Canouan Island:                                                                                                         09/2012


Wir verlassen die Tobago Cays und segeln ein paar Seemeilen zu der kleinen Insel Canouan. Canuan liegt nördlich der Tobago Cays aber nur einen Steinwurf weit entfernt. Wir lassen den Anker in der Charlestown Bay fallen, direkt vor der eleganten im Südafrikanischen Stil gebauten Hotelanlage, die sich in perfekt in die karibische Landschaft einschmiegt. Schon von weitem sieht man die braunen Palmenwedel von den Dächern ragen. 

Die Insel auf der nicht mehr als 700 Einwohner zu zählen sind, ist in zwei Hälfen geteilt: Canouan Nord und Canouan Süd.  

Wegweiser auf dem Steg zum Hotel. 

Nadine...

Tomi auf Erkundungstour durch die Hotelanlage. Heute bleibt die Bordküche wieder einmal kalt! 

Geschichte:

Die Geschichte von Canouan beschreibt, Dass während der Kolonialzeit hier in Canouan Island Baumwolle angepflanzt wurde. Im 19. Jahrhundert wurden in der Carlestown Bay Wale geschlachtet und zu Öl verarbeitet.                                                                                    Canouan war 106 Jahre lang im Privatbesitz der Familie Snagg. Henry Snagg machte um die Jahrhundertwende die Insel - nach damaligen Verhältnissen - für die Bewohner zu einem Paradies. Die grosszügigen Häuser der Familie und der Angestellten lagen rund um die Charlestown Bay und über die Insel verteilt. Trinkwaser war das ganze Jahr über in Zisternen verfügbar. Jeder Arbeiter hatte seinen eigenen Garten und Kleinvieh und die Kinder gingen zur Schule. Die Welt auf Canouan Island war in Ordnung.                                 Zwei Ereignisse änderten die Situation auf Canouan Island schlagartig. Im Herbst 1921 verwüstete ein Hurrikan alles, was Menschenhand geschaffen hatte, selbst die Kirchenglocke hielt es nicht im Turm, die Überlebenden standen vor dem Nichts. Kurze Zeit später starb Henry Snagg, und die Bewohner wurden bettelarm und von der Aussenwelt komplett vergessen. Viele junge Leute wanderten aus und nahmen Arbeit im Ausland an oder fuhren zur See. Ein drittes Ereignis hat die Insel abermals verändert. Das Canouan Resort Development, eine amerikanische Investorengruppe hatte den nördliche Teil der Insel gekauft. Rund um die Berge und die Bucht entstand ein exklusives Resort. Keine Insel auf den kleinen Antillen hat ihr Landschaftsbild dermassen verändert wie "Canouan-Nord". Wo noch vor Jahren vertrocknetes Gestrüpp und Kakteen standen, erstreckt sich heute in hügeliger Landschaft der Frangipani Golf Course rund um die Bucht in saftigem Grün. Neue, luxuriöse Häuser die zum Verkauf an Ausländer gebaut wurden usw. Die nördiche und somit auch grössere Hälfte von Canouan ist gesichert mit einer Garde bewacht. Für die Einheimischen und Besucher ist der Eintritt in den "Norden" nur durch eine Bewilligung und entsprechende Eintrittsgebühren erlaubt. Auf Canouan wir auch heute wie wild gebaut. Zur Zeit wird  der bestehende kleine Flughafen ausgebaut, damit die Privatjets hier bequem landen können. 

Im "Südlichen Canouan" leben die Einheimischen, die Locals. Canouan hat sich in den letzten paar Jahren sehr veränder im kulturellen sowie im Bereich der Architektur, die Menschen sind immer noch auf der Suche nach ihrer Heimat und ihrer Kultur, die sie einmal hatten.  Statt in den traditionellen Holzhäusern leben sie heute in pastellfarbenen grossen Zementhäusern. Viele Einheimische leben heute vom Tourismus und sind Angestellte in den Hotel Resorts im Norden.

Auf dem Weg zum einzigen Mini-Markt in Canouan

Sandstrand vor dem Hotel

Canouan hat wunderschöne Sandstrände, die Menschen sind offen und freundlich. Nebst einer Bank einem Polizeirevier und einem kleinen gut bestückten Supermarkt hat es auch ein kleiner Früchtemarkt, sonst ist hier im Süden nicht viel zu finden.  

Wir kaufen ein paar Sachen ein und fahren weiter nach "Mayreau". 


 











r fiz© Tomas und Nadine Cervera 2012