTEN aufgenommen wird heisst es "Oil Down". 

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So sieht Terry's Oil Down aus. Er hat für die Vorbeitungen etwa zwei Stunden vorgerüstet und die Vorbereitungen getroffen. Es war sehr spannend wie er den Oil Down zubereitet hat. 

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Wir genossen ein Festessen!                                                                                              Der ganze Oil Down haben wir zu acht ganz und gar verspeist...herrlich!


Rum-Destillerie Antoine Estate

Mit Katy fahren wir in den Norden der Insel zur ältesten Rum-Destillerie am River Antoine Estate. Dort wird seit 1785 nach alter Tradition der legendäre "Rivers Royale Grenadian Rum" hergestellt. Wir machen eine interessante Führung die uns sehr beeindruckt hat:

Das Wasserrad wird vom Antoin Fluss gespeist und ist der Antrieb für die Zuckerrohr Presse. 

Nach dem Pflücken des  Zuckerrohrs werden die Blätter  entfernt und das Zuckerrohr sofort zerkleinert und zu kompackten Bündeln verschnürt damit der Zuckergehalt des Zuckerrohrs nicht zu stark abnimmt sofort weiter verarbeitet. 

Durch ein hölzernes Förderband werden die Zuckerrohr Bündel zur Presse geführt.

Mit dieser alten Presse werden die Bündel zerquetscht. 

Hier sieht man den Pressvorgang. Oben die Bündel die in den Press-Trichter befördert werden, links die Presse. Vorne sieht man die fasrigen Anteile des ausgepressten Zuckerrohrs welches als wertvoller Brennstoff dient.   

Durch diese aus Stein gebaute Rinne unterhalb der Presse sickert der gepresste Zuckerrohr-Saft gemächlich hinein.

Die Zuckerrohrabfälle werden auf diesen Holzwagen geladen.

Und ab geht's mit den Zuckerrohrschnitzel auf diesem Gleis zur Verbrennung. 

Sämtliche Arbeiten werden seit je her von Hand verrichtet. Man stellt sich dabei vor, dass es hier 33 Grad warm ist. 

Zuckerrohrabfälle in einem überfüllten Lagerhaus, es scheint, dass das Brenngut nicht so schnell ausgehen wird...

Unter diesem Vordach steht ein grosser offener Ofen wo die Zuckerrohrabfälle zum Anheizen der Bottiche im Gärraum betrieben wird. Mit der Schaufel werden die Zuckerrohrschnitzel in den Ofen befördert... die Hitze vor dem Ofen ist kaum auszuhalten...

Aus der Auffangrinne läuft der gewonnene Zuckerrohrsaft durch ein Rohr in grosse steinerne Bottiche. Der wichtige Gärprozess oder auch Fermentierung genannt kann hier beginnen. Unter Gärung versteht man den Prozess, währenddessen aus Zucker mit Zugabe von Hefe Alkohol gewonnen wird. 

Hier sieht man einen Mitarbeiter der den Schaum vom bereits gärenden Kochgut schöpft. Das Kochgut läuft durch mehrere solche Bottiche. Auch hier drinnen ist es unglaublich heiss. 

Nun wird der gekochte und mit Hefe gemischte Zuckersirup in einen anderen Gärraum geleitet. Riesiege, tiefe Gärwannen stehen in diesem Raum. Auf dem Bild sieht man den weiteren Gärprozess in Aktion wie das Gebräu Blasen an der Oberfläche bildet. Die Gärzeit bestimmt zum grösten Teil den Geschmack des Rums und beträgt zwischen 24 und 48 Stunden, für einige Rumspezialitäten bis zu 10 Tagen. Es ist das Geheimnis eines jeden Rum Herstellers. Das Resultat der beendeten Gärung ist die Maische, der Ausgangsstoff für die anschliessende Destillation.

Nun, nach dem Gärprozess wird die Maische destilliert. Eine Maische besteht nur         zu 5-10 Prozent aus Alkohol. Ziel der Destillation ist zum einen der Alkoholgehalt signifikant bis zu 95 Prozent zu erhöhen und gleichzeitig gewünschte Aromen zu erhalten und unerwünschte zu entfernen. Hier entsteht eine weisse Rumsorte. 

