Union Island:                                                                 09/2012


Wir lassen Mustique hinter uns und segeln 30 Seemeilen mit schönem Passatwind in Richtung Union Island. Zwischen den Inseln hatten wir recht hohe Wellen, sogar die Nespressomaschine hat einen Salto rückwärts hingelegt. Doch zum Glück hat sie ohne Blessuren die Akrobatikeinlage überstanden. Nach sechs Stunden Fahrt haben wir die schwierige, von Riffen übersähte Einfahrtspassage von Union Island erreicht. Offenbar gibt es hier immer wieder Unfälle und Grundberührungen. Die Riffe ragen nur ganz wenig aus dem Wasser, doch viel gefährlicher sind diejenigen die direkt unter dem Wasseroberfläche liegen. Wir bergen die Segel und laufen hochkonzentriert unter Motor in Clifton Harbour ein. Das Ankern wird schwierig werden, so lassen wir uns ganz gerne von Michael der mit seinem Holzboot bereits herangebraust kommt eine Mooringboje geben. Er geleitet uns sicher in die Lagune. Das Liegen hier ist recht angenehm und relativ ruhig, denn die Riffe bilden einen Halbkreis und halten somit den Schwell in die Lagune ab. Erst am nächsten Morgen als die Sonneneinstrahlung günstig war sahen wir das Ausmass der gewaltigen und gefährlichen Riffe um uns herum. 

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So liegt unsere SeaBorne sicher an der Boje fest in Clifton Harbour.

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Die schöne Aussicht vom Schiff aus an den einsamen Strand. 

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Da hat sich wohl jemand am sonst menschenverlassenen Strand verirrt! 

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Der kleine Yacht Club in Clifton Harbour. 

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Tomi's Lieblingsfische die Haie, endlich sieht er welche. Ammenhaie und einen Adlerrochen in Gefangenschaft im Aquarium vor dem Yachtclub, leider...

Land und Leute in Carriacou

Union Island ist wie Mustique eine kleinere Insel mit sieben Quadratkilometer Fläche. Die Insel ist hügelig und bewaldet, an den Stränden sind schöne Palmen zu sehen. Clifton Harbour ist ein hübscher, kleiner, verschlafener Ort. Seit vielen Jahren nimmt Clifton Harbour eine Schlüsselposition für den Yachtsport ein. Die Segler bringen die meisten Devisen und schaffen Arbeitsplätze mit steigender Tendenz. Bereits Heute leben etwa 60% der Bewohner von dieser Devisenquelle.  

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Wir kommen in den Genuss, Dienstleistungen für wenig Geld in Anspruch zu nehmen. Auch hier ist die Hochsaison vorbei, die geschäftstüchtigen Inselbewohner liefern uns per Boot alle möglichen Annehmlichkeiten in "no time"! 

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Michael der wir schon am Vorabend kennen gelernt haben, hat uns innert ein paar Stunden 40 Gallonen Diesel organisiert und uns auf's Schiff gebracht. 

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Probleme die wir mit dem Motor hatten waren im Nu gelöst. Michael hat uns seinen Kollegen Ivan innert einer Stunde auf die SeaBone geschickt, er ist der Spezialist für Yachtmotoren und arbeitet für Sunsail Charter. So hat er unseren Schaden in nur drei Stunden repariert. 

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Richtig viel zu tun haben wir!                                                                              Richard's Water-taxi Sevice mit seinem Cousin John sauste mit seinem rot-, grün-, gelbbemahlten Schiff heran. Sie verkauften uns zwei schöne, frische Red Snapper die sie uns direkt an Bord ausnahmen. Das war ein Schauspiel wie wir es noch nie erlebt haben. Richard warf die restlichen Fischteile den Möven in die Luft. Diese kreischten und kämpften untereinander um einen Happen zu ergattern. Zu dutzenden flatterten sie um das Schiff. Die geschuppten und filetierten Fische mit der entsprechenden Kochanleitung von John werden wir heute Abend an Bord geniessen.

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Eines ist sicher! Die Menschen auf Union Island sind sehr freundlich und hilfsbereit. Fremden gegenüber sehr aufgeschlossen und interessiert. Anders als auf Mustique, das fällt uns hier sofort auf! Dort haben wir unfreundliche wenn nicht gar gehässige Mitarbeiter erlebt. So haben wir nur mit Mühe einen Mul (Golfcart) mieten können, und das auch nur für zwei Stunden weil dann der nette Kerl Feierabend hat. Alles ist zuviel verlangt, keine Dienstleistungsbereitschaft, sie sind sich halt die Multis gewohnt...und Yachttouristen sind nur geduldet...

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Bei Michaels Schwester Jenny sind wir mit einem frisch gemixten Fruchtcocktail verwöhnt worden. 

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Der Früchte- und Gemüsemarkt in Clifton Harbour besteht aus 6 Ständen die alle das gleiche anbieten. Sie sind farbenprächtig und liebevoll hergerichtet. Tomi lässt sich gerade zu einem Einkauf überreden. 

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Mitten an der Durchgangsstrasse eine Berlinerin die hier verlängerten Urlaub macht und das Sammelsurium einer Kollegin verwaltet. 

Alle Häuschen sind nach karibischem Stil bunt bemalt. 

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Hier entsteht eine Bäckerei. 

Einkaufsstrasse von Clifton Harbour. 

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Der Haupt- und Marktplatz von Clifton Harbour. 

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Eine karibische Boutique. 

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Der Weg ist das Ziel! 

Die Granadinen

Geografisch bilden die Grenadinen eine Einheit. Doch nördlich der Linie Union Island und Petit St. Vincent, verlassen wir die Hoheitsgewässer von St. Vincent. Das heisst, wir müssen hier in Union Island ausklarieren! Südlich der Linie Union Island befahren wir die Hoheitsgewässer von Grenada. 

Bald segeln wir weiter nach Grenada mit Zwischenstop in Carriacou... und weiterer Berichterstattung....see you!

r fiz© Tomas und Nadine Cervera 2012