 

In einem anderen Keller wird ganz zum Schluss duch dieses Glasgefäss der Rum auf seinen Alkoholgehalt geprüft. Wenn der Rum exportiert wird dürfen 69 Vol.% Alkohol nicht überschritten werden, er wird dann mit Wasser verdünnt. Für den heimischen Verkauf sind gegenwärtig  75 Vol.% Alkohol im Rum enthalten. Kaum zu glauben, ist die Vorstellung, dass der Rum seit je her von Hand in jede einzelne Flaschen abgefüllt wird. 

Na dann "Prost"! Der Rum ist wirklich sehr klar und sehr stark. Das Aroma ist sehr speziell aber hervorragend. Dieses Gebräu ist geschmacklich einzigartig, obwohl Rosita's und Madeleines Gesichtsausdrck etwas anderes vermuten lässt.  

Royal Carmel Wasserfall

Nach einem kurzen Marsch durch den Regenwald gelangen wir zum Royal Carmel Wasserfall. Rosita geniesst die kühle Abwechslung. 

Royal Carmen Wasserfall mit Rosita. 

Seven Sisters Wasserfall

Der grösste und schönste Wasserfall in Grenada ist der Seven Sisters Wasserfall den wir besuchten. Es hatte in der vergangenen Nacht sehr stark geregnet und das Wasser hat sich vom vielen Sand und Dreck zu einer dunkelbraunen Brühe verfärbt, es hat uns nicht zum Baden gelockt. Aber die Schönheit des Wasserfalls blieb ungetrübt. 

Durch einen schönen Park mit vielen Blumen gelangen wir zum Wasserfall. Empfangen werden wir mit einem schönen Blumenkorb. 


Die Blumenmädchen...

Die Pflanzen hier sind grösser und prächtiger als wir sie von Zuhause      her kennen...

Das ist kein "Rheinfall"! Der Seven Sister Fall ist aber auch nicht schlecht...

Grand Etang Wald Reservat

Katy fährt uns sicher durch den üppigen, dicht bewachsenen Regenwald. Ein riesiges Wald Reservat. 

Einen Einblick ins Dickicht des Grand Etang. 

Katy zeigt uns die heimischen Früchte und Pflanzen, wie und wo sie gedeihen, eine sehr interessante Führung beginnt...

Lucky Beans

Rosita öffnet die Schale einer Lucky Bean. 

Eine Bohne so gross wie ein Ping Pong Ball. Man lässt die Bohne      trocknen, dann verfärbt sie sich dunkelbraun. Die Frauen machen daraus wahre Schmuckstücke. 

Nutmeg (Muskatnuss)

"Nutmeg" Die Muskatnuss ist das Nationalgewürz und das           Wahrzeichen von Grenada. 

 

Die Muskatnuss, sieht sie nicht wundervoll aus? 

So sieht die Muskatnuss aus wenn sie reif ist und geerntet werden kann.  Die Frucht ist so gross wie ein Ei. Die dicke Schale wird entfernt. Die Muskatnuss selbst ist mitten drin umhüllt von einer Nussschale. Die Nussschale ist mit einem gummiartigen roten Netz umhüllt "Mace" und hat einen feinen, intensiven Muskatgeschmack. Die Einheimischen trocknen den "Mace" und verwenden es in der Küche zum würzen verschiedener Gerichte. Die Nussschale wird geknackt und die kleine exklusive gut verpackte und geschützte Muskatnuss kommt zum Vorschein. 

Es gibt hier in Grenada viele Gerichte und Desserts die mit Muskatnuss gewürzt sind. Wunderbare Kreationen und Kombinationen die wir allesamt ausprobieren, sogar die Cocktails werden mit Muskat bestäubt...lecker…lecker… lecker... 

Cocoa

Cocoa ist die Frucht aus der die Schokolade hergestellt wird! Grenada produziert ihre eingene Schokoladenmarke die hier im Handel erhältlich ist, und bis zu 90% Cacao Anteile hat. 

Wir gehen in die "Carlton St. Andrew's" Cocoa Fabrik wo nach traditioneller Art die Cocoa Bohne für den Export verarbeitet wird. Handarbeit wird auch hier gross geschrieben. 

Ein impulsantes Steingebäude. Drinnen ist es ziehmlich dunkel. 

Hier werden die Cocoa Bohnen verarbeitet. 

Die geernteten Bohnen werden auf diesem ausfahrbahrem Gestell              von der Sonne getrocknet. Alle 2-3 Tage kommt eine grosse Lieferung Cocoa die sofort verarbeitet wird. In der Ernte-Hochsaison werden jeden Tag Lieferungen hierher gebracht. 

Tomi und Rosita hören interessiert zu, wie die Verarbeitung von Statten geht. 

Die Säcke werden für den Export exakt abgewogen. 

So sehen die fertig getrockneten Cocoa Bohnen aus.                                             Das Rohprodukt zur Herstellung unserer Schokolade. Die Bohnen schmecken etwas sandig und völlig geschmacksneutral, also weit entfernt von der Schokolade die wir im Handel kennen. Linth und Sprüngli machen aus diesen Bohnen die wunderbaren Schokoladenspezialitäten…  

Die Cacao Bohne in Säcke verpackt zum Abtransport in ferne Länder. 


Ein traditionelles über 100 Jähriges Haus. 

Grand Etang Wald Reservat

Tomi mit einem Mona Affen auf der Schulter... 

Wir halten auf einer Anhöhe des Grand Etang Forest Reserve an um uns die Affen anzuschauen. Mona Affen sind sehr zutraulich und neugierieg... aber auch frech. Sie wissen genau, dass Katy ihnen Bananen mitgebracht hat. Durch die Fütterung kommen die Affen sehr nahe, sie sind flink und gefrässig, man darf sie aber nicht anfassen. 


Nach der lustigen Begegnung mit den Mona Affen fahren wir aus dem Grand Etang Wald Reservat und wieder Richtung George's Town. 

Ein erlebnisreicher Tag geht zu Ende, den wir alle sehr genossen haben. 

Die Reise geht weiter...

Unsere Ferienreise geht weiter zu den Tobago Cays...wir verbringen zwei schöne Segelwochen auf der SeaBorne, wir haben viele Inselchen besucht und die vielen Sandstrände und Buchten genossen. Wieder zurück in Grenada bleibt uns noch Zeit für einen Bummel durch St. Georges Town die wir inzwischen so richtig ins Herz geschlossen haben. 

St. Georges Town

Allgegenwärtig die alten Backsteinhäuser die uns so sehr gefallen,            in St. Georges Town. 

Schmucke Häuser in steilen, schmalen Gässchen und Strassen. 

Hier ist Lilo Nidos Art Fabrik. Ihr künstlerisches Schaffen sieht man hier schon an den Fenstern. Sie hat ihrem Haus Augen mit langen Wimpern verpasst...sie freute sich sehr über unseren Besuch, wir plaudern einwenig und machen mit ihr für unseren letzten gemeinsamen Abend ab. In der Le Phare Bleu Marina geben Dieter und Kay ein Konzert. 

Weiter geht unser Bummel durch die unglaublich steilen Strassen und Gassen es ist ein auf und ab bis wir den Markt erreichen. Souveniers für die Lieben zu Hause werden eingekauft. 

 

Die Einkaufstüten werden immer schwehrer...

Wunderschönes Backsteinhaus...

und noch eins...

Unser Einkaufstour geht dem Ende zu, ein Kaffee-Klatsch muss noch sein...

Bei einem Kaffe und einer herrlich feinen, warmen Zimt-Schnecke...lassen wir glücklich und zufrieden unserern Einkaufs-Bummbel in St. Georges ausklingen. 

Unser letzter gemeinsamer Abend mit Rosita und Madeleine. Besuch aus der Art-Fabrik ist auch gekommen mit Lilo, Terry und Chris.

Kay und Dieter geben ein unvergessliches Konzert.

Lilo und Terry

Alles hat sein Ende...soo schade, drei schöne Wochen Ferien gehen für Tomi und mich, Madeleine und Rosita zu Ende...Die Abreise steht bevor…bye, bye ihr zwei bis hoffentlich zum nächsten Jahr…




r fiz© Tomas und Nadine Cervera 2012